Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

24 Stunden nicht jammern

"Versuche einmal, 24 Stunden nicht zu jammern und nicht zu meckern, weder in Worten noch in Gedanken (nicht ein einziges Mal) und schaue, wie sich dein Leben verändert."
Das ist für mich persönlich kein Problem, da ich nicht der Jammertyp bin und selbst in der größten Schei**e mit etwas Selbstironie noch etwas positives rausziehen kann. Ich umgebe mich auch ungern mit Menschen, die 24/7 ununterbrochen jammern, weil mich das runterzieht. Ich habe einen guten langjährigen Freund, der es schafft aus einer positiven Situation noch das Negative rauszuziehen. Ja, er weiß, dass mich diese Jammerei auf hohem Niveau nervt.

Ich sehe auch einen Unterschied zwischen 'Jammern' und 'darüber reden wollen'. Selbstverständlich habe ich ein offenes Ohr, wenn mein Umfeld sich mal aussprechen möchte.

Es gibt viele Beispiele, wie schwerkranke Menschen aus ihrem Schicksal noch etwas gemacht haben. Ich glaube, dass hier die Akzeptanz des eigenen Schicksals eine große Rolle spielt. Manche können es, andere nicht.
Positiv ist auch:
Ich bin gesund - ich habe zu essen - ich habe eine Wohnung - ich habe Freunde - ich habe Geld, um zu leben - ich lebe in Sicherheit - ich habe Freunde oder einen Freund - ich habe Kinder, ein Tier, einen Mann/Frau - ich habe Hobbies - ich kann in Urlaub fahren etc. etc.

Das alles hat natürlich nicht jeder, viele haben sehr wenig davon. Aber etwas davon haben die meisten. Und das ist ja auch was Positives.
Und wir sind nicht unmittelbar von einem Krieg betroffen, müssen nicht flüchten und haben (noch) ein relativ stabiles Land.

Eine Wohnung zu haben, genug zu essen, die Natur genießen zu dürfen, liebe Menschen um sich haben zu dürfen, sich über Vogelgepiepse und die Sonne, den Regen, den Schnee zu freuen. Es braucht für mich nicht viel, um der Jammerei aus dem Weg gehen zu können.
 
Also manchmal tut es schon gut seinem Ärger Luft zu machen oder zu sagen, was einen stört.
Aber ich denke auch, dass wenn Dankbarkeit zur Gewohnheit wird, dann wird man diese Ärgermomente weniger haben.

Und wenn man sich ständig ärgert und viel jammert, dann macht das ja auch nach einer Zeit krank.
Also viele negative Gedanken =😪
Viele positive Gedanken = 😀
 
Also manchmal tut es schon gut seinem Ärger Luft zu machen oder zu sagen, was einen stört.
Genau, es ist ein Unterschied, ob man sagt, wie (schlecht) es einem gerade geht, du über dein Problem einmal sprechen möchtest oder um Rat bittest, oder ob du unentwegt jammerst und nörgelst.

Und wenn man sich ständig ärgert und viel jammert, dann macht das ja auch nach einer Zeit krank.
Weil der Körper bei jeder Jammerwiederholung jede Menge Stresshormone ausschüttet, diese Spirale sich immer tiefer in den Kopf gräbt und selbst der einfachste positive Gedankengang blockiert wird.
 
naja, was heisst denn jammern?
Solange man andere nicht damit belästigt.....oder ewig lange Arien singt.
Ich stöhne oder seufze oder brabbele öfter mal vor mich hin, das brauche ich.
Seit kurzem weiss ich, das ich im Autismus-Spektrum bin und das erklärt mir so manches, was andere an mir komisch finden.
 
Ich mache das ein wenig anders.

Ich habe feste Zeiten, wo ich genau das tue.

Jammern, mir selbst leid tun, manchmal vielleicht auch weinen.
Und mir zugestehen, dass ich das darf und es gut und richtig ist.

Wenn es zu den festen Zeiten nichts geben sollte, dass ich bedauern, beweinen, bejammern kann/möchte, dann stelle ich das fest und spreche es laut aus.
 
Ja, Leiden ist immer subjektiv. Andere sehen noch was Positives, andere eben nicht. Man kann es versuchen, man kann sein Denken, wenn man will, ändern. Aber manchmal ist das schwer.
Jein, ich finde, es wird aktuell teilweise überschätzt, wie viel Einfluss man aufs eigene Denken und Fühlen hat. Klar gibt es Einflussmöglichkeiten, aber auch nicht unbegrenzt.
Es ist ein großes Glück, wenn man es mental schafft, schwierige Situationen entspannt/positiv zu sehen. Dieses Glück haben nicht alle, unsere Köpfe und Gefühle funktionieren ganz unterschiedlich. Deswegen muss man aufpassen, nicht so zu tun, als wäre das Gegenüber immer selbst dran Schuld, wenn es sich schlecht fühlt.

Klar gibt's Menschen, die jammern den ganzen Tag und achten keinerlei Grenzen bei anderen. Das mag ich auch nicht. Aber genauso wenig mag ich den Zwang zum positiven. Manchen Menschen nimmt es nur ihre Stimme und sie ziehen sich immer mehr zurück, wenn sie mit ihren schwierigen Gefühlen und Gedanken nirgendwo hinkönnen. Das ist auch nicht gesund, weder für die einzelne Person, noch für uns als Gesellschaft.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben