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Ich schaffe es nicht, mich von den Erwartungen anderer zu lösen – wie geht ihr damit um?

Dann ziehe weg aus diesem Dorf bzw. halte Dich fern.
Niemand bekommt mit , was Du in der Ferne so tust, wenn es Deine Eltern nicht jedem auf die Nase binden.
Erfolg wäre auch, wenn das Kind glücklich und zufrieden ist.
Was denkt denn das Dorf über Dich?
Ist eh geplant, stößt aber naturgemäß auf Widerstand. Meine Mutter meinte letztens, dass ich ja nicht immer flüchten kann, weil ich irgendwann ja mal zurückkomme, als wäre es eine Selbstverständlichkeit. Darauf stieß sie auf Opposition bei meinem Vater (und bei mir).
Hintergrund hier dürfte auch sein, dass in der Heimat die meisten jungen Menschen nach dem Studium wieder in ihr Elternhaus zurückkehren, um noch ein paar Jahre dort zu leben und dann erst ausziehen, wenn sie sich Eigentum leisten können, denn der Mieter verliert ja immer. Hier gibt es einen grundlegenden Mentalitätsunterschied zu DE.
 
Ist eh geplant, stößt aber naturgemäß auf Widerstand. Meine Mutter meinte letztens, dass ich ja nicht immer flüchten kann, weil ich irgendwann ja mal zurückkomme, als wäre es eine Selbstverständlichkeit. Darauf stieß sie auf Opposition bei meinem Vater (und bei mir).
Hintergrund hier dürfte auch sein, dass in der Heimat die meisten jungen Menschen nach dem Studium wieder in ihr Elternhaus zurückkehren, um noch ein paar Jahre dort zu leben und dann erst ausziehen, wenn sie sich Eigentum leisten können, denn der Mieter verliert ja immer. Hier gibt es einen grundlegenden Mentalitätsunterschied zu DE.
Es ist doch egal, ob das bei Deiner Mutter auf Widerstand stößt oder nicht.
 
Deine Mutter erfindet die Aussagen der anderen, um weitere Stimmen zu haben, die quasi auf dich einreden. Und es funktioniert ja.

Wenn du irgendwie glücklich werden willst in deinem Leben, dann sag dich von deiner Mutter und von diesem Dorf los. Geh woanders hin, besuch sie drei- oder viermal im Jahr, wenn überhaupt.

Ich erkenne vieles von dem, was du da beschreibst, wieder. Es sind typische Muster kranker Mütter, die das Kind nicht loslassen wollen. Ich habe mich irgendwann losgerissen und war in den letzten Jahren jeweils nur noch an Weihnachten für ein paar Stunden da.

Für jeden Außenstehenden ist die Manipulation offensichtlich, die da geschieht. Für dich schon nicht mehr.

Und: Es ist immer und überall völlig egal, was irgendwer anderes über dich denkt, außer es sind dir wirklich nahestehende, dir wohlwollend verbundene Menschen. Irgendwelche Fremden sind da nie, und deine Mutter ist es leider auch nicht.
 
Meine Eltern erzählen mir manchmal von Gesprächen, wo schlecht davon gesprochen wird, welche Kinder wo in der Schule Probleme haben, welche seltsamen Hobbys sie haben. Meistens ist es dann auch so, dass die Eltern der betroffenen Kinder dann nichts sagen, wenn Themen wie Erfolg angesprochen werden, da sie sich schämen. Man könnte sagen, dass ich in einer ,,mein Kind hat diesen Erfolg"-Kultur aufgewachsen, bin, wobei das nicht ab einem gewissen Alter aufhört. Da ich nicht möchte, dass sich meine Eltern meinetwegen schämen, ist mir wichtig, was das Dorf über mich denkt.

Siehe auch:

Ich denke es ist ihr total unangenehm, dass sie so ein Kind mit dieser Behinderung zur Welt gebracht hat, deshalb möchte sie es verheimlichen.
Wenn ich aber nun irgendwas seltsames beginne, würde man eventuell nach einer Erklärung dafür suchen, die man im ASD findet (und durch meine Auffälligkeiten auch begründen kann).
Wenn du ständig krampfhaft versuchst es deiner Mutter recht zu machen, dann wirfst du damit dein Leben, deine Fähigkeiten und Talente in die Tonne.
Ist es das wirklich wert?

Wenn deine Eltern sich für dich schämen, dann ist das einzig und allein ihr Problem!
Schließlich machst du nichts Kriminelles oder Schlechtes, stimmt's?
Und auf Dörfern wird wirklich über jeden getratscht, also da ist jeder Bewohner mal dran.

Aber das ist für dein künftiges Leben sowas von unwichtig!
Für dich ist es wichtig, daß du endlich mal in die Pötte kommst, und dir Hilfe bei der Berufswahl und beim Bewerben suchst.
Denn du bist momentan sowas von verunsichert, daß das jeder Personaler beim Bewerbungsgespräch sofort merken würde. Deshalb brauchst du dafür einfach jemanden, der dich berät und dir zeigt, wie und wo bewerben kannst, und wie du besser mit deiner Unsicherheit klarkommen kannst.

Und wenn du dir einen Job und eine Wohnung suchst, und deine Mutter deshalb wieder rummeckert, dann frage sie, ob es ihr lieber ist, wenn du dauerhaft arbeitslos bist.
Sich gegen die Eltern durchzusetzen, das gehört zum Erwachsenwerden dazu, das solltest du wirklich mal verstehen....
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey liebe alle, mal wieder ein Update aus meinem Leben.
Ende April bin ich aus meiner WG rausgeschmissen worden bzw. gebeten worden zu gehen. Die Gründe dafür sind vielfältig, lassen sich aber zum größten Teil auf Kommunikationsprobleme und unterschiedliche Lebensrealitäten zurückführen.
Bin dadurch in eine tiefe Krise gefallen, bei der ich mich oft selbst verletzt habe. Ich habe dabei auch mein Handy an meinem Kopf zerschlagen, oder mit einem Gürtel mir Hiebe gegeben, habe mir ein Kleidungsstück um den Hals gebunden und zugezogen,... Immer dabei geschrien dass ich der dümmste Mensch wäre, den der Planet je gesehen hätte oder so ähnlich. Teilweise habe ich das auch in öffentlichen Räumen gemacht.
War aber auch dann auf der Suche nach einer neuen Bleibe, hab auch ein tolles Angebot von einer WG bekommen, wo es menschlich toll gepasst hätte, hab mich aber dann dagegen entschieden, da meine Mutter meinte, ich sollte mich nicht direkt in der ersten Woche entscheiden. Sie hat dann eine Anzeige für eine kleine Wohnung gefunden, die ich auch als toll empfinde. Hab kontaktiert und würde angenommen. Mein Vater ist da Mitmieter, damit die Zahlung des Mietzinses garantiert ist. Um die WG die ich nicht genommen habe weine ich manchmal.
Sommergestaltung ist auch wieder schwierig, ich werde wieder keinen wirklichen Urlaub machen, aber zumindest habe ich jetzt für einen Monat eine Stelle in der Firma meines Vaters. Leider fühlt es sich so an als hätte ich es überhaupt nicht verdient, dahin zu kommen. Mir geht's vor allem darum, dass mich meine Mutter nicht jeden Tag fragt, warum ich denn keine Freunde habe.
Uni war das Semester lang recht ordentlich, hab aber aufgrund meiner Probleme nicht viel Zeit bekommen, mich ausführlich damit zu beschäftigen, ob das Studium oder studieren mir überhaupt noch taugt. Da ich aber eh jetzt einen neuen Mietvertrag habe, den ich frühestens erst in einem Jahr + Kündigungsfrist kündigen kann, muss ich einen zweiten Master machen (ich wollte mein aktuelles Studium im Sommersemester 2027 abschließen).
Stellt sich noch die Frage, wie ich meine Wohnung finanziert bekomme, da sie doch etwas teurer ist als das WG-Zimmer. Problem ist, dass ich nicht einen regelmäßigen Samstagvormittagsjob (oder ähnlich) ausüben kann, da ich einfach zu sehr emotional an meine Eltern gebunden bin und ich es nicht verantworten kann, nur sehr selten noch zurückzukommen.
Soweit von mir.
 
Moment mal.

Du lässt dir die WG, die du toll gefunden hättest, von deinen Eltern ausreden, ziehst in eine Wohnung und bist deswegen traurig?

Und du scheust davor zurück, dir einen Job zu suchen, um dir eben diese Wohnung leisten zu können, um deine Eltern öfter sehen zu können?

Zusammen mit dem, was du anfangs berichtest, sehe ich bei dir klare Indikationen für eine Betreuung im Alltag. Und für einen Neuanfang irgendwo fernab deiner Eltern.
 

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