Ach,Sori, ich versteh zwar,was Du meinst,aber...das haut trotzdem so nicht hin.
Ist schon gut,daß es das Gesetz so gibt. Es ist NICHT optimal,aber das kleinere Übel.
Ein Kind,welches fröhlich erwartet wird ,bekommt in mehrfacher Hinsicht schon im Mutterleib Gutes: die Mutter vermeidet Gifte und Streß..und es werden Stoffe freigesetzt--Endorphine ,frag mich nicht nach den Einzelheiten..jedenfalls sind "nichtgewünschte Kinder" oft schon geschädigt und auch häufig überaus griesgrämig .
Die frühkindliche Prägung beginnt schon beim Entstehen.
Natürlich kann eine 16jährige eine tolle Mama sein/werden.
Natürlich kann auch ein Wunschkind später ein entsetzliches Schicksal haben.
Nur..hier beginnt die Verantwortung : das Baby ist ja NICHT lebensfähig OHNE die Mama . Wenn jemand sich entschließen muß ,nicht Mama zu werden... sollte man das akzeptieren.
Auch beste Aufklärung und Verhütung verhindert nicht immer Schwangerschaften. Klar,da liegt vieles im Argen. Weitgehend unbekannt scheint zu sein,daß eine BEDEUTENDE ZAHL befruchteter Eizellen
durch (nichtbemerkten) Frühabort abstirbt. Also läßt offenbar dann der Schöpfer selbst diese Variante zu. Wenn der medizinische Grund also zulässig ist...geh ich davon aus,daß der Schöpfer ebenso seinen Geschöpfen die Verantwortung überträgt,zu entscheiden---auch die gesellschaftlichen oder ganz persönlichen Bedingungen stimmen nicht.
Das mal so als atheistischer Einwurf unter voller Toleranz Deines Glaubens.
Es ist ein Thema ,das ich als äußerst schwierig empfinde.
Ich plädiere nicht für leichtfertigen Umgang (der ist m.E.ganz gering) ,ich finde jegliche Euthanasie untragbar..aber.. es ist eine sehr private schwere Entscheidung ,die NUR die Mutter zu treffen hat.
Deine Überlegungen zu den "Hilfen für alleinstehende Mütter" lassen mich sehr traurig lächeln.
Klar...es gibt ab und zu Hilfen.Es gibt ab und zu Familie ...oder praktische Hilfe. Und ein Baby kann man auch durch harte Zeiten ganz allein großziehen.
Ich hab ganz persönlich dazu einen Riesenhaufen negativer Erfahrungen.
Ich bin weder kinderfeindlich (sonst hätte ich nicht begeistert 4 Kinder bekommen),noch bin ich unfähig,um Hilfe zu bitten. Einzelheiten sind ja auch egal...
ABER! Nicht nur während der Zeit mit meinem schwerstkörperbehinderten Kind als auch jetzt..völlig alleinerziehend.. ist das eine einzige Farce.
Bei der Schwangerschaft mit meinem Jüngsten hab ich mal diese angeblichen "Hilfen zum Kind" alle Verein für Verein abgeklappert.
Schön systematisch und umfangreich. Auch die kirchlichen "Angebote".
Rate mal,ob IRGENDWER mir auch nur die Spur einer KONKRETEN HILFE zukommenließ? Richtig! Niemand.
Es war echt makaber. Nicht mal meine Gyn riet mir zum Kind .
Die war VERBLÜFFT,daß "Sie in Ihrer Lage nicht den Schein für den Abbruch erbaten".
Jepp.
Ein überzeugendes Argument,eine Hilfe ...hätte mir nicht einer gegeben.
Nur gut..daß ich mich SOWIESO gefreut hab,daß ich schwanger war.
Nur gut,daß ich die Gnade hab,ein Kind als höchstes Glück zu sehen.
Nur gut,daß ich auch völlig allein bisher..nicht aufgab. Mir ist öfter danach.
Fragt mich heute einer,wie ich überlebe ? Nein. Blabla und guter Weg.
Mein Jüngster ist 10...und eigentlich müßte ich ihn aus Gründen des Überlebens über große Zeiten der Not woanders versorgen lassen.
Bei mir steht nicht ohne Grund "verzweifelt" zur Zeit ...
Er hat keinen eigenen Anspruch auf Sozialhilfe-- und ich steh berechtigt aber absurd zwischen allen Gesetzen und Regeln der Sozialgesetzgebung ohne eigene Schuld. Inzwischen schon paar Monate..verdammt.
Tja... die schöne rosa Theorie und die Praxis sind zwei Dinge.
Wenn sich Pech summiert.. keine Familie,kein Einkommen,keine staatliche oder kirchlichen Hilfe,keine Gesundheit...und wenn dazu bei manchen Eltern vielleicht noch Drogen,Gewalt,Wohnungslosigkeit,Berufslosigkeit ...kommen--
sollte man persönlich alle Leute in die Pflicht nehmen zur TÄTIGEN HILFE,welche sinnieren über das Recht auf Leben für ein Embryo.
Wo gibt es einen Fond für bedürftige Mütter?
Wo sind die Geld-oder Sachspenden für Kinder?
Wo sind die Helfer im Alltag für überlastete kranke Mütter?
Es gibt Angebote..aber eben nicht ausreichend,nicht flächendeckend,nicht als höchste Priorität..wie es sein sollte.
Grade die Kirche ist KEIN Beispiel für Glaubwürdigkeit.
(Vorschlag--statt Ausgaben für repräsentative Zwecke bei Staat UND Kirche eine Stiftung für's Kind!)
Die Liste läßt sich fortsetzen.
Solange Kinder nicht durch die gesamte Gesellschaft unterstützt werden,kontinuierlich und pragmatisch und UNBÜROKRATISCH -- sind Kinder oft besser dran,wenn sie NICHT geboren werden.
Herzlichster Gruß!
Micky
P.S.:ja..ich krieg mich schon wieder ein und will nicht Jammern...lösch es dann später sicher wieder...bin nur grad depri...wär ich mal ein Mann geworden...