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Amerika brennt - beginnt da gerade ein Bürgerkrieg?

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Auf Personen schießen (und treffen!) zu können gehört in den USA zu den wichtigsten Eigenschaften eines Polizisten, wenn dagegen in Deutschland ein Anwärter gleich bei der Bewerbung nach den dicken Wummen fragt, nimmt man ihn gar nicht erst, weil man bei uns keine schießwütigen Rambos haben will.

Erinnert irgendwie an Großbritannien, wo die "Bobbys" über lange Zeit sogar stolz darauf waren, im Dienst keine Waffe zu tragen (bzw. tragen zu müssen), ihre Ausstattung bestand aus einem Schlagstock und einer Trillerpfeife. Aber in Zeiten steigender Terrorgefahren und zunehmend rücksichtsloser Verbrecher auch dort hat sich leider auch das geändert.
 
Wie ist das in der USA ? Wann ist eigentlich die Gerichtsverhandlung ?

Derek Chauvin, der entlassene Polizist, der am Tod von George Floyd beteiligt war, wird am Montag zum ersten Mal vor Gericht erscheinen. Chauvin wird wegen Totschlags angeklagt. Der Gerichtstermin findet in Minneapolis um 12.45 Uhr Ortszeit statt (Schweizer Zeit: Montag 19.45 Uhr)
Quelle: watson.ch
 
Darf eigentlich das Video bzw. der Mitschnitt überhaupt als Beweis vor Gericht genutzt werden? In Deutschland wäre das ja nicht zulässig.
Ob privat angefertigte Videoaufnahmen in ein Gerichtsverfahren eingebracht werden können hängt von einer Interessenabwägung ab.
Nach einer Entscheidung des AG München vom 06.06.2013 (Az. 343 C 4445/13) kann die Verwertung dann zulässig sein, wenn
zum Zeitpunkt der Aufnahme damit noch kein konkretisierter Zweck verfolgt wurde und die Aufzeichnung erst später der Beweissicherung dienen soll.

In den USA entscheidet es der Richter. Zwei Grundvoraussetzungen: Relevanz und Authentizität
 
Und man KANN nur ein Exempel statuieren, weil ein Beweis vorliegt! Weil das Unrecht gefilmt wurde. (Und weil die Täter nicht schlau und fix genug waren, diesen Beweis "verschwinden" zu lassen.)
Das Mädchen hat in dieser Lage das einzig richtige getan. Das einzige was ihr möglich war und einen realen Nutzen hatte - filmen, dokumentieren, nicht um sich wie irgendein Gaffer selbst dran aufzugeilen, sondern um der Allgemeinheit die Wahrheit zu zeigen.
Daß Floyd sterben würde, konnte sie nicht wissen. Wie und woher denn auch? Haben (vermutlich, angeblich?) die Täter selber nicht gewußt. (Oder es hat sie einfach nicht gejuckt, denn ohne Beweise keine Straftat, oder? Sch*** Handykameras, was für ein Pech.)

Ich weiß nicht wie oft ich noch schreiben soll, dass hier nicht nur einer gefilmt hat sondern mehr als 3 und das Mädchen eben auch kein Unschuldsengel ist, aber glaub bitte was du willst. Wenn mehrere Leute filmen hätte sich mal einer bequemen können extern Hilfe zu holen (was wir ja schon 5 Seiten durchgekaut hatten).
Wie es vor Gericht mit Videoaufnahmen aussieht weiß ich nicht. Was ich weiß ist, dass man Stimmaufnahmen nicht vor Gericht akzeptiert, da sie leicht manipulierbar sind. Soweit ich weiß auch in den meisten Bundesstaaten nicht.
 
Wenn Du über Deine Heimkamera einen Einbruch mitfilmst, ist dieser Film vor Gericht auch ein zuverlässiges Beweismittel. Oder eine Überwachungskamera auf der Straße, die eine Straftat filmt. Sobald es tatrelevant ist, sind irgendwelche "Rechte" der Täter nachrangig.

Wäre schön wenn es so wäre. Derartige Filmmaterialien gelten schon lange nicht mehr als Beweise. Das war einmal bevor man kapiert hat, dass Videos und Tonbandaufnahmen auch manipulierbar sind.

Kannst du in diesem Fall übrigens ganz leicht machen per Zeitmanipulation. Was ich auf Schulveranstaltungen damals schon zurecht geschnitten habe (und ich bin nur Amateur, ein professioneller Filmer kann alles so aussehen lassen als wäre es täuschend echt)
 
Jugendliche (enthemmt, mit Drogen zugedröhnt, in kriminellen Banden etc.) gelten dort als besonders gefährliche Kundschaft, schon wenn sie weiß sind und bei anderer Hautfarbe erst recht, und ich kann mich an ältere Berichte erinnern, wo Polizisten sogar 6jährige Kinder mit vorgehaltener Waffe bedroht und abgeführt haben.

Du weißt aber schon was eine Schizophrenie ist und dass das in den Kontext gar nicht passt? Und ja, gerade deshalb würde die 17 Jährige hier auch als Gafferin zählen. Und das wird vor Gericht sicher auch zur Sprache kommen, aber das hatten wir ja zur Genüge durchdiskutiert. Das hängt letztlich am Richter.
 
Wäre schön wenn es so wäre. Derartige Filmmaterialien gelten schon lange nicht mehr als Beweise. Das war einmal bevor man kapiert hat, dass Videos und Tonbandaufnahmen auch manipulierbar sind.

Kannst du in diesem Fall übrigens ganz leicht machen per Zeitmanipulation. Was ich auf Schulveranstaltungen damals schon zurecht geschnitten habe (und ich bin nur Amateur, ein professioneller Filmer kann alles so aussehen lassen als wäre es täuschend echt)
Dürfte schwierig sein, wenn man quasi "live" sendet und nicht stundenlang Zeit hat für Manipulationen oder Schnitte. Wer ein Verbrechen mitfilmt, tut gut daran, den Inhalt sofort weiterzuleiten, für den Fall, daß der Täter/einer der Täter die Filmerei mitbekommt und einem das Handy entreißt.
So eine Szene wie die, die dort passiert ist, kann man gar nicht für irgendwelche Manipulationen "vorbereiten". Da hätte schon alles von vorn bis hinten gestellt sein müssen und alle mitfilmenden Personen Komplizen der Polizisten. Wie glaubwürdig ist sowas?
 
Und ja, gerade deshalb würde die 17 Jährige hier auch als Gafferin zählen.
Das ist aber nicht "hier" passiert, sondern in USA. Wo die Bedingungen ganz andere sind. Wenn Du ein Problem mit deutschen Gaffern und Handyfilmern hast, dann wirst Du keinen Widerspruch ernten. Aber dort ist der filmische Beweis leider die einzige wirksame Waffe gegen Polizeiwillkür.
 
Dürfte schwierig sein, wenn man quasi "live" sendet und nicht stundenlang Zeit hat für Manipulationen oder Schnitte. Wer ein Verbrechen mitfilmt, tut gut daran, den Inhalt sofort weiterzuleiten, für den Fall, daß der Täter/einer der Täter die Filmerei mitbekommt und einem das Handy entreißt.
So eine Szene wie die, die dort passiert ist, kann man gar nicht für irgendwelche Manipulationen "vorbereiten". Da hätte schon alles von vorn bis hinten gestellt sein müssen und alle mitfilmenden Personen Komplizen der Polizisten. Wie glaubwürdig ist sowas?

Ob das für dich schwierig ist oder nicht. Dafür gibt es Gesetze. Auch in den USA und wenn die besagen, dass man vor Gericht keine Mitschnitte erlaubt, dann ist das so. Dann brauchen wir darüber nicht zu diskutieren. Wenn sie das nicht besagen und es dem Richter obliegt, brauchen wir darüber auch nicht zu diskutieren, denn das entscheidet dann der Richter.
Jeder der ein bisschen Ahnung hat kann Videoschnitte bearbeiten und sie authentisch wirken lassen. Deine Beispiele sind ziemlich utopisch.
 
Das ist aber nicht "hier" passiert, sondern in USA. Wo die Bedingungen ganz andere sind. Wenn Du ein Problem mit deutschen Gaffern und Handyfilmern hast, dann wirst Du keinen Widerspruch ernten. Aber dort ist der filmische Beweis leider die einzige wirksame Waffe gegen Polizeiwillkür.

Nach welcher Denkweise? Nach deiner? Nochmal: Es gibt dafür Gesetzlichkeiten. Auch was wann als Gaffen gilt und was nicht. Wir können hier diskutieren, wie moralisch das ist oder auch nicht lieber zu filmen als zu handeln, aber das letzte Wort hat die Justiz. Wie beim ganzen Fall.


Ich denke einige von euch haben noch nicht verstanden, dass man über Gaffer oder Videomaterial zwar gern diskutieren kann ob es moralisch ist, das zuzlasssen oder auch nicht und ob es vor Gericht ausreicht, aber letztendlich entscheiden das Gesetze oder eben ausführende Richter und nicht ihr in einem Onlineforum.
 
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