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25 und noch keine Beziehung gehabt

Eher nicht 😅 Kommt ganz stark drauf an, wer den Kurs leitet und was einem beigebracht wird. Klassisches Coaching im Pick-Up-Stil ist meiner Ansicht nach in die Jahre gekommen und damit werde ich nicht die Frauen anziehen, an denen ich interessiert wäre.
Da wird ein Flirt-Kurs vorgeschlagen und du denkst an Pick-Up-Methoden. Du hattest noch gar keine Beziehung, machst dir aber schon Gedanken um Beziehungsprobleme. Du siehst dich als unerfahren, bist es aber eigentlich gar nicht. Du bist erst 25, siehst dich aber als alt.

Ich glaube, dass diese negative Denkweise bei dir eine zentrale Rolle spielt. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass du dir selbst gute Dinge nicht gönnst. Dann wären wir wieder beim Selbstwertgefühl. Oder aber du fürchtest Enttäuschungen so sehr, dass du dir die Dinge im Vorhinein schlecht redest, damit du nicht enttäuscht wirst. Vielleicht auch der Grund, warum du nur sehr wenige Frauen attraktiv findest. Dann klappt es sowieso nicht.

Man kann an diesen Dingen arbeiten. Das kann man tiefenpsychologisch tun, was man normalerweise nicht allein schafft. Aber man kann auch ganz einfache Techniken anwenden, um den Blick auf die Welt und sich selbst zu ändern. Was für dich passt, musst du selbst herausfinden, aber es wurde bereits Literatur vorgeschlagen. Teilweise gibt es zu den Büchern auch zusätzliche Arbeitsbücher. Da könnte man ansetzen.
 
Naja, man muss ja nicht unbedingt eine Standardbeziehung führen. Zärtlichkeiten austauschen und gemeinsame Aktivitäten sind ja nicht verkehrt, wenn man nicht aufeinander hängen möchte.

Ich habe auch schon vieles verändert und leider hat es bis heute auch nicht wirklich funktioniert. Wie Du schon schreibst, man kann nur weitermachen und vielleicht noch neues ausprobieren, aber als Mann hast du keine Garantien. Wichtig ist auch zu erkennen, dass es nicht unbedingt an einen selbst liegt.

Beziehungen und Liebe kann man ja auch nicht erzwingen. Niemand hat Garantien.
 
Oder aber du fürchtest Enttäuschungen so sehr, dass du dir die Dinge im Vorhinein schlecht redest, damit du nicht enttäuscht wirst.
Vermutlich das. Enttäuschung war für mich als Kind eine extrem schwierige Emotion. Wenn ich z.B. bei einem Gesellschaftsspiel verloren habe, bin ich teilweise ziemlich aggressiv geworden, habe rumgeschrien oder die Spielkarten gebissen 😅 Eine totale Überreaktion. Das Gefühl war einfach so immens stark, dass ich nicht anders wusste damit umzugehen. Mein Vater hat mir früh Meditations- und Atemtechniken beigebracht, um damit umzugehen, weshalb ich mich nun in 99,9% der Fälle unter Kontrolle habe, zumindest in Gesellschaft.
Aber eine andere Technik war eben auch: gar keine Erwartungen mehr haben. Denn dann kann man auch nicht verlieren.
Vielleicht auch der Grund, warum du nur sehr wenige Frauen attraktiv findest. Dann klappt es sowieso nicht.
Interessante Theorie, aber das glaube ich tatsächlich nicht. Wäre dem so, würde ich gar keine Frauen attraktiv finden. Dann würde ich auch keine Enttäuschung oder Niederlage verspüren, wenn ich eine attraktive Frau sehe, aber nicht mit ihr spreche. Ich glaube, dass das einfach ganz primitiv mit der Chemie zu tun hat.
Eher problematisch ist: Die Frauen, die ich attraktiv finde und verfügbar sind, meide und/oder ignoriere ich. Denn dann kann ich auch nicht verlieren, wenn ich es gar nicht erst probiere 🙂 Also im Prinzip schon, was du meintest, aber ein wenig anders.
Man kann an diesen Dingen arbeiten. Das kann man tiefenpsychologisch tun, was man normalerweise nicht allein schafft. Aber man kann auch ganz einfache Techniken anwenden, um den Blick auf die Welt und sich selbst zu ändern. Was für dich passt, musst du selbst herausfinden, aber es wurde bereits Literatur vorgeschlagen. Teilweise gibt es zu den Büchern auch zusätzliche Arbeitsbücher. Da könnte man ansetzen.
Hm, ein (Arbeits-)Buch zur Selbstsabotage könnte ich mir mal zulegen. Das wäre zumindest das Stichwort, was ich verwenden würde, um die Problematik zusammenzufassen.
 
Naja, man muss ja nicht unbedingt eine Standardbeziehung führen. Zärtlichkeiten austauschen und gemeinsame Aktivitäten sind ja nicht verkehrt, wenn man nicht aufeinander hängen möchte.
Ja, genau. So eine Beziehungsform finde ich momentan auch ganz ansprechend.
Ich habe auch schon vieles verändert und leider hat es bis heute auch nicht wirklich funktioniert. Wie Du schon schreibst, man kann nur weitermachen und vielleicht noch neues ausprobieren, aber als Mann hast du keine Garantien. Wichtig ist auch zu erkennen, dass es nicht unbedingt an einen selbst liegt.
Es ist halt schwer bis unmöglich, zu erkennen, wie viel man selber an der eigenen Lage Schuld ist, und wie viel davon einfach Pech ist. Deshalb gehe ich lieber davon aus, dass der Fehler bei mir liegt und ich mich verändern muss. Aber damit kann man auch zu weit gehen.
 
Eher problematisch ist: Die Frauen, die ich attraktiv finde und verfügbar sind, meide und/oder ignoriere ich. Denn dann kann ich auch nicht verlieren, wenn ich es gar nicht erst probiere 🙂 Also im Prinzip schon, was du meintest, aber ein wenig anders.
Da haben wir doch einen möglichen Ansatz.

Wenn Dir eine Frau gefällt, dann hast Du im Prinzip Schiss... aber ich kann Dir versichern, dass es eigentlich allen so geht. Egal ob Männlein oder Weiblein... wenn einem jemand sehr gut gefällt, dann wird man selber plötzlich ganz unsicher und traut sich nix mehr... Du bist ja aber bereits am Gegensteuern, indem Du Dich mehr getraust, mit einer Frau ins Gespräch zu kommen.

Grundsätzlich finde ich Dich sympathisch. Du machst Dir sehr viele hilfreiche Gedanken. Ein bisschen Zerdenken ist wohl auch dabei, aber verbittert oder so wirkst Du nicht. Und alt bist Du auch nicht wirklich. Also ich sehe da sehr viel Potential auf gute Chancen, eine für Dich passende Frau kennenzulernen.
 
Nein, so schlimm war es nicht. Sie haben mich geliebt, aber waren natürlich nicht perfekt. Meine Mutter hat viel erwartet und manchmal irrational agiert, und mein Vater war wegen der Arbeit und einer Erkrankung häufig nicht präsent. Ich war mit 9 Jahren bereits viel im Internet unterwegs, das könnte rückblickend auch Schaden verursacht haben, da ich dort in Foren mit Erwachsenen interagiert habe, die von meinem Alter nichts wussten und einen harscheren Umgangston hatten, als ich es in der „echten Welt“ gewohnt war.
Hinweise auf eine sichere Bindung zu deinen Eltern wären:
- Wenn deine Eltern dich betreffend ganz überwiegend sehr interessiert und liebevoll waren und dich bei Bedarf getröstet haben, aber genauso sich selbst geliebt haben, ihre Grenzen klar formulieren und durchsetzen konnten und dir Halt und Orientierung geben konnten
- wenn du dich in deiner Kindheit und Jugend bei deinen Eltern meistens wohl und gut aufgehoben gefühlt hast. Konkret: Wenn du das Gefühl hattest, dass du mit deinen positiven Erlebnissen, aber genauso mit Problemen, mit Traurigkeit, Wut etc. immer zu deinen Eltern kommen konntest und das auch gemacht hast
- Wenn es keine Gewalt in der Familie gab, auch keine verbale
- wenn du deine Eltern selbstverständlich und von Anfang an kritisieren konntest und deine Eltern diese Kritik auch ernst genommen haben, d. h. sich immer mal wieder geändert und deine Perspektive und Bedürfnisse respektiert haben. Sich entschuldigt haben. Wenn du in der Familie von Anfang an manche Sachen bestimmen konntest und mit dem Größerwerden zunehmend mehr Einfluss in der Familie hattest. Also wenn es eine autoritative (nicht autoritäre!), zunehmend demokratischere Familie war. Keine Diktatur.
- wenn völlig klar war, dass du und deine Bedürfnisse in der Familie genauso wichtig waren wie die deiner Eltern. Und nicht deine Leistungen wichtiger als du. D. h.: Eine Familie, in der die Leistung generell NICHT an erster Stelle stand, sondern die Familienmitglieder an sich.

Selbstverständlich machen alle Eltern Fehler. Das ist nicht das Problem. Problematisch sind Familienstrukturen, in denen die Bedürfnisse irgendeines oder aller Familienmitglieder generell nicht oder nur teilweise gesehen und erfüllt werden.

Es klingt so, als wärst du in der Kindheit möglicherweise zu viel allein gewesen.

Zu sicheren und unsicheren Bindungen: John Bowlby, Karl Heinz Brisch, Karin und Klaus E. Grossmann.
Autoritative, bindungsbasierte Erziehung: Jesper Juul, Nicola Schmidt.
 
Das Problem ist alle Tipps und Ratschläge nutzen dir wenig bis nichts wenn du dich warum auch immer scheust sie praktisch anzuwenden. Das soll nicht heißen das du es nicht könntest oder wollen würdest. Wenn du aber genau die Damen die du sympathisch und attraktiv findest meidest wird das so nichts werden. Du musst erstmal den wie man so schön sagt inneren Schweinehund überlisten, oder auch Engelchen und Teufelchen.

Ich bitte darum dies nicht als Kritik deiner Person zu sehen sondern vielmehr als Denkanstoß zur Lösung des Problems.
 
Grundsätzlich finde ich Dich sympathisch. Du machst Dir sehr viele hilfreiche Gedanken. Ein bisschen Zerdenken ist wohl auch dabei, aber verbittert oder so wirkst Du nicht. Und alt bist Du auch nicht wirklich. Also ich sehe da sehr viel Potential auf gute Chancen, eine für Dich passende Frau kennenzulernen.
Das ist lieb, danke 🙂
Ich zweifele häufig an meinem Potential, da ich mich irgendwie immer ein bisschen anders als die anderen fühle, und das auch schon immer so war. Ich war immer viel empfindlicher als die anderen Jungs und auch viele der Mädchen und ich wurde nie so richtig verstanden. Jetzt werden bei mir auf einmal irgendwelche Krankheiten wie ADHS oder Autismus vermutet. Ersteres vom Hausarzt und zweiteres von zwei Leuten, die mich zwar ein bisschen, aber nicht super gut kennen.
Ich will nicht anders oder sonderbar sein. Jedoch bin ich auch einfach nicht wie die meisten anderen, und das stelle ich leider immer wieder fest.
Das ist nicht das Problem. Problematisch sind Familienstrukturen, in denen die Bedürfnisse irgendeines oder aller Familienmitglieder generell nicht oder nur teilweise gesehen und erfüllt werden.
Das Problem ist: es ist viel zu lange her. Ich weiß nicht mehr genau, wie es wahr. Ich kann mich nicht erinnern, überhaupt Bedürfnisse geäußert zu haben, also konnten sie nicht respektiert werden. Ergo, kein Fehler meiner Eltern, sondern mein eigener.
Gewalt gab es nicht. Ich weiß nicht, was unter verbale Gewalt fällt. Ich erinnere mich einmal, dass ich meiner Mutter gesagt habe, sie solle mich nicht so anschreien, als sie wütend auf mich war. Als Reaktion erwiderte sie, sie würde doch gar nicht schreien. Ich habe das dann als Fehlauffassung meinerseits notiert; sie hat offensichtlich nicht geschrieben und ich habe nur zu empfindlich reagiert.
Rückblickend ist diese Interpretation natürlich besser: sie hat geschrien, aber wollte es sich selber nicht eingestehen, dass sie ihr eigenes Kind angeschrien hat.
Es klingt so, als wärst du in der Kindheit möglicherweise zu viel allein gewesen.
Ich hatte immerhin meine Schwester. Aber ansonsten war ich eben ein Kind, dass gerne alleine war. Es war halt meine eigene Entscheidung.

Das Problem ist alle Tipps und Ratschläge nutzen dir wenig bis nichts wenn du dich warum auch immer scheust sie praktisch anzuwenden. Das soll nicht heißen das du es nicht könntest oder wollen würdest. Wenn du aber genau die Damen die du sympathisch und attraktiv findest meidest wird das so nichts werden. Du musst erstmal den wie man so schön sagt inneren Schweinehund überlisten, oder auch Engelchen und Teufelchen.

Ich bitte darum dies nicht als Kritik deiner Person zu sehen sondern vielmehr als Denkanstoß zur Lösung des Problems.
Da stimme ich zu und ich sehe es auch überhaupt nicht als Kritik an meiner Person 🙂
Den Schweinehund nicht überwinden zu können ist das Problem, woran ich schon seit Jahren hänge. Da ist eine riesige Blockade, die ich nicht überwunden kriege. Ich meine: Ich habe es geschafft, mir schwierige Mathematik beizubringen - obwohl ich dachte, dass ich schlecht in Mathe bin und dort nur 11 Punkte im Abi hatte; ich hatte vor ein paar Jahren noch so eine starke Sozialphobie, dass ich nicht einmal einen Dönerladen betreten und mir was zu essen kaufen konnte - und jetzt halte ich Vorlesungen an der Universität. Warum schaffe ich es, solche objektiv schwierigen Hindernisse zu überwinden, aber wenn es darum geht, attraktive Frauen anzusprechen, gebe ich einfach auf? Ich verstehe es selber nicht.
 
Das ist lieb, danke 🙂
Ich zweifele häufig an meinem Potential, da ich mich irgendwie immer ein bisschen anders als die anderen fühle, und das auch schon immer so war. Ich war immer viel empfindlicher als die anderen Jungs und auch viele der Mädchen und ich wurde nie so richtig verstanden. Jetzt werden bei mir auf einmal irgendwelche Krankheiten wie ADHS oder Autismus vermutet. Ersteres vom Hausarzt und zweiteres von zwei Leuten, die mich zwar ein bisschen, aber nicht super gut kennen.
Ich will nicht anders oder sonderbar sein. Jedoch bin ich auch einfach nicht wie die meisten anderen, und das stelle ich leider immer wieder fest.

Das Problem ist: es ist viel zu lange her. Ich weiß nicht mehr genau, wie es wahr. Ich kann mich nicht erinnern, überhaupt Bedürfnisse geäußert zu haben, also konnten sie nicht respektiert werden. Ergo, kein Fehler meiner Eltern, sondern mein eigener.
Gewalt gab es nicht. Ich weiß nicht, was unter verbale Gewalt fällt. Ich erinnere mich einmal, dass ich meiner Mutter gesagt habe, sie solle mich nicht so anschreien, als sie wütend auf mich war. Als Reaktion erwiderte sie, sie würde doch gar nicht schreien. Ich habe das dann als Fehlauffassung meinerseits notiert; sie hat offensichtlich nicht geschrieben und ich habe nur zu empfindlich reagiert.
Rückblickend ist diese Interpretation natürlich besser: sie hat geschrien, aber wollte es sich selber nicht eingestehen, dass sie ihr eigenes Kind angeschrien hat.

Ich hatte immerhin meine Schwester. Aber ansonsten war ich eben ein Kind, dass gerne alleine war. Es war halt meine eigene Entscheidung.


Da stimme ich zu und ich sehe es auch überhaupt nicht als Kritik an meiner Person 🙂
Den Schweinehund nicht überwinden zu können ist das Problem, woran ich schon seit Jahren hänge. Da ist eine riesige Blockade, die ich nicht überwunden kriege. Ich meine: Ich habe es geschafft, mir schwierige Mathematik beizubringen - obwohl ich dachte, dass ich schlecht in Mathe bin und dort nur 11 Punkte im Abi hatte; ich hatte vor ein paar Jahren noch so eine starke Sozialphobie, dass ich nicht einmal einen Dönerladen betreten und mir was zu essen kaufen konnte - und jetzt halte ich Vorlesungen an der Universität. Warum schaffe ich es, solche objektiv schwierigen Hindernisse zu überwinden, aber wenn es darum geht, attraktive Frauen anzusprechen, gebe ich einfach auf? Ich verstehe es selber nicht.

Vielleicht solltest du das mal psychologisch abklären lassen. Ich zb. halte mich schon mein Leben lang weitestgehend von den meisten Menschen fern, dem liegt aber ein offensichtlicher und auch verständlicher Grund nahe.
 
Warum schaffe ich es, solche objektiv schwierigen Hindernisse zu überwinden, aber wenn es darum geht, attraktive Frauen anzusprechen, gebe ich einfach auf? Ich verstehe es selber nicht.
Wäre es für Dich in dem Fall einfacher, wenn eine Frau aktiv auf Dich zukommen würde?

Kannst Du die Zeichen deuten, wenn eine Frau an Dir interessiert ist?
Frauen machen das ja meist nicht so offensiv.

Oder denkst Du dann einfach "das kann gar nicht sein, dass die Interesse hat".
 

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