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24 Stunden nicht jammern

Hey @Binchy
als ich 2018 einseitig erblindet bin und erfahren habe, dass auf dem anderen Auge auch nicht mehr viel da ist war ich einfach nur dankbar, dass überhaupt noch etwas da ist....

Ich war dankbar über die Ärzte in der Uni Würzburg, die sich menschlich so um mich gekümmert haben als wäre ich ihnen ganz nahestehend. Nicht nur, dass sie mich super versorgt haben, mental aufgefangen, sie haben dafür gesorgt, dass das kleine bischen "Licht" bisher nicht weniger wurde.

Was hilft es mir zu jammern wie mein Leben sich verändert hat und das es die soziale Komponente kaum mehr geben kann? Ich sehe noch etwas!!!! Ich darf nicht mehr arbeiten, aber ich darf meinen Tag so verplanen wie ich möchte - was meine Zeiten betrifft. Alle die Einschränkungen sind nicht aufzählbar, für was auch????

Demnächst dürfte Regen kommen und alles abkühlen, ich war einkaufen und bin für die nächsten 7 Tage versorgt, ich war bei der Apotheke und konnte meine Reklamation los werden damit der Hersteller der Medis über eine Charge informiert wird, die nicht korrekt verschlossen ist. Alles Dinge, über die ich froh bin sie mit Sehbehinderung geschafft zu haben.

Würde mir das Gegenstück besser helfen?????

Soll ich schimpfen über das "versaute" Medikament, wegen dem ich wieder Lauferei habe? Soll ich jammern, dass einkaufen so viel schwieriger ist als früher weil ich z.b, das Haltbarkeitsdatum nicht finden kann??? Neee, mein Glas soll bitte halbvoll sein 🙂) Es ist Sommer und ich sollte viel trinken 🙂

Gruß von Grisu
 
So hart es klingt, aber mit bestimmten gesundheitlichen Problemen ist das Leben leider nicht mehr lebenswert.

Und das kann subjektiv sein, aber es kann eben sein.

Da ist das Leben einfach nur Leiden, das durch andere positive Dinge bei weitem nicht ausgeglichen werden kann.
 
So hart es klingt, aber mit bestimmten gesundheitlichen Problemen ist das Leben leider nicht mehr lebenswert.

Und das kann subjektiv sein, aber es kann eben sein.

Da ist das Leben einfach nur Leiden, das durch andere positive Dinge bei weitem nicht ausgeglichen werden kann.

Ja, Leiden ist immer subjektiv. Andere sehen noch was Positives, andere eben nicht. Man kann es versuchen, man kann sein Denken, wenn man will, ändern. Aber manchmal ist das schwer.

Es gibt z.B. solche Leute - aber das ist vermutlich selten:

Helen Keller erlebte trotz ihrer schweren Behinderung als taubblinde Frau ein erfülltes und glückliches Leben. Sie fand Glück in der Überwindung von Herausforderungen und in der Arbeit für andere. Keller betonte die Bedeutung von Selbstdisziplin und der Fokussierung auf wichtige Ziele für das Glück. Sie fand auch Glück in Momenten des Lernens und der Erkenntnis, wie dem ersten Mal, als sie das Wort "Wasser" verstand.


Erläuterung:
Helen Keller, die im Alter von 19 Monaten ihr Seh- und Hörvermögen verlor, fand trotz dieser schweren Einschränkungen Glück und Erfüllung. Ihre Lehrerin Anne Sullivan spielte dabei eine entscheidende Rolle, indem sie ihr half, die Welt wieder wahrzunehmen und zu verstehen.


Aspekte des Glücks bei Helen Keller:
  • Überwindung von Hindernissen:
    Keller sah ihre Behinderung nicht als unüberwindbares Hindernis, sondern als Herausforderung, die sie mit Entschlossenheit und der Hilfe von Anne Sullivan meisterte.



 
Ja, Leiden ist immer subjektiv. Andere sehen noch was Positives, andere eben nicht. Man kann es versuchen, man kann sein Denken, wenn man will, ändern. Aber manchmal ist das schwer.

Es gibt z.B. solche Leute - aber das ist vermutlich selten:

Helen Keller erlebte trotz ihrer schweren Behinderung als taubblinde Frau ein erfülltes und glückliches Leben. Sie fand Glück in der Überwindung von Herausforderungen und in der Arbeit für andere. Keller betonte die Bedeutung von Selbstdisziplin und der Fokussierung auf wichtige Ziele für das Glück. Sie fand auch Glück in Momenten des Lernens und der Erkenntnis, wie dem ersten Mal, als sie das Wort "Wasser" verstand.


Erläuterung:
Helen Keller, die im Alter von 19 Monaten ihr Seh- und Hörvermögen verlor, fand trotz dieser schweren Einschränkungen Glück und Erfüllung. Ihre Lehrerin Anne Sullivan spielte dabei eine entscheidende Rolle, indem sie ihr half, die Welt wieder wahrzunehmen und zu verstehen.


Aspekte des Glücks bei Helen Keller:
  • Überwindung von Hindernissen:
    Keller sah ihre Behinderung nicht als unüberwindbares Hindernis, sondern als Herausforderung, die sie mit Entschlossenheit und der Hilfe von Anne Sullivan meisterte.



Okay.

Ich glaube, wichtig ist, dass man noch Selbstwirksamkeit erleben kann. Das ist ein wichtiger Faktor auch für das persönliche Glück, so nenne ich es mal.

Aber manche sind so krank, dass sie nicht mal mehr das haben.

Zum Beispiel sehr schwere Lungenkrankheit mit Herzschwäche: extrem eingeschränkte Lungenfunktion, die sich auch aufs Herz niedergeschlagen hat, permanente Luftnot, ständig das Gefühl keine Luft zu bekommen, vor körperlicher Schwäche nicht mal aufstehen oder sich selbst ein Brot schmieren können, dadurch psychische Auswirkungen wie Depressionen und Panikattacken usw. Da habe ich jetzt noch nicht mal alles im Zusammenhang damit aufgezählt. Wenn man noch nicht mal das Grundlegendste zum Leben hat, nämlich ansatzweise Luft bekommen kann, dann ist das Leben nicht mehr lebenswert.

Nachtrag: Das Beispiel bin nicht ich. Es war nur ein Beispiel. Ich bin nicht in dieser gesundheitlichen Lage.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Lala8471
Das tut mir sehr leid, das klingt wirklich sehr schlimm. Wenn da keine Chance auf Besserung ist, kann ich verstehen, dass man da sehr wenig oder nichts Positives mehr findet.
Trotzdem wünsche ich Dir gute Besserung, vielleicht wird ja irgendwann etwas gefunden an Medikament oder Therapie, was es Dir leichter macht.

Ich denke, dass sich das "24 Stunden nicht Jammern" wirklich mehr auf die Fälle bezieht, wo man noch Alternativen hat bzw. Dinge/Menschen etc., die einem gut tun und dieses Jammern manchmal etwas übertrieben ist. Wobei natürlich auch Jammern subjektiv ist. Aber eben manchmal auch eine negative Angewohnheit. Wenn es einem möglich ist, darauf zu achten, kann man ja versuchen, ob man alternativ sich einfach dann gedanklich ablenkt bzw. auf etwas konzentriert, was einem Freude macht oder was positiv ist.
 
Ich verstehe unter Jammern, Meckern und Nörgeln eher das Beklagen von Kleinigkeiten,das Aufzeichnen,was einen nervt und herunter ziehen kann.
Das kann man Mal 24 Stunden weglassen,wenn es einem nicht gerade enorm schlecht,wie zum Beispiel krankheitsbedingt.( Und auch nur ,wenn man möchte und das als kleines Selbstexperiment sehen kann)
Wenn es einem richtig schlecht, braucht man auch ein Ventil und es tut einem gut auch mal zu sagen,wie schlecht es einem geht und manchmal das Mitgefühl des Gegenübers.
Geteiltes Leid ist eben halbes Leid.
Eigentlich bemerkenswert,dass Leid sich verringert,wenn man es teilt.
Freude,die man teilt, verdoppelt sich!
Sorry,falls das OT ist.
 
"Versuche einmal, 24 Stunden nicht zu jammern und nicht zu meckern, weder in Worten noch in Gedanken (nicht ein einziges Mal) und schaue, wie sich dein Leben verändert."
Das ist für mich persönlich kein Problem, da ich nicht der Jammertyp bin und selbst in der größten Schei**e mit etwas Selbstironie noch etwas positives rausziehen kann. Ich umgebe mich auch ungern mit Menschen, die 24/7 ununterbrochen jammern, weil mich das runterzieht. Ich habe einen guten langjährigen Freund, der es schafft aus einer positiven Situation noch das Negative rauszuziehen. Ja, er weiß, dass mich diese Jammerei auf hohem Niveau nervt.

Ich sehe auch einen Unterschied zwischen 'Jammern' und 'darüber reden wollen'. Selbstverständlich habe ich ein offenes Ohr, wenn mein Umfeld sich mal aussprechen möchte.

Es gibt viele Beispiele, wie schwerkranke Menschen aus ihrem Schicksal noch etwas gemacht haben. Ich glaube, dass hier die Akzeptanz des eigenen Schicksals eine große Rolle spielt. Manche können es, andere nicht.
Positiv ist auch:
Ich bin gesund - ich habe zu essen - ich habe eine Wohnung - ich habe Freunde - ich habe Geld, um zu leben - ich lebe in Sicherheit - ich habe Freunde oder einen Freund - ich habe Kinder, ein Tier, einen Mann/Frau - ich habe Hobbies - ich kann in Urlaub fahren etc. etc.

Das alles hat natürlich nicht jeder, viele haben sehr wenig davon. Aber etwas davon haben die meisten. Und das ist ja auch was Positives.
Und wir sind nicht unmittelbar von einem Krieg betroffen, müssen nicht flüchten und haben (noch) ein relativ stabiles Land.

Eine Wohnung zu haben, genug zu essen, die Natur genießen zu dürfen, liebe Menschen um sich haben zu dürfen, sich über Vogelgepiepse und die Sonne, den Regen, den Schnee zu freuen. Es braucht für mich nicht viel, um der Jammerei aus dem Weg gehen zu können.
 
Also manchmal tut es schon gut seinem Ärger Luft zu machen oder zu sagen, was einen stört.
Aber ich denke auch, dass wenn Dankbarkeit zur Gewohnheit wird, dann wird man diese Ärgermomente weniger haben.

Und wenn man sich ständig ärgert und viel jammert, dann macht das ja auch nach einer Zeit krank.
Also viele negative Gedanken =😪
Viele positive Gedanken = 😀
 
Also manchmal tut es schon gut seinem Ärger Luft zu machen oder zu sagen, was einen stört.
Genau, es ist ein Unterschied, ob man sagt, wie (schlecht) es einem gerade geht, du über dein Problem einmal sprechen möchtest oder um Rat bittest, oder ob du unentwegt jammerst und nörgelst.

Und wenn man sich ständig ärgert und viel jammert, dann macht das ja auch nach einer Zeit krank.
Weil der Körper bei jeder Jammerwiederholung jede Menge Stresshormone ausschüttet, diese Spirale sich immer tiefer in den Kopf gräbt und selbst der einfachste positive Gedankengang blockiert wird.
 

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