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Arbeitskollegin akzeptiert meine Erkrankung nicht

[…]Es muß eine Lösung her.
Wäre es eine Lösung, wenn Ihr der Chefin vorschlagt, anteilige Verstärkung aus einem anderen team zu bekommen oder zu rotieren? Oder gibt es Praktikanten, Azubis, die unterstützen können? Kann auch die Chefin selbst vielleicht unterstützen? Kann man Teile Eurer Arbeit outsorcen? Kann man Eure Arbeit so verändern, daß sie effektiver erledigt werden kann? Gibt es Teile der Arbeit oder Arbeitsschritte, die ganz weggelassen werden können?[…]
Deine Vorschläge sind im Grunde sehr sinnvoll - organisatorisch und praktisch. Aber im Kern ist es nicht die Aufgabe von @Träumchen95 , diese Lösungen der Chefin vorzuschlagen. Dafür ist die Chefin selbst verantwortlich, sonst wäre sie ja nicht Chefin. @Träumchen95 kann ihre Situation und Grenzen kommunizieren, aber die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Führungsebene.
 
Deine Vorschläge sind im Grunde sehr sinnvoll - organisatorisch und praktisch. Aber im Kern ist es nicht die Aufgabe von @Träumchen95 , diese Lösungen der Chefin vorzuschlagen. Dafür ist die Chefin selbst verantwortlich, sonst wäre sie ja nicht Chefin. @Träumchen95 kann ihre Situation und Grenzen kommunizieren, aber die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Führungsebene.

Absolut!
Nur was soll @Träumchen95 machen, wenn die Chefin ihren Job so macht wie sie es tut, also nicht gut macht?
Da bleibt nur, wenn man nicht gehen möchte, selbst aktiv Lösungen zu suchen und vorzulegen.
Und beide Teampartner sollten nicht derart an und über ihre Belastungsgrenze gehen, es bleibt notfalls eben Arbeit liegen.
Wie soll Handlungsbedarf für Vorgesetzte entstehen, wenn doch trotz Jammerei alles läuft?
 
Ich hatte ja im Eingangsbeitrag erwähnt, dass sie in Anwesenheit unserer Chefin oder auch anderen Kollegen immer sehr viel Verständnis hat. Der Ton und die Aussagen ändern sich jedoch, wenn wir alleine sind.
Das ist klar Mobbing.
Dazu dein Vorgehen Träumchen, dass du keinen Ärger willst und evtl nicht deutlich und bestimmt genug Kontra auf unverschämte Aussagen deiner Kollegin gibst.

Wäre das eine Option für dich?

Es mag sein, dass deine Kollegin jetzt etwas mehr machen muss, das gibt ihr aber nicht das Recht dich zu mobben!

Das ist auch diese typische Konstellation, das jemand aufgrund von Schuldgefühlen das mit sich machen lässt.
Nein! Du kannst nichts dafür, du gibst dein Bestes und deine Kollegin hat sich dir gegenüber anständig zu verhalten und zu äußern.
Wenn sie ein Problem mit der Arbeit hat muss sie zu ihrem Vorgesetzten gehen.

Soll man denn jetzt noch Gründe dafür suchen, warum jemand mobbt? Ihn wohlmöglich dann auch noch in Schutz nehmen?

Bevor du den Job wegen ihr hin schmeißt, vielleicht kannst du mal schauen ob es Empfehlungen gibt, wie man mit Mobber umgeht und sie ruhig bekommt.
Ich habe zu meiner Tochter immer gesagt, ärgere dich nicht und schimpfe, denn dann macht es den Mobbern erst recht Spaß und die werden immer weiter machen.
Als Erwachsener würde ich eher auch subtil unter der Gürtellinie austeilen und dabei lächeln.

Der Eine macht und der andere lässt mit sich machen. Nur so funktioniert Mobbing. Dreh den Spieß um bzw lass dich nicht treffen. Vielleicht hilft das.
 
Das ist ja die beste Option, einfach im Home-Office bleiben.
Telefonisch Bescheid geben, du könntest schon arbeiten nur der Arbeitsweg sei dir (heute) zu beschwerlich.
Dann kann sich das deine Chefin aussuchen, ob sie einen Krankenschein will um weiter auf ihrer Vorliebe bestehen zu können.
 
Ich glaube, der MdK wird dir an der Prüfung vorschlagen, einen Indoor Rollator zu erwerben, um Gegenstände von A nach B zu transportieren. Die Regel ist,dass zuerst Hilfsmittel eingesetzt werden sollen, bevor Pflegedienstleistungen bezahlt werden.
Aber ich würde mich für dich freuen, wenn es klappt.
Ich bin seit 20 Jahren ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht und entscheide zu dritt mit der Richterin und jemand vom Versorgungsamt über den Beklagten GdB.Ich glaube,da hast du gute Chancen und da würde sich Widerspruch und Klage lohnen. Deine Einschränkungen sind erheblich und dauerhaft.
Bei einer Klage wird ein Gutachter eingeschaltet,der dich lange befragt und untersucht. Meistens wird dann nach seinem Gutachten geurteilt. Und es gibt halt gute und aber auch schlechte Gutachter.

Ich habe in meiner Wohnung keinen Platz um mit einem Rollator rumzulaufen. Außerdem ändert es ja nichts daran, dass ich im Alltag täglich Unterstützung brauche.

Du bist nicht verpflichtet ihr zu sagen, warum es dir schlechter geht.

Aber ich glaube es würde ihr helfen, dich besser zu verstehen, wenn du ihr erklärst, warum du nicht mehr so viel leisten kannst wie vorher und dass du mit ihr auf eine Lösung hinarbeiten möchtest, mit der ihr beide leben könnt. Ich verstehe dich und deine Schmerzen, ich kann aber auch die Kollegin verstehen, die jetzt mehr arbeiten muss bzw. die die letzten Monate zwei Jobs gemacht hat.
Ist für dich natürlich unfair, dass sie das dankend hingenommen hat, dass du vorher mehr geleistet hast aber ist ja leider auf der Arbeit so - kannst du viel, musst du mehr machen und machst du Fehler/weniger, wirst du angemacht.

Ansonsten könntest du auch den Weg fahren, dass du das machst, was du schaffst und die Kollegin das, was sie kann - und dann nach normaler Arbeitszeit gehen. Wenn sich dann Rückstände bilden, spätestens dann wird es die Chefin nerven und eine neue Planung vornehmen müssen.

Hallo Träumchen96,
nachdem Du Eure Arbeitssituation etwas genauer geschildert hast, kann ich das besser einschätzen. Es bleibt dabei, daß Deine Kollegin 4 Monate wegen Deiner bedauerlichen Krankheit (was mir wirklich von herzen für Dich leid tut) den job von 2 Personen übernehmen mußte. Das war schon absolut nicht ok von Deiner Chefin. Da hätte Verstärkung ins team geholt werden müssen oder umorganisiert. Wahrscheinlich konnte Deine Kollegin in den 4 Monaten auch nicht selbst ausfallen, also keinen Urlaub nehmen etc. Und auch jetzt muß sie weiterhin auf unbestimmte Zeit den größeren Part Eurer Arbeit übernehmen. Das ist ungerecht, belastend und demotivierend. Dazu kommt, daß sie offenbar schon früher etwas weniger fähig und belastbar war als Du. Sie ist Mitte 50 und offenbar nicht so fix wie Du.
Das ist jetzt echt eine schwierige Situation für sie. Für dich natürlich aufgrund Deiner Krankheit auch eine superschwere Zeit. Aber es hilft ja nichts. Es muß eine Lösung her.
Wäre es eine Lösung, wenn Ihr der Chefin vorschlagt, anteilige Verstärkung aus einem anderen team zu bekommen oder zu rotieren? Oder gibt es Praktikanten, Azubis, die unterstützen können? Kann auch die Chefin selbst vielleicht unterstützen? Kann man Teile Eurer Arbeit outsorcen? Kann man Eure Arbeit so verändern, daß sie effektiver erledigt werden kann? Gibt es Teile der Arbeit oder Arbeitsschritte, die ganz weggelassen werden können?
Was passiert, wenn Ihr Eure Arbeit nicht schafft? D.h. nur ca. 80 % der Arbeit erledigt werden? Sind andere teams von Eurer Vorarbeit abhängig? Können die dann nicht weitermachen? Es ist aus meiner Sicht auch unbedingt nötig, daß die Chefin eine Lösung findet für den Ausfall deiner Kollegin. Irgendwann wird sie ja wohl mal einen mehrwöchigen Urlaub machen wollen? Dann kannst du ja nicht alles allein machen, wenn du jetzt schon nur 40 % schaffst.

Ich kann Dir nur raten, einen guten Draht zu der Kollegin aufzubauen, indem Du sehr viel Verständnis für ihre mißliche Situation und ihre Überforderung zeigst, und mit ihr gemeinsam eine Strategie zu überlegen, wie Ihr mit der Situation umgeht. Und gemeinsam als team gegenüber der Chefin aufzutreten.

Wenn das nicht funktioniert, bleibt nur, jede gibt ihr Bestes, aber geht auch nicht über eigene gesundheitliche Grenzen und dann bleibt ein Teil der Arbeit unerledigt: Es bilden sich Rückstände und spätestens wenn die Rückstände zu groß werden, um sie im laufenden Betrieb abzuarbeiten, muß die Chefin reagieren und Unterstützung ins team geben.

Wichtig ist gemeinsam mit der Kollegin die Verantwortung für Personal und Orga dahin zu delegieren, wo sie hingehört: zur Chefin. Und Euch nicht gegenseitig die Schuld zuzuschieben, Euch gegenseitig zu mobben und Euch wechselseitig was zu unterstellen. Sprecht miteinander, hört einander zu und fühlt Euch in den anderen ein. Wechselt die Perspektive und spürt die Belastung des jeweils anderen. Du kannst damit anfangen, indem Du nicht mehr negativ von Deiner Kollegin denkst, sondern ins Mitgefühl gehst und ihre Belastung wahrnimmst.

Das ist aber das Problem der Chefin und die weiß doch inzwischen Bescheid.

Wäre es vielleicht eine Idee, dass du nochmal mit der Kollegin besprichst, dass ihr einfach beide macht was ihr könnt, also im Normalbetrieb? Dann werden entweder dauerhaft nur weniger als 10 Aufgaben erledigt oder es werden Aufgaben umverteilt. Das sollte doch eigentlich nicht zu einem Kampf zwischen euch beiden führen, wenn einfach jeder macht was er kann.

Kriegt deine Kollegin denn nicht mit, wie eingeschränkt du bist? An deinem Nicht Homeoffice Tag wirst du doch aus ihrer Sicht auch kein Theater spielen wenn du deine Sachen mit Rucksack transportierst?

Das Grundproblem ist die allgemeine Haltung meiner Kollegin. Junge Menschen dürfen nicht krank sein, weil sie jung sind. Die stellen sich alle an. Die wollen doch nur nicht arbeiten usw. Ich kann ihr noch so viel erzählen. Wenn ich in ihrem Alter wäre, dann hätte sie vermutlich mehr Verständnis.

Meine Kollegen und meine Chefin wissen alle, was mit mir passiert ist und was das für mich bedeutet. Ich spreche offen darüber. Die anderen Kollegen gehen auch total lieb mit der Situation um und bringen mir mal einen Kaffee oder bringen mir was aus der Mittagspause mit.

Meine Kollegin will aber gar nicht sehen, welche Einschränkungen ich habe und deswegen stürzt sie sich auf unnötige Dinge. Ich habe immer ganz normale Klamotten an und bin geschminkt. Ihre Aussage dazu "So schlimm kann es ja nicht sein, wenn man so aussieht". Oder die Tatsache, dass ich mit den Krücken nicht laufe, wie jemand der das Bein gebrochen hat. Ich laufe ganz normal und die Krücken sind ja zur Unterstützung wegen meinem Gleichgewicht. Ihre Aussage dazu "Du nutzt die Krücken doch gar nicht".

Ich kann auf keiner normalen Basis mehr mit ihr reden. Es wäre gar nicht möglich mit ihr einen Plan zu machen etc. Ihre Lösung ist, dass ich einfach so arbeiten soll wie früher, weil ich bin erst 30 und das wird ja wohl möglich sein in diesem Alter.

Das ist klar Mobbing.
Dazu dein Vorgehen Träumchen, dass du keinen Ärger willst und evtl nicht deutlich und bestimmt genug Kontra auf unverschämte Aussagen deiner Kollegin gibst.

Wäre das eine Option für dich?

Es mag sein, dass deine Kollegin jetzt etwas mehr machen muss, das gibt ihr aber nicht das Recht dich zu mobben!

Das ist auch diese typische Konstellation, das jemand aufgrund von Schuldgefühlen das mit sich machen lässt.
Nein! Du kannst nichts dafür, du gibst dein Bestes und deine Kollegin hat sich dir gegenüber anständig zu verhalten und zu äußern.
Wenn sie ein Problem mit der Arbeit hat muss sie zu ihrem Vorgesetzten gehen.

Soll man denn jetzt noch Gründe dafür suchen, warum jemand mobbt? Ihn wohlmöglich dann auch noch in Schutz nehmen?

Bevor du den Job wegen ihr hin schmeißt, vielleicht kannst du mal schauen ob es Empfehlungen gibt, wie man mit Mobber umgeht und sie ruhig bekommt.
Ich habe zu meiner Tochter immer gesagt, ärgere dich nicht und schimpfe, denn dann macht es den Mobbern erst recht Spaß und die werden immer weiter machen.
Als Erwachsener würde ich eher auch subtil unter der Gürtellinie austeilen und dabei lächeln.

Der Eine macht und der andere lässt mit sich machen. Nur so funktioniert Mobbing. Dreh den Spieß um bzw lass dich nicht treffen. Vielleicht hilft das.

Ich lasse mich generell eigentlich nicht fertig machen. Ich bin nicht auf den Mund gefallen. Wenn die Situation anders wäre, dann würde sie von mir auch richtig kontra bekommen. Ich habe im Moment nur keine Kraft dafür und damit es nicht noch mehr eskaliert, ignoriere ich manche Aussagen.

Wenn es mir aber zu viel wird, dann sage ich auf jeden Fall was. Sie lässt mich z.B. nie ausreden. Das mach sie auch, wenn andere dabei sind. Sie lässt andere ausreden und mir fällt sie immer ins Wort. Das finde ich maximal respektlos und dann ist mein Standard-Spruch "Ach Herzlich Willkommen in meinem Satz".

@Träumchen95
Bist Du bereits vollständig im Homeoffice?

Leider bisher nicht, weil meine Chefin das generell nicht möchte. Sie möchte, dass jeder 1-2 Mal pro Woche anwesend ist.
 
Ja die Erfahrung mit einigen Ü40 und Ü50-Kollegen durfte ich leider auch schon machen … das kann den Arbeitsalltag leider echt schwierig machen.

Manchmal frage ich mich, wo diese Erwartungshaltung herkommt, dass die jungen Kollegen mehr leisten müssen. Man kriegt doch dasselbe Geld bzw. die älteren vllt sogar mehr wegen Erfahrungsstufen und co.
 
Leider bisher nicht, weil meine Chefin das generell nicht möchte. Sie möchte, dass jeder 1-2 Mal pro Woche anwesend ist.
Hm. Gerade in Deinem Fall wäre es zum Erhalt Deiner Arbeitskraft vielleicht eine Option. Das könntest Du mal erfragen. So wie Du es beschrieben hast, kostet auch der Arbeitsweg viel Kraft. Vielleicht lässt Deine Chefin sich auf 1 Anwesenheitstag im Monat ein?

Haben die Aufgaben in Deinem Team einen engen Zeitplan? Also ist es besonders wichtig diese beispielhaften 10 Aufgaben am Tag zu erledigen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Deine Kollegin in Deiner Abwesenheit die Arbeit für 2 gemacht hat.

Leider wird das nichts an dem Problem mit Deiner Kollegin ändern. Das was diese treibt, kann man glaube ich schon als Mobbing werten. Gäbe es in der Firma neben Deiner Chefin andere Ansprechpersonen zu diesem Problem?
Betriebsrat? Gleichstellungsbeauftragte?
 

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