Hallo zusammen,
ich möchte euch um ein kleines "Update" benachrichtigen:
Wir sind weiterhin räumlich getrennt und sehen uns jede Woche mindestens 1x. Ich habe mich darauf eingelassen, dass wir uns, sofern es sich anbietet, 2x die Woche sehen. Sie sagte, sie habe die Befürchtung, dass wir uns ansonsten aus den Augen verlieren. Daher wollte ich das nicht zulassen und habe mich darauf eingelassen.
Sie geht weiterhin regelmäßig zum Psychologen und sagt sie arbeite an sich. Tatsächlich versucht sie es, aber es fühlt sich für uns beide an, als würde sie in die Luft greifen. Quasi ohne Plan. Das ist mir natürlich aufgefallen und immer wieder habe ich am Ende doch gesagt in welcher Art und Weise ich mir bspw. Einsicht gewünscht. Beispielsweise ein ehrliche Entschuldigung, Erkennen des Missverhaltens und dem Versprechen es zu ändern. Leider kam das nie in der Art, sondern wenn eine Entschuldigung kam, kamen danach Gründe, warum sie sich so verhalten hat. Aus meiner Sicht steht sie nicht zu ihren Fehlern und ist sich somit letztlich keine Schuld bewusst. Auf meine Frage hin ob sie verstehen könnte, wenn ich nach all den Jahren Schluss machen würde, kam ein klares Nein. Für mich ein Zeichen, dass sie ihre Fehler nicht wirklich bereut. Sehe ich das falsch oder bin ich zu penibel?
Weiterhin will sie es mir beweisen, indem sie wieder zu uns zurückkommt. Wobei sie auch hier mittlerweile über mein Zuhause spricht. Es ist schwierig für mich da weiterhin nein zu sagen. Ich habe Angst, dass sie sich scheinbar ändert und ich wieder Jahre brauche um da daraus zu kommen. Mir fehlt das Vertrauen zu ihr, dass sie sich durch die jetzige Phase hätte zurückgewinnen sollen. Auch begründet sie, dass sie sich über Jahre hinweg wie ein Gast gefühlt hat, weil ihr Name auf dem Klingelschild nicht stand. Ich weiß einfach nicht, wie ich immer auf solche Aussagen reagieren soll. Klar kann ich das irgendwo verstehen, aber sie hat mit mir auch nie darüber geredet.
Sie sieht unsere räumliche Trennung als etwas an, worüber sie jetzt auch klar und deutlich sagt, was auch sie alles gestört hat. Sie hatte die Dinge in der Beziehung nie angesprochen! Natürlich ist das ok, aber immer wenn ich auf meine Themen komme, dreht sie die um. Warum?
Nächste Woche werde ich mit ihr gemeinsam zu Ihrem Psychologen gehen. Ich habe Angst vor dem Gespräch. Angst, dass ich als Tyrann oder Narzisst rüberkomme, weil ich versuche zu lernen meinen Standpunkt zu vertreten. Es ist auch einfach schwer die zu vertreten, weil meine Freundin es schafft diese Standpunkte aufzuweichen. Der Psychologe hat denke ein gutes Bild von ihr. Sie hätte maximale leichte Depressionen.
Kurz zu mir selbst: Ich habe die Zeit genutzt an Dingen zu arbeiten mir zu einem wichtig ist. An der Arbeit wurde ich befördert, habe 8kg abgenommen und treffe mich nun jede Woche mit Freunden. Mein eigenes Leben läuft zurzeit "besser", weil ich mich mehr auf mich fokussieren kann. Vermisse ich sie? Ganz klares Ja. Aber es ist auch ok, wenn es so bleibt und ich alleine bin. Habe ich zurzeit Interesse an einer anderen Frau? Seit unserer Beziehung kam für mich keine Andere in Frage.
Was sollte ich aus eurer Sicht bei dem Psychologen ansprechen?
Lieben Gruß
euer Bernd