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Arbeitskollegin akzeptiert meine Erkrankung nicht

Wieso beide?
Beschimpft die TE die Kollegin?
Nein, sie ist zuerst sogar (lange vor der Eskalation) bei der Chefin gewesen, und hat um eine adäquate Lösung des Arbeitsproblem gebeten.
Leider umsonst...

Und die Kollegin motzt zwar ständig über die vermeintlich zu wenig Arbeit der TE, aber gegenüber der Chefin sagt sie gar nichts, und tut, als ob alles in Ordnung ist.
Also wo ist die TE hier an irgendwas Schuld, das erkläre bitte mal!

Und daß die TE hier erzählt, daß die Kollegin sich auch nicht gerade kaputt arbeitet, sondern viel quatscht und Pause macht... Ja, das hat die TE doch nur deshalb erwähnt, weil hier ja mehrfach behauptet wurde, daß die Kollegin ja soooviel arbeiten müsste, weil die TE nix mehr auf die Reihe bekommt.
Was ja so gar nicht stimmt!

Die TE kann nicht mehr ganz so viel leisten wie vor ihrer Erkrankung, und das ist bei so einer Krankheit selbstverständlich.
Es wäre an der Chefin, die Arbeit mal genau unter die Lupe zu nehmen, und festzustellen, wer genau wie viel arbeitet. Und wenn es da ein Missverhältnis gibt, sich gemeinsam mit der TE eine Lösung zu überlegen.
Und weil die Chefin das nicht macht, deshalb kann man der TE doch nun wirklich keine Vorwürfe machen...
 
Kannst du gerne weiter zu sprechen. Ich bin schon ein bisschen weiter.
Was findest du überhaupt so schlimm daran, daß der Freund die TE von der Arbeit abholen wollte?
Ist das in deiner Firma verboten?
Nur deshalb kam doch diese Beleidigung zustande!
Ich erinnere dich mal daran, daß die Kollegin den Freund direkt angesprochen hat, warum er mit so einem "Krüppel" überhaupt zusammen wäre!
Also war das m.E. nicht nur eine normale alltägliche Beleidigung, die einem "rausrutschen" kann.
Sondern die Ansicht, daß ein körperlich gesunder Mensch sich gefälligst nicht mit Leuten abgeben sollte, die irgendeine Behinderung oder chronische Krankheit haben.
Und was für ein Menschenbild hinter solchen Aussagen steckt, muss ich nun nicht noch extra erwähnen, hoffe ich...
 
Was findest du überhaupt so schlimm daran, daß der Freund die TE von der Arbeit abholen wollte?
Ist das in deiner Firma verboten?
Nur deshalb kam doch diese Beleidigung zustande!
Ich erinnere dich mal daran, daß die Kollegin den Freund direkt angesprochen hat, warum er mit so einem "Krüppel" überhaupt zusammen wäre!
Also war das m.E. nicht nur eine normale alltägliche Beleidigung, die einem "rausrutschen" kann.
Sondern die Ansicht, daß ein körperlich gesunder Mensch sich gefälligst nicht mit Leuten abgeben sollte, die irgendeine Behinderung oder chronische Krankheit haben.
Und was für ein Menschenbild hinter solchen Aussagen steckt, muss ich nun nicht noch extra erwähnen, hoffe ich...

Augenscheinlich haben das hier einige im Forum ebenso….
 
Schriftlich festgehalten. vielleicht habe ich das falsch verstanden, dass du das der Chefin schicken wolltest. Und das halte ich für falsch. Lieber ein Gesprächstermin, erst mal neutral sagen, dass die Zusammenarbeit mit der Kollegin nicht mehr geht und du um Versetzung bittest. So sinngemäß. Aber nicht die Chefin schriftlich aus dem Krankenstand informieren, wie böse die Kollegin ist. Wie gesagt, vielleicht habe ich das auch falsch verstanden.

Ich habe meiner Chefin lediglich mitgeteilt, dass ich meine Kollegin wegen der Beleidigung angezeigt habe. Sie wird es so oder so erfahren, aber dann von jemand anderem. Ich habe einfach nur dem vorgegriffen und von mir aus gesagt, dass da was im Hintergrund läuft.

Ich sehe halt ein Problem (welches auch mir widerfahren ist) manche Chefs hassen es, wenn sie darauf hingewiesen werden was in ihrem Unternehmen schief läuft. Denn das sind ja die Fehler der Vorgesetzten. Ich war es aus der Industrie gewöhnt schriftlich auf Probleme aufmerksam zu machen, und zwar meinen Vorgesetzten.
Nun, es ist mir dann einmal passiert, dass der Vorgesetzte, an den ich diese Probleme meldete (nicht funktionierende Brandmeldeanlage, ständig kaputter Aufzug im Pflegeheim und und und) letztendlich dazu führte dass der mich loswerden wollte. Hat er dann über Abmahnung gemacht. Da ich dem Gesellen aber nicht getraut habe habe ich schon lange Belege für alles gesammelt.

Ende vom Lied: ich bin mit Abfindung gegangen, die Abmahnung war ungerechtfertigt und musste zurück genommen werden. Wäre ich nicht mit Abfindung gegangen sondern geblieben, dann hätte er mich irgendwie losgekriegt .... irgendwas geht immer denn wo Menschen arbeiten können sie Fehler machen - nur wenn Menschen nichts tun, dann können ihnen keine Fehler passieren.

Das Arbeitsleben kann schon ein Horror sein :-((

Was spricht dagegen, wenn Du Dich einfach mal bewirbst? Du musst ja nicht gehen, aber einfach mal sehen was der Markt bieten würde und wie Du Dich dabei fühlst. Habe ich oft gemacht und bin auch selten gegangen, weil ich dann immer geschätzt habe was ich hatte und es nicht mit der neuen Chance probieren wollte.

Gruß von Grisu

Wenn du daraus das machst:



...
Deine Entscheidung.

An Bewerbungen würde ich auch denken.

Ich könnte mich natürlich woanders bewerben, aber ich bin wohl nicht gerade die Traum-Angestellte. Eingeschränkt, kann nur Teilzeit, möglichst dauerhaft Homeoffice.

Kaum heißt nicht gar keine. Ja, es wird dann ein anderes Team auseinander gerissen.
Wie soll es denn deiner Meinung nach funktionieren?

Mit schriftlicher Kommunikation meinte ich kein Protokoll was die Kollegin wieder falsch macht.
Bitte um ein Gespräch zu 3, weil du mit den verbalen Entgleisungen deiner Kollegin nicht klar kommst. Wie werden bei euch sonst Konflikte untereinander gelöst?
Das funktioniert nur mit Mediation zu dritt. Hinter dem Rücken der Kollegin an die Chefin schreiben ist daneben. ABer um ein Gespräch bitten unter vier Augen und um Versetzung bitten, geht.

Ich weiß nicht, ob meine Chefin sehr daran interessiert ist funktionierende Teams auseinander zu reißen. Das heißt nämlich, dass erst mal einiges nicht Rund laufen wird. Wir können nicht 1 zu 1 direkt einfach alle Aufgaben von den anderen übernehmen. Wir müssen in anderen Teams eingearbeitet werden. Zwar nicht so sehr, wie jemand ganz neues, aber dennoch eine gewisse Zeit.

Es gab bisher bei uns nie solche Konflikte. Also jedenfalls nicht seitdem ich dort arbeite.

Ich habe außerdem um ein Gespräch zu dritt gebeten. Mehrfach. Es kam außer von meiner Seite kein Interesse.
 
Ich habe meiner Chefin lediglich mitgeteilt, dass ich meine Kollegin wegen der Beleidigung angezeigt habe. Sie wird es so oder so erfahren, aber dann von jemand anderem. Ich habe einfach nur dem vorgegriffen und von mir aus gesagt, dass da was im Hintergrund läuft.





Ich könnte mich natürlich woanders bewerben, aber ich bin wohl nicht gerade die Traum-Angestellte. Eingeschränkt, kann nur Teilzeit, möglichst dauerhaft Homeoffice.




Ich weiß nicht, ob meine Chefin sehr daran interessiert ist funktionierende Teams auseinander zu reißen. Das heißt nämlich, dass erst mal einiges nicht Rund laufen wird. Wir können nicht 1 zu 1 direkt einfach alle Aufgaben von den anderen übernehmen. Wir müssen in anderen Teams eingearbeitet werden. Zwar nicht so sehr, wie jemand ganz neues, aber dennoch eine gewisse Zeit.

Es gab bisher bei uns nie solche Konflikte. Also jedenfalls nicht seitdem ich dort arbeite.

Ich habe außerdem um ein Gespräch zu dritt gebeten. Mehrfach. Es kam außer von meiner Seite kein Interesse.

Ich würde mich hier nicht mehr rechtfertigen. Du hast den Sachverhalt geschildert. Wehre dich in dem Strafrechtlichen Rahmen. Und das nächste Mal sollte wieder was kommen verbalisiere deine Grenzen wie @Pfefferminzdrops schrieb. Kein nett mehr kein devot mehr .. Respektvoll aber bestimmt .
 
Ich könnte mich natürlich woanders bewerben, aber ich bin wohl nicht gerade die Traum-Angestellte. Eingeschränkt, kann nur Teilzeit, möglichst dauerhaft Homeoffice.

Was hast du zu verlieren?

Ich weiß nicht, ob meine Chefin sehr daran interessiert ist funktionierende Teams auseinander zu reißen.

Du wirst aber Lösungsansätze brauchen.
Woran denkst du, wenn du dich weder wegbewerben noch versetzen lassen möchtest?
 
Was hast du zu verlieren?



Du wirst aber Lösungsansätze brauchen.
Woran denkst du, wenn du dich weder wegbewerben noch versetzen lassen möchtest?

Ich habe so gesehen nichts zu verlieren, wenn ich mich woanders mal bewerbe. Es kostet aber zusätzlich Energie und die habe ich aktuell kaum.

Ich habe nach Lösungen gesucht und das auch offen kommuniziert bevor es eskaliert ist. Das war nicht erwünscht und wurde nicht so wirklich ernst genommen. Jetzt sollen andere nach Lösungen suchen. Zum Beispiel unsere Chefin.
 
Wie schätzt du deine Chefin denn ein? Hat sie überhaupt verstanden, dass du sie bittest, eine Lösung des Problems zu finden? Was würde dir denn vorschweben?

Andere Teams zu trennen sei keine Option, sagst du. (Das verstehe ich nicht wirklich, denn wenn jemand geht oder neu ins Unternehmen kommt muss der sich ja auch neu einfinden bzw. eingearbritet werden).
Um dich anderweitig zu bewerben fehlt dir die Energie. Mit der Kollegin wird es eher immer schlimmer, und aktuell ist die Situation durch Anzeige und den jüngsten Vorfall für dich ja nicht auszuhalten, so dass du dich hast krankschreiben lassen. Also scheint "einfach weitermachen" mit dickerem Fell auch keine Option zu sein.

Könntest du dir eigentlich grundsätzlich vorstellen, als Zeichen deines guten Willens die Anzeige zurückzuziehen und eine Mediation anzubieteen? Ich könnte mir vorstellen dass es bei unseren überarbeiteten Gerichten sehr lange dauern wird bis deine Anzeige an der Reihe ist. Ich würde nicht erwarten, dass die Kollegin Einsicht zeigt und ihren Fehler einfach zugibt. Willst du so lange deine AUB immer wieder verlängern lassen? Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass ein Arzt das auf Dauer mitmacht und ein Arbeitgeber natürlich auch nicht. Der würde die AUB wohl irgendwann hinterfragen und womöglich würde man dir dann anbieten, das Arbeitsverhältnis (mit gutem Anwalt mit einer Abfindung) aufzulösen.

Welcher Weg schwebt DIR vor? Kopf in den Sand, abwarten und hoffen? Womöglich gibst du damit die Entscheidung über deine Zukunft aus der Hand. Den Nachteil durch deine AUB hat der Arbeitgeber, nicht deine Kollegin, die du ja eigentlich treffen willst.
 
Guten Tag,

Ich bin hier Stille Mitleserin, bis auf einen Kommentar

Was mich etwas bei der ganzen Meinungsmache und Positionierung auffällt, ist, dass wir überhaupt nichts von der Kollegin wissen und was sich wirklich - auch aus Sicht der anderen Kollegin - zugetragen hat.

Ich hatte auch mit meinem jetzigen Kollegen massive Probleme gehabt. Ich war beim Betriebsrat, da ich echt darunter gelitten habe. Das war vielleicht vor 15 Jahren. Ich dachte, das Gespräch wäre mit 30 Minuten beendet. Wir saßen 2 Stunden zusammen. Die vom Betriebsrat war im zwischenmenschlichen "Krisenmanagement" ausgebildet. Ich schilderte ihr die Lage aus meiner Sicht. Sie hat alles notiert und dann ein Schaubild mit allen Beteiligten und dessen Rolle gezeichnet. Daraus hat sie mir super tolle Tipps gegeben, die nach einiger Zeit funktioniert haben. Wir arbeiten immer noch zusammen, gehen zusammen zum Mittag, Lachen zusammen, erzählen privat.

Es gibt für alles eine Lösung mit der richtigen Methode und der Bereitschaft zur Veränderung.

Vorab: gegenseitiges Krankenhaus, Verletzen und Kritisieren ist nicht die Methode der Wahl. WIR wissen im Grunde genommen auch zu wenig über die Gesamtsituation. Hier sollten schon kompetente Profis werkeln, neutral, den Blick für Beide mit "Einsicht und Verständnis"

Das Argument: "ja, sie ist doch die beleidigt, mit Verlaub, kann es stimmen, aber ein Gespräch, ggf mit einer neutralen Person, z.b Betriebsrat ist aus meiner Sicht anzuraten (Cave: die Chefin hat eine Fürsorgepflicht, ist aber nicht neutral)

Ich war früher sehr emotional und ausbrausend. Ich habe es mittlerweile gelernt, erstmal Inne zu halten. Auch mit meinem heutigen "Lieblingskollegen" der mich einst so sehr gemobbt hat, ich Opfer seiner Angriffe war, hat es SEHR lange gebraucht und auf diesem Weg musste auch ich mir Zugeständnisse machen (nach, da war ich auch nicht "Ohne"). Es hat immer eine Dynamik von Beteiligten Parteien und um wirklich Frieden dort rein zu bringen, bedeutet es Arbeit (an sich selbst, wie man so schön sagt). Ich habe derzeit ein Jobangebot mit besserer Bezahlung bekommen, bin heute froh und dankbar, mich gestellt zu haben und das war für meine persönliche Entwicklung wichtig. Wie gesagt, ich gehe heute ganz anders damit um und habe heute Frieden.

Ich würde es immer wieder so machen.
Der Betriebsrat hat mir geholfen. Ich möchte sagen, das ich zu dieser Zeit bei der VHS sogar einen Psychkurs gemacht habe: Schlagfertigkeit gegenüber Kollegen. Das würde ich heute nie und nimmer mehr machen, wie anstrengend. Es gibt andere Wege, mit Blick auf sich selbst und andere, damit es uns allen auch gut geht

Ich freue mich aufs Wochenende und wünsche Euch Spaß und gute Erholung

Kolya
 

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