Jetzt kommen alles Leute mit Hauptschulabschluss und fühlen sich auf die Füße getreten.
Ich habe auch Abi und finde Deine Einstellung ebenfalls ziemlich töricht.
Ich habe doch gar nicht abgestritten, dass diese Leute auch sehr viel Erfahrung in ihren Ausbildungsberufen und Qualifikationen haben können. Ich weiß es doch sogar, da dieses bei meiner Familie der Fall ist.
Meine Mutter hat Hauptschulabschluss und mein Stiefvater hat keinen Schulabschluss und beide verdienen momentan besser als ich.
Die haben nämlich einen erlernten Beruf. Du nicht. Das macht den Unterschied.
Ich habe nur eingeräumt, dass ich doch sicherlich einen Job für den Vormittag finden könnte, der fest ist und bei dem ich mindestens 1000€ Netto im Monat verdiene.
Wirst Du nicht, weil Du keine Ausbildung hast.
Und dass ich ja immerhin ein gutes Einser-Abi habe (und damit schon qualifizierter als meine Familienmitglieder bin) und einige Monate studiert habe (und da auch Einser-Klausuren schrieb).
Du bist NICHT qualifizierter als Deine Familienmitglieder, weil Du in keinem Beruf eine fundierte Ausbildung hast. Und damit zählt Dein Abi gar nichts.
Eine Ausbildung ist nunmal zwingend notwendig , um einen Beruf ordentlich ausüben zu können. Das kannst Du eben nicht.
Ich versuche nur das positive zu sehen WAS ich habe.
Du hast ein verkrachtes Studium , sonst nichts.
Soll ich bei Bewerbungen etwa jammern und euren Wortlaut verwenden à la: "Ich bin gescheitert!". Das wäre doch unsinnig.
Man arbeitet mit dem was man hat.
Deswegen formuliere ich es so, denn es bringt ja nichts wenn ich mich schlecht mache auf dem Arbeitsmarkt.
Nein. Schlecht machen muss sich keiner. Aber wenn man zu überheblich rüber kommt, will einen auch keiner. Du verkennst Deine Situation komplett.
Einige verlangen auch nur ein Studium weil sie wollen, dass Jemand wissenschaftlich arbeiten kann und etwas über die Materie weiß. Das erfülle ich mit meinen Semestern.
Nur weil Du Literatur studiert hast? Als was willst Du denn arbeiten? Mal abgesehen von den Träumen, die sich wohl momentan nicht erfüllen lassen.
Mit Literaturstudium hat man , auch wenn man es beendet, nicht so viele Möglichkeiten.
Und in einem Studium gibt es mehr Arbeiten, Klausuren und Referate als in den meisten Berufsschulen.
Aber eben nicht die, die Du wohl jetzt brauchst. Nicht auf einen Beruf bezogen. Deshalb heißt es ja auch Berufsschule.
Das ist als würde sich ein Maurer als Metzger bewerben und meinen das könne er auch, weil er ja schließlich auch irgendwelche Prüfungen abgelegt hätte.
Nein, ich will mich hier nicht über Irgendetwas stellen, aber es wäre doch möglich, dass einige die ein (fertiges) Studium verlangen mich dennoch nehmen weil das eher eine formale Sache ist und sie eben nur Jemanden wollen, der recherchieren und arbeiten kann.
Kannst Du das? Als was?
Ja, es ist möglich, dass ich einen Beruf z.B einen Büro-Beruf damit ausüben kann den sonst Realschüler bekommen würden mit einer Ausbildung.
Nein kannst Du nicht, weil Du den Beruf ohne Berufsausbildung nicht ausüben kannst, weil man die braucht, damit man weiß, was zu tun ist. Du überschätzt Dich maßlos und unterschätzt eine Berufsausbildung auch maßlos.
Was genau willst Du denn im Büro machen?
Ja, es ist möglich dass ich dennoch etwas bekomme, denn meine bisherigen Qualifikationen sind ja nicht nichts wert.
Als ungelernte Aushilfe ja. Sonst nicht. Es sei denn Du entschließt Dich bald eine Ausbildung anzufangen.
Es sagt nun einmal etwas anderes aus mehrere Semester studiert zu haben als einige Ausbildungen. Ja, es ist unglücklich dass es bei mir nicht beendet ist, aber warum soll ich nicht dennoch etwas Tolles finden?
Weil Du KEINE Berufsausbildung hast. Und weil ein man in einem Literaturstudium eben nicht die spezifischen Kenntnisse erwirbt, die man für den jeweils spezifischen Beruf braucht.
Wenn jeder alles sofort könnte, bräuchte man keine Berufsausbildungen.
Gerade wenn es um die Thematik Arbeit geht werden einige Leute so "bissig".
Woher kommt das?
Ich habe das auch schon auf anderen Netzwerken erlebt, dass Menschen aus dem Nichts heraus die Thread-Ersteller erst einmal "fertig machen": Sie hätten überzogene Vorstellungen, dies und das ist niemals möglich und "So schon mal gar nicht" und "Wer will dich nehmen?".
Ist ja fürchterlich.
Probier es halt. Ich denke nicht , dass es funktioniert. Aber es steht Dir doch frei es zu probieren.
Und das ist nicht bissig, sondern einfach näher an der Realität.
So bekommen die Leute eher nicht die Motivation sich für etwas Passendes zu bewerben.
Dazu solltes Du erstmal rausfinden, was für Dich passend ist und mal recherchieren, was Du da zu tun hast.
Man muss gucken was klappen könnte.
Wer da etwas weiß und Leute in ähnlichen Situationen kennt, der kann etwas sagen.
Aber oft habe ich das Gefühl, dass einige nur ihren eigenen Unmut loswerden wollen.
Das nicht. Aber Du bis so realitätsfremd und dazu noch überheblich, dass es fast nicht zum Aushalten ist. Jedenfalls wirkt es hier so.
Die Frage ist doch nur ob und wie man etwas finden kann.
Ich wohne in der Großstadt und so schwer kann es nicht sein.
Wenn es nicht so schwer ist und Du recherchieren willst. Fang an. Warum hast Du nicht längst etwas, wenn es nicht so schwer ist? Wenn es so einfach wäre bräuchtest Du ja diesen Thread nicht eröffnen.
Ich habe ein Semester Jura, habe Literatur mit Schwerpunkt Medien/Theater und im Nebenfach Philosophie.
Ich kann Englisch und Deutsch und habe, auch wenn ich darin nicht flüssig bin und einiges vergessen habe, Chinesisch und Japanisch gelernt.
Ich habe während des Studiums im Pressespiegel eines Fernsehsenders gearbeitet.
Ich engagiere mich ehrenamtlich für Tierrettung und Umwelt.
Ich habe Schauspielkurse gemacht, war ein Semester auf einer Schauspielschule.
Ich habe in kleinen Kunstfilmen mitgespielt und selbst welche gedreht.
Ich unterrichte momentan Abiturienten und andere Schüler und gehe auch auf Schulen und gebe Workshops.
Ich habe dort Fortbildungen gemacht und Zertifikate bekommen.
Die Sachen die ich gemacht habe, habe ich soweit gut gemacht, wenn einiges auch nicht "zu Ende gebracht".
Das ist aber nicht NICHTS. Damit kann man arbeiten und es sagt auch Positives über mich aus.
Dann recherchiere wo Du einen Job kriegst und erkläre das den Arbeitgebern. Hier nützt es nichts.
Ich bin froh dass ich trotz all dieser Dinge es immerhin so weit geschafft habe.
Schön und gut. Aber im Moment stehst Du mit leeren Händen da und ohne Plan und einem abgebrochenen Studium, was die Jobsuche nicht grade erleichtern wird.
Ich kenne andere die z.B in ihrer Jugend auch unter Mobbing und Depressionen litten und noch immer bei ihren Eltern wohnen und nicht einmal eine Ausbildung begonnen haben.
Das hat aber nicht damit zu tun, dass Du Dich auch schwer tun wirst , wenn Du nicht irgendwann mal die Realitäten anerkennst.
Ja, man kann mit den Sachen die ich habe arbeiten
Dann solltest Du das auch endlich tun.