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Altersvorsorgedepot (AVD)

Normalerweise wird das als private Altersvorsorge einbezahlt und hat nichts mit dem Lohn und der Lohnsteuer zu tun.

Auf Verlangen - und nur wenn der Arbeitgeber mitspielt kann man auch per Lohnumwandlung - in diese Fonds einbezahlen, was dann erstmal Lohn- und Sozialversicherungsfrei sein wird.

In diesem Fall wird es dann - wie jede andere private Rente auch - so verfahren.
Ich vermute, dass dies bei AVD über die jährliche Steuererklärung erfolgen wird. Wenn man in der Steuererklärung dann angibt 1800 € in das AVD eingezahlt zu haben, erhält man auf diese 1800 € die Lohnsteuer zurück.
Das wäre -wie du sagt- kein Vorteil gegenüber einer anderen privaten Rente, wohl aber ein Vorteil für jeden der bislang außerhalb eines solchen Rentensystems privat vorgesorgt hat.
Ich sorge z.B. mit einem privaten ETF Depot vor. Und davon könnte ich dann einen Teil in das AVD packen.
Man wird auch sehen müssen, wie die Auszahlungsmodalitäten sein werden.

Bei unserer Riester-Rente war es so, dass diese nur als reine Rente auszahlbar war und wenn der Begünstigte vorzeitig verstarb, der Überlebende quasi nichts bekommen hätte.
Das ist ja nun bei einer privaten Kapitalanlage anders.
Das scheint bereits geklärt:
Maximal 30% als Einmalzahlung möglich, danach eine monatliche Rente, die bis 85 reichen soll. Verstirbt man, ist das Depot vererbbar (Weil es eben eine Kapitalanlage ist und keine Versicherung).

Allerdings frage ich mich noch wie der Auszahlplan berechnet wird. Es ist ja ein ETF Depot und kann daher keine Garantiebeträge liefern. Wenn ein Online Rechner also 500 € monatliche Rente ausweist, kann es sein, dass es nur 400 € werden oder 600 €, oder die Rente vielleicht auch schwankt.

Ich kann verstehen, dass man die Auszahlung als Rente geplant hat, damit niemand mit 65 sein Depot plündert und damit nen Porsche kauft. Aber dennoch ist das für mich der störenste Faktor, dass man gezwungen ist, es als Rente zu beziehen.
 
Ich vermute, dass dies bei AVD über die jährliche Steuererklärung erfolgen wird. Wenn man in der Steuererklärung dann angibt 1800 € in das AVD eingezahlt zu haben, erhält man auf diese 1800 € die Lohnsteuer zurück.
Das wäre -wie du sagt- kein Vorteil gegenüber einer anderen privaten Rente, wohl aber ein Vorteil für jeden der bislang außerhalb eines solchen Rentensystems privat vorgesorgt hat.
Ich sorge z.B. mit einem privaten ETF Depot vor. Und davon könnte ich dann einen Teil in das AVD packen.
Dann muss man sich gut überlegen, ob man es nicht so belässt ohne staatlichen Zuschuß und nachher auch ohne Einkommensteuer zu bezahlen.
Das hat übrigens immer nur mit der Einkommensteuer- und nicht mit der Lohnsteuer zu tun, denn die ist nur ein Teil der Einkommensteuer.
Das scheint bereits geklärt:
Maximal 30% als Einmalzahlung möglich, danach eine monatliche Rente, die bis 85 reichen soll. Verstirbt man, ist das Depot vererbbar (Weil es eben eine Kapitalanlage ist und keine Versicherung).

Allerdings frage ich mich noch wie der Auszahlplan berechnet wird. Es ist ja ein ETF Depot und kann daher keine Garantiebeträge liefern. Wenn ein Online Rechner also 500 € monatliche Rente ausweist, kann es sein, dass es nur 400 € werden oder 600 €, oder die Rente vielleicht auch schwankt.

Ich kann verstehen, dass man die Auszahlung als Rente geplant hat, damit niemand mit 65 sein Depot plündert und damit nen Porsche kauft. Aber dennoch ist das für mich der störenste Faktor, dass man gezwungen ist, es als Rente zu beziehen.
Da muss man sich sehr genau überlegen, ob man das will oder nicht.
 
Wir die arbeiten müssen alle Beamten plus die Nichtarbeitenden ernähren.

Wir werden immer mehr ausgepresst wie Zitronen.

Von meiner Seite ist da mehr null Vertrauen in die Politik. Vor allem bei diesen Politikern!
 
Ich vermute, dass dies bei AVD über die jährliche Steuererklärung erfolgen wird. Wenn man in der Steuererklärung dann angibt 1800 € in das AVD eingezahlt zu haben, erhält man auf diese 1800 € die Lohnsteuer zurück.
Das wäre -wie du sagt- kein Vorteil gegenüber einer anderen privaten Rente, wohl aber ein Vorteil für jeden der bislang außerhalb eines solchen Rentensystems privat vorgesorgt hat.
Ich sorge z.B. mit einem privaten ETF Depot vor. Und davon könnte ich dann einen Teil in das AVD packen.

Das scheint bereits geklärt:
Maximal 30% als Einmalzahlung möglich, danach eine monatliche Rente, die bis 85 reichen soll. Verstirbt man, ist das Depot vererbbar (Weil es eben eine Kapitalanlage ist und keine Versicherung).

Allerdings frage ich mich noch wie der Auszahlplan berechnet wird. Es ist ja ein ETF Depot und kann daher keine Garantiebeträge liefern. Wenn ein Online Rechner also 500 € monatliche Rente ausweist, kann es sein, dass es nur 400 € werden oder 600 €, oder die Rente vielleicht auch schwankt.

Ich kann verstehen, dass man die Auszahlung als Rente geplant hat, damit niemand mit 65 sein Depot plündert und damit nen Porsche kauft. Aber dennoch ist das für mich der störenste Faktor, dass man gezwungen ist, es als Rente zu beziehen.


Das mit komplett bekommen ist vermutlich möglich!

A 30% auszahlen lassen und Rest Summe zu klein

B mehre Depots über die Jahre nutzen.

C beides kombinieren
 
Wir die arbeiten müssen alle Beamten plus die Nichtarbeitenden ernähren.

Wir werden immer mehr ausgepresst wie Zitronen.

Von meiner Seite ist da mehr null Vertrauen in die Politik. Vor allem bei diesen Politikern!

Auch das kann man so sehen....

Trotzdem musst du mit diesen System arbeiten oder wegziehen.

Du glaubst doch nicht ernsthaft,das sich grundlegend was ändert?

Wer Zeit, Glück hat stellt sich breit auf.

Z.b.
Rente/ Pension
Riester Rente oder Altersvorsorgedepot
Betriebsrente
Privat Rente
Eigenes Depot
Wohnung oder Haus
....
Erbe?
 
Zuletzt bearbeitet:
An die Leute, die an Statistik glauben. Ich habe in meiner Jugend sowas abgeschlossen gehabt. Die Hochrechnung nach damaliger Situation war wenn ich in Rente gehe, ca. 50000 Euro angesparte Summe. Obwohl die Börsen nur noch feiern, hat mein Invest Miese gemacht trotz super Verzinsung. Ende vom Lied ist wohl, dass wenn es gut läuft noch 30000 rauskommen. Jedes Jahr kommen Abschlusskosten durch geplante Erhöhung hinzu. Das wird auch bei dem Vorsorgedepot so laufen. Für den Fond fallen Kosten an, durch jährliche Erhöhungen oder monatliche und zum Schluss fallen 25-30% Steuern an. Das wird nicht steuerbefreit sein wie früher die Versicherungen. Am besten wartet man erstmal 6 Monate ab und dann holt man sich Angebote ein. Zudem ist das, was der Staat macht, immer Rohrkrepierer. Kam jemals irgendwas Gutes bei rum? Finanzdienstleister können pleite gehen. Evtl. werden hierfür sogar Fondgesellschaften neu gegründet. Man muss an alles denken. Am besten Checkliste machen.
 
An die Leute, die an Statistik glauben. Ich habe in meiner Jugend sowas abgeschlossen gehabt. Die Hochrechnung nach damaliger Situation war wenn ich in Rente gehe, ca. 50000 Euro angesparte Summe. Obwohl die Börsen nur noch feiern, hat mein Invest Miese gemacht trotz super Verzinsung. Ende vom Lied ist wohl, dass wenn es gut läuft noch 30000 rauskommen. Jedes Jahr kommen Abschlusskosten durch geplante Erhöhung hinzu. Das wird auch bei dem Vorsorgedepot so laufen. Für den Fond fallen Kosten an, durch jährliche Erhöhungen oder monatliche und zum Schluss fallen 25-30% Steuern an. Das wird nicht steuerbefreit sein wie früher die Versicherungen. Am besten wartet man erstmal 6 Monate ab und dann holt man sich Angebote ein. Zudem ist das, was der Staat macht, immer Rohrkrepierer. Kam jemals irgendwas Gutes bei rum? Finanzdienstleister können pleite gehen. Evtl. werden hierfür sogar Fondgesellschaften neu gegründet. Man muss an alles denken. Am besten Checkliste machen.
Ich verstehe das Misstrauen, weil es in der Vergangenheit Dinge wie Riester gab, die in der Praxis nicht gehalten haben, was sie versprochen haben. Ich halte es aber für einen Fehler, das AVD blind mit anderen Dingen gleich zu setzen.

Beispiele:
  • Riester: 100% Beitragsgarantie und daher kaum renditestarkes Investment möglich -> AVD: kann vollständig renditestark angelegt werden
  • Riester: Hohe Versicherungsabschlusskosten, AVD: Kostendeckel von 1%
  • Riester: Schwer verständliches System mit Förderberechtigung nur für Pflichtversicherte, AVD: Geöffnet für Alle mit klar gestaffelten Zulagen
Das AVD ist kaum vergleichbar mit Produkten wie Riester. Das AVD ist eher ein normales ETF Depot, welches einen "steuerlichen Mantel" mitsamt Auszahlplan hat.
Dass wie du sagst "die Börsen feiern aber dein Investment Miese macht" ist beim AVD doch garnicht möglich, da es ein Indexprodukt auf die Börse ist.

Auch deinen Einwand zu Steuern kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ja, das AVD wird besteuert, aber nachgelagert und hat damit einen Steuervorteil.
Ja mir wäre es lieber wenn eine Altersvorsorge garnicht besteuert würde, so wie es bis 2008 durch die Spekulationsfrist war. Damals konnte man steuerfrei vorsorgen. Ist in meinem Augen eine Sauerei, dass man dieses Spekulationsfrist abgeschafft hat und die Leute danach in Produkte wie Riester reingequatscht hat. Bedanken kannst du dich bei dem damaligen Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und dem Riester Erfinder Walter Riester (SPD). Zwei dicke Grüße gehen raus an die Sozis, die unsere Rente kaputt gemacht haben!

Übrigens bin ich auch weil der jetzige AVD Vorschlag von der SPD mit erarbeitet wurde, durchaus noch skeptisch. Etwa kann ich nicht nachvollziehen, warum die Kosten erst bei 1% gedeckelt wurden wenn es ETF Produkte mit 0,2% gibt. Das AVD Depot ist kein No-Brainer. Aber es ist eben nach allem was bekannt ist, auch nicht blind mit alten Produkten vergleichbar.
 
Es gibt inzwischen ja schon gute Sachen in Vorbereitung ( siehe Finanzfluss)

Null Kosten...
Ob das auf Dauer stimmt?

Stellt euch nie gegen den Zins Zins.
Zeit ist Rendite auf Raten.

Ich habe bis zum 31 Lebensjahr für die ersten 100 k gebraucht.
Die zweiten 3,5 Jahre.

Dann Haus und Weg🙂

Trotzdem man weiß doch auf was man achten muss, günstig und es sollte der MSI World besparbar sein.

Falls/wäre/ wenn die (Hyper)inflation kommt steht, man dank Unternehmen im Hintergrund besser da als mit puren Festgeldern, Tagesgeld, Bausparverträgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange wir ein Fiatgeld und diese Demographie haben halte ich eine Altersvorsorge am Finanzmarkt für alternativlos. Mit jeder Geldschwemme der EZB werden Geldforderungen entwertet und Sachwerte zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung wertvoller. Also eine massive marktfremde Umverteilung durch Planwirtschaft.
Allerdings teile ich nicht die Ansicht, dass Finanzspekulation grundsätzlich verwerflich ist. Das Übernehmen von Risiko, Senden von Preissignalen, Abfedern von Schwankungen für die Planungssicherheit der Produzenten und vergeben von Investitionskapital haben durchaus ihren Nutzen und verdienen eine entsprechende Rendite, so der Investor denn gut wählt und auf eigenes (!) Risiko handelt.
Nur hätte es niemals eine Sozialisierung der Verluste jener die sich verspekuliert haben geben dürfen, Stichwort Bankenrettung, zu Lasten des Steuerzahlers.
Es kursieren leider immer noch viele Fehlannahmen zum Thema Unternehmertum und Finanzwesen, basierend auf der immer noch erschreckend weit verbreiteten marxistischen Arbeitswertlehre, die schlicht falsch ist. Sie berücksichtigt weder Zeitpräferenz noch Risiko. Könnte man separat diskutieren, die Beschäftigung damit lohnt sich.
Übrigens gab es so einige Ökonomen, welche die Finanzkrise vorausgesagt und aktuelle Entwicklungen korrekt vorher beschrieben haben. Kommen halt in den abhängigen Medien nicht vor. Sind zu einem guten Teil durch korrektes Wetten gegen den Markt auch reich geworden, habens also nicht mehr nötig.

Solange das System aber so existiert hat man, aus meiner Sicht, keine andere Wahl als auch seinen Löffel rein zu halten.
Das AVP lohnt sich aus meiner Sicht überhaupt nur, wenn man Zuschläge für Kinder bekommt und ein kleines bis mittleres Einkommen hat.
Zu den hier bereits erwähnten Nachteilen möchte ich noch zwei hinzufügen:
Der spätere Einkommenssteuersatz wird nicht heute bei Einzahlung festgeschrieben. Es wird der Steuersatz sein, wie er dann in der Zukunft zum Zeitpunkt der Auszahlung sein wird. Man kann sich ja mal ansehen, wie sich Steuern in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben. Die kennen nämlich nur eine einzige Richtung: Immer mehr und noch mehr Steuern.
Rechne ich diesen Trend einfach mal 30 Jahre fort sieht das mit dem Gewinn des AVP schon ganz anders aus.
Weiteres Risiko: Der Staat kann auch sonst jederzeit die Regeln ändern. Politiker glauben, ohne jegliche Validierung mit der Realität, offenbar immer sie wüssten es besser. Mit der Begründung wurden ja damals auch die Rentenkassen geplündert: Wenn die Politik dieses Geld "investiert", dann würde der daraus entstehende Boom das Geld durch entsprechendes Wirtschaftswachstum locker wieder einspielen. Hat ja gut geklappt...
Wenn da erst einmal ein Haufen Geld in statistischer Sichtweite liegt braucht es nur den "richtigen" Politiker, der einen Blick darauf wirft und wieder auf die Idee kommt, der Staat könne das doch viel besser verwenden, um irgendwas vermeintlich Tolles damit zu finanzieren. Was wissen schon Abermillionen von privaten Investoren und Unternehmen über wirtschaftliche Investitionen.

Auch die Zahlungsfähigkeit des Staates würde ich langfristig infrage stellen. Es ist absehbar dass in 4 Jahren die Einnahmen Deutschlands nur noch für Gehälter der Staatsdiener, deren Pensionen (aktuell 450Mrd/Jahr, die Hälfte alle Steuereinnahmen), Militär und Zinsen (gewaltiger Posten inzwischen), reichen werden. Alles andere müsste mit Neuverschuldung finanziert werden. Schon jetzt schafft es der Staat nicht mehr Anleihen am Markt zu platzieren, trotz der ganzen Gesetze welche Institutionen zum Anlegen in Staatsanleihen zwingen.
Die Schulden wachsen exponentiell, die Wirtschaft schrumpft sogar. In den letzten 7 Jahren hatte Deutschland ein kumuliertes Wachstum von 0,3%. Zum Vergleich, das von China war 33%.

Mit dem AVP, wenn es sich nur durch Zuschüsse überhaupt rentiert, wettet man darauf dass der Staat auch weiterhin solvent genug ist, um besagte Zuschüsse zu gewähren. Das erscheint mir... optimistisch.
 
Zu den hier bereits erwähnten Nachteilen möchte ich noch zwei hinzufügen:
Der spätere Einkommenssteuersatz wird nicht heute bei Einzahlung festgeschrieben. Es wird der Steuersatz sein, wie er dann in der Zukunft zum Zeitpunkt der Auszahlung sein wird. Man kann sich ja mal ansehen, wie sich Steuern in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben. Die kennen nämlich nur eine einzige Richtung: Immer mehr und noch mehr Steuern.
Rechne ich diesen Trend einfach mal 30 Jahre fort sieht das mit dem Gewinn des AVP schon ganz anders aus.
Weiteres Risiko: Der Staat kann auch sonst jederzeit die Regeln ändern. Politiker glauben, ohne jegliche Validierung mit der Realität, offenbar immer sie wüssten es besser. Mit der Begründung wurden ja damals auch die Rentenkassen geplündert: Wenn die Politik dieses Geld "investiert", dann würde der daraus entstehende Boom das Geld durch entsprechendes Wirtschaftswachstum locker wieder einspielen. Hat ja gut geklappt...
Dein Beitrag ist wie alle deine Beiträge stets fundiert und sehr bereichernd. Danke!

Ich glaube zwar nicht, dass es für den Staat leicht wäre die kompletten Spielregeln des AVD zu ändern, weil es keine allgemeine Kasse wie die Rentenkasse ist, sondern Privateigentum, ABER
der Punkt ist dennoch relevant, dass man sich hier auf die Zukunft verlässt. Dazu gehören alle möglichen Risiken/Änderungen wie eine mögliche Steuerhöhung.

Tatsächlich sehe ich gerade die künftige Versteuerung von Renten als große Blackbox, die umso gefährlicher ist, desto mehr Rente man erwartet. Da könnte der Staat ja zugreifen und wenn gute Renten einen Grenzsteuersatz von 42% bezahlen müssen, dann wäre auch ein AVD mindestens so hoch besteuert. Das wäre nochmal deutlich mehr als die aktuellen 25% für die Abgeltungssteuer.

Im übrigen bin ich auch bei dir, dass sich Investieren und Private Vorsorge lohnen muss. Sonst machen es die Leute verständlicherweise nicht. Deswegen finde ich das AVD auch immer noch zu kompliziert und hätte es viel besser gefunden, man hätte nach einer Mindesthaltedauer schlicht die Abgeltungssteuer abgeschafft. Dann könnte jeder ohne Steuern zu zahlen privat vorsorgen. Sehr einfach und ohne Wette auf eine Zukunft.

Auch die Zahlungsfähigkeit des Staates würde ich langfristig infrage stellen. Es ist absehbar dass in 4 Jahren die Einnahmen Deutschlands nur noch für Gehälter der Staatsdiener, deren Pensionen (aktuell 450Mrd/Jahr, die Hälfte alle Steuereinnahmen), Militär und Zinsen (gewaltiger Posten inzwischen), reichen werden. Alles andere müsste mit Neuverschuldung finanziert werden. Schon jetzt schafft es der Staat nicht mehr Anleihen am Markt zu platzieren, trotz der ganzen Gesetze welche Institutionen zum Anlegen in Staatsanleihen zwingen.
Die Schulden wachsen exponentiell, die Wirtschaft schrumpft sogar. In den letzten 7 Jahren hatte Deutschland ein kumuliertes Wachstum von 0,3%. Zum Vergleich, das von China war 33%.

Mit dem AVP, wenn es sich nur durch Zuschüsse überhaupt rentiert, wettet man darauf dass der Staat auch weiterhin solvent genug ist, um besagte Zuschüsse zu gewähren. Das erscheint mir... optimistisch.
Das sehe ich als kleineres Problem an, weil selbst wenn der Staat irgendwann die Zuschüsse nicht mehr gewähren kann, hat man ja bis dahin Zuschüsse erhalten. Das AVD kann dann auch ruhend gestellt werden so dass man nicht mehr ohne die Zuschüsse einzahlen muss.

Dennoch ist die mögliche Zahlungsfähigkeit Deutschlands generell ein Problem. Nicht nur der Zuschuss in das AVD sondern auch die Milliardenzuschüsse in die gesetzliche Renten stünden bei einer Zahlungsunfähigkeit Deutschlands im Feuer. Davon würde JEDER von uns betroffen sein, egal wie er seine Rente bezieht.

Die m.E. beste Strategie dagegen ist entweder
A) Nix haben (wer kaum was hat, dem kann auch kaum was weggenommen werden)
B) seine Rente auf mehrere Beine zu stellen (gesetzliche Rente, private Rente, AVD, vielleicht noch eine Immobilie etc.) in der Hoffnung, dass genug bleibt, auch wenn Deutschland in Schieflage gerät
 

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