Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Glaubt ihr an Gott ?

  • Starter*in Starter*in Firestormx34
  • Datum Start Datum Start
  • Stichworte (tags) Stichworte (tags)
    gott

Glaubt ihr an Gott?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    65
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
an sich kenne ich aus dem Studium das Christentum ganz gut...ich habe analytische Seminare dazu besucht und mir halt daraus meine (vorläufige) Meinung gebildet. Und zu dieser Meinung stehe ich.
Ja ich habe generell eine Abneigung gegen Übersinnliches und Esoterisches..weil ich halt Wissenschaftlerin bin und mich eher an Fakten halte als an Imaginationen. Ich glaube halt eher an die Macht des Wissens als an die Macht eines imaginären Wesens..na und? Jedem Tierchen sein Pläsierchen!

Und du maßt dir natürlich als Vollblutchristin an dein Christentum besser zu kennen? Das Thema mit der Hybris hatten wir ja bereits, oder? Lassen wir es also mal lieber dabei bewenden und streiten wir uns nicht darüber wer der bessere Mensch ist..ich denke sowohl Christen als auch Atheisten stehen sich in Güte oder Schlechtigkeit in nix nach, oder?

Ein guter und reifer Mensch weist sich meiner Ansicht nach v.a. durch Toleranz aus. Ich habe damit generell kein Problem (außer Toleranz ggü Hybris und Dogmatismus, Gewalt etc.) Und sie steht es mir dir?

Kannst du Atheisten ertragen...und auch Atheisten, die ggf. bessere Menschen als du sind (damit meine ich nicht mich, sondern allgemein)? Oder bist du der Ansicht, dass nur Christen eine Daseinsberechtigung oder Sonderstatus auf dieser Erde haben?
 
Zuletzt bearbeitet:
Kannst du Atheisten ertragen...und auch Atheisten, die ggf. bessere Menschen als du sind (damit meine ich nicht mich, sondern allgemein)? Oder bist du der Ansicht, dass nur Christen eine Daseinsberechtigung oder Sonderstatus auf dieser Erde haben?

Hab ich jemals diesen Anschein erweckt 😕
 
Warum, Paradies Angel, wendest Du Dich nur an Gott, wenn Du seine Hilfe benötigst? Ist das nicht auch scheinheilig? Wie fühlt man sich als Mensch, wenn einer nur zu einem kommt, wenn er Hilfe benötigt, einen aber sonst ignoriert?
QUOTE]

gm soundso,

deine frage ist berechtig und ich will versuchen sie zu beantworten.

bevor ich aber damit beginne noch eine kurze anmerkung: "scheinheilig" ist es von mir nicht, da ich nie von mir behaupten würde/könnte heilig zu sein und das setzt dieses wort voraus.

die einfachste erklärung, wahrscheinlich auch die zutreffenste, wäre zu sagen: "weil viele der menschen (auch ich) so sind, nur dann gott um hilfe zu rufen wenn sie keinen ausweg in ihrem leben sehen und sich nicht mehr helfen zu wissen, dann soll gott schnell und vor allem prompt eine lösung und seine hilfe bereit halten.
solange es ihnen an nichts mangelt - ihr leben wunsch- u. planmässig verläuft, vergessen sie aber (nicht aus böswilligkeit sondern reiner gedankenlosigkeit) das es gott ist der schützend seine hände über sie hält und ihre schritte lenkt!"...

....an diesem abend ist in mir eine mauer zerfallen und ich habe damit beginnen können mich wieder zu öffnen um gott näher zurücken und auch an ihn und seine bedingungslose liebe zu uns menschen wieder zu glauben.

ich denke also nicht das ich dadurch ein schlechter mensch war oder bin. gott merkte das ich zeit brauche und er gab sie mir. er hat geduldig gewartet bis ich für ihn bereit bin und als er es wusste das die zeit reif ist hat er mir diesen brief mit dem gedicht zukommen lassen und mir zu verstehen gegeben das er da ist.

lg
ParadiseAngel


Liebe ParadiseAngel!

Es freut mich wirklich, daß Du Gott fürchtest, seine Existenz für Real hältst. Aber verstehe doch, selbst wenn Du per Definition nicht "scheinheilig" bist, so ignorierst Du doch Gott oder besser ausgedrückt Du ehrst ihn nicht wirklich, sondern nur zu Deinem eigenen Zweck. Oder ist dies nicht so, wenn wir ihn nur bitten, wenn wir sonst nicht mehr weiterwissen?
Viele Menschen sind sich nicht darüber im Klaren, aber Gott weiß um diese Dinge. Er kennt unser Herz und beachtet die Gebete von solchen, die ihn nicht wirklich (von ganzem Herzen) suchen, nicht.
Wer ihn wirklich ernst nimmt, will auch wissen, was Gott zu sagen hat, was ihm wichtig ist, um eine Kommunikation im eigentlichen Sinne zu ermöglichen, die nicht nur einseitig ist. Die auch nicht nur aus Bitten, sondern auch z.B. aus Danken besteht. Gott spricht in erster Linie durch sein Wort, so wie er es aber auch durch Erlebnisse, Menschen, Träume und Visionen tun kann.

Die Grundlage, um das (schlechte!) Verhältnis zu ändern, ist, die eigene Schuld vor ihm einzusehen. Daß das das tatsächliche und wirkliche Problem ist, was zwischen allen Menschen und Gott steht, sagt er in seinem Wort immer wieder. Wenn uns diese Einsicht selbst schwerfällt, weil wir vielleicht niemanden umgebracht haben und meinen wegen "Allerweltsvergehen" (also solchem, was die Gesellschaft mittlerweile vielfach anerkannt hat, weil es so viele tun) keine Schuld vor ihm zu haben, so täuschen wir uns sehr. Auch darüber finden wir Erkenntnis in seinem Wort.

Die "Gedankenlosigkeit" ParadiseAngel, wie Du sie beschreibst, ist natürlich vielfach vorhanden, aber niemand kann sich glaubhaft sein Leben lang darauf berufen, wo Gott doch immer wieder im Leben eines jeden wirkt. Der Mensch kommt z.B. in Situationen, die ernsthaft gefährlich sind, bittet Gott, und wenn dann alles gut verlaufen ist (das Flugzeug nicht abgestürzt, das Kind nicht gestorben, die Frau nicht davongelaufen) dann war es die Genialität des Piloten, Kompetenz der Ärzte, oder die gute Eheberatung und eigenes Engagement. Gott aber ist schnell vergessen. Verstehst Du? Das ist dann schon bald keine Gedankenlosigkeit mehr, sondern Ignoranz. Bewusste Ignoranz des Schöpfers und Gebers von allem, der gerne hilft, aber sich -trotz seiner mit Menschen in keiner Weise vergleichbaren Geduld- nicht für immer ausnutzen lässt.
Eines ist auch ganz sicher, weil es die Gerechtigkeit Gottes verlangt: Alle erhalten für ihre Taten, was sie
verdienen. Denn es wird eine Auferstehung der Toten geben: Ein Gericht, vor welches alle, die lebendigen und die (dann ehemals) Toten, gestellt werden, um ewiges Leben oder aber ewige Strafe zu empfangen. Gott wird dieses Gericht durch Jesus Christus halten. Ihn hat er zum Richter erklärt.

Niemand wird zu Gott kommen und dort bei ihm ewig leben, der sich nicht heiligt, so wie Gott es verlangt. Denn das (das nicht heiligen, die bewusste/willentliche Sünde, Toleranz derselben) ist der Grund, warum den Menschen ihr ehemals ewiges Leben, Fülle und Segen bei Gott genommen wurde und stattdessen Tod, Leid, Krankheit, Dornen, Disteln, gefährliche Tiere, Ungerechtigkeit,... (also Fluch) in ihr Leben getreten sind. Für eine begrenzte Zeit eines Menschenlebens, in der wir (alle) die Chance haben, uns zu ändern, also auf Gottes Sohn (Jesus) zu hören. Handeln wir danach, so werden wir (wieder) ewig Leben. Bei Gott. Diese werden ihn selbst, sein Angesicht, sehen. Und er wird bei Ihnen sein, ihr Gott. Wer dies nicht tut, wird sich dafür verantworten müssen. Vor einem Richter, den man nicht belügen kann. Mit Anklagen, an denen kein kleinstes Detail fehlt. Auch sein strafendes Urteil (Zorngericht genannt) wird ein ewiges sein, denn diese hätten (wenn sie könnten) so weitergelebt, und mit ihrer Ungerechtigkeit und Selbstsucht wäre es nicht besser, sondern mit der Zeit immer schlimmer geworden.

Zitat von Missis:
Eine Frage, Soundso.
Was meinst du denn, WER hat "Gottes Wort" verfasst und niedergeschrieben? Hat Gott sich hingesetzt, mit Papier, Tinte und Federhalter und die Bibel geschrieben?

Warum fragst Du mich, Missis, wenn Du doch eigentlich die Frage selbst beantworten möchtest?
Tatsächlich aber irrst Du Dich, denn Gott hat die Bibel zwar nicht selbst geschrieben, aber er hat durch seinen Geist bewirkt, daß Menschen sein Wort nach seinem Willen verlässlich und korrekt verkündigt und niedergeschrieben haben.
So und nicht anders steht es auch in genau diesem heiligen Wort, der Bibel.

Wäre es anders, würde Gott in seinem Wort nicht immer wieder selbst verlangen, daß wir genau diese Worte (des Evangeliums, der Propheten etc.) kennen, wie auch Jesus immer wieder deutlich auf diverses darin enthaltenes (damals im Alten Testament) hingewiesen hat. Vorwurfsvoll, wenn die Menschen es nicht kannten.

Du kannst nichts extrahieren ohne es zu entstellen. Siehst Du es aber im Zusammenhang, dann kannst Du, -positives Bemühen und Aufgeschlossenheit vorrausgesetzt- mit Gottes Hilfe auch das verstehen, was Dir fremd oder falsch oder abweichend erscheint.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Taonas!

Du bestätigst mit Deinen Worten die Weltflucht der Buddhisten:

...Buddhisten dagegen, haben ihr Bewusstsein so sehr erweitert, dass sie in der Lage sind, sich gedanklich und emotional von Materie und Stofflichkeit zu lösen und neue Wege und Ebenen zu finden...
Es geht u. a. um die Erweiterung des Bewusstseins auf eben diese nichtstofflichen/materiellen Ebenen und die Befreiung des Geistes und des Herzens aus engmaschigen Normen und - auch - kulturellen/gesellschaftlichen Zwängen. ...
Der sogenannten "normalen" Welt den Rücken zu kehren, um sich spirituell und meditativ neuen/anderen Wegen und Ebenen zuzuwenden - ist keine Flucht. ...
Wir haben die Pflicht, uns mit dem Hier und Jetzt auseinanderzusetzen. Wenn Dein Kind in Gefahr ist, dann darfst Du Dich nicht in die Meditation versenken, um dem Hier und Jetzt zu entfliehen.

Wer sich von "Materie und Stofflichkeit" lösen will, will im Prinzip dem Leiden des Lebens entfliehen (das ist buddhistisches Gedankengut). Das ist eine Form der Flucht. Die Würde des Menschen zeigt sich nicht in einer Weltflucht, sondern in der Auseinandersetzung mit den Problemen des täglichen Lebens.
 
Warum fragst Du mich, Missis, wenn Du doch eigentlich die Frage selbst beantworten möchtest?
Tatsächlich aber irrst Du Dich, denn Gott hat die Bibel zwar nicht selbst geschrieben, aber er hat durch seinen Geist bewirkt, daß Menschen sein Wort nach seinem Willen verlässlich und korrekt verkündigt und niedergeschrieben haben.
So und nicht anders steht es auch in genau diesem heiligen Wort, der Bibel.

Soso... Gott wollte also, dass in seinem Namen Mord und Totschlag herrscht?! So hat er es ja wohl den Verfassern der Bibel (AT) in die Feder diktiert, folgt man deiner Aussage.

Du kannst nichts extrahieren ohne es zu entstellen. Siehst Du es aber im Zusammenhang, dann kannst Du, -positives Bemühen und Aufgeschlossenheit vorrausgesetzt- mit Gottes Hilfe auch das verstehen, was Dir fremd oder falsch oder abweichend erscheint.

Wo ist da die Logik? Zu Jesu Lebzeiten gab es das NT noch gar nicht, trotzdem hat er mit den uralten überlieferten Dogmen des AT gebrochen und nicht Mord und Totschlag gepredigt, sondern Liebe, Güte und Vergebung. Und zwar für ALLE, auch für die armen Sünderlein, die gemäß AT für ihre Verfehlungen ihr Leben verwirkt hätten.
Jesus hat daher seinerseits ganz gezielt "extrahiert" und eben nicht das AT in seiner Gesamtheit für bare Münze genommen, sonst hätte er als gottesfürchtiger Jude den ersten Stein geschmissen.

Und aufgrund der Tatsache, dass das NT weitaus später, als das AT entstanden ist, stellt sich mir nach wie vor die Frage, weshalb Gott seine 180° Wendung vollzogen hat. Kontext hin oder her, er HAT im AT mancherlei Greueltaten von seinen Schäfchen gefordert, das NT, dass diese Schändlichkeiten relativiert, war da noch gar nicht existent, niemand, schon gar nicht Jesus hätte sich darauf berufen und einen Zusammenhang herstellen können.
Plötzlich kommt Jesus und sagt beispielsweise (sinngemäß), tötet keine Ehebrecher, richtet nicht, auf das ihr nicht gerichtet werdet, obwohl eben das von Gott im AT gefordert wird. Woraus, aus welchem Zitat im AT hat Jesus das abgeleitet?

Geht man davon aus, dass Jesus in Gottes Auftrag handelte, muss Gott ja erkannt haben, dass das, was er vorher seinen Schäfchen zu tun aufgegeben hat Murks war. Das hiesse also, dass Gott fehlbar war/ist.

Diese Widersprüchlichkeit macht für mich nur Sinn, wenn man die Bibel als das nimmt, was sie tatsächlich ist, nämlich Menschenwerk. Nicht Gott hat Mord und Totschlag von seinen Gläubigen verlangt, sondern die Menschen, um eine "abgesegnete" Handhabe gegen unliebsame Zeitgenossen zu haben.
 
Man kann genauso gut behaupten das Gott manche Künstler zu ihren Werken inspiriert hat...oder nein das war dann die jeweilige Muse...
Die Bibel ist ein Schriftwerk dessen was die jeweiligen Gläubigen der Glaubensrichtung verewigt haben.
Das AT und NT da mal so garnicht zusammen passen...lässt doch auch mehr auf ganz normale menschliche gegensetzlichkeit(formbarkeit) schliessen als auf etwas göttliches geschweige denn göttliche perfektion.
Aber es ist ja eh alles nur Spekulation...egal wer was sagt.
MfG Alex
 
ich denke eher, dass eine der Musen einen Künstler geküsst hat und der Geist des Kosmos Künstler inspiriert.
Ich als Atheistin arbeite auch künstlerisch und sogar erfolgreich..und ohne dass Gott mich inspiriert. Inspiration gebiert sich meiner Ansicht nach aus sich selber, aus dem Menschen selber hinaus.
Die einen mögen glauben dass Gott alles erschaffen hat, auch den Menschen und die Inspiration zur Kunst, die anderen, dass die Evolution dafür verantwortlich ist.

Gott ist der Bibel nach ein richtiges kleines Misstück..ich erinnere mich da an die Sache mit Jakob ..sollte der nicht seinen Sohn töten? Nur ein hundsgemeiner Sadist kann sich so einen teuflichen Plan ausdenken um sich in diesem Allmachtsbeweis zu suhlen...eine Art Triebtäter, dem bestimmt einer abgeht so viel Macht über die Menschen zu besitzen, dass die aus Liebe und Gehorsam bzw. Unterwürfigkeit ihm ggü sogar ihr eigenes Kind töten würden. Und was Jesus angeht...Gott nahm ja auch dieses Menschenofper an und steht damit an sich in nix den archaischen Religionen in denen Menschenopfer gottgewollt sind nach. Ein sehr menchlicher, allzumenschlich konzipierter Gott würde ich mal sagen.

Glaube wird immer und überall instrumentalisiert, und der Großteil der Menschheit kann mit Gottglauben nicht angemessen umgehen, daher bin ich an sich dafür sowas eher wenn schon nicht zu verbieten, so doch in sehr eingeschränktem und v.a. bewussten Maße zu praktizieren.
In dem Gottkonzept verbirgt sich meiner Ansicht nach (U.a.) die menschliche Sehnsucht nach Perfektion und wurde zur fixen Wahnvorstellung, dass Perfektion jemals existieren könnte...nix ist perfekt...die Menschen nicht und auch Gott als Kopfgeburt/Fantasieprodukt der Menschen natürlich ebenfalls nicht. Das beweist an sich die Bibel und das Leben selber.


Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Genauso wie Missis sagt ist es - und - Jesus hat die Schriftgelehrten massiv angegriffen. Was nichts anderes bedeutet, als dass er "Gottes Wort" massiv angegriffen hat.

Von Menschenwerken als Gottes Wort zu sprechen, ist mehr als daneben. Wem das nicht anhand der Widersprüche zwischen AT und NT klar wird, und auch anhand der blutigen Opferszenarien, die Tyra andeutet, dem ist halt nicht zu helfen.

Peter
 
Zitat:
Warum fragst Du mich, Missis, wenn Du doch eigentlich die Frage selbst beantworten möchtest?
Tatsächlich aber irrst Du Dich, denn Gott hat die Bibel zwar nicht selbst geschrieben, aber er hat durch seinen Geist bewirkt, daß Menschen sein Wort nach seinem Willen verlässlich und korrekt verkündigt und niedergeschrieben haben.
So und nicht anders steht es auch in genau diesem heiligen Wort, der Bibel.

Soso... Gott wollte also, dass in seinem Namen Mord und Totschlag herrscht?! So hat er es ja wohl den Verfassern der Bibel (AT) in die Feder diktiert, folgt man deiner Aussage.


Zitat:
Du kannst nichts extrahieren ohne es zu entstellen. Siehst Du es aber im Zusammenhang, dann kannst Du, -positives Bemühen und Aufgeschlossenheit vorrausgesetzt- mit Gottes Hilfe auch das verstehen, was Dir fremd oder falsch oder abweichend erscheint.

Wo ist da die Logik? Zu Jesu Lebzeiten gab es das NT noch gar nicht, trotzdem hat er mit den uralten überlieferten Dogmen des AT gebrochen und nicht Mord und Totschlag gepredigt, sondern Liebe, Güte und Vergebung.

Liebe Güte und Vergebung. Das sagte Gott auch im AT. Aber Du machst Dir scheinbar nicht einmal die Mühe, es herauszufinden. Ist es so, dann bist Du ein Verächter Gottes, und siehst nur das, was Du sehen willst.
Deshalb ist es Logik: Wer diese Aussagen nicht beachtet, separiert das, was er sehen will, von dem, was er ebenso im Alten Testament finden kann: Der Aufruf zur Nächstenliebe:

"Du sollst dich nicht rächen und den Kindern deines Volkes nichts nachtragen und sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR."
(3.Mose 19,18)

"Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein, der bei euch als Fremder wohnt; du sollst ihn lieben wie dich selbst.
Denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. Ich bin der HERR, euer Gott."
(3.Mose 19,34)

"Denke nun nicht bei dir selbst, wenn der HERR, dein Gott, sie (Anm.: die Heidenvölker) vor dir her vertreibt: ›Um meines Verdienstes willenA hat der HERR mich hierher geführt, damit ich dieses Land in Besitz nehme‹ [während der HERR diese Völkerschaften doch wegen ihrer Verworfenheit vor dir her ausrottet].
A) W.: Um meiner Gerechtigkeit (= Rechtbeschaffenheit) oder Bewährtheit willen.
5 Nicht um deines Verdienstes willen und nicht wegen deines aufrichtigen Herzens gelangst du in den Besitz ihres Landes, sondern der HERR, dein Gott, rottet diese Völkerschaften vor dir her aus wegen ihrer Verworfenheit und auch um die Verheißung zu erfüllen, die der HERR deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat."
(5.Mose 9,4-5)

"Es soll sich niemand in deiner Mitte finden, der seinen Sohn oder seine Tochter als Opfer verbrennen läßt, niemand, der Wahrsagerei, Zeichendeuterei oder Beschwörungskünste und Zauberei treibt,
11 niemand, der Geister bannt oder Totengeister beschwört, keiner, der einen Wahrsagegeist befragt oder sich an die Toten wendet;
12 denn ein jeder, der sich mit solchen Dingen befaßt, ist für den HERRN ein Greuel, und um dieser Greuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, diese Völker vor dir her."
(5.Mose 18,10-12)

Die Absicht Gottes (und der Grund seiner Strafen) dabei war: Er wollte sein Volk Israel, mit dem er den ersten (alten) Bund geschlossen hatte, rein, heilig halten: "Denn ich bin der HERR, der euch aus Ägypten hergeführt hat, um euer Gott zu sein; darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig." (3.Mose 11,45)

Denn aus diesem Volk sollte später der Retter für alle Völker kommen: Jesus. Sie sollten Gott kennen und fürchten, damit sie auch den Retter als solchen erkennen und verstehen. Und durch ihn dann Gott selbst, der ihn gesandt hat. Damit sein Kommen auf fruchtbaren Boden fällt. In Israel sollte das Evangelium zuerst verkündigt werden, so geschah es. Doch von dort aus, sollte die Botschaft von Gottes Weg zur Rettung (Weg der Umkehr durch glauben und handeln nach den Worten von Jesus) in aller Welt (unter allen Völkern) verkündigt werden. So geschieht es jetzt noch immer. Wenn es vollendet ist, wird das Ende kommen.


Und zwar für ALLE, auch für die armen Sünderlein, die gemäß AT für ihre Verfehlungen ihr Leben verwirkt hätten.
Jesus hat daher seinerseits ganz gezielt "extrahiert" und eben nicht das AT in seiner Gesamtheit für bare Münze genommen, sonst hätte er als gottesfürchtiger Jude den ersten Stein geschmissen.

Auch wenn Du Sünde verniedlichst, Missis, es bleibt Sünde/Bosheit, und daran ist nichts niedlich. Jeder Mensch der sündigt (und das betrifft alle!) hat auch heute noch sein Leben verwirkt, Missis. Denn Jesus hat gesagt, daß nichts, auch nicht das kleinste, vom Gesetz ungültig wird. (Matthäus 5,17-18) Aber wer das Gesetz verstehen will, muß wie gesagt immer das Gesamte betrachten, darf nichts separieren oder extrahieren. Und das Gebot der Nächstenliebe ist eines der beiden höchsten Gebote, die alle anderen Gebote zusammenfassen (Matth. 22,35-40; Römer 13,8-10).

Alle, Missis, die nicht von ihrer Bosheit zu Gott umkehren, und nach dem handeln, was Jesus Christus gesagt hat, haben ihr (ewiges!) Leben bei Gott verwirkt (Johannes 3,36 etc.) und stattdessen ewiges Gericht erwählt. Gott gibt aber nicht mehr Menschen Vollstreckungsaufträge, wie er es noch im alten Bund (=altes Testament) mit dem Volk Israel tat, sondern im neuen Bund mit allen Völkern (=neues Testament) gibt er nur noch die Weisung, auf sein Gericht zu warten, das er durch Jesus halten wird. (Matthäus 25,31-46)

Warum also hat Jesus nicht den ersten Stein geschmissen?

Mit Jesus begann der neue Bund Gottes, durch ihn wurde er von Gott aufgerichtet. Gott hatte schon früher ebenso Barmherzigkeit gefordert:

"»So spricht der HERR der Heerscharen: Übet wahrhaftiges (= gerechtes) Gericht und erweiset einer dem andern Liebe und Barmherzigkeit!"
(Sacharja 7,9)


Die Ehebrecherin (die den Tod verdient gehabt hätte!!!) erhielt Barmherzigkeit, weil Jesus auch für diese Frau stellvertretend gelitten hat und gestorben ist. Aber sie erhielt die Barmherzigkeit (Vergebung) unter folgender Bedingung: Man achte auf die Worte von Jesus, nachdem die potentiellen Steinewerfer weggegangen waren:

..."Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: Frau, wo sind sie? Hat niemand dich verurteilt?
11 Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!"
(Johannes 8, 10-11)

Diese Bedingung gilt auch für uns! Denn Jesus hat zur Umkehr aufgefordert (Matth. 4,17 etc.). Das geschah genau nach den Worten, die er auch an anderer Stelle verkündigt hatte:

"Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit alle, die mich annehmen, nicht im Dunkeln bleiben.
47 Wer hört, was ich sage, und sich nicht danach richtet, den verurteile ich nicht; denn ich bin nicht als Richter in die Welt gekommen, sondern als Retter.
48 Wer mich ablehnt und nicht annimmt, was ich sage, hat seinen Richter schon gefunden: Die Worte, die ich gesprochen habe, werden ihn am letzten Tag verurteilen.
49 Was ich euch gesagt habe, stammt nicht von mir; der Vater, der mich gesandt hat, hat mir aufgetragen, was ich zu sagen und zu reden habe.
50 Und ich weiß, dass das, was er mir aufgetragen hat, euch ewiges Leben bringt. Für alle meine Worte gilt also: Ich sage euch genau das, was der Vater mir gesagt hat.«

(Johannes 12,46-50)

Wer dies liest und Gottes Willen erkennt, der handle danach, denn Gott ist Liebe und möchte jeden retten. Gott ist auch Wahrheit und weiß, daß wir die Wahrheit erkennen können. Doch seine Gerechtigkeit verlangt gerechtes Gericht. Deshalb wird dieses stattfinden. Wenn wir seine Rettung kennengelernt und abgelehnt haben, wird es nach unserem Tod (dessen Tag und Stunde wir nicht kennen) keine Möglichkeit zur Umkehr mehr geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
M Glaubt ihr an Astrologie/ Sternzeichen? Sonstiges 99

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 5) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben