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Ich schaffe es nicht, mich von den Erwartungen anderer zu lösen – wie geht ihr damit um?

Ich möchte noch einmal kurz daran erinnern, dass es sich um einen Asperger-Autisten handelt
Viel mehr als die User alle paar Seiten daran zu erinnern kann man leider nicht tun. Wer Erfahrung mit einem AS hat weiss, dass all die gut gemeinten Ratschläge kontraproduktiv sind, weil AS (Asperger) und NT (Menschen die nicht dem Autismus-Spektrum angehören) völlig verschiedene Sprachen sprechen und eine ganz andere Logik haben. Hier reden alle (ohne es zu merken) aneinander vorbei.
wer bekäme es denn mit, wenn Du das weit weg vom Dorf machen würdest?
Leider so ziemlich jeder, der näher mit einem AS zu tun hat. Sie sind anders, sie wirken "komisch", auch wenn man noch nicht einmal sagen kann was anders ist.
Es ist doch egal, ob das bei Deiner Mutter auf Widerstand stößt oder nicht.
Ist es, aber wenn ich nicht in die Heimat zurückkomme, dann kommen sie zu mir gezogen, weil es ihnen gut hier gefällt.
Das ist leider AS Logik. NTs wissen, dass keine Eltern ihr gewohntes Umfeld, ihr Haus, ihre Arbeit, ihre Freunde, einfach alles aufgeben, nur um ihrem erwachsenen Kind hinterher zu ziehen. AS nicht.
Die Gründe dafür sind vielfältig, lassen sich aber zum größten Teil auf Kommunikationsprobleme und unterschiedliche Lebensrealitäten zurückführen.
Das ist leider dein Schicksal als AS. Kommunikationsprobleme und verschiedene Realitäten. Nicht umsonst sagt man, dass AS von einem fremden Planeten kommen. Das Fremde-Planeten-Syndrom haben übrigens die AS selber erfunden im Versuch zu erklären, wie sie sich unter NTs fühlen, nämlich vollkommen unverstanden. Und sie verstehen auch das Verhalten der NTs nicht.
Bin dadurch in eine tiefe Krise gefallen, bei der ich mich oft selbst verletzt habe. Ich habe dabei auch mein Handy an meinem Kopf zerschlagen, oder mit einem Gürtel mir Hiebe gegeben, habe mir ein Kleidungsstück um den Hals gebunden und zugezogen,... Immer dabei geschrien dass ich der dümmste Mensch wäre, den der Planet je gesehen hätte oder so ähnlich. Teilweise habe ich das auch in öffentlichen Räumen gemacht.
Das nennt man einen Meltdown. Das kann jederzeit und überall passieren. Der Auslöser muss noch nicht einmal so etwas einschneidendes wie ein Rausschmiss sein. Ein weinendes Baby, das nicht zu beruhigen ist kann schon ausreichen.

Meine Meinung zu diesem Fall: Die TE hat tolle Eltern, die bereit sind ihr Kind loszulassen, aber ein Auge auf sie behalten, um ihr wo nötig den Weg zu ebnen oder sie sachte in eine Richtung lenken, die für sie als AS geeignet ist. Wieviel Kraft und Energie das kostet weiss nur jemand, der im engsten Umfeld eines AS lebt. Ein AS der autonom lebt, geht in unserer Gesellschaft über kurz oder lang unter. Physisch und psychisch.
 
Bevor du wieder in eine WG ziehst musst du soziale Regeln auswendig lernen. Auswendig lernen- sie müssen jederzeit griffbereit da sein. Niemand, absolut niemand trinkt aus deinem stehen gelassenen halbvollen Glas. ES sei denn, sie haben dir auch schon den Hintern abgewischt (Mutter) oder nackt mit dir im Bett gelegen (Freundin).

Geeignete Putzmittel musst du dir selbst erschliessen- sieh dir mal an was es alles gibt und wofür man das verwenden soll. Ganz genauso das Koxhen- eigne es dir an wenn dir sowas wichtig ist. Und mach dir doch mal klar das es natürlich immer nach Essen riecht dann. Sie haben es irgendwie anders gemeint.

Die Aktion mit der Mitbewohnerin war auch unbeholfen. Du kennst die Spielregeln nicht und trittst dann in jedes Fettnäpfchen, das man sich nur denken kann. - Aber alles kein Grund das du dich nun selbst geißelst!!

Sei etwas gnädig mit dir. Sei froh das du so fix woanders untergekommen bist, und auch finanziell Vieles bekommst. Versuche zu verstehen was passiert ist, aber mach dich nicht kaputt weil nun etwas gründlich schief gegangen ist!
 
Ich möchte noch einmal kurz daran erinnern, dass es sich um einen Asperger-Autisten handelt und dass Eltern sich naturgemäß mehr Sorgen machen als um ein Kind ohne Neurodiversität und Probleme im sozialen Bereich.
Das Kind ist in seinen 20ern und macht den Master. Ihm einzutrichtern, er würde sich bei einer Radtour in Lebensgefahr begeben (war doch so, oder nicht, Benny? Entführung und so) ist in meinen Augen schlicht gemein.
 
Für mich liest es sich nicht nach Scham, sondern nach Sorge.
Ich möchte noch einmal kurz daran erinnern, dass es sich um einen Asperger-Autisten handelt und dass Eltern sich naturgemäß mehr Sorgen machen als um ein Kind ohne Neurodiversität und Probleme im sozialen Bereich.
Es bringt überhaupt nichts, dem TE immer wieder unter die Nase zu reiben, er sei "nicht abgenabelt".
Das ist aber keine Sorge, die besonders liebevoll wirkt.
Was soll das dem TE denn bitte helfen, wenn die Mutter ihn ständig fragt, warum er keine Freunde hat?
Autismus oder nicht, das bringt ihn nur noch weiter in die Depression...
 
@BennyPenny was ich gestern geschrieben hab, finde ich selbst eigentlicht zu hart. Ich möchte daher nochmal ergänzen, dass ich eher eine unnormal starke Abhängigkeit bei Dir zu Deinen Eltern vermute, aus der Du Dich nicht lösen kannst. Gleichzeitig können Deine Erzeuger Dich in dieser Abhängigkeit halten und schädigen.
Ich würde raten, raus aus der Abhängigkeit wird nur was mit therapeutischer Hilfe. Habe da selbst was durch, wenn es auch anders war.
 
Das ist aber keine Sorge, die besonders liebevoll wirkt.
Was soll das dem TE denn bitte helfen, wenn die Mutter ihn ständig fragt, warum er keine Freunde hat?
Autismus oder nicht, das bringt ihn nur noch weiter in die Depression...
Das Problem ist, auch wenn ich an 3+ Tagen die Woche sozial unterwegs bin, sei es in meinen Vereinen und Organisationen oder Studienkollegen, wird es nie ausreichen, bis ich bei 7 Tagen bin. Meine Mutter ist eine sehr hypersoziale Person, die wahrscheinlich keinen Tag allein verbringen kann.
 
Das Problem ist, auch wenn ich an 3+ Tagen die Woche sozial unterwegs bin, sei es in meinen Vereinen und Organisationen oder Studienkollegen, wird es nie ausreichen, bis ich bei 7 Tagen bin. Meine Mutter ist eine sehr hypersoziale Person, die wahrscheinlich keinen Tag allein verbringen kann.

Das ist das Problem deiner Mutter, nicht deins. Sie darf so leben, du musst nicht.
 
Was meinst du mit Auswendiglernen? Ich kann keine zwei Sätze auswendig lernen.
Merk dir einfach, das niemand dein angefangenes Glas austrinkt, nirgendwo. Und so gibt es eine ganze Menge sozialer Regeln, die du kennen musst und befolgen solltest. Klar musst du diese Regeln auswendig lernen, denn von allein fallen dir solche Dinge ja nicht auf!

Schreib es dir in ein Buch oder ins Handy, damit du nachschauen kannst. Aber beschäftige dich damit, wie andere Mensxhen handeln, wenn sie auf andere Menschen treffen. Du hast die Freiheit, es dann anders machen zu können. Aber es erst gar nicht wissen bringt dich immer in Schwierigkeiten.

Wie macht man denn einen Master, wenn man sich keine 2 Sätze merken kann?!?
 

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