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Ich verbrauche mehr Geld, als ich verdiene

Natürlich ist es sinnvoll, sparsam einzukaufen, ein Haushaltsbuch zu führen und auf Angebote zu achten.
Aber andererseits sollte man auch nicht zu sehr am Essen sparen, und schon gar nicht aus Sparsamkeit irgendwelche minderwertige Fertigsachen oder Brot mit jede Menge Chemiezeug zum lange haltbar machen kaufen.
Denn das schadet auf Dauer der Gesundheit, man bekommt evtl Magen- und Darmprobleme, und wird u.U. dadurch sogar weniger arbeits-und leistungsfähig...

Ich habe das mal bei einem Semesterferienjob in einem Kaufhaus-Café erlebt, in den 90er Jahren war das.
Damals gab es dort einen Küchenhelfer aus Rumänien, der mehr als die Hälfte von seinem nicht wirklich üppigen Lohn nach Hause geschickt hat, der hier in einer totalen Bruchbude gelebt, und sich von den minderwertigsten Konserven ernährt hat.
Das hatte natürlich Folgen, seine schönen dunkelbraunen Haare wurden glanzlos und schuppig, seine Gesichtsfarbe fahl und teigig, und er konnte irgendwann auch nichts Schweres mehr tragen, weil er Knochen-und Gelenkschmerzen hatte.
Naja, wir Kollegen haben dann dafür gesorgt, daß er sich von den unverkauften Resten aus der Küche bedienen durfte, vor allem vom Obst, Quark, Hühnerfleisch und Gemüse.
Das war zwar eigentlich verboten, aber in dem Fall hat auch der Café-Leiter und die Vorarbeiterin ( sonst eigentlich die Petze vom Dienst) ein Auge zugedrückt.
Denn lange hätte der Rumäne das so nicht mehr ausgehalten, und zuverlässige Küchenhilfen waren auch damals schon selten...

Aber was ich meine, man sollte besser nicht an wertvollen Lebensmitteln sparen, sondern dafür vielleicht lieber irgendwelche TV- Streamingdienste und Spiele-Apps kündigen, oder auf den einen oder anderen Klamottenkauf verzichten.

Vielleicht auch noch solche Apps wie Temu & Co löschen, damit man gar nicht erst in Versuchung kommt?
Denn die Sachen dort sind vielleicht günstiger als im Laden, aber meistens halten die nicht lange.
Dann lieber gute gebrauchte Sachen kaufen, die halten meistens sogar länger, als schlechte neuwertige Kleidung, Werkzeuge oder Küchengeräte.
Vielleicht braucht es ein balanceistisches System und ausbalanciert Maßnahmen, sodass die Armen in Deutschland und der Welt ausreichend Essen, Kleidung und Gesundheitsversorgung bekommen, damit sie richtig lern- u. arbeitsfähig bleiben. Ausgewogenes Essen scheint da wichtig zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin mit meinen Einkäufen vor rund einem Jahr von REWE nach Aldi umgestiegen.
Es gibt viele Produkte, die genau das gleiche kosten. REWE Eigenmarken kosten oft centgleich das gleiche wie ALDI Marken. Dennoch sind meine ALDI Käufe im Schnitt deutlich günstiger.

Das beginnt bei frischen Produkten wie Fisch, Fleisch und Gemüse bis hin zu verpackten Artikeln. Zudem nimmt man bei REWE halt dann doch irgendwas teures mit, wenn man mal da ist...

Ich sags aber mal ganz brutal @Lupo :
Wenn du kaum Geld verdienst aber dennoch statt beim Discounter lieber im Supermarkt kaufst und sogar Brot und Brötchen beim Bäcker kaufst, welchen Rat willst du da? Du weißt doch dass du zu teuer kaufst!
Es gibt immer mehr Menschen, auch mit mehr Einkommen als du, die aus Kostengründen nicht zum Bäcker gehen. Ich kaufe gerne die no-name Aufbackbrötchen von ALDI, gesund und günstig ist auch "Das Pure" Vollkornbrot.

Die Lehre ist immer die gleiche: Verdien mehr oder gib weniger aus! Das ist keine Magie.
 
Was mich an Discountern stört ist, daß es dort oft bestimmte Obst -und Gemüsesorten nur in Großpackungen gibt.
Das ist nichts für einen Singlehaushalt, ich brauche einfach keine drei Paprikaschoten, Viererpackungen Auberginen oder 500 Gramm Tomaten in einer Woche.
Deshalb kaufe ich frisches Obst und Gemüse nur in solchen Läden, wo man sich Früchte, Tomaten, Möhren usw einzeln aussuchen kann.
Außerdem sind in solchen Großpackungen nach meiner Erfahrung oft auch mal etwas gammelige Stücke dabei.
Und wenn man die Hälfte der Packung wegschmeißen muss, dann ist das ganz sicher nicht günstiger, als einzelne im Supermarkt gekaufte Früchte...

Bei Rewe kaufe ich allerdings auch nicht, denn der Rewe-Laden bei uns ist immer etwas chaotisch und verkramt.
Außerdem ist nach meiner Einschätzung Edeka deutlich günstiger, vor allem bei Fleisch und Wurstwaren.
 
Und manche versuchen es mit dem wieder wachsen lassen von Gemüseresten, sodass man länger was von dem Gemüse haben kann. Keine Ahnung, ob sich das lohnt. Muss man halt gucken, ob sich das lohnt.

Manchmal sieht man auch Leute die kaufen viele Brote oder viel Butter und die scheinen das einzufrieren. Offenbar kosten die Produkte dann auch weniger.

Ich hatte schon mal in einem Discounter gesehen, dass man die letzten verbliebenen Bäckerprodukte von dem hiesigen Backshop billiger vor Ladenschluss angeboten hatte.

Auch gibt es offenbar bei soundso vielen Bäckern manchmal, dass es Brot vom Vortag geben kann, was günstiger verkauft wird.
 
Ich habe diese Gesetze nicht gemacht, aber leider gibt's genug Leute, die auf diese widerliche Kampagne reinfallen, die schon seit Jahren von gewissen Medien gegen Leistungsbezieher, Geringverdiener und Aufstocker geführt wird.
Versaut haben diese Gefälligkeiten eigentlich jene, die das professionell so machen und denen wird doch zu recht die rote Karte gezeigt.
Ich musste unfallbedingt eine Weile gestützt werden. Klingt krass, aber vorbeigeschaut hat niemand, ob das noch gültig ist und das wäre eigentlich nötig gewesen. Ich habe regelrecht verlernt, korrekt zu sein- unkorrekt gings auch. Durch eine Mithilfe irgendwo kam ich dann drauf, geht ja, klappt doch eh.
Das trauen sich viele nicht mehr zu, da ist dieses strenge Auge doch auch für jene hilfreich, die schwer aufstehen nach Einbrüchen. Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, das gilt auch für den TE. Raus aus dieser Misere, Engagement, statt dahinwursteln.
 
Da hast du natürlich recht.
Aber die Einkünfte sollen ja regelmäßig sein und nicht einmalig von Freunden und Familie kommen.
Würde einer meiner Nichten, Neffen, Enkerl etc in aller Offenheit erzählen, sie kommen nicht aus dieses Monat, hast du Hilfe nötig für ein paar Euros...? ich wäre sehr großzügig. Wer nicht?
Ich hab grundsätzlich begriffen, braucht jemand etwas, dann darf man auch selber um etwas bitten- ist diese Bitte ungehört, dann handelt es sich um einen Schnorrer, so habe ich gelernt zu sortieren.

Hier im Ort meines Kameraden gibt es eine pensionierte Lehrerin, die eine Villa bewohnt, geerbt von den Eltern, denen mein Freund immer wieder geholfen hat, die Tochter ist irrsinnig raffiniert, also die alte Lehrerin. Stark und kräftig, aber hilflos, sie gibt vor, dies und das nicht zu schaffen, ruft sogar am Freitag öfter an, ob man ihr nicht drei Euro leihen könnte übers Wochenende. Bei mir hat sie auf Granit gebissen- ich habe einen Job für dich, Basteleien mit herstellen.. nee, das kann sie nicht... jammern, klagen, betteln ist einfacher. Sie war Bildnerische Erzieherin und Sprachlehrerin in einem Gymnasium.
 
Zurzeit habe ich nur einen Putzjob, weil ich keinen richtigen Job bekommen habe, obwohl ich was gelernt habe. Ich bekomme noch eine sehr kleine Summe vom Staat dazu, aber trotzdem verbrauche ich von meinen Ersparten mehr, als ich durch meinen Putzjob verdiene. Das liegt auch daran, das ich manchmal im Supermarkt gehe, statt im Billigdiscounter oder bei einem guten Bäcker Brot, Brötchen und Kuchen kaufe. Was kann ich machen, um dies zu stoppen, dass ich nicht so viel Geld ausgebe?
Reichen deine Einnahmen um die Fixkosten wie Miete, Strom, Versicherung abzudecken?
Wie viel bleibt im Monat für Nahrungsmittel übrig?
Hast du Abos die weniger notwendig sind? Kochst du eher selbst oder nutzt du Fertigwaren?
Das wären Punkte über die man sich Gedanken machen könnte um einerseits einen Überblick zu erhalten und andererseits etwas einsparen zu können. Wenn man zB. Streamingdienste nutzt, reicht ja auch einer oder man verzichtet vorübergehend ganz darauf. Brot, Brötchen oder Kuchen könnte man eigenhändig backen. Einkaufen nur mit Einkaufszettel und eher auf die Eigenmarken des Supermarktes zurückgreifen.
 
Wenn man zB. Streamingdienste nutzt, reicht ja auch einer oder man verzichtet vorübergehend ganz darauf.
Oder man benutzt die kostenlose Version des Streamingdienstes.
Da gibt's dann natürlich jede Menge Werbung, aber daran gewöhnt man sich mit der Zeit..
Die Werbepause kann man schließlich auch z.B. zum aufs Klo gehen, E-Mails lesen oder sich was zu trinken holen benutzen...😉
Die Werbung ist zwar nervig, aber dafür bleibt einem mehr Geld auf dem Konto, und das ist auf jeden Fall ein Vorteil.
 
Bei Lebensmitteln kann man viel sparen, wenn man selber kocht und backt. Grundnahrungsmittel wie Reis, Linsen (trocken), Zucker, Mehl, Kartoffeln, Zwiebeln, Eier, ... sind vergleichsweise sehr billig und vieles davon auch sehr haltbar. Sei experimentierfreudig in der Küche. Dann gibt es noch die saisonalen Angebote bei Obst und Gemüse (Bald ist Herbst 🙂).

Teures wie Wurst und Kuchen vom Bäcker kannst du dir vermutlich trotzdem ab und zu gönnen. Rechne dir dein Wochenbudget aus. Koch unter der Woche brav z.B. Linsensuppe und dazu selbstgebackenes Brot. Und was am Wochenende von deinem Wochenbudget übrig ist, darfst du in Sonntagskuchen oder Sonntagswurst oder Sonntgasdöner investieren. Da ist die Motivation zu sparen vielleicht auch größer.

Klamotten kaufen und vorallem Kruscht kaufen und online shoppen natürlich soweit wie möglich reduzieren. Z.B. Bibliotheken sind toll als Unterhaltungsangebot. Dort kann man "shoppen" (also Dinge in den Korb legen und mitnehmen) ohne das einzelne Ding bezahlen zu müssen (stattdessen halt in ein paar wochen zurück bringen).
 

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