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Anhaltende Depression

Darf man Zink denn mit Antidepressiva einnehmen? Sonst würde ichs versuchen, danke für den Tipp. Zinkmangel ist bei mir nicht so unwahrscheinlich. Mich hat das Ereignis psychisch völlig aus der Bahn geworfen, ich kann inzwischen nichts mehr tun und nichts hilft mir wirklich
Zink nimmst du jeden Tag zu dir über die Nahrung. Viel davon z. B. über Rindfleisch, Nüsse, Schokolade (Kakao) oder, falls du die isst, Austern. Ist also keine "Nahrungsergänzung", sondern ein essentieller Nahrungsbestandteil. Der Unterschied zu anderen Mineralien wie Eisen oder Calcium ist, dass der Körper fürs Zink keinen Speicher hat. Wenn von den 2-3g, die über alle Zellen deines Körpers verteilt sind, z. B. 10 % verloren gehen durch starken Stress, durch Alkohol, Drogen, oder auch Medikamente (extrem viel Zink geht etwa durch Narkosemittel verloren), dann musst du das über die Nahrung oder eben über Zinktabletten wieder zuführen.

Du kannst aber gerne den Apotheker oder eine Ärztin zur Sicherheit fragen. Falls sie sich in der Materie auskenne (ich kenne mich aus!), werden Sie dir sagen, dass Antidepressiva in der Regel mit ausreichend Zink im Körper besser bzw. überhaupt erst wirken. Ohne ausreichend Zink funktioniert deine Hirnchemie nicht mehr wie sie sollte, da hilft dann leider auch das Medikament nicht so, wie es soll.

Falls du je Bedenken wegen der Tablettenform hast, einfach zinkreiche Lebensmittel essen und beobachten, ob es dir danach etwas besser geht. Rinderleber ist z. B. sehr zinkreich und daraus ist das Zink auch gut verfügbar. Cashewkerne sind auch gute Zinklieferanten.

Übrigens ist der Eindruck, den du hier schilderst, von wegen "ich kann nichts mehr tun, nichts hilft" sehr typisch für Menschen mit Zinkmangel. Wenn ich mit Angehörigen von Suizidgefährdeten spreche, rate ich dazu, beim Kochen bzw. Einkauf gezielt in dieser Richtung nachzuhelfen und gar nicht viel darüber zu reden. Weil mit Zinkmangel ist das Gehirn leider kaum aufnahmefähig für neue Informationen. Ich hoffe, du bist hier eine Ausnahme und gehst der Spur nach.

Wenn du mehr Infos brauchst, hier wären kompakt die wichtigsten zusammengestellt: Infos zu Zinkmangel
 
Zink nimmst du jeden Tag zu dir über die Nahrung. Viel davon z. B. über Rindfleisch, Nüsse, Schokolade (Kakao) oder, falls du die isst, Austern. Ist also keine "Nahrungsergänzung", sondern ein essentieller Nahrungsbestandteil. Der Unterschied zu anderen Mineralien wie Eisen oder Calcium ist, dass der Körper fürs Zink keinen Speicher hat. Wenn von den 2-3g, die über alle Zellen deines Körpers verteilt sind, z. B. 10 % verloren gehen durch starken Stress, durch Alkohol, Drogen, oder auch Medikamente (extrem viel Zink geht etwa durch Narkosemittel verloren), dann musst du das über die Nahrung oder eben über Zinktabletten wieder zuführen.

Du kannst aber gerne den Apotheker oder eine Ärztin zur Sicherheit fragen. Falls sie sich in der Materie auskenne (ich kenne mich aus!), werden Sie dir sagen, dass Antidepressiva in der Regel mit ausreichend Zink im Körper besser bzw. überhaupt erst wirken. Ohne ausreichend Zink funktioniert deine Hirnchemie nicht mehr wie sie sollte, da hilft dann leider auch das Medikament nicht so, wie es soll.

Falls du je Bedenken wegen der Tablettenform hast, einfach zinkreiche Lebensmittel essen und beobachten, ob es dir danach etwas besser geht. Rinderleber ist z. B. sehr zinkreich und daraus ist das Zink auch gut verfügbar. Cashewkerne sind auch gute Zinklieferanten.

Übrigens ist der Eindruck, den du hier schilderst, von wegen "ich kann nichts mehr tun, nichts hilft" sehr typisch für Menschen mit Zinkmangel. Wenn ich mit Angehörigen von Suizidgefährdeten spreche, rate ich dazu, beim Kochen bzw. Einkauf gezielt in dieser Richtung nachzuhelfen und gar nicht viel darüber zu reden. Weil mit Zinkmangel ist das Gehirn leider kaum aufnahmefähig für neue Informationen. Ich hoffe, du bist hier eine Ausnahme und gehst der Spur nach.

Wenn du mehr Infos brauchst, hier wären kompakt die wichtigsten zusammengestellt: Infos zu Zinkmangel
Würde es dann erstmal über Nahrung versuchen mit Cashkewkernen. Will nicht wieder einen Schock erleiden. Ich bete, dass es hilft. Wie viel muss man dann am Tag essen?
 
Würde es dann erstmal über Nahrung versuchen mit Cashkewkernen. Will nicht wieder einen Schock erleiden. Ich bete, dass es hilft. Wie viel muss man dann am Tag essen?
Okay, das habe ich jahrelang auch so gemacht ... pro 100 g Cashews sind ca. 3-5 mg Zink zu erwarten, also mit 300g am Tag wäre zumindest mal eine Basisversorgung gegeben (Tagesbedarf für einen Mann deines Alters sind je nach Lebensweise 10-15 mg).

Andere leckere und zinkhaltige Lebensmittel (Werte immer je 100g verzehrbarer Anteil), damit du ein bisschen mischen kannst – ich mache mir diese Sachen gerne in meine eigene Müsli-Mischung:
Quelle: utopia.de
 
Okay, das habe ich jahrelang auch so gemacht ... pro 100 g Cashews sind ca. 3-5 mg Zink zu erwarten, also mit 300g am Tag wäre zumindest mal eine Basisversorgung gegeben (Tagesbedarf für einen Mann deines Alters sind je nach Lebensweise 10-15 mg).

Andere leckere und zinkhaltige Lebensmittel (Werte immer je 100g verzehrbarer Anteil), damit du ein bisschen mischen kannst – ich mache mir diese Sachen gerne in meine eigene Müsli-Mischung:
Quelle: utopia.de
Ich werds mal darüber versuchen, danke dir
 
Achja, falls sich jemand damit auskennt: seit ich Venlafaxin nehme, ist mein Gesicht taub. Ist das normal? Ich hasse diese ganze Chemiescheiße, ich wünschte, es wäre nicht soweit gekommen.
 
Achja, falls sich jemand damit auskennt: seit ich Venlafaxin nehme, ...

Nur als Hinweis, Blackness, vielleicht auch Anlass, mal mit der verschreibenden Arztperson zu sprechen: "warnen Psychiater um Andrea Cipriani (Oxford-Universität) im „Lancet“ anhand der Befunde zu 5260 Probanden: Venlafaxin ging mit deutlich erhöhten Risiken für suizidale Gedanken und Handlungen einher." (Zitat Wikipedia, Hervorhebung von mir)

Dann steht im Artikel auch noch, dass dieses Medikament in Studien nicht besser wirkte als Placebos. Da finde ich deine Zweifel bzw. dein negatives Gefühl sehr berechtigt.
 
Nur als Hinweis, Blackness, vielleicht auch Anlass, mal mit der verschreibenden Arztperson zu sprechen: "warnen Psychiater um Andrea Cipriani (Oxford-Universität) im „Lancet“ anhand der Befunde zu 5260 Probanden: Venlafaxin ging mit deutlich erhöhten Risiken für suizidale Gedanken und Handlungen einher." (Zitat Wikipedia, Hervorhebung von mir)

Dann steht im Artikel auch noch, dass dieses Medikament in Studien nicht besser wirkte als Placebos. Da finde ich deine Zweifel bzw. dein negatives Gefühl sehr berechtigt.
Ich merks auch wieder, mit dem Suizidalem. Gestern hatte ich noch wieder Pläne. Darf es aber trottdem jetzt nicht absetzen. Ich werds in der Visite ansprechen, wenn nicht, entlasse ich mich, denn diese Hölle mach ich nicht nochmal mit. Fluoxetin war ja dasselbe
 
Klar, selbst absetzen ist meist die schlechteste Möglichkeit. Aber vielleicht hilft es dir beim Einsortieren und Bewerten bzw. beim Widerstand gegen solche Gedanken, wenn du die Ursache kennst?

Im Wikipedia-Artikel steht auch, dass "... Parästhesie, (...) Wahnideen und verzerrte Wahrnehmung." zu den möglichen Begleiterscheinungen gehören, also von wegen deinen Gesichtstaubheiten. Scheint normal zu sein.

Und du darfst aktuell wohl deinen Gedanken über dich selbst nicht trauen. Wann hast du den nächsten Termin, wo du über Alternativen sprechen kannst?
 

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H Anhaltende Angst und Trauer Trauer 21

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