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45 Jahre, sozial isoliert und verzweifelt

@Martyn:

Nun, das mit dem Masken aufsetzen würde ich jetzt nicht so verallgemeinern. Wenn dich ein Verkäufer anstrahlt, kann das ja durchaus echt sein und von Herzen kommen, wobei es selbstverständlich im Geschäftsleben wichtig ist, positiv aufzutreten und dem Kunden freundlich entgegenzutreten, selbst wenn dem Geschäftstreibenden das gar nicht so passt.
Es ist mir auch klar, dass wir alle mehr oder weniger eine Rolle spielen - die Frage ist nur, inwiefern diese so gespielt wird, dass sie letztendlich einen negativen Einfluss auf sich selbst hat, weil die Umwelt in Hinblick auf das eigene Verhalten getäuscht wird und falsche Signale erhält. Als ich mal in einer Maßnahme des Jobcenters war, meinte der Dozent, dass ich bestimmt ein glücklicher Mensch wäre, weil ich so strahlen würde. In dem Moment dachte ich "Och du S****" und registrierte, dass ich ein Lächeln aufsetzte, obwohl es mir innerlich ganz anders ging und ich abgekapselt war von meiner Außenwelt, die mich offenbar ganz anders erlebte als ich mich tatsächlich fühlte.

Wie es einem geht... Ja, davon kann ich ein Liedchen singen. Vor allem auf Dating-Portalen gibt es oft die Floskel "Hi, wie gehts?" Und es ist so, wie du geschrieben hast: Das interessiert keine Sau. Ein berechtigtes Interesse gibt es hier allenfalls von Freunden oder Verwandten, aber sonst...

Professionelle Hilfe... wie ich vorhin bereits an "Ondina" schrieb, ist das leichter gesagt als getan. Für mich sieht die professoinelle Hilfe aktuell so aus, dass ich mir ab heute jeden Morgen eine Pille Antidepressivum einschmeiße und nur hoffen kann, dass ich irgendwann bunte Farben sehe - um das jetzt mal zu romantisieren.

"Lebensberatungsstelle"? Noch nie von gehört. Oder meinst du sowas wie den sozialpsychiatrischen Dienst?
 
@JimGMail:

Ich weiß nicht, was Schuldzuweisungen bringen sollen. Ich gebe mir ja auch gar nicht die Schuld an meiner Situation. Und selbst wenn mein Stiefvater mitschuldig daran war, dass ich jetzt so bin wie ich bin, was soll das bringen? Inwiefern bringt es mich weiter, wenn ich weiß, dass ich zu wenig Aufmerksamkeit und Zuneigung erfahren habe?
 
Ich würde es wichtiger finden, dass du tiefenpsychologisch nochmal das Mobbing aufarbeitest.
Glaub mir, das zieht sich wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat durch das ganze Leben.
Ich finde es auch verständlich, dass du schreibst, du weißt gar nicht wie du sexuell orientiert bist.
Du hattest ja in der Jugend gar nicht die Optionen aufgrund der Umstände das überhaupt auszuprobieren.
Daran bist du aber nicht Schuld.
Gewähre dir selbst auch Zeit. Dich setzt doch niemand unter Druck, dass du deine sexuelle Neigung findest.
Wichtig ist doch, dass du liebst und da ist es grob gesagt egal ob nun Männer oder Frauen oder beide.
Sei sorgsam mit dir und gut zu dir selbst.
Du hast viel durchgemacht. Das solltest du nicht unterschätzen und wie es scheint, hattest du in schweren Zeiten wenig Unterstützung von deinen Eltern und hast es dennoch geschafft, denn du bist hier.
Ich finde, du solltest stolz auf dich sein.
 
Du schreibst: "sozial isoliert, leide unter Depris, sozialer Phobie und hege seit einigen Tagen wieder verstärkt Suizidgedanken"

Das können Folgen davon sein, dass als Kind durch die Behandlung durch die Familie der Glaubenssatz gefasst wurde, dass es nicht gut ist, wie es ist und den man als Erwachsener unbewusst noch rumschleppt.
Das innere Kind gibt sich sozusagen die Schuld dafür, wie es von Eltern behandelt wurde.
Die Eltern sind ja die erste Liebesbeziehung im Leben und für das Kind handeln die immer fehlerlos. Wenn die Eltern also fehlerlos handelnd, dann kommt das Kind zu dem Schluss, dass es nur an ihm selbst liegen kann und wenn es anders wäre, dann würden die Eltern es lieben.
Und dann passiert es, dass da der Glaubenssatz entsteht, nicht liebenswürdig zu sein.
Innerer Kritiker usw. machen einem dann das Leben zur Hölle. Und es entstehen dann auch solche Sachen, die du da beschreibst wie Depressionen, Phobien, Suizidgedanken.
(Ging mir bis 42 auch so. Dauerdepristimmung und immer so ein Unwohlgefühl im Bauch)

Es geht übrigens nicht darum, dass du deinem Schwiegervater dann die Schuld zuschiebst, sondern um die Erkenntnis, dass der Glaubenssatz nicht stimmt. Das bringt dann die Befreiung von diesen inneren Dämonen, die die Stimmung versauen.
Gruß Jim
 
@Ondina:

Nein, das Sorgentelefon ist nicht das Wahre. Es mag vielleicht für einen Moment Linderung verschaffen, aber auf die Dauer ist das keine Lösung.
Wer soll denn der Anrufer üblicherweise sonst sein, wenn nicht der Anschlussinhaber? Wie auch immer, ich bin als Anrufer definitiv der Anschlussinhaber.

Wenn mein Sohn oder meine Schwester von meinem Apparat aus telefonieren ist dennoch immer noch mein Mann der Inhaber des Anschlusses.
😉😀

Sozial-psychiatrischer Dienst... hörte sich anfangs gut an, aber nach einem Telefonat ist das auch ernüchternd. Es gibt hier eine Stelle, die auch betreutes Wohnen anbietet. Einmal ambulant (das kommt für mich aber nicht in Frage, weil ich sowohl mit Geld umgehen als auch einkaufen, kochen, putzen etc. kann) und das andere Mal stationär. Im letzteren Fall aber meinte aber der Mann, mit dem ich am Telefon sprach, dass die Einrichtung für mich wohl eher nicht in Frage käme und ich dort nicht glücklich werden würde, weil dort nur geistig UND psychisch gestörte Leute aufgenommen werden. Ich nahm irrigerweise erst mal an, dass eins von beiden zutreffen müsste.
Somit ist also ein Hoffnungsschimmer wieder verpufft - was es allerdings gibt, sind diverse Angebote wie Billard- und Kochgruppe, wobei hier aber immer von Klienten die Rede ist und ich mir unsicher bin, ob ich dann nicht ambulant betreut werden müsste.

Der erwähnte Mann verwies mich an die Diakonie, wo ich einige Male den gleichen Gesprächspartner an der Strippe hatte und einmal an den falschen Ansprechpartner verwiesen wurde, der für Menschen über 60 zuständig war. Also versuch ich's gleich noch mal... So optimistisch bin ich allerdings nicht mehr. Naja, vielleicht wirkt ja mein Antidepressivum, das ich vorhin erstmals eingenommen habe, auch wenn das natürlich keine Kontakte ersetzt.

PS. Die erwähnten Angebote à la Billard- und Kochgruppe kann ich knicken. Ein Anruf ergab, dass momentan keine Kapazitäten frei sind; ich soll noch mal Ende September/Anfang Oktober anrufen. Echt super alles.

Ja es ist alles etwas mühsig und die Praxis erweist sich halt immer wieder als bei weitem nicht so dolle wie die Theorie.🙁
Wie dem auch sei, auch wenn die Erfahrungen alle nicht so prall waren, versuch doch dennoch irgendwie mit jemandem in Kontakt zu bleiben vllt. ergibt sich für dich ja was.
 
Ich hoffe, dass ich durch mein Beispiel des "wie gehts?" nicht missverstanden wurde.
In diesem speziellen Fall, ist häufig die bloße Frage bereits gelogen.
In den verschiedenen Rollen, in die wir tagtäglich schlüpfen, verhält es sich komplexer.

Diese Rollen sind natürlich von jedem selbst erzeugt und entsprechen den eigenen Vorstellungen davon, wie man selbst meint, eine Rolle ausfüllen zu müssen. Somit stellen sie zwar die eigen Persönlichkeit dar, sind aber gewissen Regeln unterworfen, die das Zeigen eines wahren Ichs erschweren.
Klar kann ein Lächeln auch echt sein. Genau wie viele andere Verhaltensweise ebenfalls echt sind. Dennoch würde man sich möglicherweise anders verhalten, wenn es eben nicht diese Vorstellung in unseren Köpfen geben würde, ein antrainiertes Schema nach außen zeigen zu müssen.
Gerade weil vieles einstudiert ist, denkt man oft nicht darüber nach, wie man sich gerade verhält und ob den eigenen Gefühlen entspricht. Ebenso ist auch nicht immer möglich, nach außen zu zeigen, wie es einem geht.
Damit wollte ich aufzeigen, dass es nicht einfach ist, sein "gespieltes" Verhalten abzulegen und auch oft nicht angebracht ist.

Dein Beispiel mit dem fröhlichen Strahlen vor dem Dozenten, trifft ganz gut, was ich meine. Es ist einstudiert und antrainiert, einen bestimmten Eindruck zu erwecken. Also hast du gelächelt und nicht mal darüber nachgedacht, bis du darauf angesprochen wurdest.
Diese Maske aufzusetzen hat vermutlich auch damit zu tun gehabt, dass du gar nicht jedem zeigen möchtest, wie du dich gerade fühlst. Zum Schutz, aus Scham oder weil es den Dozenten nichts angeht. Wenn dem so ist, dann hat dieser Betrug doch sogar etwas positives gehabt 😉

Falls du möchtest, dass die Menschen wissen, wie es dir geht, wirst du wohl nicht nur die Maske ablegen, sondern es auch noch ansprechen müssen. Es gibt nur sehr wenige, die wahrnehmen können wie es anderen geht. Trotz Maske und auch ohne Worte.


Diese Lebensberatungsstellen gibt es überall. Meist von einem kirchlichen Träger zur Verfügung gestellt.
Die geben dir nur eine Sitzung, in der du deine Situation erzählen kannst und versuchen dich dann zu beraten. Das macht schon ein ausgebildeter Psychologe aber du wirst nicht analysiert oder therapiert. Es dient eigentlich nur akuten Notlagen, in denen man schnell nach einer Lösung sucht.
Langfristig ist das nichts aber vielleicht können die dir dort Möglichkeiten zeigen, wie du die professionelle Hilfe bekommen kannst, die du gerne hättest und was genau für dich das Richtige wäre.
 
@Jim GMail:
Was du geschrieben hast, darüber habe ich schon mindestens einmal früher in einer Selbsthilfegruppe gehört. Wie hast du denn deinen Glaubenssatz deines inneren Kindes aufgelöst?

@Ondina:
Wie meinst du das, ich soll versuchen, mit "jemandem in Kontakt zu bleiben"? Ich kenne doch keinen!

@Martyn:
Nee, ich hab dich schon richtig verstanden, habe ja deswegen das Beispiel anhand der üblichen Portale erwähnt.

Schon klar und nachvollziehbar, dass es nicht einfach, sein angelerntes Verhalten abzulegen. Wahrscheinlich verhalte ich mich demnächst auf der Beerdigung von meinem Stiefvater auch wieder so, als ob nichts wäre.
Diese Maske (Lächeln, obwohl mir nicht danach ist) setze ich seit einiger Zeit nicht mehr auf. Ich will das nicht mehr, und es hat mir auch nie irgendwas positives gebracht. Weder Freundschaften noch Beziehungen. Aber wie soll das funktionieren, wenn man down ist? Ein Teufelskreislauf.

Ich weiß immer noch nicht, was für "Lebensberatungsstellen" du meinst. AWO? Caritas? Ich habe da nichts gefunden, was für mich in Frage kommen könnte.

Ich war übrigens vorhin am See spazieren. Wie wunderbar und belebend; vor allem, wenn man auf Händchen haltende, junge Pärchen trifft und auf eins, das gerade auf der Bank poppt.
Ich weiß nicht, was ich noch machen soll, sehe kein Licht am Horizont. Es ist auch nicht so, dass ich in der Vergangenheit nichts versucht hätte; ich war sogar mal der Initiator einer Selbsthilfegruppe - mit dem riesengroßen Erfolg, dass ich da dann das fünfte Rad am Wagen war und es mir noch beschissener ging.
Sozial Isolierte werden nicht alt, wie ich kürzlich gelesen habe (keine 70). Vielleicht gehts bei mir ja noch schneller, wäre zu hoffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Depriman,
ich las in deinem Profil, dass du Musik magst und in deinem Text, dass du gern singst.
Vielleicht könntest du einen Chor finden? Da triffst du sicher ganz nette Menschen, zumindest nettere
als auf einem Porno-Portal 😉

Wenn du von Psychoanalyse sprichst, könntest du dir einen Analytiker suchen. Adressen bekommst du
auch von Deiner Krankenkasse...
Ansonsten wüsste ich nur das, was schon geschrieben wurde.

Gruß, Mondsonne
 
Wie ich den Glaubenssatz auflösen könnte?
Naja, der Leidensdruck war groß genug, dass ich mich dazu entschloß, meinem Hausarzt mitzuteilen, dass ich klären wollte, warum ich immer so müde war und dass ich wissen wollte, warum ich all die Jahre, das alles mit mir habe lassen machen. Das dies nicht normal sei und ich deswegen eine Überweisung zur Psychotherapie wolle.
Darauf hin wurde ein körperlicher Checkup gemacht, um körperliche Ursachen auszuschließen und er schrieb die Überweisung zur Therapie.
Einen Zettel der Kassenärztlichenvereinigung gab es mit dem Hinweis dazu, dort anzurufen, da die büßten, welche Therapeuten auf dem Zettel freie Plätze gemeldet hatten.
So kam ich dann schließlich zu einem ersten Termin, der 5 Tage später stattfand.
Die ersten 3 Sitzungen waren zum Kennen lernen und etwa 10 bis15 Sitzungen hatte ich mich zu dem Glaubensatz durch gegraben.
Es war so, dass in dem Moment, als ich akzeptierte, dass es nicht an mir lag, wie sich meine Eltern mir gegenüber verhalten hatten, zerfiel dieser Kern des Glaubenssatzes, den ich in mir trug. Er löste sich auf und mit ihm fiel mir sozusagen eine riesige Last von der Seele.
Bis dahin hatte ich mich ungeliebt gefühlt und dies war auf meine Kindheit zurückzuführen. Narzismus-störung nannte es der Therapeut.
In den ersten 3 Sitzungen gab er mir Aufgaben und seine Aussagen dazu waren wirklich treffend.
Zu dem Zeitpunkt war ich zwar verheiratet, jedoch die Ehe für mich nicht glücklich und da auch am abkacken.
Meine Kinder, naja...da kam ich mir in der Ehe vor, als wäre ich als Samenspender gut genug gewesen und mehr nicht.
Im Buch "Das schwarze Schaf" beschreibt es der Autor mit der Bezeichnung "Die Mausefalle", in was ich mit dieser Ehe geraten war.
War auch nur einer von vielen Fluchtversuchen, um aus dem Elternhaus, in dem ich mich ungeliebt und nicht beachtet fühlte rauszukommen.
Oha, ist das jetzt viel Text geworden.
Nunja....Fazit ist, dass ab diesem Moment sich alles änderte. Ich hab mich dann einige Monate danach getrennt, hab neue Leute kennen gelernt, es entstanden Freundschaften und der Job passte dann auch, da ich mit den Kollegen auch auskam.
Es war so, dass ich zum ersten mal im Leben Zufriedenheit spüren konnte und ich mich so akzeptiert habe, wie ich bin.
Das war 2011 und ich habe seit dem keine schlechten Tage mehr gehabt.
Vor ein paar Wochen gab es ein Familientreffen und da wurde mir klar, dass ich nicht dazu gehöre und weiterhin von den Eltern und Geschwistern irgendwie ausgeschlossen werde, so wie das all die Jahre lief.
Mir wurden darauf hin in den vergangen Wochen viele Ereignisse in der Herkunftsfamilie wieder bewusst und auch welchen Einfluss meine Kindheit darauf hatte, wie ich bis 2011 Entscheidungen getroffen hatte.
Mich wundert es ja noch immer, dass ich all diese Jahre irgendwie überlebt habe.
Im Moment möchte ich für mich einfach keinen Kontakt zu diesen Menschen, die mir ausser ein Essen und Unterkunft nichts zu kommen ließen und halte Abstand, da es mir damit einfach besser geht.
Warum meine Eltern so waren und so sind, wie sie sind?
Ich habe für mich eine befriedigende Erklärung gefunden.
Sie sind so, wie sie sind und konnten oder wollten es einfach nicht besser machen.
Fazit, sie hatten die Chance eine Bindung zu mir aufzubauen und haben diese Chance einfach vertan. Somit fühle ich da auch keinerlei schlechtes Gewissen, dass mich ihr Schicksal nicht berührt.
Verstehst du jetzt, warum Klärung so wichtig sein kann, damit man seinen Frieden mit der Vergangenheit machen kann?
Gruß Jim
 
@Jim GMail:
Was du geschrieben hast, darüber habe ich schon mindestens einmal früher in einer Selbsthilfegruppe gehört. Wie hast du denn deinen Glaubenssatz deines inneren Kindes aufgelöst?

@Ondina:
Wie meinst du das, ich soll versuchen, mit "jemandem in Kontakt zu bleiben"? Ich kenne doch keinen!

Eben und deshalb musst du versuchen dir welchen über diverse Soziale Träger zu holen auch wenn das Angebot für dich nicht immer so prall ist. Aber wenn du mal krank werden solltest hast du schon mal ein Fuß in der Tür bei solchen Stellen.😉

@Martyn:
Nee, ich hab dich schon richtig verstanden, habe ja deswegen das Beispiel anhand der üblichen Portale erwähnt.

Schon klar und nachvollziehbar, dass es nicht einfach, sein angelerntes Verhalten abzulegen. Wahrscheinlich verhalte ich mich demnächst auf der Beerdigung von meinem Stiefvater auch wieder so, als ob nichts wäre.
Diese Maske (Lächeln, obwohl mir nicht danach ist) setze ich seit einiger Zeit nicht mehr auf. Ich will das nicht mehr, und es hat mir auch nie irgendwas positives gebracht. Weder Freundschaften noch Beziehungen. Aber wie soll das funktionieren, wenn man down ist? Ein Teufelskreislauf.

Ich weiß immer noch nicht, was für "Lebensberatungsstellen" du meinst. AWO? Caritas? Ich habe da nichts gefunden, was für mich in Frage kommen könnte.

Ich war übrigens vorhin am See spazieren. Wie wunderbar und belebend; vor allem, wenn man auf Händchen haltende, junge Pärchen trifft und auf eins, das gerade auf der Bank poppt.
Ich weiß nicht, was ich noch machen soll, sehe kein Licht am Horizont. Es ist auch nicht so, dass ich in der Vergangenheit nichts versucht hätte; ich war sogar mal der Initiator einer Selbsthilfegruppe - mit dem riesengroßen Erfolg, dass ich da dann das fünfte Rad am Wagen war und es mir noch beschissener ging.
Sozial Isolierte werden nicht alt, wie ich kürzlich gelesen habe (keine 70). Vielleicht gehts bei mir ja noch schneller, wäre zu hoffen.

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