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Waffengesetze

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Nö, wenn ich nicht will und auch bereit bin, meine Waffe einzusetzen, dann kann man mich nicht einfach entwaffnen. Jedenfalls nicht, ohne selbst in Gefahr zu geraten.

Fragt sich nur inwiefern die amerikanischen Gerichte dann das Wort Freiheit auslegen. Ich denke nicht in diesem Sinne, den er meinte.

Sie legen die Verfassung sehr genau am ursprünglichen Wortlaut aus.
Die Verfassung ist in den USA quasi heilig.

Im Übrigen hat Deutschland etwas ganz ähnliches: Art. 20 GG.
Gegen jeden der es versucht, die freiheitlich demokratische Grundordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht Widerstand zu leisten, wenn keine andere Abhilfe da ist. Und das schließt ausdrücklich auch Gewalt ein.

@ mikenull: Du hast sicherlich recht, dass das Volk zu solchen Gesetzen auch passen und ein eigenes moralisches empfinden haben muss und auch bereit sein, zu handeln.

@ alle: Die Theorie dahinter ist nicht den Diktator zu stürzen, dass wird kaum möglich sein. Nein, die Theorie ist, es gar nicht erst zum Diktator kommen zu lassen.
 

Hallo Dr. House,

schau mal hier: Waffengesetze. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Damals , nach 1918, wurde die Bevölkerung nach und nach
entwaffnet.

...............
Die anhaltenden Unruhen zu Beginn der 20er Jahre zeigten, daß die völlige Entwaffnung mit den bisher getroffenen gesetzgeberischen Maßnahmen nicht zu erreichen war. Verdeutlicht wurde dies vor allem durch die den Jahren 1919 bis 1922 hauptsächlich von rechtsradikaler Seite begangenen politisch motivierten Morde........


Polizei Moenchengladbach - Historie des Waffenrechts
 
Sie legen die Verfassung sehr genau am ursprünglichen Wortlaut aus. Die Verfassung ist in den USA quasi heilig.

Dann konnte wohl den bisherigen Attentätern in den USA die Verteidigung der Freiheit nicht nachgewiesen werden, was 😕


@ alle: Die Theorie dahinter ist nicht den Diktator zu stürzen, dass wird kaum möglich sein. Nein, die Theorie ist, es gar nicht erst zum Diktator kommen zu lassen.

Da kann ich wieder nur antworten: Wie will man vor Gericht nachweisen, das das Opfer ein Diktator geworden wäre?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das wird sich in keinem Volk finden, weil die Intressen bei jedem verschieden sind. Es gab ja der Tage Umfragen, nach denen z.B. ein Teil ( ein viel zu großer Teil!!! ) die Demokratie als nicht fähig empfindet, die Probleme zu lösen.
Gestern hat hier sogar jemand ganz ernsthaft die Beweisumkehr verlangt. ( ein Beschuldigter soll zuerst mal seine Unschuld beweisen )
Insofern denkt da jeder anders drüber - und daraus läßt sich eine irgendwie verschworenen Kampfgemeinschaft gegen bestimmte Politiker nicht bilden. Gab ja bereits in den 70er Jahren Versuche mit Waffengewalt den Staat umzudrehen - erfolglos, wie man weiß.

Vielleicht sollten sich die Hartz 4 Empfänger mal aufmachen, den Staat zu kippen, wenn´s denn nicht über die nächsten Wahlen funktioniert. Aber ich wette,
die Regierung würde das schon mal deshalb verbieten, weil nicht geregelt ist, weiviele Schuß Munition den Leuten im Monat zustehen.
( das war Ironie! )
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage die hier aufgeworfen wurde ist sehr interessant. Und sie zielt im Grunde genau auf den Grund warum das mit dem Waffen in der Verfassung steht. Es ist dort gar nicht so genau beschrieben, dass jeder Amerikaner Waffen tragen soll. Ursprünglich hat sich das auf die Minutemen bezogen, also im Grunde Bürgerwehren gegen Großbritannien. Das waren ja auch die ersten die Widerstand geleistet haben im Unabhängigkeitskrieg.

Es wäre ja reichlich komisch gewesen für die Verfasser der Verfassung😀 diesen Menschen das Recht abzusprechen Waffen zu tragen.


Nur man sollte eines bedenken. Diese Situation ist heute so nicht mehr gegeben und daher gibt es überhaupt keinen Grund mehr für irgendeinen Amerikaner Waffen zu tragen.
 
Da kann ich wieder nur antworten: Wie will der Täter vor Gericht nachweisen, das das Opfer ein Diktator geworden wäre?

Das ist schon möglich. Nimm mal Artikel 20 GG: Wendet man das auf die damalige Anfangszeit des Nationalsozialimus an, kann man schon die Ermordung Hitlers und seiner Schergen rechtfertigen.

Außerdem kämen wahrscheinlich viele der Diktatoren des 20 Jahrhunderts gar nicht auf die Idee, wenn sie wüssten, sie würden es mit einem starken - bewaffneten Widerstand - zu tun bekommen. Das Böse hat ja nie gesiegt, weil es so stark und das Gute so schwach war. Nein, es hat gesiegt, weil dazwischen eine breite Masse gab, der es einfach egal war.

Insofern denkt da jeder anders drüber - und daraus läßt sich eine irgendwie verschworenen Kampfgemeinschaft gegen bestimmte Politiker nicht bilden. Gab ja bereits in den 70er Jahren Versuche mit Waffengewalt den Staat umzudrehen - erfolglos, wie man weiß.

Aber das wäre auch wieder ein Vorteil. So halten sich verschiedene Gruppierungen im Gleichgewicht.

@ Fresh: Woher willst du wissen, dass es in Zukunft nicht eine Situation geben kann, wo man eine Bewaffnung wieder braucht?
 
Es mag sein das eine Bewaffnung wieder nötig werden könnte, allerdings eher in irgendeiner Republik in Afrika. Der nächste amerikanische Diktator wird eine so umfassende Macht besitzen, dass eine Handfeuerwaffe ein ziemlich lächerliches Instrument sein wird um seine Macht ins wanken zu bringen.


Ganz abgesehen davon ist eine bewaffnete Bevölkerung für einen Diktator nur ein weiteres Hindernis auf dem Weg zur Macht. Da er weiß dass seine Bevölkerung bewaffnet ist wird er dies bei einer eventuellen Machtergreifung berücksichtigen. Er kann es sich sogar zu nutzen machen. Beispielsweise mit Kopfprämien für Dissidenten.

Man kann es drehen und wenden wie man will, es gibt keinen Grund für einen Amerikaner eine Waffe zu tragen, außer dem Grund, dass alle anderen auch eine haben.
 
Das ist schon möglich. Nimm mal Artikel 20 GG: Wendet man das auf die damalige Anfangszeit des Nationalsozialimus an, kann man schon die Ermordung Hitlers und seiner Schergen rechtfertigen.

Außerdem kämen wahrscheinlich viele der Diktatoren des 20 Jahrhunderts gar nicht auf die Idee, wenn sie wüssten, sie würden es mit einem starken - bewaffneten Widerstand - zu tun bekommen. Das Böse hat ja nie gesiegt, weil es so stark und das Gute so schwach war. Nein, es hat gesiegt, weil dazwischen eine breite Masse gab, der es einfach egal war.

Artikel 20 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland ? Wikipedia
"Das Widerstandsrecht ist mit der Einführung der Notstandsgesetzgebung in das Grundgesetz 1968 eingefügt worden. Der Widerstand gegen jeden, der es unternimmt, die Grundfesten der Bundesrepublik Deutschland zu zerstören, ist somit rechtlich abgesichert.
Strittig ist, wann dieses Recht greift. Nach einer Meinung greift es bereits, noch bevor die Ordnung gefährdet worden ist; schon die Vorbereitungen zu einem solchen Umsturz dürfen bekämpft werden. Nach anderer Meinung greift dieses Recht aber nur, wenn die Verfassungsordnung bereits ausgehebelt wurde - somit bleibt selbst bei offensichtlichen Verstößen der Staatsorgane gegen die Verfassung nur der Weg über Wahlen, Abstimmungen und den Rechtsweg, solange dieser Weg noch besteht (so etwa BeckOK/Huster/Rux, Art. 20 Rn. 192).
Deutsche (nach Art. 116 GG), also Ausländer eindeutig ausgenommen, dürfen dieses Recht aber nur als Ultima ratio nutzen; vorher müssen alle anderen Mittel ausgeschöpft sein. Nach Meinung einiger Staatsrechtler haben die Widerständler auch das Recht, Anschläge und Morde (z. B. Tyrannenmord) zu begehen, um die grundgesetzliche Ordnung wiederherzustellen.
Im Hinblick auf das Ziel, die verfassungsmäßige Ordnung zu schützen, müssen die Aktionen aber verhältnismäßig, also neben dem Verfolgen eines legitimen Zwecks geeignet, erforderlich und angemessen sein."
 
Außerdem - ich habe ja Praxis - was ist eine Waffe?
Waffen beginnen in der Größenordnung "schweres MG" und "Panzerfaust". Jeder der mal eine Pistole bewegt hat ( guter Ausdruck, oder? ) weiß das man damit aufgeschmissen ist, wenn das Ziel kleiner wie ein Scheunentor ist, oder gar über 25 Meter weit weg ist.
 
Tulpe, ich kenne den Wikipediatext. Was willst du mir damit sagen?

---

Ich wäre mir da nicht so sicher, Fresh. In Deutschland dachten bestimmt auch viele, hier könnte niemals ein Diktator an die Macht kommen. Dachten bestimmt auch viele in Italien, in Russland, in Spanien usw. Übrigens ist die Formulierung "der nächste amerikanische Diktator" falsch. Es gab noch nie einen amerikanischen Diktator, ich finde, dass sollte einen auch zu denken geben.

Und eine bewaffnete Bevölkerung, sofern sie das richtige tut, stellt immer ein Hindernis dar.
 
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