Ihr wollt euch an Details aufhängen? Gut, hier habt ihr mehr Details:
Mein Text dient in erster Linie dazu Leute, die in der selben Situation feststecken endlich die Worte zu geben, die sie benötigen, um dieses Kapitel zu schließen. Es bringt uns nichts ewig hinter etwas zu laufen, das wir nicht bekommen können. Wenn es nach anderen geht würden wir noch die kommenden 20 Jahre ohne jegliche Erlösung unglücklich bleiben. Durchhalten kann man auch nur, wenn man ein Ende in Sicht sieht.
Hallo Ungläubiger,
außer Beleidigungen hast du eigentlich nicht viel geschrieben. Deine Wut und deine ausfallenden Bemerkungen bringen dir nichts, außer dass du mal Dampf abgelassen hast. Möchtest du auf deinen Lebenslauf genauer eingehen und was du jetzt machst? Hattest du jemals einen konkreten Berufswunsch? Lebst du jetzt von Hartz IV?
Hast du jetzt ernsthaft 7 Jahre einen Ausbildungsplatz gesucht, aber keinen gefunden und die anderen haben die Schuld? Oder vielmehr: das System?
Ich lese aus deinen Zeilen Wut und Frust und wenig Sinn. Du hast Recht: als Auszubildender ist dein Gehalt nicht besonders hoch und das Gehalt hängt später von deiner Qualifikation ab. Heißt: man muss mal anfangen mit etwas und nicht erwarten, dass es einem zufliegt.
Du hast also aufgegeben, weil du die Personaler nicht erträgst und dir das System mit Bewerben usw. zuwider ist. Wie siehst du dich in 5 oder 10 Jahren?
Ich möchte hier kein Spagat zwischen zahlreichen verwandten, oder völlig kontextfreien Themen machen, weshalb ich es bei "Ausbildung" und nur bei Ausbildung allein belassen will. Wovon ich nun lebe und wo ich mich in zehn Jahren, oder in einer Stunde glaube zu sehen hat mit diesem Thema ebenfalls wenig zu tun, wie die Frage, was ich heute Abend essen werde.
Natürlich kennen mich die Leute hier nicht, weshalb es ihnen leichter fällt anzunehmen, dass es an mir liegt und nicht an sonst jemand anderem. Gut, gehen wir mit dieser Annahme: Es ändert trotzdem nichts an der Aussage, dass es der beste Zug wäre mit dem Thema Ausbildung abzuschließen. Denn anscheinend bin ich nicht dafür gemacht. Da ist jedoch ein riesen
aber! Ich weiss nämlich sehr gut mit was für Leuten ich zu tun hatte. Im Gegensatz zu dir weiß ich auch, wie ich mich angestellt habe und was meine Beweggründe waren. Interesant finde ich gerade den Gedanken, warum du statt mir meiner gesetzte Prämise mitzugehen, dass andere Schuld an meiner Situation sind, lieber annimmst, dass ich sie allein trage.
Du scheinst auch keinen Sinn für meinen Zorn und Frustration zu erkennen. Allein diese Aussage reicht aus, um zu zeigen, dass du weder aus eigener Erfahrung spricht, noch genug defür Interesierst, um darüber nachzudenken. Anscheinend kannst du absolut nichts von dem, was ich schrieb nachvollziehen - warum reagierst du dann überhaupt darauf?
Kein Mensch zwingt Dich, einen Beruf zu ergreifen, der eine abgeschlossene Ausbildung voraussetzt, wenn Du Deinen Lebensunterhalt anderweitig sicherstellen kannst. Willst Du selbständig arbeiten? Oder in einem Bereich als Ungelernter, wo keine Ausbildung benötigt wird?
Du musst nicht physich dazu gezrungen werden – es reicht schon aus, wenn man ununterbrochen davon redet, damit du jeden Abend und Morgen mit dem Gedanken im Bett liegst, dass du keine Ausbildung und damit auch keine sichere Zukunft hast.
Nebenjobs. Leihfirmen. Wenn ich es schaffe meine alten Kontakte erneut zu knüpfen – verkaufe ich vieleicht wieder dies und das. Was anderes habe ich nicht in der Hand - werde ich auch nie haben. Vor allem werde ich meinen Lebensunterhalt auch nie „sicherstellen“ können. Meine Lebenstandarten sind mitlerweile so niedrig, dass ich fast meinen kann, dass ich auch nicht mehr benötige, als ein weiches Bett und eine wahrme Mahlzeit.
Ach, wie leicht man es sich doch machen kann, wenn alle anderen Schuld sind, nur man selbst nicht. Das ganze Pamphlet liest sich wie eine Rechtfertigung für dich selbst, endlich einen Strich unter die Ganze Sache machen zu können.
Ist ja deine Entscheidung und die steht dir zu - aber dann sei doch bitte ehrlich zu dir und verdrehe nicht die Tatsachen so und leg es dir zurecht, wie es gerade passt.
Ich glaube nicht, dass du das lesen willst, aber aus eigener Erfahrung kann ich dir widersprechen. Ich hab meine Erstausbildung mit 28 angefangen und mit 31 beendet - mit einer Finanzierung meiner Eltern und einer nebenberuflichen Tätigkeit. Ich bin seitdem (5 Jahre) im gleichen Unternehmen und habe 5 weitere Auszubildende in einer ähnlichen Altersklasse einen ähnlichen Weg gehen sehen.
26 - Finanzierung durch Eltern, da wieder nach Hause gezogen
27 - Finanzierung durch BAB
25 - Finanzierung durch Nebenjob
29 - Finanzierung durch BAB
26 - Finanzierung durch BAB
Klar, das passt natürlich nicht zu deiner Entscheidung - allerdings finde ich es immer schade, wenn man Menschen in ähnlichen Situationen mit solch einer klar gefärbten, vollkommen unsachlichen Schilderung den Mut nimmt.
Und ach ja: Alle oben genannten Kollegen sind mittlerweile fertig und, huch, arbeiten immer noch bei uns - passt ja auch irgendwie nicht zu deiner "Faktenlage"
Das bedeutet im besten Fall, dass der Amt bei euch zu irgendetwas taugt. Jedenfalls, dass diese aufgezählten Menschen davon profitieren konnten. Du könntest mir dennoch nicht beweisen, dass meine Bewerbungen, die an die selbe Firma gerichtet sind jemals, auch in 10 Jahren nicht angenommen werden, selbst wenn dein Leben auf dem Spiel stünde.
Wir können es ja testen. Das Jahr 2019 hat noch nicht angefangen. Ich bin bereit die Wette einzugehen, wenn du es bist.
Ansonsten sind deine Worte leer und deine Argumente irrelevant. Du und deine Kollegen eingeschloßen habt es erfolgreich überstanden. Glückwunsch. Gut für euch. Was wäre aus euch geworden, wenn ihr nicht in dieser Firma eingestellt worden wärt? Hätten ihr euch mit 35 immer noch beworden, während ihr euch mit dem Gedanken den Kopf Ge**** hättet nicht eingestellt zu werden? Zweifelhaft.
Zweifelhaft halte ich auch, dass eure Firma weiterhin feste Einstellungen für ihre Azubis anbieten können. Wenn ja, leben wir nicht einmal in der selben Dimension. Ausser der Haken an der Sache ist ein schauderhaftes Geheimnis über das man vertraglich geschützt schweigen sollte. Wer weiss, vielleicht reden wir hier von einem riesigen Schlachthof voller gequälter Tiere. Da kannst du natürlich so viele „Fleischer“ einstellen, wie du willst, denn im Gegensatz zu freiwilligen Menschen, die das gerne tun würden, wird es an Arbeit in diesem Betrieb nicht mangeln.
Jetzt bin ich daran interesiert zu erfahren, was dich und deine aufgezählten Kollegen so lange aufgehalten hat eine Ausbildung zu beginen. Faulheit? Die fehlenden Gründe? Unfähigkeit im Beruf zu funktionieren? Eine notwendige plastische Chirurgie? Oder war es doch die Ignoranz der Arbeitgeber? Du kannst dir nach dem diese Zeit hinter dir liegt einreden, dass du eingestellt wurdest, weil du so ein krasser Typ bist und ein jeder, der den selben Weg geht wie du, mit dem gleichen Preis belohnt wird. Doch wahrscheinlicher ist eher, dass du das erlebte Glück nicht rekreieren könntest, wenn du dazu gezwungen wärst. Ausser es ist ein Schlachthof...
Ich glaub du siehst das zu negativ.
Viele Menschen machen auch die Ausbildung, weil es ihnen Spaß macht und sie die Arbeit gern machen.
Schwer ist nur herauszufinden was man gerne macht.
In der Phase stecke ich auch. Aber was geben tut es bestimmt.
Ich würde ganz gerne ausreichend Geld verdienen, ohne nebenbei Gras und Ecstasy verkaufen zu müssen. Jeden Sommer sehe ich die Motoradfahrer auf der Straße. Würde mir gerne ein gutes Motorrad kaufen, weil ich mir vorstelle, dass es Spaß macht, doch ich kann mir nicht einmal die Motorradkleidung leisten. Macht nichts, es ist nur Luxus und kein Bedürfnis. Doch, ich kann kann mir nicht einmal neue Straßenschuhe leisten, ohne bedeutende Abstriche zu machen. Und
das ist, was ich als Armut bezeichne. Nein, mein Freund, wenn dich die Frage beschäftigt, welcher Beruf Spaß macht – stecken wir ganz bestimmt nicht in der selben Phase. Imgrunde könnten sich unsere beiden „Phasen“ nicht noch weiter voneinander unterscheiden. Ausser dir geht es so schlecht, dass du niemandem damit zur Last fallen willst – dann haben wir zumindest etwas in unseren „Phasen“ gemeinsam.
Ganz ehrlich?
Es ist ja schön und gut, wenn man mal alles raus lässt, aber bei deiner Einstellung kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Ist es dein verdammter erst, dass du mir alles aufzählst, was ich nicht haben werde, wenn ich kein geregeltes, ausreichendes Einkommen habe... Dir wird nun sicher die Bierflasche aus der Hand fallen, wenn du das liest, also sag nicht ich hätte dich nicht gewart: Wir träumen nicht alle von einer sinnfreien Weltreise, oder einem dicken Wagen und nicht jeder träumt, oder gar hällt es für möglich eine Familie zu gründen, oder jemals in Rente zu gehen. Wenn du mal die Rechnung machst hat sich das Thema Rente bereits in meinem Alter erledigt. Ohne die eigenen Ersparnisse, oder Kinder, die einem unterstützen ist die Klappe zu und der Affe ist erstickt. Scheiße, was erzählst du mir da von einer eigenen Familie – momentan kann ich mir eine Beziehung mit einer Frau nicht einmal vorstellen, da ich in meiner eigenen Selbstunzufriedenheit im wahrsten Sinne des Worten sterbe. Wenn du dir schon selbst zu viel bist, kannst du niemand zweites ertragen. Selbst Leidensgenossenschaft ist eine Zumutung, wenn das geteilte Leid den eigenen Kummer verdoppelt.
Es liegt vielleicht am Aufbau der Bewerbungen? Beim Aufbau der Bewerbungen... Vielleicht an meinem Auftreten? Vieleicht bin ich zu anspruchsvoll? Oder
vielleicht solltest du mir einfach nur glauben wenn ich dir sage, dass niemand einen F*** für einen Bewerber gibt, der sich um eine Ausbildung bewirbt? Ich habe einen Kumpel, der sich alle Paar Wochen ein längeres Wochenende gönnt in dem er sich krank schreiben lässt. Er passt wohl ganz gut ins Betrieb. Und gearbeitet hat er vorher auch noch nie, demnach glänzte sein Lebenslauf, was ihn von allen anderen Bewerbern abhob. Ich habe nicht vor dir alle Beispiele aufzuzählen, doch glaube mir wenn ich dir sage, dass du sehr wohl Glück hattest in dem Betrieb eingestellt zu werden, wo du deine Ausbildung abgeschlossen hast. Du solltest mir auch glauben wenn ich sage, dass meine Bewerbungen über die Jahre hinweg so oft von „Experten“ überarbeitet und verändert wurden, dass ich verstanden habe, dass ein jeder glaubt zu wissen, wie eine perfekte Bewerbung auszusehen hat.
Du musst dich erst einmal hinsetzen und mehrere Minuten darüber nachdenken, was es bedeutet sich für so lange Zeit zu bewerben. Das hast du nämlich nicht getan, denn sonst würdest du nicht einmal darüber spekulieren, ob ich noch irgend eine Art von „Anspruch“ gegenüber Berufe, Betriebe, oder deren Chefs habe. Mir ging es von Anfang an nur darum nach der Ausbildung halbwegs finanziel unbeschwert über die Runden zu kommen. Das soll nicht bedeuten, dass ich alles tun würde, oder könnte. Wer Menschen so wenig leiden kann, wie ich, der ist zB. als Altenpfleger völlig deplatziert. Darüberhinaus kann ich alles andere ertragen. Und das ist genau mein Leitsatz: Ein Beruf sollte erträglich sein – Spaß solltest du Zuhause suchen und die Antwort für den Sinn deiner Existenz wird dein Beruf nicht liefern können.
Wenn mich der Personalchef persönlich anruft, um zu fragen, ob ich mich für ein Bewerbungsgepräch interesiere und ich daraufhin sogar probe arbeite – sollte er auch imstande sein die Gründe zu nennen, warum ich nicht eingestellt wurde. Erst Recht, wenn das Gepräch gut ablief und die Probearbeit auch keine erkennbaren Markel aufwies. Die verantwortlichen Personalchefs in diversen Betrieben waren oft nicht einmal interesiert genug, um selber nachzuschauen, wie ich arbeite. Sie hätten einfach nur die dortigen Arbeiter fragen müssen, die mich arbeiten sehen haben und mit denen ich mich prima verstanden habe.
In manchen Fällen gab es in den jeweiligen Betrieben nicht einmal genug für die dortigen Arbeitnehmen zu tun, sodass ich mich mehr als einmal gewundert habe, dass sie überhaupt ausbilden. Vor allem im Lager ist nichts als Eierschaukeln angesagt. Für Menschen mit Ansprüchen wäre das definitiv nichts.
Manche Filialleiter in Einzelhandelsläden beissen sich mit ihrer Dämlichkeit selbst in den A****, denn die wissen anscheinend nur das, was auf den Zetteln steht und können nur das wiederholen, was sie auswendig gelernt haben. Wenn ich ihm zB. danach frage, nach welchen Merkmalen er in einem Bewerber sucht und er meint, dass der Bewerber ins Team passen soll stelle ich ihm gerne die Zusatzfrage, was sein Team ausmacht. Mitlerweile weiss ich, dass er entweder erst dämlich in die Gegend schauen, oder direkt krampfhaft versuchen wird das Thema zu wechseln. Zugegeben, die ersten Male hat mich das noch recht amüsiert. Zeigt allerdings auch, dass der Scheißer nur ein Zettelschieber ist, der weder weiß wovon er spricht, noch eine ernstzunehmende Rolle in dem jeweiligen Betrieb verkörpert. Man sollte nicht Menschen für Bewerbungsgepräche einsetzen, die nie in dem beworbenem Beruf gearbeitet haben, sonst sind solche Momente vorprogrammiert. Diese Leute sitzen auch gerne eine Stunde da und reden um den heißen Brei rum, statt den Bewerber im Betrieb herumzuführen. Die Uniformen/Anzüge der jeweiligen Firmen haben sie auch noch nie getragen - sie sind ausgebildete Zeitverschwender.
Sieh, du kannst es drehen und wenden, wie du willst, doch nach meinen zahlreichen Erfahrungen zufolge existiert kein nennbarer Grund, um nicht eingestellt zu werden.
Kann ja jeder machen, wie er möchte. Aber wenn jemand Sozialleistungen auf Kosten anderer erhält, weil er nicht arbeiten WILL, dann finde ich das nicht gut. Natürlich ist das Leben nicht gerecht und es gibt viele Menschen, die sich unterbezahlt fühlen, aber das rechtfertigt nicht, sich auf Kosten anderer gehen zu lassen. Ich möchte keine ansprechen. Jeder, den es betrifft, kann es sich denken.
Gretta
Du geht davon aus, dass ich nicht arbeiten WILL und vom Staat lebe. Du würdest damit halbwegs Recht behalten, wäre ich von meiner Familie ausgestoßen worden. Fakt ist, dass ich immer nur wenige Monate und nie 3 Monate am Stück gearbeitet habe. Von März bis August musste ich demnach arbeitslos und auf Abruf bleiben, damit ich auf die potenziellen Praktika und Probetage reagieren kann. Man kann nicht, wie man sich das vorstellt einfach zum Chef gehen und sagen“hör mal, ich mache bald ein Praktikum/Probearbeit und werde die Tage nicht herkommen“. Entweder du arbeitest dort bis zum Ende des Monats, oder du kündigst und bekommst keine Bezahlung. So einfach ist das.
Eine Information, die dir vermutlich fehlt ist, dass schnelle Reaktionen, gar irgendwelche Reaktionen auf Bewerbungen nicht zu erwarten sind. Ich könnte noch dieses Jahr Bewerbungen zu Ausbildungsbetriebe abschicken, die sogar Stellenbeschreibungen für das kommende Jahre online gestellt haben, doch im besten Fall bekommst du Absagen mit den Worten, dass sie noch keine Bewerbungen annehmen. Dir rollen dir Zehnägel hoch wenn du vorgefertigte Absagen erhällst, die ausdrücken, dass sie sich für jemand anderes entschieden haben, obwohl das unmöglich der Fall sein kann, weil es bedeuten würde, dass die Sache bereits gegessen war, noch bevor die Stellenbeschreibung online ging. Da kann der Bewerber sich einreden, dass er sich durch die verwendete Bewerbung nicht für die ausgeschriebene Stelle qualifiziert. Doch ich weiss es mitlerweile besser...
Wenn du Zusagen für Bewerbungsgepräche erhällst, wird von dir erwartet, dass du sofort darauf reagiert, ganz egal, ob das Betrieb mehrere Monate darüber meditiert hat, oder nicht. Wenn die Personalchef meint dich unbedingt telefonisch erreichen zu müssen, obwohl er deine Email Adresse hat, stehen die Chancen gut, dass du die Gelegenheit verpasst, da du dein Telefon nicht mit ins Klo nimmst und auch nicht alle 30 Minuten auf dein Handy schaust, wie der Rest deiner Altersgruppe.
Deine Annahme ist aber sehr interessant. Von der Sozialhilfe zu leben bedeutet nicht unbedingt, dass du nicht arbeiten willst, sondern auch (sehr oft, möchte ich meinen), dass du nicht kannst. Als nebeninformation möchte ich noch hinzufügen, dass ich nicht lange auf Staatshilfe angewiesen sein könnte, da ich dank meinen Großeltern und ihrer bahnbrechenden Idee keinen deutschen Ausweis habe. Man würde mich früher, oder später dazu drängen entweder eine Arbeit zu finden, oder das Land zu verlassen, unabhängig der Tatsache, dass ich hier geboren wurde und zur Schule ging. Was nur einer von mehreren wichtigen Gründen für mich dargestellt hat eine Ausbildung zu beginnen und fest eingestellt zu werden, damit ich überhaupt erfolgreich einen Antrag für die deutsche Staatsbürgerschaft stellen kann. Ich befürchte nämlich, dass ich früher, oder später ein riesen Problem damit bekommen werde. Ich habe Griechenland immer nur als ein Problem betrachtet. Ironischerweise ging es diesem Land immer so schlecht, wie mir, was ich sehr interesant finde. Jedes Mal wenn ich glaube, dass die Dinge sich langsam zum besseren wenden, doch trotzdem in einem riesen Haufen dampfender Scheiße endet - passiert das gleiche mit Griechenland. Seit mehreren Tagen brennt die hälfte von Griechenland auf der einen Seite, während die andere Seite vom Flut überschwemmt wird...
Hallo,
welche Ausbildung hätte Dich in den sieben Jahren denn interessiert?
Zur Zeit ist es wohl so einfach wie selten, eine gute Ausbildungsstelle zu bekommen. Womit ich Dir Deinen - bestimmt berechtigten - Frust nich kleinreden möchte.
Vielleicht liegt es an Deinem Wohnort/Einzugsgebiet?
Alles Gute
Ich wohne nahe Bremen. Mit Bremerhaven und alle umliegen Kleinstädte zusammengezählt leben hier vielleicht 1 Million Menschen. Du kannst dir sicherlich denken, was das bedeutet. Ganz egal wonach du hier suchst, du wirst es nicht finden. Wenn du zB. etwas bestimmtes kaufen willst, musst es erst einmal aus einer anderen Stadt geliefert werden. Du willst eine Wohnung? Viel Glück dabei eine zu finden. Wenn du eine findest, ist sie eine überteuerte 1 Zimmer Wohnung, mit Wänden aus Papier, die von alten, intolleranten, aggresiven Menschen vermietet wird. Du suchst nach Arbeit? Stell dich hinten an. Du hast eine gefunden? Okay, wo ist der Haken? Ah, das ist er!
Ich persönlich habe nie so lange am Stück gearbeitet, um überhaupt über Urlaubstage nachzudenken, doch nach Worten anderer zufolge soll der größte Haken daran bestehen, dass du entlassen wirst, bevor du deine Urlaubstage einsetzen kannst. Nach einer Woche soll man dich frech anrufen, um nachzufragen, ob du nicht wieder arbeiten möchtest. Die Taktik soll sicherstellen, dass du durch deine Entlassung das Recht auf Urlaub verlierst. Das halte ich für sehr glaubhaft. Allerdings habe ich ganz andere Probleme, als über meine Urlaubstage zu sorgen, doch wer mich wegen so einer Scheiße entlässt, den wird man nie wieder sehen – das schwöre und verspreche ich hier schriftlich. Um darüber hinweg sehen zu können verfüge ich nicht die notwendige Lebensfreude.
Ich habe keinen speziellen Berufswunsch. Mir ist alles recht, solange ich keine Menschen bedienen, pflegen, verazten, oder Tiere quälen muss. Wo ich das gerade aufzähle... Meine perfekte Berufsvorstellung wäre Tiere zu bedienen, pflegen und zu verarzten, währen ich Menschen quäle. Ich benenne diesen Beruf als „Fachkraft für misanthropischer Tierfreund“.