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Altersvorsorgedepot (AVD)

Weil man das am Ende als Rente versteuern muss.
Die spannende Frage ist eben, mit welcher Versteuerung man besser wegkommt.

Soweit ich das verstehe funktioniert das so:
  1. Beiträge, die eingezahlt werden, werden von der Lohnsteuer befreit. Das heißt wenn du 1.000 € einzahlst und dein Lohnsteuersatz z.B. 30% ist, sparst du jedes Jahr 300 € Lohnsteuer. Dazu kommt die staatliche Zulage UND man muss keine Abgeltungsssteuer zahlen.
  2. Ja, wenn das Geld dann mit 65 Jahren sukzessive ausgezahlt wird, muss man es wie du richtig sagst mit dem persönlichen Steuersatz versteuern. Der persönliche Steuersatz im Alter ist aber bei fast jedem geringer als der Steuersatz während der Arbeitszeit (schließlich hat man im Alter ja weniger Einkommen).
Daher meine Vermutung: Rein steuerlich lohnt es sich. Das sagen ja auch die Online Rechner, die es dazu gibt. Auch dieses weisen einen Vorsprung gegenüber einem privaten ETF Depot aus.

Klar, mit allen Nachteilen wie der Kapitalbindung etc. Das muss man sich überlegen, ob der Steuervorteil die Kapitalbindung für einen aufwiegt.
 
Ich bin auf eure Meinung gespannt. Was haltet ihr vom AVD?
Also lohnt für euch das AVD und werdet ihr es nutzen?
Ich bin zumindest daran interessiert. Werde mich noch rechtzeitig genauer darüber informieren, meine aber, dass Investitionen von bis zu 1.800,00 Euro pro Jahr gefördert werden und das dürfte dann wohl auch mein diesbezügliches Analgevolumen sein. Meine Angst bezüglich möglicher Kursturbulenzen liegt aufgerundet bei null.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich werde es auch nutzen.

Zumindest für 2 Sachen max Förderung mit nehmen ( glaube 30€/ Monat)
Mit 50% Förderung

Puls Kinderbonus.

Und um Riester auszutauschen.

Ich hatte übrigens mit Riester Glück und meine Kapital mehr als verdoppelt.
DWS top Rente Dynamik.


Ansonsten halten wir fest, das Altarvorsorgedepot lohnt nur bei sehr geringen Kosten < 0,5%.

Ansonsten sollte man lieber flexibel bleiben ( eigens Depot)
Auch retten einen selbst der Max Betrag nicht.
( Blöd ist der Staat nicht> es geht darum das Geld in der Grundsicherung ( Rentner mit wenig Punkten) zu sparen.

Jeder darf selber entscheiden aber die 30€/ Monat bei geringen Kosten lohnen vermutlich
 
Wir werden es beide nicht machen. Die Förderung beträgt max 540 Euro pro Jahr und vielleicht 400 Euro Steuerersparnis. Noch keine 1000 Euro im Jahr .
Dafür ist das Kapital bis zur Rente gebunden . Und wer weiß wann das irgendwann mal ist, wenn es dauernd hochgesetzt wird . Bei Auszahlung muss alle versteuert werden !!! Als ein Teil der früheren Steuerersparnis ist wieder weg, dass eigentlich noch nicht mal diese 1000 Euro pro Jahr als Gewinn bleiben . Was an Rendite anfällt ist gleich ob es über AVD läuft oder ganz normal als ETF .
In 40 Jahren hätte ich also noch nicht mal einen Vorteil von 40 000 Euro , dafür ist mein Geld gebunden, selbst bei Renteneintritt kann ich nur 30% entnehmen, den Rest in Raten bis ich 84 oder 85 bin. So alt muss ich erst mal werden . Vererbbar ohne Rückzahlung der Fördersummen nur an Ehepartner ( Kinder will ich keine ) . Unverheiratet oder wenn Ehepartner schon gestorben ist, muss der Erbe ( zb Tierheim) die komplette Förderung zurückzahlen . Gewinn dann gleich null.
Außerdem kann man ( in dem Fall ich ) dann 40 Jahre nicht reagieren, falls mal wieder neue Steuergesetze gemacht werden .
Nein danke, in so eine Abhängigkeit begebe ich mich nicht noch mehr.
Darin befinde ich mich leider schon durch die Rentenbeiträge die zahlen muss und wahrscheinlich auch nie wieder sehe.
 
Wir werden es beide nicht machen. Die Förderung beträgt max 540 Euro pro Jahr und vielleicht 400 Euro Steuerersparnis. Noch keine 1000 Euro im Jahr .
Dafür ist das Kapital bis zur Rente gebunden . Und wer weiß wann das irgendwann mal ist, wenn es dauernd hochgesetzt wird . Bei Auszahlung muss alle versteuert werden !!! Als ein Teil der früheren Steuerersparnis ist wieder weg, dass eigentlich noch nicht mal diese 1000 Euro pro Jahr als Gewinn bleiben . Was an Rendite anfällt ist gleich ob es über AVD läuft oder ganz normal als ETF .
In 40 Jahren hätte ich also noch nicht mal einen Vorteil von 40 000 Euro , dafür ist mein Geld gebunden, selbst bei Renteneintritt kann ich nur 30% entnehmen, den Rest in Raten bis ich 84 oder 85 bin. So alt muss ich erst mal werden . Vererbbar ohne Rückzahlung der Fördersummen nur an Ehepartner ( Kinder will ich keine ) . Unverheiratet oder wenn Ehepartner schon gestorben ist, muss der Erbe ( zb Tierheim) die komplette Förderung zurückzahlen . Gewinn dann gleich null.
Außerdem kann man ( in dem Fall ich ) dann 40 Jahre nicht reagieren, falls mal wieder neue Steuergesetze gemacht werden .
Nein danke, in so eine Abhängigkeit begebe ich mich nicht noch mehr.
Darin befinde ich mich leider schon durch die Rentenbeiträge die zahlen muss und wahrscheinlich auch nie wieder sehe.

So Finanzfluss: es gibt wohl einen Anbieter der 0% verlangt.

Die 30€ im Monat wäre es mir wert.
Zumal es vermutlich wieder auf geringfügige keit hinausläuft und man es komplett ausbezahlt bekommen mit 65...

So es diese Regelung dann noch gibt.

Das Spiel Rente:
Nie alle Eier in ein Nest legen.
 
Meine Mutter hat jahrelang in eine private Rentenkasse eingezahlt, um im Alter zusätzlich abgesichert zu sein.
Mit 60 - damals noch möglich - hat sie den Antrag auf Rente gestellt und musste zum MDK, der sie für "zu gesund" befand und ablehnte.
Nur ein kanppes Jahr später war sie tot......

Soviel zum Sinn oder Unsinn einer Rentenvorsorge......
 
Ich finde das AVD nach etwas Einlesen tatsächlich deutlich interessanter, als ich zuerst gedacht hätte. Vor allem sollte man es nicht einfach mit Riester gleichsetzen: ETFs sind möglich, die Beitragsgarantie fällt weg und die Förderung ist mit bis zu 540 Euro jährlich bei 1.800 Euro Eigenbeitrag durchaus ordentlich.

Ein paar Punkte hier im Thread würde ich aber relativieren: Zulage und Steuerersparnis werden nicht einfach komplett addiert, sondern über eine Günstigerprüfung verrechnet. Auch selbstgenutztes Wohneigentum kann grundsätzlich aus dem AVD finanziert werden, sofern der Vertrag das vorsieht. Gefördertes Altersvorsorgevermögen ist zudem bei Bedürftigkeit grundsätzlich geschützt.

Der entscheidende Punkt werden für mich am Ende die Kosten sein. Wenn 2027 günstige Anbieter ein simples AVD mit Welt-ETF und vielleicht 0,2 bis 0,4 Prozent Gesamtkosten anbieten, halte ich das als Ergänzung zu einem normalen ETF-Depot für ziemlich attraktiv. Bei Produkten nahe 1 Prozent Kosten würde ich dagegen sehr genau rechnen.

Ich würde es daher weder als neuen Heilsbringer noch als Riester 2.0 abtun. Das Grundkonzept wirkt sinnvoll, ob es wirklich gut wird, entscheidet sich mit den konkreten Angeboten.
 
Beiträge, die eingezahlt werden, werden von der Lohnsteuer befreit. Das heißt wenn du 1.000 € einzahlst und dein Lohnsteuersatz z.B. 30% ist, sparst du jedes Jahr 300 € Lohnsteuer. Dazu kommt die staatliche Zulage UND man muss keine Abgeltungsssteuer zahlen.
Normalerweise wird das als private Altersvorsorge einbezahlt und hat nichts mit dem Lohn und der Lohnsteuer zu tun.

Auf Verlangen - und nur wenn der Arbeitgeber mitspielt kann man auch per Lohnumwandlung - in diese Fonds einbezahlen, was dann erstmal Lohn- und Sozialversicherungsfrei sein wird.

In diesem Fall wird es dann - wie jede andere private Rente auch - so verfahren.
Ja, wenn das Geld dann mit 65 Jahren sukzessive ausgezahlt wird, muss man es wie du richtig sagst mit dem persönlichen Steuersatz versteuern. Der persönliche Steuersatz im Alter ist aber bei fast jedem geringer als der Steuersatz während der Arbeitszeit (schließlich hat man im Alter ja weniger Einkommen).
Allerdings kommen noch Zahlungen für die Sozialversicherung hinzu und zwar der Arbeitgeber - und Arbeitnehmeranteil.

Man wird auch sehen müssen, wie die Auszahlungsmodalitäten sein werden.

Bei unserer Riester-Rente war es so, dass diese nur als reine Rente auszahlbar war und wenn der Begünstigte vorzeitig verstarb, der Überlebende quasi nichts bekommen hätte.
Das ist ja nun bei einer privaten Kapitalanlage anders.
 
Darauf hin hast du, anstatt darüber sachlich zu diskutieren, mich jetzt zweimal ad hominem angegriffen.
Ja, zugegeben das war etwas unfair. Aber ich möchte so eine Werbeveranstaltung zur aktienfinanzierten Rente nicht unkommentiert lassen. Wie schon gesagt, die Versprechungen, dass der Finanzmarkt alles regeln sollte, hatten wir schon und er regelt nichts. Die versprochenen Renditen blieben aus. Wie es dieses Mal ausgeht, werden wir sehen. Das ist die eine Seite.
Die andere ist, dass ich es befremdlich finde, dass das Geld für unsere Altersvorsorge zu einem guten Teil Unternehmen zu Gute kommt, die Waffensysteme herstellen oder in anderer Wiese den Interessen der Menschen zuwider handeln. Von diesem ganzen System profitieren einige, wenige und viele müssen dafür arbeiten, dass es weiter läuft.
Letztlich, der Generationenvertrag würde volkswirtschaftlich funktionieren, wenn man ihn auf solide Füße stellt. Das Problem der Politik: Dann verdient niemand daran. Und schon vor Riester haben Finanzunternehmen massiv Lobbyarbeit betrieben, die an das Geld für die Altersvorsorge ran wollten. Riester war kein handwerklicher Fehler, Riester war ein grundsätzlicher Fehler. Damals wäre der Zeitpunkt gewesen, das Rentensystem zu reformieren. Aber man hat das Geld lieber in den Finanzsektor gepumpt, die sich daran gesund gestoßen haben.
Und genau das Problem hat das AVD auch. Wieder drängelt man die Menschen zu Finanzprodukten, wieder wird Steuergeld dazugeschossen. Freuen wird es die Finanzindustrie, die gerade sowieso vom Aktienboom profitieren. Und gerade bei den Geringverdienern freut es Vater Staat weil er an der Grundsicherung sparen kann.
Was wir brauchen, ist eine umlagefianzierte, solide Rente, von der die Menschen auch im Alter gut leben können. Und nicht noch mehr Aktiengedöns.
 
Ein paar Punkte hier im Thread würde ich aber relativieren: Zulage und Steuerersparnis werden nicht einfach komplett addiert, sondern über eine Günstigerprüfung verrechnet. Auch selbstgenutztes Wohneigentum kann grundsätzlich aus dem AVD finanziert werden, sofern der Vertrag das vorsieht. Gefördertes Altersvorsorgevermögen ist zudem bei Bedürftigkeit grundsätzlich geschützt.

Der entscheidende Punkt werden für mich am Ende die Kosten sein. Wenn 2027 günstige Anbieter ein simples AVD mit Welt-ETF und vielleicht 0,2 bis 0,4 Prozent Gesamtkosten anbieten, halte ich das als Ergänzung zu einem normalen ETF-Depot für ziemlich attraktiv. Bei Produkten nahe 1 Prozent Kosten würde ich dagegen sehr genau rechnen.

Ich würde es daher weder als neuen Heilsbringer noch als Riester 2.0 abtun. Das Grundkonzept wirkt sinnvoll, ob es wirklich gut wird, entscheidet sich mit den konkreten Angeboten.
Sehr gute und wichtige Ergänzungen.
Noch bietet ja niemand das AVD an und es startet erst zum 01.01.2027. Spannend wird da in der Tat sein, wie teuer es sein wird und ob es günstige ETF Produkte für wie du sagst 0,2 bis 0,4% Kosten gibt.
Auch beim Fazit bin ich bei dir. Wer bislang privat über ein ETF Depot vorgesorgt hat, wird mit AVD kein Wunder bewirken, aber vielleicht eben einen Boost durch Förderung und Steuerbegünstigung.
 

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