Anzeige(1)

"Ab 30 gehts bergab!" - Wahrheit oder Panikmache?

Sparkling Emerald

Aktives Mitglied
Das ist Panikmache.

Mit 30 ist man keinesfalls alt und ich stimme den anderen zu, die schreiben, dass weiße/graue Haare und Haarausfall gar nichts über das Alter aussagen, weil das auch schon junge Leute haben können.

Dass es gesundheitlich bergab geht und man sein Alter anfängt zu spüren, war bei mir ab 45 der Fall. Da ist man zwar auch noch nicht alt (ich würde vielleicht mit 80 sagen, dass ich alt bin, ab 60 würde ich mich wohl als älter bezeichnen), aber man merkt schon, dass man sich dem Ältersein bzw. Altsein nähert.

Allerdings denke ich, dass es auch etwas mit der inneren Einstellung zu tun hat. Ich habe eine Kollegin, die 2 Jahre älter ist als ich und somit 54, die immer auf ihr Alter pocht so von wegen...ich bin 30 Jahre älter als die und die, da muss sie mir doch Respekt entgegenbringen, ich bin schon älter, ich kann nicht mehr so usw. und wenn ich das so machen würde käme ich mir nicht wie 52 vor, sondern eher wie 80.
 

Anzeige(7)

D

dirk k

Gast
eher ab 50 :)

ich wurde mit 48 mal gefragt: wann wirst du endlich erwachsen?
meine antwort: gibt mir noch 1 eher 2 jahre.
Kommentar: das wollte ich hören oder etwas mehr.

...

ich stelle mir lebensmittel mit einem haltbarkeitsdatum vor:
diese lebensmittel sind haltbar bis zum 31.12.2016.
um 23:55 noch geniessbar - 5 minuten später nicht mehr.
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Ob es bergab geht definiert sich darüber was oben auf dem Gipfel ist.
Erfahrungstechnisch geht es das ganze Leben lang aufwärts.

Schlimmstenfalls geht es körperlich schon ab 30 abwärts, aber genauso gibt es Menschen, die mit 50 fitter sind als 30 jährige. Der Punkt ist nur: Man muss mit höherem Alter mehr tun! Und die meisten tun eher weniger. Man arbeitet den ganzen Tag, muss sich um Haushalt und Familie kümmern, da ist der Schweinehund groß abends noch Sport zu machen ;)

Viele Menschen resignieren mit zunehmendem Alter auch. Sie haben schlechte Erfahrungen gemacht und sehen die Welt düster. Sie fragen sich warum ausgerechnet sie so "schlimmes" verdient haben und nehmen negatives (auch bei der Gesundheit) stärker war. Wer hat sich mit 15 an einem Zwicken im Bauch gestört? Mit 50 denkt manch einer gleich an das schlimmste und rennt zum Arzt.

Wer ein bisschen Kindlichkeit bewahrt, sich bewegt und geistig aktiv ist, der ist mit über 30 noch total jung - und vielleicht sogar noch im doppeltem Alter.
 

Baffy

Aktives Mitglied
Naja es bleiben dann eben nur noch "20" bis zu ganz großen Geburtstag nich? :D

Ne, Spass beiseite..... Ich bin kurz vor der 60 und das was ich merke ist, das der Körper nicht mehr so will, wie man das gerne hätte. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, das man unter der "30" eigentlich noch nicht reif für die Welt war. Was mit 20 einmal für einen das non+ultra war, gilt 10 Jahre später nicht mehr.
Das Schöne ist, wenn man dann viel Jüngere betrachtet, sieht man sich selbst, lächelt in sich rein und denkt so bei sich: naja, DIE merken das auch noch.

Aussehen vergeht von alleine, aber Herz und Wesen sind viel Wichtiger.

LG
 
L

Leopardin

Gast
Herz, Lunge, Augen - wann beginnt der körperliche Verfall? - Gesundheit


Ich bin in diesem Jahr 50 geworden. Körperlich merke ich das auch mehr als genug. Aber rein mental und emotional geht es mir so gut wie nie. Ich möchte nie mehr jünger sein und bin gespannt, was noch kommt. Für mich wurde es wirklich erst so ab 30 interessant.:)
Na ja, ich bin mit ner Kurzsichtigkeit von -6 Dioptrien geboren worden...
Also begann der Verfall direkt nach der Geburt. :D
 
G

Gast

Gast
Mit 20 konnte ich noch nen Sixpack trinken, nur 3 Stunden pennen und bin trotzdem um 7 Uhr topfit für die Arbeit gewesen.

Heute mit 30+ geht das leider nicht mehr. Sixpack und nur 3 Stunden Schlaf und ich höre nicht mal mehr den Wecker. Es geht also definitiv bergab.
Aber wer will den mit 30 noch sowas machen, das Bedürfnis hat man doch irgendwann hinter sich gelassen.
 
J

Junesun

Gast
Ganz ehrlich, das 30. Lebensjahr war für mich das schlimmste meines bisherigen Lebens, und ja, seitdem ging es bergab!

Ich entwickelte plötzlich jede Menge gesundheitlicher Probleme.
Innerhalb weniger Monate verlor ich einige Backenzähne und hatte dann bald das "Vergnügen" mit einer Teilprothese.
Zudem wurde ein Tumor in meiner Brust festgestellt, den ich kurz nach der Diagnose entfernen ließ. Damit schwand auch gleich ein Teil meiner bis dahin empfundenen Attraktivität, denn es entwickelte sich eine wulstige Narbe.
Heute, 10 Jahre später, kann ich damit umgehen und ab und an, gelingt es mir sogar, sie beim Eincremen liebevoll als "mein Würmchen" zu bezeichnen. Es sieht tatsächlich so aus als liege ein rosafarbener Wurm auf meiner Brust auf.

In dem Jahr bekam ich auch plötzlich Sehstörungen mit Gesichtsfeldausfällen. Der Augenarzt hatte den Verdacht auf Multiple Sklerose und überwies mich zum MRT. Die Ärztin im Krankenhaus, wo das MRT durchgeführt wurde, vermutete dasselbe, als ich ihr meine Symptome schilderte. Bis zur Diagnose verging eine grausame Woche, in der ich kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand. Zum ersten Mal hatte ich Suizidgedanken. Ich suchte notfallmäßig einen Psychiater auf, weil ich so verzweifelt war. Er fragte mich, ob ich suizidgefährdet sei. Ich antwortete, dass für den Fall, dass ich tatsächlich MS habe, ich nicht mehr leben möchte.
Der Verdacht auf MS bestätigte sich nicht, aber ich musste ja weiter nach der Ursache suchen. Im darauffolgenden Jahr bekam ich in einer Uniklinik die Diagnose, dass ich eine unheilbare Netzhauterkrankung habe. Das war natürlich erst einmal ein Schock, weil diese Erkrankung zu einer Sehbehinderung und im schlimmeren Fall zur Erblindung führen wird. Man riet mir zu einem Gentest, falls Kinderwunsch bestehe, da ich mit großer Sicherheit Überträgerin sei.
Mal "eben zwischendurch" bin ich auch noch knapp an einer Blutvergiftung vorbeigeschrammt und es wurde ein Darmpolyp (in meiner Familie ist Darmkrebs verbreitet) entfernt.

Ich wundere mich oft, dass ich heute überhaupt noch lebe. Denke aber, dass ich wie meine Oma nicht besonders alt werde, da ich in jungen Jahren schon so kränklich war.
Es ist auch gesundheitlich nie mehr viel besser geworden. Verschlechtert hat sich auch mein Bronchialasthma und die Arthrose in der Lendenwirbelsäule, wegen der ich schon mit Anfang 30 Physiotherapie bekam.

Mein körperlicher "Verfall" hat sich natürlich auch auf meine beruflichen Werdegang ausgewirkt. Immer wieder war ich aufgrund meiner gesundheitlichen Probleme und deren Auswirkungen auf meine Psyche nicht besonders leistungsfähig. Ich wechselte oft den Job, hatte zwischendurch immer wieder längere Phasen der Arbeitslosigkeit.

Doch ich bin bestimmt kein Paradebeispiel. Die meisten sind doch mit 30 noch kerngesund und leistungsfähig.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
G

Gast

Gast
Ich kenne Leute mit 70 die noch in Vollzeit arbeiten und am Wochenende die Nächte in der Disco durchtanzen.

Wenn du dir zu viel Gedanken über dein Alter machst, übernehmen diese Gedanken irgendwann die Kontrolle über dein Leben und lähmen deine Entscheidungskraft.

30 ist das Alter, in dem man aus der unreifen Zeit zum selbständigen Erwachsenen herangewachsen sein sollte. Diese Entwicklung sollte man mit 30 bereits abgeschlossen haben. Viele haben in diesem Alter bereits eine junge Familie, weswegen die eigene Verantwortung auch stark ansteigt.

Ich finde, dass das Alter von 30 - 40 Jahren für viele Menschen das Alter ist, in dem das eigene Leben erst wirklich gestaltet wird und man gesellschaftlich etwas reißt. Dies erfordert natürlich viel Verantwortungsbereitschaft, aber es müssen eben irgendwann auch die Gleise für die zweite Hälfte des Lebens gelegt werden.
 

Anzeige (6)

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben