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Abneigungen, depressive Störungen, ...

Dann hoffe ich doch, dass es dir dort gefallen hat und erholsam war! Für mich geht es, wenn der Ferienjob beendet ist, für eine Woche in den Schwarzwald zu meinen Großeltern. Da freue ich mich schon sehr drauf! Aber vorher muss leider noch die Arbeit herhalten. Und so richtig motivieren kann ich mich leider nicht mehr. Ich hab es in den ersten drei Wochen genauso gesehen wie du bei deinen früheren Jobs, immer daran denken, was man sich von dem Geld leisten kann. Aber ich stehe jetzt nach der heutigen Aktion wahrscheinlich unser besonderer Beobachtung des Abteilungsleiters. Und ich merke wirklich, wie der Druck steigt... Dieses ganze Familiäre, was der Betrieb letztes Jahr noch auf mich ausgestrahlt hat, ist alles weg... Schon am ersten Tag (heute vor 3 Wochen) hab ich gemerkt, dass irgendwas anders ist. Die Mitarbeiter sind unfreundlicher geworden (wahrscheinlich wegen des gestiegenen Drucks) und ich war am Ende einer Schicht wesentlich kaputter als letztes Jahr. Außerdem wurde eine zusätzliche Nachtschicht (von Sonntag auf Montag) eingeführt, nachdem die Nachtschicht stets nur 4 Tage/Woche dauerte. Die Produktion, die Fließbänder laufen schneller, Verschnaufpausen gibt es keine. Und wehe, du machst einen Fehler, so wie ich heute (und in den letzten drei Wochen hatte ich auch schon kleinere Fehler drin, die dem Abteilungsleiter nicht geschmeckt haben), dann wird der überbezahlte Abteilungsleiter mit den Dollar-Zeichen in den Augen und dem dicken Geldbeutel richtig wütend. Dabei macht der gar nichts, während die anderen 150 Mitarbeiter körperliche Arbeit verrichten müssen und bei jedem noch so kleinen Fehler kritisiert werden. Ich könnte mich so aufregen... Der Mensch, auch die Ferienjobber, müssen so zuverlässig arbeiten wie eine Maschine. Ansonsten gibt's Haue. Dabei kam ich mit dem Abteilungsleiter immer super klar, zumindest letztes Jahr... Aber da war die Arbeit auch noch eine ganz andere (letztes Jahr bin ich oft in der Qualitätskontrolle gesessen, diesen Bereich hat man inzwischen durch eine Maschine ersetzt).

Es ist übrigens auch schon vorgekommen, dass Ferienjobber rausgeschmissen wurden... Und dann kann ich mir den Umzug abschminken, denn ohne finanzielles Polster geht da gar nichts für mich. Ich brauch jeden verdammten Euro, um mir auch während meiner Zeit in München noch meine Schattenseiten gönnen zu können (Fußballspiele und vor allem Konzerte sind heutzutage ja schweineteuer). Ich habe dem Abteilungsleiter eine E-Mail geschrieben, in der ich mich für meine Fehler entschuldigt habe, aber eine Antwort blieb bisher aus...

Herr im Himmel, lass bitte bald 11. September sein...
 
... eine Woche in den Schwarzwald zu meinen Großeltern. Da freue ich mich schon sehr drauf! Aber vorher muss leider noch die Arbeit herhalten.

Tja, erst die Arbeit, dann das Vergnügen ...

Das Leben ist manchmal auch ein ganz schön
"teurer" Coach 😉

Indem du dich selbst ähnlich hart kritisierst
wie der Vorgesetzte das tut, nimmst du einen
Teil des Ärgers weg - kannst es ja mal versuchen.

Gruß, Werner
 
Naja, ich kritisiere mich schon oft genug, das reicht. Mit meinem Vorgesetzten habe ich mich zum Glück auch schon ausgesprochen. Ekelhaft werden die letzten 12 Arbeitstage trotzdem... Einziger Trost ist wirklich das Schweinegeld, das ich dafür bekomme (durchschnittlich 133 Euro am Tag). Nebenbei versuche ich, die Möglichkeit eines Minijobs in diesem Jahr auszuloten. Um mir den Umzug finanzieren zu können, muss ich natürlich 'nen 450-Euro-Job annehmen. Ich dachte bisher aber, dass das erst 2016 geht, weil ich sonst (wegen meines aktuell laufenden Ferienjobs) Sozialabgaben hätte. Hab gestern aber mal bei der Minijob-Zentrale angerufen, sie meinten, es würde ohne Abgaben gehen, wenn ich dabei unter 50 Arbeitstagen bleibe. Ausführlich habe ich es hier geschildert: http://www.hilferuf.de/forum/finanzen/211449-ferienjob-minijob-in-einem-jahr-abzuege.html
Es wäre eine erhebliche finanzielle Erleichterung für mich, bis Jahresende ein um 1000 Euro größeres Polster zu haben.

Aber um nochmal auf das "ich kritisiere mich schon oft genug" zurückzukommen... Dazu habe ich was Interessantes: Das Einzige, was ich in dem Kurs, für den ich mir das Geld habe rückerstatten lassen, mitnehmen konnte, war die "Ich liebe dich"-Übung. Einfach jeden Tag 10 Minuten vor dem Spiegel stehen und zu sich selber "Ich liebe dich" sagen, 10 Minuten am Stück. Klingt sehr komisch, und ich käme mir dabei auch total komisch vor - aber genau das zeigt mein eigenes Selbstbild, da ich mir nicht komisch vorkommen würde, wenn ich 10 Minuten lang "ich hasse dich" zu mir sagen würde. Bei "ich liebe dich" käme ich mir aber sehr wohl komisch vor. Und genau das zeigt das eigene kaputte Selbstbild. Diese Übung werde ich bei Gelegenheiten mal regelmäßig machen, und sobald man sich dabei nicht mehr komisch vorkommt, ist die Übung erfolgreich abgeschlossen und hat ein Stück weit gelernt, sich selbst zu lieben. Ich habe aber selbst gemerkt, wie weit ich davon entfernt bin...

Es ist momentan generell wieder so, dass ich eher wieder eine depressive Phase habe. Ich bin mir aber sicher, dass sie durch den Ferienjob ausgelöst wurde, und daher im September wieder verschwinden wird. Aber momentan ist mein neu hinzugewonnener Optimismus wieder weg. Auch die Tatsache, dass der Umzug nun fix ist, werde ich erst im September anfangen können zu genießen. Vorher muss ich mein Leben dem Job unterordnen. Habe momentan Frühschicht, das bedeutet Aufstehen um 5, wenn ich dann um 14 Uhr daheim bin, falle ich erstmal für 2 Stunden ins Bett und ich bin auch jetzt (um 20:29 Uhr) wieder sehr müde und werde gleich wieder ins Bett gehen... Muss meinen Tagesablauf komplett umkrempeln und bin nur noch müde. Nächste Woche habe ich wahrscheinlich Nachtschicht, das bedeutet, dass ich bereits am Sonntag um 22 Uhr wieder dort antanzen muss, weswegen ich am Wochenende so lange wie möglich schlafen sollte. Somit kann ich am Samstag in der Früh mit meiner Familie nicht ins Schwimmbad, weil ich schlafen und in den entsprechenden Biorhythmus kommen muss. Das letzte Mal im Jahr 30 Grad, und ich bekomme nichts davon ab... Das sind so Kleinigkeiten, die mich dann wieder aus der Bahn werfen. Und ich bin so froh, in München einen Minijob anfangen zu können, dann entfällt das durchgehende Schichtarbeiten in den drei schönsten Monaten des Jahres (Juli bis September) und habe wieder was vom Sommer. Das hat mich letztes Jahr schon traurig gemacht, dass ich kaum was vom Sommer hatte, und dieses Jahr war es noch weniger, da ich noch bis Ende Juli Prüfungen hatte, und mich auf diese vorbereiten musste. Und ich merke, wie ich mittlerweile richtig erschöpft bin, da ich keinerlei freie Zeit hatte (außer 1,5 Wochen zwischen den Prüfungen und dem Arbeitsbeginn). Im Oktober würde noch 'ne weitere Klausur anstehen, aber ich muss erst schauen, wie ich mich im September darauf noch vorbereiten kann, denn die Schwarzwaldwoche brauche ich definitiv als Urlaub... Aber verschieben würde ich die Klausur nur ungern. Ich muss jetzt langsam mal anfangen, ECTS-Punkte zu sammeln. Habe bisher zwar alles bestanden, was ich mitgeschrieben habe, aber ich habe aufgrund der Fahrtzeiten (die ab Oktober ja zum Glück entfallen) schon zwei Fächer nach hinten verschoben, ein Weiteres, welches ich schon bestanden habe, werde ich diesen Winter nochmal wiederholen, da es dringend nötig ist, den Stoff in diesem Fach bestmöglichst zu kapieren, um im Studium keine Probleme zu haben (trotz bestandener Klausur ist mir das Fach trotzdem noch ein Rätsel...). Das heißt, ich bin bereits drei Fächer im Rückstand...

Die Erschöpfung wäre aber trotzdem nicht so groß, wenn die Arbeit entspannter wäre. Aber ich sitze halt nicht im Büro oder am Empfang oder so. Ich muss jeden Tag 8 Stunden stehen und so schnell wie möglich arbeiten, außerdem ist man nonstop einem ungeheuren Lärmpegel ausgesetzt (die Maschinen haben weit über 100 Dezibel). Ich bin zwar jung, und da sollte man schon hart im Nehmen sein, klar, aber ich komme gerade aus einer fünf Jahre lang anhaltenden depressiven Phase (bzw. bin noch immer nicht ganz raus), und da wirkt sich diese Art von Arbeit, auch wenn sie nur sechs Wochen dauert, eben sehr stark auf mich aus, und zwar negativ.

Naja, in Zukunft wird alles besser. Gottseidank. Daran sollte ich mich erfreuen, auch wenn es momentan noch extrem schwer fällt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, in Zukunft wird alles besser. Gottseidank. Daran sollte ich mich erfreuen, auch wenn es momentan noch extrem schwer fällt.

Na, so ganz sicher ist das nicht 😉 - die Zukunft hält
bestimmt auch wieder ihre Herausforderungen bereit,
an denen du dich abarbeiten kannst. Zudem lernst du
bei solchen stressigen Situationen viel über dich und
kannst künftig vielleicht andere Jobs suchen, die dir
eher entsprechen?

Aber ich stimme dir schon zu, dass die äußeren Um-
stände im Verhältnis zur eigenen Belastbarkeit im
Ergebnis entweder Zufriedenheit oder Depression
verursachen können - diese mentalen Zustände fallen
ja nicht vom Himmel.

Darfst du denn wegen dem Lärm wenigstens Ohrschützer
oder Kopfhörer tragen?
 
Jobs, die mir eher entsprechen, gibt es natürlich, nur halt nicht dort, wo ich wohne. In München wäre es was anderes. Aber hier gibt es nur zwei Firmen, die Ferienarbeiter einstellen (und beide machen das Gleiche... Nur dass wir Kupplungslamellen herstellen, und die andere Firma Bremsscheiben). Außerdem war ich ja letztes Jahr schon dort und es hat mir auch gefallen. Dass es mir jetzt überhaupt nicht gefällt, hat wie gesagt damit zu tun, dass sich das Unternehmen seither eben gewandelt hat. Ohrschutz darf man tragen (muss man laut Gesetz soviel ich weiß sogar), aber ich habe mich dagegen entschieden, da sie a) nicht wirklich viel nützen, und b) sehr unkomfortabel im Ohr liegen. Deswegen arbeite ich ohne Ohrschutz. Aber mit Ohrschutz wäre es wie gesagt nicht viel einfacher. Es dämpft vielleicht 10 oder 20 Dezibel, aber bei DEM Lärmpegel in der Produktionshalle macht das auch nichts mehr aus. In einer Disco ist es sicher nicht lauter als an meinem Arbeitsplatz, und das heißt was. Und dass dauerhafter Lärm psychischen Stress verursacht, ist wissenschaftlich bewiesen.

Mein Traum wäre es ja, wenn es in München dann um meinen Minijob geht, in einem Fitnessstudio als Empfangsmitarbeiter zu arbeiten (Sonn- und Feiertags), und dabei Vorteile wie etwa kostenfreies Training (und natürlich steuerfreie Zuschläge, mit denen ich dann sogar über 450 Euro pro Monat verdienen könnte) zu genießen. Ist aber natürlich noch nicht spruchreif.
 
Es dämpft vielleicht 10 oder 20 Dezibel, (...)

Mein Traum wäre es ja, wenn es in München dann um meinen Minijob geht, in einem Fitnessstudio als Empfangsmitarbeiter zu arbeiten (Sonn- und Feiertags), und dabei Vorteile wie etwa kostenfreies Training (und natürlich steuerfreie Zuschläge, mit denen ich dann sogar über 450 Euro pro Monat verdienen könnte) zu genießen. Ist aber natürlich noch nicht spruchreif.

Also vermutlich weißt du das, aber 10 oder 20 Dezibel
weniger sind ein Menge, wie diese Beispiele zeigen:

20 Dezibel: Ticken einer Armbanduhr
30 Dezibel: Flüstern
40 Dezibel: leise Musik
45 Dezibel: übliche Geräusche in der Wohnung
50 Dezibel: Regen, Kühlschrankgeräusche
55 Dezibel: normales Gespräch
60 Dezibel: Nähmaschine, Gruppengespräch
65 Dezibel: Kantinenlärm
70 Dezibel: Fernseher, Schreien, Rasenmäher
75 Dezibel: Verkehrslärm
80 Dezibel: Telefonläuten, Presslufthammer
90 Dezibel: Lastwagen
100 Dezibel: Ghettoblaster
110 Dezibel: Diskomusik, Symphoniekonzert, Motorsäge, Autohupe
120 Dezibel: Kettensäge, Presslufthammer, Gewitterdonner
130 Dezibel: Autorennen, Düsenjäger

Quelle: Geräusche in Dezibel: Vom Ticken der Uhr bis zum Presslufthammer - DIE WELT

Darfst du Musik hören nebenher?

Für den Job im Fitnessstudio drücke ich dir die Daumen,
das klingt echt nach einem tollen Job.

Ich habe mir als Jugendlicher mein Taschengeld übrigens
über viele Jahre mit dem Austragen von Werbeblättern,
Wasserablesen und einem Gärtnereijob verdient, auch mal
bei einer Inventur geholfen oder älteren Leuten im Garten.
Nachhilfe war auch ein guter Job, das habe ich schon in
der Grundschule gemacht 😉
 
Wie gesagt, ich persönlich hatte beim Ausprobieren nicht den Eindruck, dass die Ohrschützer viel dämpfen würden. Und wenn 20 Dezibel das Ticken einer Armbanduhr sind, dann finde ich das auch nicht viel 😉 . Aber danke für die Liste, ich würde meinen Arbeitsplatz bei etwa 110 Dezibel einordnen. Musik hören nebenher ist uns untersagt (wobei ich außer Haus sowieso keine Musik höre), von der Musik würde man aber sowieso nicht viel mitbekommen.

Heute war ein sehr anstrengender Tag und ich werde mich jetzt erstmal in's Bett legen...

EDIT:
Kein Witz: Ich war zu kaputt, um schlafen zu können. Ich lag im Bett und hatte ziemliche Rückenschmerzen... Nicht angenehm. Jetzt nach einigen Stunden geht es aber zum Glück wieder.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gestern habe ich mir einen weiteren, sehr wichtigen Entschluss gefasst: Pornografie-Entzug. Klingt zwar komisch, da ich es in diesem Thread noch gar nicht ansprach, aber ein Youtube-Video, über das ich gestern zufälligerweise drübergestolpert bin, öffnete mir die Augen. Die Symptome sind eindeutig, ich bin pornosüchtig. Wahrscheinlich schon seit Jahren. Nur habe ich es nie bemerkt. Gut, vor ein paar Monaten habe ich schon 2x eine Art Entzug versucht, bin aber immer gescheitert, was wohl mit mangelnder Überzeugung von meinem Plan zu tun hatte. Aber seit gestern weiß ich, wie Pornos auf das menschliche Gehirn wirklich wirken und weswegen es wie eine Droge wirkt. Der Dopamingehalt im Gehirn braucht immer mehr und immer mehr zur Befriedigung, da die bisherigen Dosen nicht mehr ausreichen. Und im Gegensatz zu anderen Drogen ist Pornografie unbegrenzt kostenlos verfügbar. DAS macht es zum Teufelskreis schlechthin. Und die Entzugserscheinungen sind laut Betroffenen die Selben wie beim Nikotin- oder Alkoholentzug. Ich stelle mich schon auf starke Stimmungsschwankungen in den nächsten Wochen ein. Diese sind aber normal, das bedeutet lediglich, dass sich der eigene Hormonhaushalt gerade wieder normalisiert. Auch das Dopamin im Gehirn bildet sich nach einer Zeit neu und reagiert dann wieder auf "normale" Reize. Auch meine erektile Dysfunktion hoffe ich, dadurch wieder in den Griff zu kriegen. Zumindest bin ich längst an einem Punkt angelangt, an dem mich nur noch (bestimmte) Pornos erregen. Ein echtes Mädchen ist für mich schon seit Monaten nicht mehr anziehend. Liegt alles an den Pornos.

Das Masturbieren werde ich für diese Zeit auch komplett abstellen. Mag zwar übertrieben klingen, aber Masturbation ist ja auch immer mit Gedanken verbunden, sofern man sich gerade keine Videos anschaut. Aber auch die Videos, die sich im Kopfkino abspielen, können bereits einen Rückfall auslösen.

Die größte Motivation für meinen Entzug ist das, was andere Betroffene geschrieben haben. Bei fast allen hat sich seit dem Entzug das Selbstbewusstsein stark verbessert, außerdem sind sie motivierter, offener, mutiger, schlagfertiger sind nicht mehr so antriebslos und verändern sogar ihre komplette Ausstrahlung oder zumindest ihre Gesichtszüge. Außerdem nehmen sie ihre Umwelt wieder besser wahr und können sich so auf die WIRKLICH wichtigen Dinge fokussieren. Pornografie hat meine Depressionen sicher nicht ausgelöst, aber ganz sicher begünstigt. Komplett von Pornos loszukommen, könnte eines der Letzten, dafür aber eines der wichtigsten Bausteine auf meinem Weg der Besserung sein. Hab aber keine Ahnung, wie lange das dauern könnte. Einige spüren bereits nach drei Wochen erhebliche Verbesserungen. Bei anderen dauert es drei Monate oder länger. Ich habe mir als Ziel gesetzt, jetzt erstmal bis zu meinem Umzug am 1. Oktober "clean" zu bleiben. Und ab diesem Datum werde ich Pornos hoffentlich sowieso nicht mehr nötig haben, da ich in München hoffentlich keine "Instrumente zum Zeitvertreib" (wie ich es nenne) mehr brauche. Natürlich will ich ab da dann auch echten Kontakt zu echten Mädchen knüpfen, und wenn sich bis dahin durch den Entzug mein Innenleben und meine Ausstrahlung bereits zum Positiven verändert hat, kann das dann sogar sehr hilfreich sein. Genau wie die Tatsache, dass ich dann hoffentlich auch wieder auf normale Reize reagiere, und nicht nur auf den Pornomist. 😉
 
Wie gesagt, ich persönlich hatte beim Ausprobieren nicht den Eindruck, dass die Ohrschützer viel dämpfen würden. Und wenn 20 Dezibel das Ticken einer Armbanduhr sind, dann finde ich das auch nicht viel 😉 . Aber danke für die Liste, ich würde meinen Arbeitsplatz bei etwa 110 Dezibel einordnen.

Die Dezibelliste ist nicht wie bei Temperaturen,
dass Zehnerschritte 10% mehr bedeuten. Ein
Zitat kann das besser erklären als ich:

"Aufgrund des logarithmischen Maßstabs der Dezibel-Skala zeigt eine Steigerung der Lautstärke um 3 dB bereits eine Verdopplung der Schallintensität an. Die Intensität eines normalen Gesprächs beträgt etwa 65 dB, Schreien erzeugt etwa 80 dB. Obwohl der Unterschied lediglich 15 dB beträgt, wird durch Schreien die 30fache Intensität erreicht."
Quelle: Glossar: Dezibel

Wenn du also durch den Schallschutz die Lärm-
belastung am Arbeitsplatz um 10 oder gar 20 De-
zibel reduzierst, wird dein Ohr und dein Hirn dir
das danken 🙂

Für deine Entzugsbemühungen wünsche ich dir
viel Erfolg und erlaube mir den Hinweis, dass es
häufig mehr hilft, nicht nur ein Suchtobjekt aus
dem eigenen Leben zu verbannen, sondern es
gezielt durch Alternativen (Mehrzahl!) zu ersetzen.
Nur eine Lücke zu schaffen führt zu einem Vakuum
und das tendiert dazu, sich durch neue Inhalte zu
füllen, wenn man es nicht selbst tut.

Ich bin gespannt, was du noch über dich heraus-
findest, wenn du dich so großen Herausforderungen
stellst. Auch denkbare Rückfälle sind lehrreich und
du wärst nicht der erste, der an ihnen reift. Als ich
so alt war wie du, gab es (zum Glück?) noch kein
Internet und Pornografie und ihre Scheinwelt hat
mich daher nie wirklich in Versuchung geführt. Bei
mir war es eher die Religion und dann das Geschäfts-
leben. Die Mechanismen sind vermutlich ähnlich ...

Eine gute Woche dir und vor allem erholsamen Schlaf!
 
erlaube mir den Hinweis, dass es
häufig mehr hilft, nicht nur ein Suchtobjekt aus
dem eigenen Leben zu verbannen, sondern es
gezielt durch Alternativen (Mehrzahl!) zu ersetzen.
Nur eine Lücke zu schaffen führt zu einem Vakuum
und das tendiert dazu, sich durch neue Inhalte zu
füllen, wenn man es nicht selbst tut.

In München mache ich mir keine Sorgen, die Lücke in Mehrzahl füllen zu können. Die Möglichkeiten in der Großstadt sind einfach viel größer. Ich hab jetzt einige Freunde in München, mit denen ich mich endlich regelmäßig treffen kann. Außerdem kann ich dann auch endlich Sport machen, wann ich will, und zum Ausspannen kann ich in die Isarauen gehen, die direkt vor der Haustür liegen, oder ich gehe in die Innenstadt und entspanne mich dort (oder knüpfe Kontakte zum anderen Geschlecht 😛). Einzig der September könnte noch problematisch werden durch das Vakuum, das durch das Verbannen der Pornos aus meinem Leben entsteht. Die gute Nachricht ist, dass ich diese Woche doch keine Nachtschicht habe, sondern Spätschicht, und nach der Spätschicht bin ich meistens so kaputt, dass ich danach sofort ins Bett falle. Vor drei Wochen bei meiner Spätschicht war es bereits so, dass ich nur an zwei Tagen unter der Woche Pornos geschaut habe (trotz der Sucht), an den anderen drei Tagen war ich zu kaputt. Selbiges wird in dieser Woche auch wieder der Fall sein. Somit wird es nicht so schwer für mich sein, diese erste Woche im September (und somit die erste Woche meines Entzugs) zu überstehen. In der dritten Septemberwoche bin ich im Schwarzwald und dort gut beschäftigt, in der 4. Woche steht dann mein Umzug an. Einzig die zweite Septemberwoche sehe ich als kritisch an, aber vielleicht habe ich ja zum Abschluss nochmal 'ne Spätschicht.
 

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