Wenn du sagst, du könntest es allein, wieso machst du es dann nicht?@Blaumeise:
Ja, natürlich will ich aus der Isolation rauskommen - wer will denn schon isoliert sein? Verhaltenstherapie finde ich für mich nicht ideal. Um mich in für mich neue und Angst auslösende Situationen zu begeben, brauche ich doch keinen Therapeuten, das könnte ich auch allein.
In der Therapie wirst du langsam an die angstauslösenden Situationen herangeführt. Es geht ja nicht nur darum, sich der Situation zu stellen, sondern auch darum WIE du dich ihr stellst, damit die Konfrontation auch von Erfolg gekrönt ist und nicht ein Schuss in den Ofen wird.
Eine Verhaltenstherapie ist gerade bei Ängsten am wirksamsten, wenn keine Medikamente eingenommen werden.Außerdem habe ich schon damals Verhaltenstherapie gemacht - allerdings muss ich hierbei erwähnen, dass ich da noch keine medikamentöse Behandlung hatte und ich erst kürzlich Antidepressiva nehme, die ich nun auch wirklich für einige Wochen und ggf. länger nehmen werde, wenn sie bei mir anschlagen. Vielleicht hätte ich das damals schon machen sollen.
Bei der Psychoanalyse und analytischen Psychotherapie hat man nachgewiesen, dass diese so gut wie keine Wirksamkeit haben. Hat auch mein ehemaliger Therapeut bestätigt. Die klassische Psychoanalyse wird auch nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt. Die Psychotherapieleitlinie gibt nämlich vor, dass ein Therapieziel vorzugeben ist. Das ist bei der klassischen Psychoanalyse nicht der Fall. Daher trägt die Kasse nur noch die Kosten für Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Therapie und analytische Psychotherapie.Wenn Therapieformen wie Psychoanalyse nur dabei helfen, die Vergangenheit zu verstehen, warum macht man dann so eine Therapie, wenn sie ja dann sinnlos erscheint und das Leben in keiner Weise positiv verändert?
Es wird zudem auch schwer, heute noch einen Analytiker zu finden. Wenn, dann sind es schon ältere. Jüngere Therapeuten gehen den Ausbildungsweg so gut wie gar nicht mehr. Die Ausbildung ist langwierig und teuer.