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Abgeschlossenes Abitur Wiederholen

dr.superman

Aktives Mitglied
meinte ich ja auch, aber da sagte @Albö... ja,
dass die TE selbst entscheiden soll :)
Einen Dr. med. zu backen, ist sehr übersichtlich, das ist der einfachste Doktor, der zu erreichen ist u.a., da:

- man kann diesen ab circa dem 3. oder 4. Semester anfangen, da man da noch keine Ahnung vom wissenschaftlichen Arbeiten hat,
ist der Anspruch diesbezüglich niedriger. Bei allen anderen muss man erst nach dem Master noch eine Ausbildung in dem Fach drauf setzen, an deren Ende dann die Arbeit steht
Das ist der Grund, warum sich ein Mediziner eigentlich nie "Dr. Mayer" nennen darf, er muss immer "Dr. med. Mayer" schreiben, auch darf er sich im Ausland nicht "Doktor" nennen, da Medizin nicht als wissenschaftliches Studium bzw. die Doktorarbeit nicht als wissenschaftliche Arbeit gilt, ein echter "Doktor" ist beispielsweise im englischsprachigen Ausland ein "PhD", der "Dr. med." entspricht dem "M.D.", der darf aber nur hinter den Namen, nicht davor (wie eben bei uns Master oder Bachelor)
- man hat durch die Kliniken und Praktika Zugang zu Probanden und Daten, etwas, was für die anderen auch oft ein Problem darstellt, jemanden zu finden oder an die Infos ran zu kommen, gerade auch , wenn man in der Industrie oder im Bildungssystem forschen möchte...

Die Mediziner sagen immer, das muss ja so sein, denn sie müssen ja neben der Doktorarbeit auch arbeiten, nun ja, die anderen aber eigentlich auch, es sei denn, man hat ein Stipendium oder so....
wer Medizin studiert, bekommt den Titel auch hin, so er will;

Wie gesagt kann ich nur davor warnen, mit offiziellen Papieren rum zu spielen, das deutsche Rechtssystem hasst das, deswegen schreibe ich das hier nun so ausführlich,
und aus der Praxis heraus kann ich sagen, dass es hier in D genau gar keinen Unterschied macht, ob man den Titel hat oder nicht. Im Ausland ist das anders, da werde ich oft darauf angesprochen oder auch so genannt.
 

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G

Gelöscht

Gast
Ich habe auch den MedAT gemacht. Leicht, den Studienplatz zu bekommen, ist es definitiv nicht, da über 7000 Leute für 660 Humanmedizin-Studienplätze antreten. Das heißt: nicht einmal jeder 10. bekommt den Platz. Das Schwierige an diesem Test ist, dass du ganz einfach besser als die anderen sein musst. Die besten 660 von 7000 bekommen den Platz.
Es ist logisch, dass das nicht ohne intensive Vorbereitung möglich ist. Denn alle, die es ernst meinen, bereiten sich sehr gut vor und du musst, wie gesagt, besser als die anderen sein.
Ich hab's beim 2. Mal geschafft und ich habe wirklich ca. 3 Monate lang jeden Tag locker an die 8 Stunden gelernt. Anders geht das nicht.

Jetzt im Studium kann ich dir sagen, dass wir auch hier Phasen haben, in denen wir lächerlich viel in kurzer Zeit lernen müssen. Und wir haben ständig mündliche Prüfungen. Wirklich stäääääändig! Der Druck ist hoch. Ich find's schon machbar, aber du musst das ganze halt wirklich machen wollen. Es geht vor allem darum, nicht aufzugeben und durchzuhalten.

Wenn du also wirklich Medizin studieren willst, dann solltest du deine Kraft sinnvoll investieren und für den MedAT lernen. Im Studium selbst ist es auch nicht easy. Glaub mir. Und du kannst auch mal ungute Profs haben. Zeit zum Aufregen hast du aber auch nicht wirklich, weil du gleich für das nächste Seminar lernen musst. Zeitweise wirst du nicht einmal zum Schlafen kommen. Du wirst unter Tränen in die mündliche Prüfung gehen.^^ Gehört alles dazu.

Man muss für Medizin nicht hochbegabt sein. Definitiv nicht! Man braucht einfach nur verdammt viel Durchhaltevermögen. Und Auswendiglernen ist vor allem zu Beginn wirklich essentiell. Du musst dich mit Zeug auseinandersetzen, von dem du vorher noch nie gehört hast. Du kannst schlecht mit Wissen arbeiten, über das du noch nicht verfügst. Und Fakten gilt es einfach auswendig zu lernen. Das gilt zB. auch für den Sezierkurs. Du musst jede verdammte Struktur im menschlichen Körper benennen können, jede Arterie, Vene mit ihrem Verlauf, ihren Ästen. Jeden Nerv mit Ästen. Jeden Muskel mit Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion. Faszien, Schichten, Zusammenhänge. Einfach alles. Wie soll das gehen, ohne auswendig zu lernen?

Man sagt ja gemeinhin, dass das Schwierigste am Medizinstudium ist, überhaupt reinzukommen. Das stimmt auch. Aber das Studium selbst ist auch nicht gerade "chillig".

Also überleg's dir und wenn du es machen willst: Mach den MedAT. Es bringt NICHTS dich weiter über dein Abitur aufzuregen. Es interessiert dann sowieso NIIIIIEMANDEN mehr. Ist ja verständlich, dass du dich aufregst. Aber glaubst du nicht, dass es sinnvoll wäre, dann trotzdem mal dein weiteres Leben zu planen?!^^ Deine Abiturnote versaut es dir nicht.
 

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