Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Extrem übergewichtig, aber abnehmen klappt nicht

Bei den Ernährungsdocs gab es mal den Tipp, vor dem Essen eine Mandel sehr langsam zu kauen.
Ich würde dir empfehlen, auch das Essen sehr langsam und sehr gründlich zu kauen.

Das Sättigungsgefühl setzt nach ca. 20 Minuten ein, wenn du also nicht alles schnell in dich reinstopfst, fühlst du dich vielleicht nach 20 Minuten satt und kannst aufhören zu essen.
 
Nochmal zu dieser Ernährungsberatung-gebracht hat die überhaupt nichts. Die Frau fing irgendwann an, mysteriöses Zeug über Schlacken zu erzählen. Und ab dem zweiten Mal war sie hauptsächlich daran interessiert, mir Pülverchen aufzuschwatzen, und außerdem noch irgendwelche Pulversuppen udn Riegel. Wir hatten ein paar der Suppen der Frau abgekauft und die waren abgelaufen! Und von den Nährwerten wie eine Fertigsuppe von Knorr, dafür deutlich teurer.
Es gibt auch seriöse Ernährungsberater, beispielsweise von der Krankenkasse oder der Krankenkasse empfohlen.

Hast Du Dich jetzt schon mal um die Adipositas-Beratung oder Adipositas-Sprechstunde gekümmert?
 
Mein Arzt sagt, dass ich zu fett bin und abnehmen muss. Wie, das verschweigt er mir.
Die Ärzte haben dir gesagt, wie Abnehmen geht - weniger Kalorien essen, mehr verbrennen (wobei dieser Teil eher optional ist, man kann auch ohne Sport abnehmen).
Mehr als das - rein technisch gesehen - ist es nicht. Dir wird kein großer Geheimtipp verschwiegen, mit dem es bei jedem mühelos klappt.

Ich hatte vor ein paar Jahren mal 20 kg zu viel auf den Rippen und bin die innerhalb eines Jahres losgeworden, ohne mit einem Arzt oder Ernährungsberater gesprochen zu haben. Seitdem ist mein Gewicht stabil.
Entzugserscheinungen hatte ich selbstverständlich, ich hab vorher viel zu oft Süßkram gegessen und musste meinen Körper erstmal an die neue Ernährungsform gewöhnen, die meinen Blutzucker auf einem recht niedrigen Niveau ohne zu krasse Schwankungen lässt. Ich habe z. B. regelmäßig Kakao getrunken und hielt so was wie Nougat Bits für eine klasse Option zum Frühstück. Ständig bekam ich röhrenden Hunger, bei dem mir sogar schwindelig wurde, und hab das für normal gehalten. Erst jetzt weiß ich, dass diese Sorte Hunger alles andere als natürlich ist. Es war ein Symptom, ausgelöst von falscher Ernährung!

Weiß nicht, welche Tipps ich zum Entzug geben könnte. Der Trick war halt, die früheren ungesunden Suchtmittel "einfach" nicht zu essen und den Heißhunger durchzustehen. Ich hatte die fraglichen Lebensmittel, die ich als meine persönlichen Haupt-"Fettmacher" ausgemacht hatte, zu diesem Zeitpunkt konsequent nicht im Haus. Hab mich beim Einkauf zusammengerissen und das Zeug nicht in den Wagen gelegt. Und egal wie verlockend es war, ich bin nicht nur für diese Produkte nochmal extra einkaufen gegangen, das hab ich mir verboten - weil das Suchtverhalten ist, und ich mir generell kein Suchtverhalten mehr erlauben will.

Geholfen hat mir, mich viel zu solchen Themen zu belesen und dazu, was mit meinem Körper los ist. Das menschliche Hungergefühl hängt von vielen Faktoren ab, und "mein Körper braucht gerade wirklich was" dürfte das sein, was bei uns mit unserer modernen Lebensweise tatsächlich am seltensten zum Hungergefühl führt. Wir essen wegen zu hohen Blutzuckerschwankungen, weil viele Lebensmittel als Suchtmittel designt wurden, aus Langeweile, aus Gewohnheit, weil wir gestern um die gleiche Uhrzeit vielleicht auch was gegessen hatten und der Magen sich wundert, warum es heute um diese Uhrzeit nichts gibt. Das Hungergefühl ist durch unnatürliche "Lebensmittel" derart verfälscht, dass man es nicht als Maßstab zum intuitiven Essen benutzen kann, weil "intuitiv" zu essen so bei den meisten zwangsläufig zu Übergewicht führt.

Die Mechaniken dahinter zu verstehen und das ganze Thema sehr rational zu betrachten war bei mir sehr wichtig. So haben mich die Reaktionen meines Körpers nicht gewundert und ich wusste, woher sie kommen, wie ernst ich sie nehmen muss und wie ungefähr sie verlaufen werden. Und natürlich die Erkenntnis, dass ich mit einem einzigen Griff zu meinen Übeltätern meinen gesamten Entzugs-Fortschritt wieder ruiniert hätte, und dann von vorne hätte loslegen müssen.
Ich wollte, dass es aufhört. Ich wollte wieder gesund und normalgewichtig sein und mich nicht mit Knieschmerzen nach meinem Minijob rumschlagen müssen, die ich irgendwann von meinem Übergewicht bekommen hatte. Ich wollte nicht länger in den Spiegel sehen und ein Gesicht sehen, das ich kaum noch als meines identifizieren konnte.
Ich wusste, dass es die hässlichen Gefühle beim Entzug wert sein wird, wenn ich das jetzt durchziehe und den Ballast an meinem Körper loswerde. Und hallelujah, das war es auch! Ich habe mich körperlich und sogar psychisch nie besser gefühlt als jetzt.

Wenn dein Magen an zu große Portionen gewohnt ist, ist auch das etwas, wo er wieder entwöhnt werden muss. Dann vermeldet er Hunger auch nicht, weil dein Körper was braucht, sondern weil dein Bauch gewohnt ist, mit viel zu viel Volumen ausgestopft zu sein. Auch das kann sich zurückentwickeln, braucht aber genauso Zeit wie ein Zuckerentzug. Es gibt keine Abkürzung, man muss da durch.
 
Ach, was auch sehr wichtig sein kann, sind die Themen "Motivation" und "Identität".

Woher kommt deine Motivation zum Abnehmen? Willst du abnehmen oder musst du abnehmen, weil ein Arzt (oder sonst irgendwer) dir das gesagt hat? Denkst du dir vielleicht insgeheim, dass du eigentlich mit dem aktuellen Zustand zufrieden bist und daran gar nichts ändern willst? Ich wollte von mir selbst aus abnehmen, dass ich zu dick bin hat mir tatsächlich nie jemand ins Gesicht gesagt.

Und wie sieht dein Selbstbild aus? Der Fitnesstuber, an dem ich mich größtenteils orientiert habe, hat mal gesagt: "Man treibt keinen Sport, um irgendwann mal ein Sportler zu werden - man treibt Sport, weil man ein Sportler ist. Und wenn man lange genug dabei bleibt, spiegelt der Körper das irgendwann wieder."
Wie denkst du von dir selbst? Wenn "ich bin dieser fette Mensch, der nicht abnehmen kann und jeden Sport sofort wieder abbricht, weil er nichts durchziehen kann" deine Identität ist, wird es schwer bis unmöglich, dagegen anzukommen.
Ich weiß nicht, wie konkret meine Identität beim Abnehmen aussah, aber mit der übergewichtigen Version von mir selbst konnte ich mich nie identifizieren. Das runde Gesicht im Spiegel war nicht ich. Jetzt ist das, was ich im Spiegel sehe, mit dem, wie ich mich selbst im Kopf wahrnehme, wieder im Einklang.
 
Ich würde wohl als erstes den Zucker reduzieren und auch die süssstoffhaltigen Getränke komplett streichen.
Süßstoff verursacht nämlich Hungergefühl, weil der Körper damit regelrecht "verarscht" wird. Der Geschmack signalisiert: oh, da kommen gleich Kalorien an und schmeisst schon mal alle Vorgänge an. Da kommt aber nichts... Bedürfnis wurde nicht gestillt, also sagt der Körper: gibt mir endlich was Echtes.
Ausserdem sind diese Getränke von der Süsse her völlig drüber. Da würde ich lieber mit zuckerhaltugen Getränken (wenn du auf sie nicht verzichten kannst) anfangen und diese mit Mineralwasser verdünnen. Kann ja am Anfang nur eine kleine Menge Wasser sein, mit dem Ziel, den Wasseranteil immer weiter zu erhöhen.
Und bei den hochverarbeiteten Lebensmitteln ist es letztendlich das gleiche Prinzip. Sie sind so überwürzt (damit man nicht merkt, welchen Mist man sich da gerade reinfegt), da kann normal gekochtes Essen nicht mit konkurrieren. Es sei denn, man hat das eigene Chemielabor zuhause.
Du musst wohl erst mal wieder in die Geschmacksschule, um wieder zu lernen, wie echtes Essen, welches nicht künstlich aufgepeppt wurde, schmeckt.
 
Habe massive Probleme mit meiner Internetverbindung. Deswegen dauert meine Antwort so lange.

Nochmal zu dieser Ernährungsberatung-gebracht hat die überhaupt nichts. Die Frau fing irgendwann an, mysteriöses Zeug über Schlacken zu erzählen. Und ab dem zweiten Mal war sie hauptsächlich daran interessiert, mir Pülverchen aufzuschwatzen, und außerdem noch irgendwelche Pulversuppen udn Riegel. Wir hatten ein paar der Suppen der Frau abgekauft und die waren abgelaufen! Und von den Nährwerten wie eine Fertigsuppe von Knorr, dafür deutlich teurer.


Das mit den verarbeiteten Speisen kann ich mir auch gut vorstellen. Wie hast du das gemacht, mit dem "Kaum mehr verarbeitetes" zu essen? Also das zu reduzieren? Ich habe wirklich Heißhunger auf Verarbeitetes und mit Willenskraft alleine komme ich nicht dagegen an.


Wie hat er das gemacht? Hatte er Entzugserscheinungen? Wenn ja wie hat er die gelindert?


Ich bin Anfang 40. Ich gehe täglich spazieren. Ich war früher joggen, das würde ich gerne wieder machen, aber wegen Fußproblemen (und Übergewicht) derzeit nicht möglich. Beim Fahrradfahren bekomme ich Rückenschmerzen, also fällt das auch weg. Ich mache immer mal Übungen von der Physiotherapie.

Danke das werde ich mich anschauen

Was heißt "umstellen"? Es klappt nicht, ich habe Hunger,Heißhunger, richtige Essanfälle. Und auch an gesunder Nahrung kann man sich dick essen. Ich mache mir manchmal Linsensuppe und nehme dann (damit ihr die Mengen euch vorstellen könnt) eine 800g-Dose braune Linsen, eine Packung Suppengrün, mehrere Kartoffeln, Fleischwurst oder Würstchen dazu und esse das dann in einem Rutsch auf. Das sind also riesige Mengen, die ich essen muss, bevor ich auch nur annähernd satt werde. Was ich da noch weiter umstellen kann, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Meine Ernährung ist Vollkost. Und viel davon. Mein Arzt sagt, dass ich zu fett bin und abnehmen muss. Wie, das verschweigt er mir.

Auf den Rest antworte ich später.
Arzt - spezialisiert auf Stoffwechsel besuchen.
Der dürfte bei dir nicht so funktionieren wie er sollte ..

Leber Support mit Bitterstoffen

☝️ nochmal.. Fachrichtung Endokrinologie.

40 Jahre - ja da stellt sich der Körper leider nochmals um.
Weiblich? Ich frage wegen Hormonellem Ungleichgewicht.. sollte aber dann - so und so - bei einem Endokrinologen auch abgecheckt werden.

Allerdings als ersten wichtigen Schritt - weiter Softdrinks, Kuchen, Pommes geht nicht.. da kann der beste Arzt keinen Zauberstab rausholen…

An dem Spruch Du bist was du isst ist schon ein Fünkchen Wahrheit leider.

Produkte mit Inhaltsstoffen wie E405, E410 .. und vielem mehr sollten aus deinem Speiseplan verschwinden.
Unverarbeitete Lebensmittel essen .. versuchen Schokolade mit Möhren oder was dir nun schmeckt zu ersetzen.

Es gibt Menschen die schaffen dies an einem Tag.. andere brauchen ein Softeres ausschleichen. Ich tippe du bist eher Typ 2

Bevor du isst Versuch es mit einem Glas Wasser.. oftmals ist es gar kein Hunger sondern Durst ..

Ändern kannst aber nur du etwas das heißt schlechte Angewohnheiten mit Guten ersetzen. Das kann dir hier keiner buchstäblich- abnehmen …. Auch kein Arzt oder Ernährungsberater.

Dann wäre vielleicht ein Motivationscoach hilfreich wenn die Umstellung überhaupt nicht klappen möchte.
 
Zuletzt bearbeitet:
richtige Essanfälle
Okay, reden wir über Binge Eating?

Selbst wenn nicht, wenn Du selbst Dein Essverhalten als derart unkontrollierbar erlebst, dann brauchst Du keine Ernährungsumstellung oder Tipps zur gesunden Ernährung, dann brauchst Du Therapie mit Fokus Essstörung.

Und dann ist das kein Lebensführungsproblem, sondern eins mit Diagnose- und Therapiebedürftigkeit.

Nichts, was ein Forum leisten kann. Oder im Hilferuf erlaubt wäre.

Dann hör aber auch auf, Laien oder profane Hausärzt*innen oder Ernährungsberatungspersonen danach zu befragen, die kommen nur mit Alltagstipps, die aber bei einer psychischen Krankheit ungefähr so hilfreich sind, wie einem Depressiven zu sagen, er solle doch nur mal wieder lächeln.

Aus eigener Erfahrung: Man verletzt sich damit selbst. Schütz Dich davor und geh zum/ zur Profi.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben