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Extrem übergewichtig, aber abnehmen klappt nicht

Ich finde nichts schlimm daran, wenn Leute gerne essen und mehr auf den Rippen haben, von mir aus auch viel mehr. Ich kritisiere sie genauso wenig wie einen Raucher oder jemanden, der viel Alkohol trinkt. Aber bei dir klingt das schon sehr danach als hättest du null Spaß daran und als ginge es eher in Richtung Essstörung. Es wirkt getrieben. Das gehört zu einem Profi.
 
Die Lust auf Süßes nimmt aber nach ein paar Tagen völlig ab. Man kann auch dunkle Schokolade ab ca. 80% aufwärts essen, die ist in Maßen genossen (genießen ist relativ, sie ist recht bitter) gesund.
Dass die Lust auf Süßes ganz abnimmt, kann ich nicht bestätigen. Aber ich bin mit viel weniger Zucker zufrieden und glücklich. Süßstoff ist auch süß und sollte reduziert werden. Bitterschokolade wird übrigens nicht mehr so bitter, wenn die Süßschwelle sehr niedrig. Ich kann z.B. keine Vollmilchschokolade oder süße Teile mehr essen. Ich schmecke nur noch Zucker.
 
Ich habe schon alles mögliche ausprobiert, Weightwatchers, Shakes und Co. Aber selbst bei Weightwatchers, wo man alles essen darf, irgendwann sind die Punkte alle und ich habe Hunger und schaffe es nciht, dann aufzuhören zu essen.

Wie wäre es dann mal den Tag über zu Fasten und später genug Essen zu sich nehmen? Wie siehts mit Sport aus? Wie wäre es mit Physiotherapie? Wie wäre ab und an einen Spaziergang zu wagen?
 
Ich finde die Zeit jetzt gerade richtig, um die Ernährung zu ändern.
Für deftigen Essen ist es viel zu warm.
Ich hinterfragen mich, wenn ich was Essen will, ob es wirklich Hunger ist.
Vielfach war es bei mir nur die Lust auf Knabberei.
 
Okay, reden wir über Binge Eating?

Selbst wenn nicht, wenn Du selbst Dein Essverhalten als derart unkontrollierbar erlebst, dann brauchst Du keine Ernährungsumstellung oder Tipps zur gesunden Ernährung, dann brauchst Du Therapie mit Fokus Essstörung.

Auch mein Gedanke.

@suppenkasper
Wenn du so extreme Essanfälle hast und diese nicht kontrollieren kannst, wäre meine erste Idee, neben körprlicher Abklärung psychotherapeutische Unterstützung hinzuzuziehen.

An Ernährung würde ich daneben auf jeden Fall schrauben, Schritt für Schritt, dazu kamen hier bereits Tipps.
Und soweit möglich auf selbst zubereitetes Essen setzen.
Stellvertretend für viele Convenience-Produkte, ein ganz einfaches Beispiel, weil es in meiner Küche steht:
Ein Fertigpesto. An vorletzter Stelle der Zutaten: Zucker. Nervt. Nicht aufgepasst beim Einkauf. Wird mich nicht umbringen muss aber nicht sein.

Mein selbstgemachtes Radieschenblätter-Pesto enthält keinen Zucker.

So zieht sich das durch zig Lebensmittel, bei denen du auf den ersten Blick nicht an Zucker denkst.
Ihn jedoch nicht vermissen wirst, wenn du hier etwas änderst.

Getränke nach und nach umstellen, zuckerreduziert selbst backen.
Nicht zuviel auf einmal wollen.
So greift in Kombi mit Therapie und Behandlung evtl. körperlicher (Mit)Ursachen nach und nach eins ins andere.
Ich glaube, eine Hauruck-Aktion passt nicht zu dir.
 

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