ist aber schon noch ein UNterschied, ob ich damit argumentiere, dass das Kind noch kein menschliches Leben ist (das ist sicher Ansichtssache und darum ist es hier ja auch bis zum 3. Monat erlaubt), als wenn ich über den Wert eines Lebens auf Grund seiner Lebensumstände urteile.
Das wurde ja hier vom Gast getan.
Finde ich absolut nicht nachvollziehbar
Ich bin weit davon entfernt mir anzumaßen, darüber zu urteilen, welches Leben lebenswert ist und welches nicht. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass viele Betroffene hinterher (nachdem sie, von den Eltern nicht gewollt, dann immer weitergereicht wurden etc.) SELBST ihr Leben als sinnlos erachten. Viele fragen sich, wieso ihre Eltern sie überhaupt gezeugt haben, wenn sie doch nicht geliebt werden usw. Sie tragen das mit sich rum, wie einen Stempel, der ihnen aufgedrückt wurde: "von keinem gewollt".
Natürlich kann man auch als Heimkind oder Pflegekind (ggf. missbraucht, gedemütigt, gequält) irgendwie noch seinen Frieden mit der Welt machen. Aber die Vergangenheit lässt sich nicht wegschließen, dass schafft keine Therapie und deswegen können diese Menschen auch nicht glücklich in dem Sinne sein, wie wir es vielleicht sind. Ich will hier nicht so verstanden werden, dass ich denke, dass JEDES "ungewollte" Kind, das geboren wird, in ein Heim abgeschoben wird oder dass jedem dieser kinder eine schlechte zukunft bevorsteht, denn so ist es ja auch nicht. ich finde es aber falsch zu sagen, dass Menschen, die nunmal das Pech hatten, in bestimmten milieus aufzuwachsen, also Menschen mit Missbrauchsvergangenheit, das irgendwie wegstecken könnten und trotzdem ein prima leben haben können. Denn allein die psychologischen Folgen des Missbrauchs (egal welcher art) beeinträchtigen die Opfer meistens so stark, dass ein normales Leben praktisch nicht mehr möglich ist. Sei es, dass sie probleme mit sozialen kontakten, in beziehungen (ängste, aggressionen)oder mit den eigenen kindern (weitergeben des missbrauchs) haben oder psychosen jedweder art, die ihnen kein normales leben erlauben.