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45 Jahre, sozial isoliert und verzweifelt

Hallo
Sport ist gut, die Idee mit dem Fitnesscenter Top. Bewegung ist immer gut, wenn du dich aufraffen kannst.
Nur ganz kurz zu, dass du ne Beziehung möchtest und darin vielleicht die Rettung siehst.
Halte ich für kontraproduktiv. Auf das Warum, geh da später noch drauf ein, da ich im Moment gerade nur kurz Zeit habe.
Dann äussere ich mich auch zu deinen Fragen an mich.

Gruß Jim
 
@JimGmail:

Das Doofe ist nur, dass ich auch Rosazea ("Kupferrose") habe - eine Hauterkrankung, bei der Sport als kontraproduktiv gilt. Ich müsste dann mal sehen, wie ich beides in Einklang bringen kann und die Creme, die ich mir bestellt habe, bei der Krankheit hilft.

Ich kann mir schon denken, was du mir zur Beziehung schreiben wirst. Natürlich weiß ich, dass man auch in einer Beziehung unglücklich und einsam sein kann, aber ich gehe natürlich vom Idealfall aus.

Gruß

Depriman45
 
Hab gerade kurz Zeit.
Beziehung kann in deiner Lage funktionieren.
Aber Beziehung....nichts ist besser geeignet, dass da dann hoch kommt, was man an Leichen im Keller hat. Das ist die Gefahr, wenn sich jemand mit ungeklärten Sachen auf eine intime Beziehung mit einem anderen Menschen einlässt.
Meist treffen sich dann zwei Bedürftige und die greifen sich gegenseitig in die Tasche, und stellen fest, dass die leer ist.
Da kommen dann zwei Menschen zusammen, die können sich gemeinsam unglücklicher machen, als sie es einzeln jemals könnten.
Die beste Vorraussetzung für ne Beziehung ist meiner Meinung nach, wenn man auch für sich alleine sein kann, ohne dass man einsam oder unglücklich ist.
Gruß Jim
 
@JimGmail:

Ich weiß, was du meinst, aber die Frage ist, wie man für sich allein sein kann, ohne dass man einsam oder unglücklich ist, wenn man einsam oder unglücklich ist.
Natürlich ist eine Beziehung zum Scheitern verurteilt, wenn sich dadurch Problematiken aufschaukeln, mir ist allerdings auch klar, dass eine solche Basis nicht gut ist. Vergleichen würde ich das mit einer Selbsthilfegruppe, in der jeder jammert und sich alle gegenseitig runterziehen, ohne konstruktive Lösungsvorschläge zu machen, sondern in ihrer Lage beharren.
 
Es gibt einen großen Unterschied zwischen alleine und einsam.
Im Grunde genommen sind wir zu jeder Zeit mit uns alleine, getrennt durch unsere Haut vom Universum, würde ich es jetzt mal beschreiben.
Klar kommt man damit, wenn man mit sich selbst klar kommt und einem bewußt ist, dass man mit der wichtigsten Person im Leben im Raum ist.
Wenn man das erkannt hat und sich selbst, ohne Wenn und Aber angenommen hat, dann gibt's da keine Einsamkeit mehr, ob man alleine, in einer Gruppe oder in einer Beziehung ist.

In einer Selbsthilfegruppe geht's normalerweise nicht darum, dass man sich gegenseitig runterzieht. Passiert das, dann ist das ungeeignet, um da was zur Besserung zu bewegen.
Sinn ist meiner Meinung nach eher, dass sich Menschen unter Gleichgesinnten besser verstanden fühlen können und dann andere Fragen stellen und diese Fragen zum Nachdenken bewegen.
Ist vielleicht dann nicht geeignet, wenn dann noch das Gehörte zu sehr triggert.
Deshalb sollte vor der Therapie innerhalb einer Gruppe die Einzelsitzung sein.

Gruß Jim
 
@JimGmail:

Mir ist der Unterschied zwischen allein sein und einsam sein durchaus bekannt. Es gibt sogar einen Unterschied zwischen einsam sein und sich einsam fühlen!
Man kann sich auch oder gerade inmitten von Menschenmengen einsam fühlen bzw. einsam sein.
Wenn soziale Kompetenzen vorhanden sind, wenn die Fähigkeit vorhanden ist, soziale Kontakte aufzubauen, dann kommt man natürlich allein problemlos zurecht.

Dass es in einer Selbsthilfegruppe nicht darum geht, sich gegenseitig runterzuziehen, ist hier nicht die Frage. Ich weiß, dass das vorkommt, weil ich selbst schon in mehreren Selbsthilfegruppen war. Es besteht gerade bei psychisch Kranken immer die Gefahr eines gegenseitigen Runterziehens. Fragen zu stellen ist sicherlich richtig und wichtig, aber wenn man es dabei belässt und nicht vorwärts geht, kann eine solche Gruppe schnell zu einer Selbstinszenierung werden, bei der es nur darum geht, Aufmerksamkeit zu erzeugen.
 
Erkläre bitte wie du den Unterschied zwischen einsam sein und einsam fühlen definierst.

Bzgl. dem Sport hättest du zum Stressabbau noch die Möglichkeit es mit Yoga zu versuchen.
Fand ich jedenfalls sehr gut, um runter zu kommen und Stress abzubauen.
Bin damals mit 180er Puls rein und mit 90er raus.
Und Stress gehört ja auch zu den Auslösern der Kupferrose.

Mein Therapeut meinte allerdings, dass es während einer Therapie kontraproduktiv wäre, da es zu viel verdeckt.

Gruß Jo
 
@JimGmail:

Das Doofe ist nur, dass ich auch Rosazea ("Kupferrose") habe - eine Hauterkrankung, bei der Sport als kontraproduktiv gilt. Ich müsste dann mal sehen, wie ich beides in Einklang bringen kann und die Creme, die ich mir bestellt habe, bei der Krankheit hilft.
Du musst nur aufpassen, dass du dich beim Sport nicht zu sehr belastest, so, dass der Puls nicht in die Höhe schießt und/ oder du dich nicht überhitzt. Da wäre Pilates, Yoga, Wandern, Nordic Walking, Wassergymnastik, gemäßigtes Radfahren und sanftes Krafttraining ideal.
 
@JimGmail:

Ganz einfach: Wer ein soziales Netzwerk hat und somit auch Kontakte zu anderen (und nein, ich meine damit nicht virtuelle Netzwerke wie Facebook, wo man ganz schnell ganz viele "Freunde" haben kann), der ist nicht einsam, sondern fühlt sich nur einsam. Wer dagegen sozial isoliert ist und vielleicht nur sporadisch Kontakte hat, der ist einsam.

Nein, zu Yoga fehlt mir die Geduld - ich will das gar nicht erst versuchen. Ich will auch gar nicht zu viel auf einmal machen. Wichtig ist mir erst mal, dass ich meine Hautkrankheit in den Griff bekomme, denn das Äußere spielt ja zweifellos eine große Rolle.

Wie meinte das dein Therapeut, dass Yoga zu viel verdeckt?


@Blaumeise:

Ja, habe ich auch gelesen. Zu viel ist nicht gut.
 
Denke, dass er damit meinte, dass man vielleicht zu gechillt dann ist, wenn man Yoga mit Tiefenentspannung macht und dann kommt da nichts hoch, wenn man die Sitzung hat
 

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