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Absturz

Hallo,

zu Tuesdays Beitrag möchte ich nur zu einigen Stellen ergänzend und ein wenig kritisierend anmerken:
bitte nicht statisch denken...man verliert sich nicht, verliert nicht sein Selbst wenn man sich vom kindlichen Verhaltensweisen verhaftetem Opfer weg zu einer erwachsenen selbstbewussten Frau entwickelt. Man bleibt immer man selbst und ganz speziell, ein besonderes und einzigartiges Individuum...auch wenn man sich in einigen Punkten positiv verändert. Stillstand bedeutet Tod...auch der Tod einer Persönlichkeit. Eine Persönlichkeit muss sich immer wieder verändern..sie verändert sich auch ohne unser Zutun...ggf. durch ein Trauma zum Negativen...dagegen muss man gezielt und bewusst ansteuern, sonst verändert man sich in Richtung Niedergang, krankheit, Tod...dem kosmischen Urzustand...und das an sich etwas zu vorschnell....daher sind ständige Reparatur- und Aufbauarbeiten erforderlich um den Lebensbedingungen stand zu halten...aufrecht durchs Leben zu gehen anstatt sich mühsam durchs Leben zu schleppen. Jeder Mensch hat die Macht bei der ständigen Veränderung die man durchmacht was dazu zu tun...tut man es nicht verbaut man sich oft viele Chancen.

Die eigenen Stärken nutzen und ausbauen, die eigenen Schwächen versuchen ein klein wenig weg zu kriegen...das reicht bereits.
Und: wenn man ein Trauma erlebt hat, zu viel energieraubende Altlasten mit sich rumschleppt muss man Mittel und Wege finden die so schnell wie möglich los zu werden, denn man braucht seine Kraft für andere Dinge im Leben...

Was das Selbstwertgefühl angeht...es ist Dreh- und Angelpunkt und hierbei wichtig es schrittweise wieder auf zu bauen. Mittel dazu gibt es viele...ist natürlich harte Arbeit...Selbstgenügsamkeit und Selbstliebe sind hier wichtige Punkte...man muss sich stets selbst genug sein, sich selbst mögen und achten..sich selbst als wertvoll ansehen..sonst tut es keiner. Wer verschämt und geduckt durchs Leben läuft der kriegt vom Leben immer wieder noch eins zusätzlich drauf..wer ständig Opfer spielt der wird wieder Opfer werden...denn hej Leute...kommt mal bitte runter von dem kindlich-naiven Menschenbild vom Gutmenschen, den man sich zwar gerne fürs kuschlige leben erhofft und erträumt der jedoch im realen Leben nicht existiert! Der Mensch ist ein mal mehr und mal weniger sozialisiertes Raubtier..vergesst das niemals und um im Leben gut klar zu kommen muss man einige Verhaltensregeln beachten oder geht unter, wird weg selektiert...ja das ist hart, aber so läuft es leider nun einmal und das muss man akzeptieren und sich dem stellen.

Jeder Mensch, auch Celeste oder sonstwer trägt an sich alle Grundeigenschaften in sich um im Leben sehr gut klar zu kommen...manchmal muss man sehr hart daran arbeiten diese Eigenschaften auf Vordermann zu bringen, sodass sie zum Leben ausreichen....diese Arbeit sollte sich jedoch jeder wert sein. Seine Grundfähigkeiten, sein Selbst auf zu bauen bedeutet letztendlich immer ein moderates Auffangkissen in sich zu tragen dass einen davor bewahrt zu tief ab zu stürzen.
Viele Menschen machen oft den Fehler zu denken dass sie Dinge außerhalb von sich...z.B ne Beziehung oder ein Kind zu haben oder solche Dinge dazu benutzen können nicht mehr deprimiert zu sein..ein fataler Irrtum...und bedeutet zu viel Abhängigkeit..alles was man braucht trägt man in sich...man ist für sich allein betrachtet ein perfekt gestaltetes System dass autonom funktioniert....wenn man innere Störungen erkennt und stetig dran rumwerkelt diese Störungen auch zu beheben.

Stell dich deiner Verantwortung Celeste und arbeite an deinen "Systemsstörungen" (sprich Depressionen)...dann bin ich sicher kannst du deine Lebensqualität verbessern und stabiler halten. Ich habe es geschafft du kannst es an sich auch schaffen..wenn du es dir zutraust und die richtige Schritte machst, dir ggf. professionelle Hilfe suchst und diese annimmst.
Immer dran denken: du bist Architektin deines Lebens und kannst viel mehr rausholen...es liegt bei dir!

Viel Erfolg!
Tyra

Tuesdays Depriformel dass der Mensch dazu geschaffen wurde zu scheitern kann ich nicht zustimmen...der gesamte Begriff Scheitern ist ja relativ...der Mensch wurde meiner Ansicht nach zu gar keinem Zweck geschaffen sondern ist Zufallsprodukt der Evolution und muss zugucken wie er sich mit seinem evolutionärem Rüstzeug so durchs Leben schlägt...ob man das erfolgreich tut oder dabei scheitert hängt (neben der Genetik, den Umweltbedingungen) zu weiten Teilen von einem selbst ab...von der Grundhaltung sich selbst ggü und auch der Grundhaltung der Welt gegenüber.
Wer von vornherein sagt dass er geschaffen wurde um zu scheitern der hat ne leichte Ausrede sich gar nicht erst bemühen zu bemüssen um Erfolg zu haben, der deckelt sich selbst mit dieser tief depressiven Ansicht, die nur zur Realität wird wenn man fest genug dran glaubt und mit diesem Aberglauben dann an der Welt scheitert. Stichwort: self-fulfilling prophecy...Es ist extrem wichtig das Richtige zu glauben..auch an den eigenen Erfolg, dann stellt der sich fast automatisch auch ein....das ist das ganze Geheimnis.

Und was die Fressattacken angeht...man sollte sich für sowas nicht groß kasteien..jedoch auf Dauer zusehen bessere und gesündere Stressverarbeitungsmethoden zu finden...diese Fressattacken sind im Grunde ja sowas wie Autoaggression...und bringen nix..außer weitere Reue und Schamgefühle und sich nachher schuldig und schlecht zu fühlen...lösen auch keine Probleme, sondern verstärken sie im Grunde nur...nähren die Depressionen. Ner Depression muss man jedoch den Hahn abdrehen..oder man bleibt unter ihrer Fuchtel. Daher: was gegen die Sucht und Krankheit tun...Verhaltenstherapie, Skillstraining, Verhaltenstraining, Sportprogramm etc. Von nix kommt da nix..ohne aktives Dagegen angehen folgt ein Absturz nach dem nächsten
 

Hallo Tyra,

schau mal hier: Absturz. Hier findest du vielleicht was du suchst.

hallo tyra
danke für deine zeilen , es ist großteil richtig was du sagst ,aber bitte - , mein mann ist nicht arm + auch nicht mein Babyzither .+ ich suhle nicht in selbstmitleid ,denn ich habe kein gefühl für mich + darum kann ich hier schreiben wie eine einkaufsliste .
ich arbeite an mir + versuche meine werkzeuge ein zu setzen .es gelingt einfach nicht immer . + mein essverhalten hat sich derartig verselbstständig ,das ich fast jede malzeit ausspucken muß ,ohne mein zu tun ,es ist grausam ,ich habe eine hiatushernie entwickelt + ich weiß das ich sehr stark an mir arbeiten muß .ich gehe jeden tag in die aqua-aerobic 45 min power . ist gleich bei mir um die ecke . passt gut .
ich wünsche dir einen schönen tag + sonne im herzen
die ....celeste

 
Hallo Celeste,

Sonne im Herzen zu haben ist für mich kein Problem...aber danke für deine sonnigen Grüße...Die Frage ist nur: wie kriegst du wieder Sonne und Gefühl in dein Herz?

Tschuldige wenn ich das ggf ein zweites Mal frage: was genau hast du gegen deine Depression mit Selbstmordabsicht (den damaligen Selbstmordversuch per Schlaftabletten etc.)getan?

Warst du bereits in einer Klinik? Machst du ambulante Therapien? Lässt du deine Essstörung verhaltenstherapeutisch behandeln?
Das mit der täglichen Aquaaerobic in allen Ehren aber bei akuter Depression und einer massiven Essstörung reicht das natürlich nicht. Und kombiniert mit deiner Essstörung ist der Sport dann ggf. sogar schädlich...hast du das zumindest mit einem Facharzt mal abgesprochen??

Irgendwie scheinst du deine Erkrankung nicht ernst genug zu nehmen scheint mir..ist nur ein Eindruck, ggf. irre ich mich da auch.

Und nochmals: du sollst nicht für dich allein an dir rumdoktorn sondern brauchst fachärztliche Hilfe um mit deiner Erkrankung klar zu kommen. Ist dir das eigentlich bewusst, oder verdrängst du das??

Was genau meinst du mit "deine Werkzeuge einsetzen" was genau sind deine Werkzeuge?

ich wünsche dir ebenfalls einen schönen Tag bzw. dass du den Tag sinnvoll nutzt um wieder mehr Sonne rein zu kriegen.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
danke tyra ,
meine werkzeuge sind ,mich auf beide beine stellen + mir einreden ....es geht wieder vorüber ....oder laut musik hören ....+ am besten ins bett decke über kopf + abwarten .
ich war in therapie + hatte auch ambulante thera....es wurde nur schlimmer ,meine ärzte sind überfordert + haben wenig zeit .
ich war im gefängnis adula in der essverhaltens gruppe . vor ort hatte alles recht gut funktioniert ....hatte trotz dem vielen essen + nicht spucken abgenommen .wurde krank hatte tabletten gekauft + war plötzlich tablettensüchtig ....dabei hatte ich bis dato ,keine tabletten genommen ,außer dulcolax diesen verdacht hatten schon viele leute früher ,selbst am arbeitsplatz . dabei habe ich offensichtlich dissoziiert .selbst merke ich es natürlich nicht .aber mir wurde gesagt ,das ich öfter ein abwesenden eindruck mache .
danach habe ich versucht noch mal ambulant ,aber habe so meine erfahrung bei der suche gemacht + jetzt , nein danke,wenn dann nur noch evtl.klinik .....+ ich habe zur zeit ein neurologen ortho + allg.arzt ....+die reichen mir .
meine zur zeit krankenakte ist so massiv ,das keiner lust hat mich zu behandeln .wurde mir auch gesagt .ich soll sport machen + mich bewegen ,was ich auch tu so gut es geht ,da ich ein nervenschaden am li .bein -wade habe .z.n. arthroskopie ?+ bakercyste .+ vor schmerz einfach umfalle .....lyrika150mg soll dan beheben ?
nun ja ,das ist ein teil von mir + jetzt versuche ich mich selbst aus den sumpf zu ziehen so gut es geht .
die .......celeste
 
Tuesdays Depriformel dass der Mensch dazu geschaffen wurde zu scheitern kann ich nicht zustimmen...der gesamte Begriff Scheitern ist ja relativ.. (...)
Wer von vornherein sagt dass er geschaffen wurde um zu scheitern der hat ne leichte Ausrede sich gar nicht erst bemühen zu bemüssen um Erfolg zu haben, (...)
Stichwort: self-fulfilling prophecy...Es ist extrem wichtig das Richtige zu glauben..auch an den eigenen Erfolg, dann stellt der sich fast automatisch auch ein....das ist das ganze Geheimnis.

Das Geheimnis ist keine Angst vor dem Scheitern zu haben. Es gehört nämlich zum Leben dazu. 🙂

Scheint so, als wäre scheitern für dich so etwas wie eine Katastrophe. Hast du Angst davor, jemals wieder so hilflos zu sein wie in deiner Kindheit? Mir ist aufgefallen, dass du dich und andere unerbittliche antreibst. Es ist ein ständiges: Hast du genug getan? Kämpfst du hart genug? Du musst ... du sollst ... du bist verpflichtet zu ...

Für mich ist das Scheitern eine Erfahrung, die mich stärker macht.

Man kann sich nicht immer mit aller Gewalt dagegen wehren auch mal schwache Momente zuzulassen. Es ist egal, wie oft man fällt, solange man wieder aufsteht.



Warst du bereits in einer Klinik? Machst du ambulante Therapien? Lässt du deine Essstörung verhaltenstherapeutisch behandeln?
Das mit der täglichen Aquaaerobic in allen Ehren aber bei akuter Depression und einer massiven Essstörung reicht das natürlich nicht. Und kombiniert mit deiner Essstörung ist der Sport dann ggf. sogar schädlich...hast du das zumindest mit einem Facharzt mal abgesprochen??

Irgendwie scheinst du deine Erkrankung nicht ernst genug zu nehmen scheint mir (...)

Und nochmals: du sollst nicht für dich allein an dir rumdoktorn sondern brauchst fachärztliche Hilfe um mit deiner Erkrankung klar zu kommen. Ist dir das eigentlich bewusst, oder verdrängst du das??

Ja, Celeste liegt am Boden. Sie ist schwach, verletzlich, ein Häufchen Elend.

Aber wenn man genauer hinschaut, dann sieht man, dass die Frau eine starke Kämpferin ist. Und wenn man liest, was sie schreibt, weiß man auch, dass sie bereits versucht hat sich jede Menge Hilfe zu organisieren.

Die Frau braucht keine Anleitung zum Krieg.

Was sie braucht, ist ein wenig Trost. Wer viel kämpft, ist auch irgendwann mal müde und braucht eine Pause.

Anstatt sie sinnlos mit der Peitsche anzutreiben (und es ist völlig sinnlos. Wenn man kraftmäßig am Ende ist, ist man am Ende!), sollte man sie daran erinnern, welche tolle Lebensleistung sie bereits vorzuweisen hat. Wie stark sie ist.

Wie sagst du immer? Es herrscht Krieg und der Mensch ist ein Wolf. Krieg herrscht in deinem Herzen und darum trägst du es auch weiter in die Welt. Dein Menschenbild ist von deinem gewalttätigen Vater geprägt und bis zum heutigen Tag bist du keinen Schritt weiter.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen einem Kämpfer und einem Krieger! Wir haben die Wahl, wer wir sein wollen.


Tuesday
 
hallo ,
die ___ sich - selbst - erfüllende - prophezeiung ___ muß geübt werden .........da gibt es das wunderbare buch
== anleitung zum unglücklich sein ==
also mein glas ist noch halb voll + ich danke dir tuesday für deine unterstützung ,du bist so geduldig .das ist sehr fremd für mich ,gefällt mir dennoch ......+ tyras worte regen mich immer wieder zu überlegungen an ,was kann ich noch tun ......ich bin zu faul- bequem aus meiner welt herrauszukommen ,die ich mir in den jahren geschaffen habe ,,konfrontation mit anderen .....nein danke .....ich habe tierische angst vor neu ...ich weiß nicht was ich sagen soll ,komm mir sooo dumm vor ..bin kommunikation schon lange nicht mehr gewohnt ....mein wortschatz ist beschränkt ....oh gott ...dabei war ich doch mal so schlau ...habe unterrichtet + war selbstbewußt ohne ende .....wo ist das geblieben ??? ist das normal ,wenn man älter wird ,das einem die vergangenheit mit einer keule umhaut ? ich habe keine erfahrungs werte . im job ,erlebte ich die manifestierte psyche bei den patienten + war manchmal froh wenn sie schliefen ....???
ein wunderschönes wochenende
die ........celeste
 
Hallo liebe Celeste,

schön, mal wieder was von Dir gelesen zu haben!

Hmmm . . . eingeschränkter Wortschatz . . . Kommunikation lange nicht mehr gewohnt . . . ?!?

Also, ICH kann Dir problemlos folgen und empfinde das so, dass Du sehr wohl ganz gut rüberbringen kannst, was Sache ist und wo Du grad so stehst in Deinem Leben!

Und: wo könnte man Kommunikation besser neu einüben als hier?

In diesem Sinne: SO(!!) schön, Dich dabei zu haben! 😉

Bis bald, P.O.G.
 
[...]

@Celeste:
Das Buch "Anleitung zum Unglücklichsein" von Watzlawick kenne ich auch...generell finde ich den konstruktistischen Ansatz der Psychologie sehr gut. Verhaltenstherapie arbeitet z.B unter diesem Ansatz und das mit sehr guten Erfolgen. ich würde dir daher raten erneut einen Ansatz zu wagen. GGf hast du bisher noch keinen guten Therapeuten gefunden...da muss man manchmal etwas länger suchen und sich umhören.

Ich finde es gut dass du offen zugibst dass du ggf. derzeit (was sich hoffentlich bald ändern wird) zu faul und träge und unmutig bist aus deinem derzeitigen Zustand raus zu kommen...jedoch rate ich dir nicht zu lange zu träge zu sein. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und wenn du Leid zur Gewohnheit machst, Trägheit und ungünstige Verhaltensweisen...dann fressen sich diese Gewohnheiten in dir fest und man bekommt sie nur noch sehr schwer los. Hier muss man sich glaube ich selbst ein wenig erziehen und in den Hintern treten können..zumindest in Richtung neuen Therapieversuch, wo einen dann ein Therapeut ein wenig in den Hintern tritt oder netter ausgedrückt: motiviert. 😉 Bei der Therapie kommt es natürlich auch auf die richtige Erwartungshaltung an...realistische Ziele setzen, nicht erwarten, dass Therapie leicht ist oder ein Wundermittel..sondern lediglich ein Mittel dass dich ein klein wenig auf neue Bahnen lenken kann...diese Bahnen verfestigen und konsequent einüben musst du dann natürlich selber.
Mit zu viel Angst vor neu oder verändert sitzt du natürlich in einer Sackgasse fest...aber wenn du deinen Willen zum Leben (und zwar leben mit weniger Leiden) wieder findest wird sich diese Angst automatisch in Luft auflösen. Es verändert sich ohnehin mit oder ohne dein Zutun alles...ohne dein Zutun wahrscheinlich in Richtung Verschlechterung..daher hast du keine Wahl...du musst deine Angst vor der Veränderung überwinden und von dir selbst aus diese Veränderung begrüßen.
Der große Dichter Schiller (er übrigens an sehr grausligen Darmleiden litt..damals wo die Medizin wenig helfen konnte) sagte einmal: wohl denen die die unausweichlichen Notwendigkeiten des Lebens als eigenen Willen ansehen können. Dem kann ich nur zustimmen und dieses Konzept solltest du mal versuchen auf Veränderung hin an zu wenden....schrittchenweise...jeden Tag ein wenig mutiger werden.
Konfrontation mit der Welt nicht scheuen..biologisch und evolutionär bist du bestens ausgerüstet diese Konfrontation sicher zu händeln...musst da nur noch einiges trainieren wie es ausschaut..

Deine derzeitigen Werkzeuge...Kopp unter die Decke stecken, laut Musik hören halte ich bei einer akuten Depression für ineffektiv. Bei akuter Depression ist Klinik angesagt. Und Kombitherapie: psychiatrisch-medikamentös + psychologische Hilfe. PUNKT.
Denn apropos Konfrontation mit der Welt: wovon lebst du? Irgendwie ist man ja doch irgendwem ggü Rechenschaft schuldig und abhängig von irgendwem oder? Irgendwo hat man doch sich selbst ne Verantwortung oder auch anderen Menschen ggü, oder..die Verantwortung sich ein wenig um sich selbst zu kümmern...

Wo dein Selbstbewusstsein geblieben ist?.....das scheint durch die Krankheit (Depression ist ne Hirnerkrankung und wenn unbehandelt bleibst du ggf. wirr, hast Konzentrationsstörungen etc.)und auch durch mangelnde Konfrontation, mangelndes Training gesunken zu sein.
Das ganze Leben ist reine Trainingssache..indem man den Kopp unter die Bettdecke steckt und sich vor der eigenen Verantwortung sein Leben besser und gesünder zu gestalten drückt trainiert man nur eines: sich dem Leben zu verweigern..und im Gegenzug straft es einen mit Krankheit und Leid. Lass das bitte nicht zur Gewohnheit werden... Gewohnheiten sind mächtig...aber dein Wille dich zu verändern könnte (wenn die Depression einigermaßen gedeckelt ist) wieder mächtiger werden. Ich hoffe das sehr für dich.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
hey Celeste (hoffe habs richtig geschrieben)

erstmal wirklich respekt dafür das du so offen hier schreiben konntest und wie ich gelesen habe scheint es dir wieder etwas besser zu gehen das freut mich
ich kenne dich zwar nicht so gut aber man kann trotzdem herraus lesen das du dich nicht unterkriegen läßt sondern immer wieder aufstehst immer wieder kämpfst und nicht aufgibst und das nenne ich kraft


@tyra dir möchte ich da jetzt auch nochmal was sagen deine beitraäge sidn lieb gemeint udn hier und da hast du auch recht doch manchmal braucht man keinen tritt in den A**** sonder ein aufmunterndes wort etwas trost und beistand
und ich denke das hat Celeste (hoffe habs richtig geschrieben 🙄 ) auch jetzt gebraucht und sowas hilft oft mehr als ein auch noch so gut gemeinter ratsschlag


und nochmal zu dir Celeste (oh man langsam krieg ich ne krise das ich es auch richtig geschrieben habe 🙄😱😀 )
also ich finde es sehr schön das du einen mann hast der dir da zur seite steht und wenn er auch "nur" den haushalt macht wenn es dir schlecht geht ich finde man sollte auf die kleinen dinge achten um zu merken das jemand für einen da ist


so in dem Sinne alles gute

und liebe Grüße Bordi
 
@Tuesday:

du hast deine Meinung, ich meine...was ich jedoch von dir unfair finde ist, dass du auffällig oft in Hinsicht auf mich zu "spalten" versuchst..falls dir das ein Begriff ist. Ich bitte dich das künftig zu unterlassen.....denn das bringt der TE auch nix....Hier geht es um keinen WEttstreit darum wer der bessere Helfer ist oder was genau die beste Art der Hilfe ist..ich denke allein die Ergänzung aus vielen Arten der Hilfe ist ganz gut.

also nochmals: du hast deine Meinung ich meine...ich analysiere klar..das hat nix mit Krieg oder Kampf zu tun sondern mit Realitätstraining und Emotionen sachlich ausdrücken damit eine überhitzte oder verwirrte Emotionalität so weit runterkocht die Dinge wieder einigermaßen realistisch zu sehen.
Meine temperamentvolle und engagierte Ausdrucksweise also bitte nicht als Krieg missverstehen...

Nachdem ich nur versuche den Menschen hier Mut zu machen, kann ich nur dann spalten, wenn du andere Ziele verfolgst, zum Beispiel wenn du zum Beispiel Hilfesuchende klein machen würdest und sie entmutigen würdest.



@ Celeste

Zu deiner Essstörung wollte ich dir noch etwas sagen.

Zunächst solltest du mal akzeptieren, dass du krank bist. Wer eine Lungenentzündung hat, kann auch nicht sagen, ich will nie wieder husten.

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Fang also da an, wo sich was ändern lässt; in den Zeiten zwischen den Schüben der Essattacken.

Solange du keinen Schub hast, kannst du gesund leben. Dazu gehören regelmäßige Mahlzeiten, viel Gemüse, viel Obst. Daran kannst du arbeiten.

Für den Schub brauchst du dich nicht zu hassen. Du hasst dich auch nicht für einen Schnupfen oder einen Hautausschlag oder sowas.

Man kann nur versuchen die richtige Medizin zu finden.

Es geht darum Kraft zu sammeln in den guten Tagen. Die kann man dann in den schlechten nutzen.

Die Kunst des Verlierens studiert man täglich. Es gibt immer Rückschläge. Von den darf man sich einfach nicht fertig machen lassen. Das Geheimnis liegt in deinen Gedanken. Solange du nicht denkst, dass du es schaffen kannst, kannst du es auch nicht schaffen. Unsere Gedanken sind unsere Grenzen.

Also musst du dir Situationen schaffen, in denen du kleine Erfolgserlebnisse hast.

Wenn man sich kleine Ziele setzt, ist es wahrscheinlicher, dass man sie erreicht und von einem Rückschritt darf man sich nicht zurückwerfen lassen.

Wenn man die guten Zeiten im Griff hat, werden die Schübe weniger und leichter. Klar, wenn du schwache Bronchien hast und immer schön mit Schal rausgehst, ist die Gefahr kleiner, dass du eine schwere Bronchitis bekommst. Mit der Seele ist es auch nicht anders.

Ich merke, je besser ich in den normalen Zeiten esse, umso seltener kommen die Schübe. Und sie gehen auch schneller wieder vorbei. Hab ja auch schon geschrieben, dass ich einiges jetzt besser im Griff habe. So arbeitet man sich dann halt langsam in ein besseres Leben.


Wie du so schreibst, was du schreibst, was ich mitbekomme, ist es für mich keine Frage, dass du das schaffen wirst. Du bist eine Kämpferin. Nun hast du lange Zeit viel Kraft ins Leben investieren müssen, da ist es doch nicht überraschend, dass die Akkus irgendwann mal leer sind. Das ist aber nicht das Ende. Akkus kann man aufladen und du wirst bald schon wieder kämpfen und es wird dir besser gehen.

Ich vergleiche es immer damit, dass die Seele auf Intensivstation gelandet ist. Niemand würde von einem erwarten, dass er Höchstleistungen bringt, wenn er auf Intensivstation liegt, aber ganz oft wird es von der Seele erwartet. Warum eigentlich? Darf die Seele nicht auch einfach mal krank sein?

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Wenn nicht Höchstleistungen bringen kann, der ist nichts wert. Du hast große Leistungen erbracht und was war der Lohn? Ein Arschtritt, sobald du nicht mehr kannst. Ich mag mich nicht mehr an diesen Werten orientieren. Es bringt mir nichts.

Ich habe so im letzten Jahr für mich erkannt, da erzählen dir Leute, wie toll sie sind, wie weit sie sind, was sie alles erreicht haben, aber wenn du genau hinschaust, merkst du, dass ihr Herz auf der Strecke geblieben ist.

Jetzt fange ich so langsam an diese Menschen konsequent aus meinem Leben fernzuhalten. Es gibt so kalte Menschen, die immer nur auf der Jagd sind. Das ist nicht meine Welt. Und ich glaube, deine auch nicht. Für dich sind auch andere Werte wichtig. In den letzten Monaten habe ich viele Menschen getroffen, die ich respektieren kann, weil sie Liebe und Wärme geben können. Sie haben keine Angst vor dem Leben.

Das fehlt dir noch ein bisschen, glaube ich. Und das ist auch verständlich, weil dir oft weh getan wurde. Mir ging es nicht anders. Ich hatte auch sehr viel Panik. Aber ich merke mehr und mehr, dass ich die miesen Typen alle aus meinem Leben draußen halten kann und je mehr ich selbst die Liebe in meinem Herzen spüre, umso mehr Menschen kommen in mein Leben, die ähnlich fühlen und denken wie ich.

Ich finde, du bist ein ganz besonderer Mensch und du hast viel Licht und Liebe im Herzen. Du wirst deinen Weg gehen. Gib dir selbst einfach Zeit.

Du hast so viele Jahre Leid erfahren. Das lässt sich nicht in einem Tag auflösen. Auch nicht in einem Monat oder einem Jahr.




Tuesday




Hier noch das Gedicht, aus dem ich zitiert habe:


Die Kunst des Verlierens

Die Kunst des Verlierens studiert man täglich. So vieles scheint bloß geschaffen, um verloren zu gehen und so ist sein Verlust nicht unerträglich.

Lerne zu verlieren, Tag für Tag.
Akzeptiere den Aufruhr um Schlüssel, die du verlierst.

Ich verlor zwei Städte, verlor zwei Flüsse, einen Kontinent.
Ich vermisse sie, aber es war nicht unerträglich.

Selbst dich zu verlieren, deine scherzhaften Worte;
eine Geste, die ich liebe.
Sogar hier wird es wahr sein.

Ich werde sehen, die Kunst des Verlierens studiert man täglich.
Auch wenn es einem vorkommt als wär’s (schreibs auf!): als wär’s unerträglich.

Elizabeth Bishop
 

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