Warum, Paradies Angel, wendest Du Dich nur an Gott, wenn Du seine Hilfe benötigst? Ist das nicht auch scheinheilig? Wie fühlt man sich als Mensch, wenn einer nur zu einem kommt, wenn er Hilfe benötigt, einen aber sonst ignoriert?
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gm soundso,
deine frage ist berechtig und ich will versuchen sie zu beantworten.
bevor ich aber damit beginne noch eine kurze anmerkung: "scheinheilig" ist es von mir nicht, da ich nie von mir behaupten würde/könnte heilig zu sein und das setzt dieses wort voraus.
die einfachste erklärung, wahrscheinlich auch die zutreffenste, wäre zu sagen: "weil viele der menschen (auch ich) so sind, nur dann gott um hilfe zu rufen wenn sie keinen ausweg in ihrem leben sehen und sich nicht mehr helfen zu wissen, dann soll gott schnell und vor allem prompt eine lösung und seine hilfe bereit halten.
solange es ihnen an nichts mangelt - ihr leben wunsch- u. planmässig verläuft, vergessen sie aber (nicht aus böswilligkeit sondern reiner gedankenlosigkeit) das es gott ist der schützend seine hände über sie hält und ihre schritte lenkt!"...
....an diesem abend ist in mir eine mauer zerfallen und ich habe damit beginnen können mich wieder zu öffnen um gott näher zurücken und auch an ihn und seine bedingungslose liebe zu uns menschen wieder zu glauben.
ich denke also nicht das ich dadurch ein schlechter mensch war oder bin. gott merkte das ich zeit brauche und er gab sie mir. er hat geduldig gewartet bis ich für ihn bereit bin und als er es wusste das die zeit reif ist hat er mir diesen brief mit dem gedicht zukommen lassen und mir zu verstehen gegeben das er da ist.
lg
ParadiseAngel
Liebe ParadiseAngel!
Es freut mich wirklich, daß Du Gott fürchtest, seine Existenz für Real hältst. Aber verstehe doch, selbst wenn Du per Definition nicht "scheinheilig" bist, so ignorierst Du doch Gott oder besser ausgedrückt Du ehrst ihn nicht wirklich, sondern nur zu Deinem eigenen Zweck. Oder ist dies nicht so, wenn wir ihn nur bitten, wenn wir sonst nicht mehr weiterwissen?
Viele Menschen sind sich nicht darüber im Klaren, aber Gott weiß um diese Dinge. Er kennt unser Herz und beachtet die Gebete von solchen, die ihn nicht wirklich (von ganzem Herzen) suchen, nicht.
Wer ihn wirklich ernst nimmt, will auch wissen, was Gott zu sagen hat, was ihm wichtig ist, um eine Kommunikation im eigentlichen Sinne zu ermöglichen, die nicht nur einseitig ist. Die auch nicht nur aus Bitten, sondern auch z.B. aus Danken besteht. Gott spricht in erster Linie durch sein Wort, so wie er es aber auch durch Erlebnisse, Menschen, Träume und Visionen tun kann.
Die Grundlage, um das (schlechte!) Verhältnis zu ändern, ist, die eigene Schuld vor ihm einzusehen. Daß das das tatsächliche und wirkliche Problem ist, was zwischen
allen Menschen und Gott steht, sagt er in seinem Wort immer wieder. Wenn uns diese Einsicht selbst schwerfällt, weil wir vielleicht niemanden umgebracht haben und meinen wegen "Allerweltsvergehen" (also solchem, was die Gesellschaft mittlerweile vielfach anerkannt hat, weil es so viele tun) keine Schuld vor ihm zu haben, so täuschen wir uns sehr. Auch darüber finden wir Erkenntnis in seinem Wort.
Die "Gedankenlosigkeit" ParadiseAngel, wie Du sie beschreibst, ist natürlich vielfach vorhanden, aber niemand kann sich glaubhaft sein Leben lang darauf berufen, wo Gott doch immer wieder im Leben eines jeden wirkt. Der Mensch kommt z.B. in Situationen, die ernsthaft gefährlich sind, bittet Gott, und wenn dann alles gut verlaufen ist (das Flugzeug nicht abgestürzt, das Kind nicht gestorben, die Frau nicht davongelaufen) dann war es die Genialität des Piloten, Kompetenz der Ärzte, oder die gute Eheberatung und eigenes Engagement. Gott aber ist schnell vergessen. Verstehst Du? Das ist dann schon bald keine Gedankenlosigkeit mehr, sondern Ignoranz. Bewusste Ignoranz des Schöpfers und Gebers von allem, der gerne hilft, aber sich -trotz seiner mit Menschen in keiner Weise vergleichbaren Geduld- nicht für immer ausnutzen lässt.
Eines ist auch ganz sicher, weil es die Gerechtigkeit Gottes verlangt: Alle erhalten für ihre Taten, was sie
verdienen. Denn es wird eine Auferstehung der Toten geben: Ein Gericht, vor welches alle, die lebendigen und die (dann ehemals) Toten, gestellt werden, um ewiges Leben oder aber ewige Strafe zu empfangen. Gott wird dieses Gericht durch Jesus Christus halten. Ihn hat er zum Richter erklärt.
Niemand wird zu Gott kommen und dort bei ihm ewig leben, der sich nicht heiligt, so wie Gott es verlangt. Denn das (das nicht heiligen, die bewusste/willentliche Sünde, Toleranz derselben) ist der Grund, warum den Menschen ihr ehemals ewiges Leben, Fülle und Segen bei Gott
genommen wurde und stattdessen Tod, Leid, Krankheit, Dornen, Disteln, gefährliche Tiere, Ungerechtigkeit,... (also Fluch) in ihr Leben getreten sind. Für eine begrenzte Zeit eines Menschenlebens, in der wir (alle) die Chance haben, uns zu ändern, also auf Gottes Sohn (Jesus) zu hören. Handeln wir danach, so werden wir (wieder) ewig Leben. Bei Gott. Diese werden ihn selbst, sein Angesicht, sehen. Und er wird bei Ihnen sein, ihr Gott. Wer dies nicht tut, wird sich dafür verantworten müssen. Vor einem Richter, den man nicht belügen kann. Mit Anklagen, an denen kein kleinstes Detail fehlt. Auch sein strafendes Urteil (Zorngericht genannt) wird ein ewiges sein, denn diese hätten (wenn sie könnten) so weitergelebt, und mit ihrer Ungerechtigkeit und Selbstsucht wäre es nicht besser, sondern mit der Zeit immer schlimmer geworden.
Zitat von Missis:
Eine Frage, Soundso.
Was meinst du denn, WER hat "Gottes Wort" verfasst und niedergeschrieben? Hat Gott sich hingesetzt, mit Papier, Tinte und Federhalter und die Bibel geschrieben?
Warum fragst Du mich, Missis, wenn Du doch eigentlich die Frage selbst beantworten möchtest?
Tatsächlich aber irrst Du Dich, denn Gott hat die Bibel zwar nicht selbst geschrieben, aber er hat durch seinen Geist bewirkt, daß Menschen sein Wort
nach seinem Willen verlässlich und korrekt verkündigt und niedergeschrieben haben.
So und nicht anders steht es auch in genau diesem heiligen Wort, der Bibel.
Wäre es anders, würde Gott in seinem Wort nicht immer wieder selbst verlangen, daß wir genau diese Worte (des Evangeliums, der Propheten etc.) kennen, wie auch Jesus immer wieder deutlich auf diverses darin enthaltenes (damals im Alten Testament) hingewiesen hat. Vorwurfsvoll, wenn die Menschen es nicht kannten.
Du kannst nichts extrahieren ohne es zu entstellen. Siehst Du es aber im Zusammenhang, dann kannst Du, -positives Bemühen und Aufgeschlossenheit vorrausgesetzt- mit Gottes Hilfe auch das verstehen, was Dir fremd oder falsch oder abweichend erscheint.