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Ich habe ein Jahr verschwendet

Ich denke, du musst selbst aktiv werden und überlegen, was für einen Job du unter welchen Umständen machen könntest und dann klein anfangen. Es gibt auch Jobs ohne Umschulungen, die man machen kann.
Ich wollte eine Umschulung zur Buchhändlerin oder Fachkraft für Medien und Informationsdienste.
Realistisch, wie ich finde.
Meine Meinung spielt aber keine Rolle, es sollen trotzdem erst meine Fähigkeit und Belastbarkeit über Monate hinweg geprüft werden.
 
Ich wollte eine Umschulung zur Buchhändlerin oder Fachkraft für Medien und Informationsdienste.
Beides Berufe mit viel Publikumsverkehr und meist auch Stehen/Gehen. Es ist ein bisschen schwer, was dazu zu sagen, da Du nicht verrätst, in welcher Hinsicht genau Du eingeschränkt bist. Mein erster Gedanke war aber: Vielleicht wird die Umschulung auch abgelehnt, weil in beiden Berufen kein besonderer Bedarf besteht?
 
Die Umschulung wurde nicht abgelehnt, es wurde noch nicht einmal festgestellt, ob ich sie machen darf. Das ist ja mein ganzes Dilemma.
Nachdem ich jetzt schon ein Jahr Anträge, Beurteilungen und Reha hinter mir habe, soll noch monatelang weiter geprüft werden. Ich habe kein Kraft mehr dafür.
Dieser bürokratische Unsinn zermürbt mich einfach nur.

Meine Einschränkungen habe ich nicht erwähnt, weil sie keine Rolle spielen für die Umschulungen, die ich anstrebe.

Ich kann in meinem alten Beruf auf Baustellenumgebung nicht mehr arbeiten, weil ich dort immer wieder allein mit vielen Männern bin.
Und ich wollte es deshalb hier nicht breit treten, weil es für manche ein ACHTUNG TRIGGER
sein kann.

Ich bin mehrfach vergewaltigt worden und kann nicht alleine mit Männern "eingeschlossen" sein, was in meinem alten Job vorkam.

Meine Diagnosen sind Posttraumatische Belastungsstörung, Depression, Schlafstörung und Panikstörung.
 
Ich wollte eine Umschulung zur Buchhändlerin oder Fachkraft für Medien und Informationsdienste.
Realistisch, wie ich finde.
Wahrscheinlich realistisch in Dezug auf Deine Einschränkungen, aber völliger Irrsinn in Bezug auf die Arbeitsmarktsituation. Die Buchhandlungen sind reihenweise eingegangen und die Anzahl der Bibliotheken sind stark reduziert worden. Die Buchverwaltung dort wird immer mehr automatisiert.

Warum bist Du die Schritte nicht in Ruhe gegangen? Dein Text liest sich, als wärst Du gar nicht in der Reha gewesen?
 
Doch ich war in der Reha, 6 Wochen lang, noch währendessen habe ich erneut die Teilhabe am Arbeitsleben beantragt, die ja bereits vor einem Jahr abgelehnt wurde.

Ich bin diese Schritte in Ruhe gegangen, wie gesagt, es zieht sich seit einem Jahr. Zwischen jedem Antrag und jeder Ablehnung liegen immer mal wieder 4-8 Wochen Bearbeitungszeit durch die Ämter.
 
Das verstehe ich nicht Männer können Dir doch praktisch in jedem Beruf begegnen.

Was soll das denn für ein Beruf sein, wo Dir keine Männer begegnen ?

Zitat Du
Umschulung zur Buchhändlerin oder Fachkraft für Medien und Informationsdienste
Zitat Ende

Was wenn Du dann in einem Büro sitzt, wo Du männliche Kollegen hast ?
 

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