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Arbeitskollegin akzeptiert meine Erkrankung nicht

@Träumchen95
Das Grundproblem ist die allgemeine Haltung meiner Kollegin. Junge Menschen dürfen nicht krank sein, weil sie jung sind. Die stellen sich alle an. Die wollen doch nur nicht arbeiten usw. Ich kann ihr noch so viel erzählen. Wenn ich in ihrem Alter wäre, dann hätte sie vermutlich mehr Verständnis.

Meine Kollegen und meine Chefin wissen alle, was mit mir passiert ist und was das für mich bedeutet. Ich spreche offen darüber. Die anderen Kollegen gehen auch total lieb mit der Situation um und bringen mir mal einen Kaffee oder bringen mir was aus der Mittagspause mit.

Meine Kollegin will aber gar nicht sehen, welche Einschränkungen ich habe und deswegen stürzt sie sich auf unnötige Dinge. Ich habe immer ganz normale Klamotten an und bin geschminkt. Ihre Aussage dazu "So schlimm kann es ja nicht sein, wenn man so aussieht". Oder die Tatsache, dass ich mit den Krücken nicht laufe, wie jemand der das Bein gebrochen hat. Ich laufe ganz normal und die Krücken sind ja zur Unterstützung wegen meinem Gleichgewicht. Ihre Aussage dazu "Du nutzt die Krücken doch gar nicht".

Ich kann auf keiner normalen Basis mehr mit ihr reden. Es wäre gar nicht möglich mit ihr einen Plan zu machen etc. Ihre Lösung ist, dass ich einfach so arbeiten soll wie früher, weil ich bin erst 30 und das wird ja wohl möglich sein in diesem Alter.
Es ist völlig verständlich, dass dich das Verhalten deiner Kollegin belastet. Oft verstärkt sich der Schmerz dadurch, dass man erwartet, dass andere Verständnis zeigen. Wenn du diese Erwartung etwas zurücknimmst - also akzeptierst, dass sie vielleicht nicht so reagiert, wie du es dir wünschen würdest - wird es deutlich leichter für dich, emotional Abstand zu gewinnen.

Du kannst weiterhin freundlich und sachlich bleiben, aber gleichzeitig klar deine Grenzen schützen. Dein Wohlbefinden hängt nicht davon ab, wie die Kollegin handelt, sondern davon, wie du mit der Situation umgehst - und das darfst du ganz bewusst steuern.
 
Absolut!
Nur was soll @Träumchen95 machen, wenn die Chefin ihren Job so macht wie sie es tut, also nicht gut macht?
Da bleibt nur, wenn man nicht gehen möchte, selbst aktiv Lösungen zu suchen und vorzulegen.
Und beide Teampartner sollten nicht derart an und über ihre Belastungsgrenze gehen, es bleibt notfalls eben Arbeit liegen.
Wie soll Handlungsbedarf für Vorgesetzte entstehen, wenn doch trotz Jammerei alles läuft?
Guter Einwand…
Wäre ich Träumchen95, würde ich noch einmal das Gespräch mit der Chefin suchen und konkret nachfragen, wie sie sich künftig die Zusammenarbeit vorstellt, wenn bei zwei Personen die Belastungsgrenze überschritten ist. So wird klar, dass die Verantwortung für eine faire Arbeitsverteilung bei der Führung liegt, und nicht bei den Teammitgliedern.
 
Guter Einwand…
Wäre ich Träumchen95, würde ich noch einmal das Gespräch mit der Chefin suchen und konkret nachfragen, wie sie sich künftig die Zusammenarbeit vorstellt, wenn bei zwei Personen die Belastungsgrenze überschritten ist. So wird klar, dass die Verantwortung für eine faire Arbeitsverteilung bei der Führung liegt, und nicht bei den Teammitgliedern.

Wenn es bisher nur ein Gespräch gab, kann man einen klareren Vorstoß versuchen, ja.
Zuviel erwarten würde ich bei Vorgesetzten, die sich so zeigen, von einem weiteren Gespräch nicht.
Wo die Verantwortung liegt, dürfte selbst dem unfähigsten Vorgesetzten klar sein.
 
Hm. Gerade in Deinem Fall wäre es zum Erhalt Deiner Arbeitskraft vielleicht eine Option. Das könntest Du mal erfragen. So wie Du es beschrieben hast, kostet auch der Arbeitsweg viel Kraft. Vielleicht lässt Deine Chefin sich auf 1 Anwesenheitstag im Monat ein?

Haben die Aufgaben in Deinem Team einen engen Zeitplan? Also ist es besonders wichtig diese beispielhaften 10 Aufgaben am Tag zu erledigen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Deine Kollegin in Deiner Abwesenheit die Arbeit für 2 gemacht hat.

Leider wird das nichts an dem Problem mit Deiner Kollegin ändern. Das was diese treibt, kann man glaube ich schon als Mobbing werten. Gäbe es in der Firma neben Deiner Chefin andere Ansprechpersonen zu diesem Problem?
Betriebsrat? Gleichstellungsbeauftragte?

Wir haben Termine, die wir einhalten müssen, aber das betrifft nicht alle Aufgaben und die Termine sind meisten nicht knapp geplant. Es ist also meistens genug Zeit. Wenn man das alles ordentlich koordiniert und sich selber strukturiert, dann geht das sehr gut.

Es gibt noch andere Ansprechpartner, aber noch habe ich keine Unterlagen vorliegen usw. die meine Behinderung belegen.

Könnte die Chefin vielleicht die Teams anders zusammenstellen, dich also mit einer anderen Kollegi oder einem anderen Kollegen zusammenspannen?

Wir haben nicht alle die gleichen Aufgaben. Es wäre also alles mit Einarbeitung verbunden. Es würde vermutlich aber das Klima auch nicht verbessern, wenn wegen uns jetzt gute Teams auseinander gerissen werden.
 

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