Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Mobbing an Schulen, die Obrigkeit macht nichts, oder?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Hallo FreshDumbledore!


Ich rufe nicht nach dem Staat. Der Staat, der die Aufgabe, hat das Individuum zu schützen, kommt dieser Aufgabe nicht nach. Der Tod und das Leid vieler Schüler werden hingenommen. Der Staat muss seine Pflichten erfüllen. Ist es falsch nach dem Staat zu rufen, wenn Menschen zu Tode gequält werden? Das Schulsystem ist eine ureigene Aufgabe des Staats und hier darf er es nicht hinnehmen, dass die Menschwürde mit Füßen getreten wird.

Gesetze müssen angewendet werden. Ansonsten haben wir hier ganz schnell eine Anarchie.

Es ist doch kein Problem, eine Strafanzeige zu stellen?

In diesem unseren Land ist doch alles geregelt.
 
Hallo FreshDumbledore!


Ich rufe nicht nach dem Staat. Der Staat, der die Aufgabe, hat das Individuum zu schützen, kommt dieser Aufgabe nicht nach. Der Tod und das Leid vieler Schüler werden hingenommen. Der Staat muss seine Pflichten erfüllen. Ist es falsch nach dem Staat zu rufen, wenn Menschen zu Tode gequält werden? Das Schulsystem ist eine ureigene Aufgabe des Staats und hier darf er es nicht hinnehmen, dass die Menschwürde mit Füßen getreten wird.

Gesetze müssen angewendet werden. Ansonsten haben wir hier ganz schnell eine Anarchie.

Ich denke du dramatisierst die Lage ein wenig. Erstens gibt es Mobbing schon lange und wenn jemand mit Selbstmord droht ist auch sonst was nicht ganz in Ordnung.
Wie sollen den diese Gesetze die du verlangst denn aussehen? Mobbing ist doch schon längst verboten. Bei uns an der Schule gibt es sogar eine Anti_Mobbing beauftragte😀
Und ich glaube wir haben schon genug Gesetze und die Gefahren einer Anarchie sind eher gering oder??
 
Aber offentsichtlich gibt es die erwünschte Moral nicht in unserem Lande (in dem notwendigen Ausmaß). Wenn die Moral beim Einzelnen nicht zu finden ist, wenn Menschenleben zerstört werden - dann ist es die Aufgabe des Staats, einzugreifen.

Und wie willst du das erreichen? Internierungslager? Erziehungslager? Doktrinierung? Moral muss gelebt werden! Das einzige, was der Staat tun kann ist, die Verantwortung wieder in die Hände der Eltern geben und zwar rigoros. Da gab es mal eine Begrifflichkeit, die nannte sich "Verletzung der Aufsichtspflicht". Wenn ich teilweise Gerichtsurteile verfolge, die da besagen, dass man nicht erwarten kann, dass Eltern rund um die Uhr ein zehnjähriges Kind beaufsichtigen, dann frage ich mich, wie die Generation meiner Eltern das geschafft hat, oder wie das all die verantwortungsbewussten Eltern heutzutage schaffen, deren Kinder nicht auf divers merkwürdige Gedanken kommen. Wir brauchen definitiv keine neuen Gesetze, wir müssen nur die anwenden die da sind - auch wenn es unpopuläre sind.
 
Ich denke du dramatisierst die Lage ein wenig. Erstens gibt es Mobbing schon lange und wenn jemand mit Selbstmord droht ist auch sonst was nicht ganz in Ordnung.
Wie sollen den diese Gesetze die du verlangst denn aussehen? Mobbing ist doch schon längst verboten. Bei uns an der Schule gibt es sogar eine Anti_Mobbing beauftragte😀
Und ich glaube wir haben schon genug Gesetze und die Gefahren einer Anarchie sind eher gering oder??
In einer Anarchie wären alle Bürger so vernünftig, dass sie sich von selbst richtig verhalten. Ist bei uns nicht so... Aber Aufklärung wäre sicher eine gute Sache bei dem Problem.

Mobbing wird mit Sicherheit nicht dramatisiert. Ich glaube es ist eher das Gegenteil der Fall. Schüler, die unterdrückt werden und deshalb in der Schule schlechter werden -möglicherweise sogar resigniert früher abgehen- werden es schwerer haben, sich zu ausgeglichenen und glücklichen Erwachsenen zu entwickeln. Das ist nicht gut für eine Gesellschaft. Mal ganz abgesehen davon, dass Mobbingopfer meistens einen seelischen Knacks abbekommen. Den ganzen Frust und die Entäuschung geben sie dann wieder an ihre Kinder weiter - ob sie es wollen oder nicht.
Diejenigen, die mobben lernen dass sie sich mit Gewalt und mit Macht über Andere erfolgreich sein können. Und auch das kann nicht gut sein.

Ich weiss nicht, ob es unbedingt neue Gesetze braucht. Möglicherweise muss nur mehr für die Einhaltung der bestehenden Gesetze getan werden. Aber da ist die Politik durchaus gefragt. Es liegt ja immer viel an denjenigen, die die Gesetze ausführen. Eine engagierte und gut ausgebildete Mobbing-Beauftragte, die bei ihren Kollegen auf offene Ohren stösst, kann eine Menge bewirken. Eine Mobbing-Beauftragte kann aber auch nur pro Forma existieren und garnichts verändern.

Moral muss gelebt werden! Das einzige, was der Staat tun kann ist, die Verantwortung wieder in die Hände der Eltern geben und zwar rigoros.
Ich denke, es sind Eltern und Lehrer gefordert. Beide haben ja verschiedene Aufgaben bei der Erziehung der Kinder. Notfalls müssen die Einen versuchen die Defizite der Anderen auszugleichen.

Die Politik könnte durchaus mehr Gewicht auf die soziale Entwicklung der Kinder legen. Bislang war es doch so, dass mehr die schulische Leistung gepuscht werden sollte - wars nicht so, dass wir dabei im Vergleich zum Ausland ja immer schlechter abschnitten?
Die soziale Entwicklung passiert aber nicht nur in der Schule - da müsste auch in Kindergärten, Sportvereine und auch in die Aufklärung der Eltern investiert werden.



PS:
Ich kann mich noch gut an meine Schulzeiten erinnern. In der Grundschule hatte ich eine sehr lockere Lehrerin. Die meiste Zeit haben wir Lieder gesungen oder waren auf Wandertag im Park. Wir Kinder fanden das klasse - ich kann aber bis heute nicht vernünftig schriftlich Dividieren. Im Nachhinein hätte ich gerne die strenge Lehrerin der Nachbarklasse gehabt.

Im Gymnasium hatten wir eine zu lockere und auch noch überforderte Klassenlehrerin - und die Klasse hat gemacht was sie wollte. Es gab damals Stunden, in denen die Klasse über sich selbst sprechen sollte - da wurde nur gewitzelt, gelacht und gestört. Damals wurde auch schon übelst gemobbt - und man konnte auch durchaus auf den Elternabend die Eltern der Problemkinder erkennen. Die meisten davon kamen übrigens nicht aus sozial schwächeren Schichten - ganz im Gegenteil.

Als ich die Klasse wechselte, durfte ich einen Lehrer erleben, der seine Schüler im Griff hatte. Mobbing gab es dort nicht mal im Ansatz. Vielmehr kannte und förderte er jeden seiner Schüler. Aufsässige Menschen stutzte er zurecht - und zwar Schüler genauso wie andere Lehrer oder Eltern.😎 Das angenehme war, dass der Klassenverband so stark war, dass die Chaoten, die es trotzdem gab, garnicht erst versuchten Schwächere zu unterdrücken.
Es ist bei diesem Lehrer auch durchaus vorgekommen, dass man Freitag Nachmittag erfuhr, dass man für die Hausarbeit bis Montag das Wochenende komplett am Schreibtisch verbringen würde. Wir haben dann geguckt, dass wir möglichst schnell nach Hause kommen, um das Pensum zu schaffen - und es hat Spaß gemacht.
In meiner vorherigen Klasse wäre dagegen lediglich das Telefon der Klassenlehrerin vor Beschwerden der Eltern heissgelaufen.
 
ich halte Mobbing nach wie vor eher für ein Privatproblem, was sich an sich relativ leicht lösen läßt....jedenfalls von selbstbewussten Leuten mit ein wenig Zivilcourage...ich finde es kleinkindhaft zu erwarten, dass Papa Obrigkeit immer für einen da ist und schützen soll...Und das sich die Welt um die Schwachen drehen sollte..ich gebe zu, da ein wenig darwinistisch drauf zu sein und zu erwarten, dass die Schwachen daran arbeiten ihre SChwächen und den Opferhabitus abzubauen anstatt das die Obrigkeit von oben her immer aufpassen muss...damit die Starken den Schwachen nicht immer eins auf die Mütze hauen.
Gewalt ist ein natürliches Phänomen, aber der Umgang mit Gewalt ist erlernbar.

Mobbing gehört zu Gewaltdelikten, in den Bereich psychische Gewalt. Ist zwar schwerer nachweisbar, aber mit Therapeuten als Zeugen kann man da vor Gericht auf Basis der bestehenden Gesetze schon was machen denke ich.
Ich bin daher nicht der Auffassung, dass es für Mobbing neue Gesetze braucht. Gesetze sind da, aber werden ggf. zu wenig angewendet?
An sich würde die Justiz ja direkt reagieren, z.B mit härteren Strafen für Mobbing, wenn mehr Opfer anzeigen und klagen würde. Das Rechtssystem wird erst aufmerksam, wenn die Gerichte in punkto gewisser Delikte überlaufen und erst dann wird was geändert...Das sich nix ändern liegt meiner Ansicht nach an der zu unsicheren Haltung z.B der Eltern von Mobbingopfern...die nicht den Mut haben mal auf den Tisch zu hauen, sprich Klage zu erheben. Meist sind es die Opfer selber oder Angehörige der Opfer, die sich selbst nicht ernst genug nehmen und bagatellisieren.....

Und einen weiteren Aspekt hatte ich ja bereits in meinem vorherigen Post geschildert....gesellschaftliche Probleme, zu geringe Chancengleichheit, Dichtestress etc. was alles dazu führt, dass der Ton untereinander härter und aggressiver wird und Mobbing zweckgerichtet eingesetzt wird um schwache Konkurrenz aus dem Weg zu räumen. Man sollte immer auch auf die Funktion der Dinge, hier: Mobbing gucken.
Es braucht starke aufgeklärte Eltern, Lehrer und eine interessiertere Politik um hier mal mehr Grund und Boden reinzukriegen. Aber Fakt ist, dass die Politik eher an der Globalisierung der Wirtschaft interessiert ist und Lehrer und Eltern ebenfalls oft mehr an ihren persönlichen Dingen als an den Zuständen der Schulen auf die ihre Kinder gehen. An sich steht es den Bürgern ja frei selber Schulen zu gründen, Schulen mit kleineren Klassen und guten Lehrern. Arbeitslose Lehrer, auch gute und engagierte Lehrer gibt es genug,...warum also nicht mehr Eigenintiativen? In Amiland gibt es viel mehr Bürgerinitiativen...hierzulande kreischt man oft nur nach der Obrigkeit..was ich unerwachsen und unreif halte und auch für gefährlich....nur so ein Volk rennt dann geblendet auch mal (wieder?)hinter kopflosen Führern (Hitler z.B) und ihren Versprechungen für Ordnung zu sorgen her.

Daher finde ich auch diesen thread hier mit dem Ausdruck "Obrigkeit" bedenklich und es stimmt mich traurig, dass viele Bürger sich noch immer wie Kinder geben, die passiv dahocken, selber keine Ideen oder Initiativen ergreifen, sondern darauf warten bis Papa Staat es richtet.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tyra!

ich halte Mobbing nach wie vor eher für ein Privatproblem...
Ist Kriminalität auch ein Privatproblem?

Möchtest Du ein Land, in dem es keinen Staat gibt und die Privatpersonen alles erledigen? Das klappt nur, wenn alle moralisch handeln.

... der Umgang mit Gewalt ist erlernbar...
Hier wären ein paar Beispiele sicherlich interessant.

...Daher finde ich auch diesen thread hier mit dem Ausdruck "Obrigkeit" bedenklich und es stimmt mich traurig, dass viele Bürger sich noch immer wie Kinder geben, die passiv dahocken, selber keine Ideen oder Initiativen ergreifen, sondern darauf warten bis Papa Staat es richtet...
Es gibt genuin staatliche Pflichten, in die sich der Einzelne nicht einmischen sollte. Oder willst Du Selbstjustiz?
 
ich halte Mobbing nach wie vor eher für ein Privatproblem, was sich an sich relativ leicht lösen läßt....jedenfalls von selbstbewussten Leuten mit ein wenig Zivilcourage...ich finde es kleinkindhaft zu erwarten, dass Papa Obrigkeit immer für einen da ist und schützen soll...Und das sich die Welt um die Schwachen drehen sollte..ich gebe zu, da ein wenig darwinistisch drauf zu sein und zu erwarten, dass die Schwachen daran arbeiten ihre SChwächen und den Opferhabitus abzubauen anstatt das die Obrigkeit von oben her immer aufpassen muss...damit die Starken den Schwachen nicht immer eins auf die Mütze hauen.
Gewalt ist ein natürliches Phänomen, aber der Umgang mit Gewalt ist erlernbar.

Mobbing gehört zu Gewaltdelikten, in den Bereich psychische Gewalt. Ist zwar schwerer nachweisbar, aber mit Therapeuten als Zeugen kann man da vor Gericht auf Basis der bestehenden Gesetze schon was machen denke ich.
Ich bin daher nicht der Auffassung, dass es für Mobbing neue Gesetze braucht. Gesetze sind da, aber werden ggf. zu wenig angewendet?
An sich würde die Justiz ja direkt reagieren, z.B mit härteren Strafen für Mobbing, wenn mehr Opfer anzeigen und klagen würde. Das Rechtssystem wird erst aufmerksam, wenn die Gerichte in punkto gewisser Delikte überlaufen und erst dann wird was geändert...Das sich nix ändern liegt meiner Ansicht nach an der zu unsicheren Haltung z.B der Eltern von Mobbingopfern...die nicht den Mut haben mal auf den Tisch zu hauen, sprich Klage zu erheben. Meist sind es die Opfer selber oder Angehörige der Opfer, die sich selbst nicht ernst genug nehmen und bagatellisieren.....

Und einen weiteren Aspekt hatte ich ja bereits in meinem vorherigen Post geschildert....gesellschaftliche Probleme, zu geringe Chancengleichheit, Dichtestress etc. was alles dazu führt, dass der Ton untereinander härter und aggressiver wird und Mobbing zweckgerichtet eingesetzt wird um schwache Konkurrenz aus dem Weg zu räumen. Man sollte immer auch auf die Funktion der Dinge, hier: Mobbing gucken.
Es braucht starke aufgeklärte Eltern, Lehrer und eine interessiertere Politik um hier mal mehr Grund und Boden reinzukriegen. Aber Fakt ist, dass die Politik eher an der Globalisierung der Wirtschaft interessiert ist und Lehrer und Eltern ebenfalls oft mehr an ihren persönlichen Dingen als an den Zuständen der Schulen auf die ihre Kinder gehen. An sich steht es den Bürgern ja frei selber Schulen zu gründen, Schulen mit kleineren Klassen und guten Lehrern. Arbeitslose Lehrer, auch gute und engagierte Lehrer gibt es genug,...warum also nicht mehr Eigenintiativen? In Amiland gibt es viel mehr Bürgerinitiativen...hierzulande kreischt man oft nur nach der Obrigkeit..was ich unerwachsen und unreif halte und auch für gefährlich....nur so ein Volk rennt dann geblendet auch mal (wieder?)hinter kopflosen Führern (Hitler z.B) und ihren Versprechungen für Ordnung zu sorgen her.

Daher finde ich auch diesen thread hier mit dem Ausdruck "Obrigkeit" bedenklich und es stimmt mich traurig, dass viele Bürger sich noch immer wie Kinder geben, die passiv dahocken, selber keine Ideen oder Initiativen ergreifen, sondern darauf warten bis Papa Staat es richtet.

Tyra

Es freut mich zu lesen, wie brillant Du gegen eine passive Versorgungshaltung argumentierst.🙂

Denn die Menschen vergessen, dass nur durch eigene Aktivitäten etwas verändert bzw. erreicht werden kann.

Der Ruf nach Obrigkeit ist dabei der schlechteste Weg und zeigt eigentlich nur die fehlende eigene Bereitschaft zur Veränderung von Dingen auf.
 
Hallo Oh_jee, oh_jee!

Es freut mich zu lesen, wie brillant Du gegen eine passive Versorgungshaltung argumentierst.🙂

Denn die Menschen vergessen, dass nur durch eigene Aktivitäten etwas verändert bzw. erreicht werden kann.

Der Ruf nach Obrigkeit ist dabei der schlechteste Weg und zeigt eigentlich nur die fehlende eigene Bereitschaft zur Veränderung von Dingen auf.
Sollen wir Deiner Meinung nach die Polizeidienststellen schließen und die Gesetzesbücher verbrennen?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben