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Kulturzeit Beitrag "Der Gotteswahn"

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Mein Eindruck ist auch, dass etliche religiöse Menschen durch Ängste geprägt sind. Möglicherweise sind die Ängste aber nur unterschwellig vorhanden und gar nicht immer so richtig bewusst.

Ich habe einen Bekannten, der recht religiös erzogen worden war und in seinen Jugendjahren auch sehr gläubig war. Er erzählte mir mehrfach, dass er zu dieser Zeit unter starken Ängsten litt. Er hatte immer Angst davor, etwas falsch zu machen und daher Gott nicht zu gefallen.

Später konnte er sich vom Glauben weitgehend lösen; die Nachwirkungen seiner Ängste sind aber noch deutlich spürbar und er hat immer noch gewisse Probleme damit.

Ich habe den Eindruck, dass das Verhalten vieler Gläubigen durch Ängste (mit-)geprägt ist. Ist es nicht so, dass man sich letztlich unter permanenter Überwachung durch Gott fühlt? Wie eine immerwährende Überwachungskamera, die auch Gedanken lesen kann wurde mir Gott als Kind nahe gebracht. Gott wird zwar als liebender Gott beschrieben. Aber er ist halt nur so lange liebend, so lang wir das tun was er (angeblich) will.

Praktischerweise gilt ja ausgerechnet einer der stärksten Triebe des Menschen, die Sexualität, als Sünde, die es zu unterlassen gilt. Da die meisten Menschen aber dem natürlichen Drang nach sexueller Betätigung nicht widerstehen können lässt sich auf diese Weise sehr einfach ein ständiges Schuldgefühl produzieren. Man fühlt sich schuldig, kann aber dennoch nicht anders, wird vorübergehend durch Beichte entlastet, macht sich erneut schuldig usw. Die Schuld führt zu Ängsten (Angst vor Bestrafung, Angst davor, nicht in den Himmel zu kommen), die wiederum das Denken und Handeln mitbestimmen.
 
Ich glaube, der bekannte Autor, Janosch, hat über diese Ängste sogar ein Buch geschrieben.

Und hier noch eine Definition, weil das hier dauernd ( Pete ) völlig durcheinandergeworfen wird:

Muss man den Atheismus rechtfertigen?

Eigentlich muss man das nicht. Aber man kann es. Vor allem muss man den Leuten erklären, was Atheismus eigentlich ist. Häufig wird eine falsche Definition von Atheismus verwandt und diese dann demontiert. Das machen einige Theologen, z. B. der Herr Küng 2001, sehr gerne. Es gibt nämlich (so sagt inzwischen die Mehrheit der Theologen) keinen Beweis für die Existenz Gottes. Wenn nun ein Atheist tatsächlich behaupten würde (wie der Theologe ihm fälschlicherweise unterstellt), es gäbe keinen Gott, so müsste der Atheist einen positiven Beweis der Nichtexistenz führen, was logisch unmöglich ist. Nur wer allwissend ist, könnte definitiv behaupten, dass kein Gott existiert. Also ist der Atheismus irrational. Damit wäre allerdings die Behauptung, es gäbe keinen Weihnachtsmann, gleichermaßen irrational.

Man wird aber fast keinen einzigen Atheisten aus den letzten Jahrhunderten finden, der behauptet, Gott existiere nicht. Hier wird eine falsche Definition von Atheismus zugrunde gelegt, um die Atheisten auf dieser Basis diskreditieren zu können. Denn sowohl die Mehrheit der Theologen als auch die Mehrheit der Atheisten oder die Mehrheit der Agnostiker sind sich darüber völlig einig, dass es keinen Beweis für und auch keinen Beweis gegen einen Gott gibt. Es sind die Theisten, die sagen, dass man daher einen Glauben an Gott benötigt, sozusagen als Ersatz für einen Beweis. Und ein Atheist ist schlicht jemand, dem dieser Glauben fehlt bzw. jemand, der Glauben für einen schlechten Ersatz für Wissen hält, und der daher die Idee, man könne jenseits des Wissens und jenseits des Erkennens etwas wissen oder erkennen, oft für unsinnig hält (mit Ausnahmen - es gibt auch Esoteriker, die Atheisten sind). Außerdem müsste man genauer über die Eigenschaften Bescheid wissen, die ein Gott haben soll, um zu erwägen, ob dieser Gott existieren kann oder nicht.

Es gibt eine unendlich große Menge an Dingen, an die wir nicht glauben. Bei gläubigen Christen gehören z. B. fast alle Götter anderer Religionen dazu. Also sind auch Gläubige dazu fähig, an etwas nicht zu glauben, obwohl sie keinen "Beweis für die Nichtexistenz" haben. Es ist nämlich nicht möglich, einen Beweis für Nichtexistenz zu haben - deswegen ist es irrational, an etwas zu glauben, weil die Nichtexistenz nicht bewiesen wurde ... In der logischen Umkehrung wäre es also nur rational, an etwas zu glauben, dessen Existenz bewiesen wurde oder zumindest sehr wahrscheinlich ist oder dessen Existenz unbedingt notwendig ist, um nachgewiesene Phänomene zu erklären. Mit der Hypothese "Gott existiert" kann man aber nichts erklären - siehe Wie Theologen die Welt erklären.
 
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der glaube ist durch ängste und hoffnung bestimmt.genau das ist ja sinn der sache.als gläubiger lebt man in steter angst etwas falsch zu machen, versucht möglichst keinen fehler zu machen.nur durch diese angst ist gewährleistet dass man nicht gegen gottes regeln(teilweise einfach nur regeln die vonnöten sind um eine funktionierende gesellschaft aufrechtzu erhalten) verstösst.es ist dasselbe prinzip der juristischen bestrafung.wäre die gefahr der juristischen strafe nicht würden die hemmungen zu straftaten rapide sinken.und eben diese angst zwingt die menschen sich an die richtlinien des zusammenlebens zu halten.anders wäre das system nicht erfüllbar.natürlich kann diese angst auch erschreckende formen annehmen, aber dieses extrem gibt es immer und überall.und als ausgleich zur angst des gläubigen gibt es seine hoffnung.er macht sich keine sorgen und gedanken um das ungewisse, denkt nicht sein leben sei umsonst, da es nach seinem tod so oder so vorbei ist.nein, er versucht möglichst viel gutes im leben zu vollbringen um in sein leben nach dem tod,sei es der himmel oder reinkarnation, aufzusteigen.es ist sozusagen die kotivation, fast schon ein zwang der gläubigen "gut" zu sein.das dieses system in einzelfällen ein ziemlicher griff ins die kloschüssel ist, ist normal, es gibt immer extremgänger und ausnahmefälle.aber im grossen und ganzen sind diese zwei faktoren der religion, glauben und hoffnung, die zwei ausschlaggebenden für eine funktionierende gesellschaft.und das ist gut so.die menschen werden sozusagen zur vernunft gedrängt.und in einer zeit in der so gut wie keine werte mehr vermittelt werden, die erziehung auf ihrem wertlichen tiefgang ist istb das nicht von nachteil.
 
Hmmmm, schwierige Kiste.........

Gott hin oder her. Falls es Gott geben sollt oder eine höhere Macht ist diese wenigstens clever genug sich nicht blicken zu lassen.

Religion an sich.... nein Danke!!!

Ich muß nicht in die Kirche rennen, auch sehe ich nicht ein das Wasser gepredigt und Wein gesoffen wird.

Hauptsache die Fassade stimmt und man gehört dazu...... 😕

Religion in Gruppen (egal ob Christen, Moslem oder oder oder) ist mir zuwieder da man darin immer schön alles Böse verstecken kann.
Egal ob Heiliger Krieg, Hexenverbrennung, Folter, Selbstmordattentäter, es is ja für den guten Zweck oder wie?!? Immer schön zu Gott beten damit alle Sünden weg sind damit das was zu Hause passiert getilgt ist.

Ich denke jeden Tag an meine Großmutter aber dafür brauche ich kein Gebäude oder einen "Vorsteher" dafür reicht mein Herz. Ich werde auch heute wieder zum Friedhof gehen und das Grab neu bepflanzen und mich an die Liebe erinnern die sie mir gab. Das gibt mir mehr als es ein willenloser Glaube je könnte.

Ich frage mich nur warum viele Gräber so verkommen sind wenn der Kirche so hinterher gehechelt wird. Liegt wohl eher am weltlichen Mammon der nach dem Tod ja die Hände gewechselt hat.

Jedem das Seine.........
 
Nur mal so nebenbei ich lebe nicht in ständiger angst, etwas falsch zu machen! ihr sprecht hier, von glaubigen menschen, als würden sie nur besonnen, gar weltfremd durchs leben gehen, ich denke das keinem ein bisschen gottvertrauen schaden würde - dennoch, jeder soll so leben wie er es für richtig hält aber die ewigen argumente, das gläubige menschen , in angst und oder teilweise für etwas dumm hingestellt werden, weil sie eben glauben, naja da kann ich nur den kopschütteln vor so viel selbsüberschätzung.
 
Hat niemand behauptet, das ALLE Gläubigen Angstträume haben. Es ist aber eine Tatsache das die Kirchen den Gläubigen eine gewisse Angst mitgeben wollen. Und das scheint in allen Religionen so zu sein. Der Teufel wurde sogar extra dafür erfunden.

Das wäre doch mal ein gutes Diskussionsthema: Können die Kirchen überhaupt überleben, wenn sie den Gläubigen nicht mehr mit Strafe drohen?

Zitat:

Schuld wird dem Menschen eingeredet, und dann bietet man ihnen Erlösung an. Das ist ungefähr so redlich wie ein Doktor, der die Leute mit einer Krankheit infiziert, um ihnen dann Medikamente zu verkaufen oder ein bestimmtes Wohlverhalten einzufordern. Davon leben die Kirchen - "Das einzig sichere an der Erlösung ist der Erlös daraus", wie Deschner sagte.
 
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Hat niemand behauptet, das ALLE Gläubigen Angstträume haben. Es ist aber eine Tatsache das die Kirchen den Gläubigen eine gewisse Angst mitgeben wollen. Und das scheint in allen Religionen so zu sein. Der Teufel wurde sogar extra dafür erfunden.

Das wäre doch mal ein gutes Diskussionsthema: Können die Kirchen überhaupt überleben, wenn sie den Gläubigen nicht mehr mit Strafe drohen?
eben.
 
Ich habe keine angst, mir wurde sowas auch nicht mitgegeben, vielleicht wird da einiges falsch interpretiert und mir redet die kirche sowas auch nicht ein. ich sprech hier von mir, aber immer mit angst und fegefeuer, hexenverbrennung zukommen, is langsam nen bissl abgedroschen.
am besten sind dann die vergleiche mit radikalen Moslems !
 
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natürlich und was willst du mir damit sagen ?


Zitat :

Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden
 
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