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Arbeitskollegin akzeptiert meine Erkrankung nicht

Vielleicht wäre ein Beratungstermin bei der Arbeitnehmerhilfe o.ä. besser für dich als nun aus deiner Verärgerung und Enttäuschung heraus in Verhaltensweisen zu fallen, die sich für dich negativ auswirken könnten.

Das halte ich für eine ganz schlechte Idee. Glaubst du nicht, dass sie das dann auch so macht?

Ich würde dir raten. Werde erst mal gesund. Dann bitte um ein Gespräch bei der Chefin. Dort sagst du, dass du mit der Kollegin nicht mehr in einem Büro arbeiten kannst und um einen anderen Aufgabenbereich bittest usw.

Und mach die Kollegin nicht schlecht, so eine Art der Kommunikation fällt immer auf dich zurück. Du hast bis jetzt durch dein schriftliches Mitteilen gar nichts erreicht bei der Chefin. Du kannst alles für dich dokumentieren, wie du das dann mitteilst, kommt halt sehr darauf an.

Es wurde mir hier geraten, dass ich alles schriftlich mitteilen soll, damit mir am Ende nicht unterstellt werden dann, dass irgendetwas nicht so war oder nicht mitgeteilt wurde.

Das ist ja offensichtlich auch nicht richtig. Ja was denn nun?

Warum stellst du keinen Antrag auf Umsetzung?
Mit dieser Kollegin wird es nichts mehr.

Wir sind kein großer Betrieb mit 100ern Mitarbeitern. Es gibt bei uns kaum Möglichkeiten zur Umsetzung.

Ich glaube, dass es bei dir zu einer Täter-Opferumkehr kommen wird und die Chefin als bequemste Lösung einen von beiden loshaben will. Und das wird diejenige treffen, die unbequem ist. Die Chefin wird sich auch ausrechnen, dass du bald einen Ausweis vorlegst. Das ist meine Einschätzung - Heulen mit den Wölfen.

Wenn sie mich kündigen will, weil ich krank bin, dann macht sie es doch sowieso. Das kann ich so oder so nicht ändern.
 
Es wurde mir hier geraten, dass ich alles schriftlich mitteilen soll, damit mir am Ende nicht unterstellt werden dann, dass irgendetwas nicht so war oder nicht mitgeteilt wurde.

Das ist ja offensichtlich auch nicht richtig. Ja was denn nun?



Wir sind kein großer Betrieb mit 100ern Mitarbeitern. Es gibt bei uns kaum Möglichkeiten zur Umsetzung.



Wenn sie mich kündigen will, weil ich krank bin, dann macht sie es doch sowieso. Das kann ich so oder so nicht ändern.
Schriftlich festgehalten. vielleicht habe ich das falsch verstanden, dass du das der Chefin schicken wolltest. Und das halte ich für falsch. Lieber ein Gesprächstermin, erst mal neutral sagen, dass die Zusammenarbeit mit der Kollegin nicht mehr geht und du um Versetzung bittest. So sinngemäß. Aber nicht die Chefin schriftlich aus dem Krankenstand informieren, wie böse die Kollegin ist. Wie gesagt, vielleicht habe ich das auch falsch verstanden.
 
Ich sehe halt ein Problem (welches auch mir widerfahren ist) manche Chefs hassen es, wenn sie darauf hingewiesen werden was in ihrem Unternehmen schief läuft. Denn das sind ja die Fehler der Vorgesetzten. Ich war es aus der Industrie gewöhnt schriftlich auf Probleme aufmerksam zu machen, und zwar meinen Vorgesetzten.
Nun, es ist mir dann einmal passiert, dass der Vorgesetzte, an den ich diese Probleme meldete (nicht funktionierende Brandmeldeanlage, ständig kaputter Aufzug im Pflegeheim und und und) letztendlich dazu führte dass der mich loswerden wollte. Hat er dann über Abmahnung gemacht. Da ich dem Gesellen aber nicht getraut habe habe ich schon lange Belege für alles gesammelt.

Ende vom Lied: ich bin mit Abfindung gegangen, die Abmahnung war ungerechtfertigt und musste zurück genommen werden. Wäre ich nicht mit Abfindung gegangen sondern geblieben, dann hätte er mich irgendwie losgekriegt .... irgendwas geht immer denn wo Menschen arbeiten können sie Fehler machen - nur wenn Menschen nichts tun, dann können ihnen keine Fehler passieren.

Das Arbeitsleben kann schon ein Horror sein :-((

Was spricht dagegen, wenn Du Dich einfach mal bewirbst? Du musst ja nicht gehen, aber einfach mal sehen was der Markt bieten würde und wie Du Dich dabei fühlst. Habe ich oft gemacht und bin auch selten gegangen, weil ich dann immer geschätzt habe was ich hatte und es nicht mit der neuen Chance probieren wollte.

Gruß von Grisu
 
Es wurde mir hier geraten, dass ich alles schriftlich mitteilen soll, damit mir am Ende nicht unterstellt werden dann, dass irgendetwas nicht so war oder nicht mitgeteilt wurde.

Das ist ja offensichtlich auch nicht richtig. Ja was denn nun?

Wenn du daraus das machst:

Wenn ich dann wieder arbeiten gehe und sich an der Situation nichts geändert hat, dann werde ich unserer Chefin jeden pieps schriftlich mitteilen. Sie bekommt dann jeden Tag solche Mails.

8:05 Uhr Kollegin XY meint, dass ich nicht genug arbeite.
10.44 Uhr Kollegin XY erzählt rum, dass ich schlecht arbeite
14.12 Uhr Kollegin XY wirft mir vor heute nicht genug gearbeitet zu haben

Wenn das der richtige Weg ist und man alles schriftlich mitteilen soll, dann gerne.

...
Deine Entscheidung.

An Bewerbungen würde ich auch denken.
 
Wir sind kein großer Betrieb mit 100ern Mitarbeitern. Es gibt bei uns kaum Möglichkeiten zur
Kaum heißt nicht gar keine. Ja, es wird dann ein anderes Team auseinander gerissen.
Wie soll es denn deiner Meinung nach funktionieren?

Mit schriftlicher Kommunikation meinte ich kein Protokoll was die Kollegin wieder falsch macht.
Bitte um ein Gespräch zu 3, weil du mit den verbalen Entgleisungen deiner Kollegin nicht klar kommst. Wie werden bei euch sonst Konflikte untereinander gelöst?
 
Kaum heißt nicht gar keine. Ja, es wird dann ein anderes Team auseinander gerissen.
Wie soll es denn deiner Meinung nach funktionieren?

Mit schriftlicher Kommunikation meinte ich kein Protokoll was die Kollegin wieder falsch macht.
Bitte um ein Gespräch zu 3, weil du mit den verbalen Entgleisungen deiner Kollegin nicht klar kommst. Wie werden bei euch sonst Konflikte untereinander gelöst?

Das funktioniert nur mit Mediation zu dritt. Hinter dem Rücken der Kollegin an die Chefin schreiben ist daneben. ABer um ein Gespräch bitten unter vier Augen und um Versetzung bitten, geht.
 
Eine Mediation erfolgt normalerweise zwischen den Streithähnen und unter Einbindung eines Mediators - die Chefin muss da gar keine Rolle spielen, da sie kein Bestandteil des Konfliktes ist. Wäre sie dabei wäre der Mediator verzichtbar, denn sie hat ja eine neutrale Rolle inne. Offenbar will sie aber nicht zwischen die Fronten geraten, kann das vielleicht auch gar nicht lösen. Mit jeder zusätzlichen Partei würde die Schlichtung komplexer. Außerdem wäre das Zutun der Chefin auch insofern kontraproduktiv, als bestimmte wichtige, aber womöglich für Träumchen oder die Kollegin nachteilige Informationen nicht ausgesprochen werden könnten. Daher wie gesagt: nicht nötig.

Ziel einer Mediation ist ja lediglich, dass man sich in einem sicheren (= u. a. ohne Chefin) Rahmen aussprechen kann und der Mediator zusieht, dass es nicht zu Entgleisungen kommt. Hierfür wird zunächst Verständnis und Empathie aufgebaut, um die Sichtweise des jeweils anderen besser verstehen zu können. Dann überlegen die Beteiligten, wie eine Lösung des Konflikts aussehen könnte. Dabei wird eine Lösung erarbeitet, die für alle Seiten akzeptabel ist und die beide Sichten und Bedürfnisse berücksichtigt. Idealerweise ist diese Lösung positiv besetzt und nachhaltig, damit es eine für die Zukunft ist und nicht nur kurzfristig wirkt. An dieser Stelle käme evtl die Chefin ins Spiel, wenn die Lösung nicht ohne ihr/e Zutun/Genehmigung zu realisieren ist.

Inwiefern das zum jetzigen Zeitpunkt oder auch überhaupt noch möglich ist wage ich ich zu bezweifeln. Die TE hat Anzeige erstattet. Das ist so ziemlich die härteste Karte, die man ziehen kann. Die müsste sie dafür natürlich zurückziehen. Und auch die Kollegin müsste offen sein. Ich bin nicht wirklich sicher, ob es der Kollegin wirklich nur um ihren Workload geht. Wäre der tatsächlich so hoch hätte sie sicherlich keine Zeit mehr zum Quatschen. Sie müsste also bereit sein, auch ihre Karten offen auf den Tisch zu legen.
 
Ich habe alles schriftlich gegenüber meiner Chefin festgehalten. Sie kann damit jetzt machen und diesbezüglich handeln, wie sie es für richtig hält.



Ich habe fast 6 Jahre lang dauerhaft für sie mitgearbeitet. Habe ich sie deswegen fertig gemacht oder beleidigt? Nein.

Ich dachte sie würde sich vielleicht wieder beruhigen, wenn sie merkt, dass ich kein Totalausfall bin und ja trotzdem arbeite.



Das ist ja genau das, was ich gemacht habe.

1. Ich kam zurück zur Arbeit und habe allen ganz offen gesagt, was mit mir passiert ist und was das für mich bedeutet.

2. Ich habe mit der Kollegin unter vier Augen gesprochen und ihr gesagt, dass ich mein Bestes gebe, aber aufgrund der Einschränkungen nicht mehr so schnell bin.

3. Ich habe gemerkt, dass sie ziemlich pissig ist und habe Verständnis gezeigt. Ich habe ihr immer wieder gesagt, dass ich sie verstehe, ich es nicht absichtlich mache, mein Bestes gebe usw.

4. Ich bin zur Chefin gegangen und habe das Problem angesprochen. Sie hat aber offensichtlich keine Handlungsbedarf gesehen.

5. Ich habe die Kollegin gefragt, ob sie eine Idee hat etc. Keine Reaktion.

6. Ich habe der Kollegin angeboten gemeinsam mit unserer Chefin darüber zu sprechen. Wollte sie nicht.

7. Ich habe ihr gesagt, dass sie dann mal alleine mit der Chefin reden soll. Das hat sie nicht getan. Sie hat stattdessen ihr gegenüber gesagt, dass alles super ist und bestens läuft. Und mich dann unter vier Augen wieder fertig gemacht.

8. Ich bin immer und immer und immer wieder zur Chefin gegangen und habe ihr immer wieder gesagt, dass die Kollegin offensichtlich mit der Situation unzufrieden ist. Ohne die Sticheleien zu erwähnen, sondern ganz neutral. Sie hat weiterhin keinen Handlungsbedarf gesehen. Wahrscheinlich auch, weil meine Kollegin immer gesagt hat, dass alles super ist.

Was hätte ich noch machen sollen? Wie hätte ich noch ruhiger mit der Situation umgehen sollen? Ich habe alles getan, damit es nicht eskaliert.

Die einzige Option wäre noch gewesen, dass ich von Anfang an auch gestichelt hätte, keine Gespräche gesucht hätte, nicht versucht hätte Lösungen zu finden usw.
Ich wiederhole mich gerne: Du hast m. E. dem dich schädigenden Verhalten der Kollegen nicht entschieden Einhalt geboten, sondern immer noch Verständnis und dich demütig gezeigt (dein Punkt 3). Möglicherweise wäre die Situation zwar auch eskaliert wenn du ihr kontra gegeben hättest, na und? Das passiert schon mal, wenn es Probleme gibt, die sich nicht auf die Schnelle auflösen lassen. Da du das nicht getan hast, immer schön devot warst hat sie immer weiter ausgeholt und fester verbal zugeschlagen. Sie hat ganz offensichtlich Schwierigkeiten mit ihrer Impulskontrolle.
Es ist nicht immer gut, ruhig und geduldig zu sein - manchmal braucht es eine klare Ansage, wo eine rote Linie verläuft, die nicht übertreten werden darf.
 

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