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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 135986
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Ich erhoffe mir etwas Verständnis und Rat, aber auch einen respektvollen Austausch. Ich bin nicht aus Stein und bin auch bereit, mich selbst zu hinterfragen. Dass man mich in einem anderen Forum als Rabenmutter dargestellt hat, hat mich einfach sehr verletzt. Ich mache mir durchaus Gedanken über mein Verhalten und bin bereit, mich selbst zu reflektieren. Deshalb wünsche ich mir einen respektvollen Austausch, ohne vorschnell verurteilt zu werden.
Es geht aber auch hier nur in eine Richtung. Fällt dir das wirklich nicht auf?
Was braucht es denn noch?

Wo ist das Verständnis deinem Sohn gegenüber?
Spielen dir vielleicht die Hormone einen Streich?

Und wie will dein Verlobter ein liebevoller Vater werden, wenn er soviel arbeitet und seine Ruhe haben will?

Leider gehst du nicht auf Fragen der User ein.
 
Dass man mich in einem anderen Forum als Rabenmutter dargestellt hat, hat mich einfach sehr verletzt.
Du bist sicher keine Rabenmutter. Aber ich kann hier nicht erkennen, dass dein Sohn die Ursache des Problems ist. Sein Verhalten ist für das Alter einfach normal. Du kannst also nur an deinen Ansprüchen schrauben. Und auch dein Partner muss lernen, dass es nicht immer Ruhe gibt, nur weil man das will. Das rechtfertigt keine Gewalt. Wie soll das erst mit einem Baby oder Kleinkind werden.
 
Ich war viele Jahre alleinerziehend und habe meinen Sohn ganz allein großgezogen. Ich habe auf so vieles verzichtet, damit es ihm an nichts fehlt. Vor zwei Jahren habe ich endlich meinen Verlobten kennengelernt. Bei ihm hat einfach alles gepasst. Das Schönste war, dass er meinen Sohn sofort akzeptiert hat und sich sogar vorstellen konnte, irgendwann die Vaterrolle zu übernehmen. Nach allem, was ich allein geleistet habe, war das für mich wie ein Geschenk.

Trotz allem scheint mein Sohn überhaupt nicht wertzuschätzen, was ich für ihn tue.

Statt dankbar zu sein, lügt er mich ständig an, redet kaum noch mit uns und verbringt am liebsten jede freie Minute mit seinen Freunden. Im Haushalt hilft er grundsätzlich erst nach mehrmaliger Aufforderung, verdreht die Augen und benimmt sich, als wäre jede Kleinigkeit eine Zumutung. Türen werden geknallt, in seinem Zimmer wurden schon mehrfach Vapes gefunden und er sieht ständig übermüdet aus. Auf Fragen bekommt man höchstens einsilbige Antworten.

Wir investieren jeden Monat sehr viel Geld in seine Privatschule, damit er später einmal alle Möglichkeiten hat. Seine Noten sind zwar gut, aber bei Weitem nicht so gut, wie sie sein könnten. Es wirkt, als wäre ihm völlig egal, welche Opfer wir für ihn bringen.
Selbst im Urlaub wollte er nichts mit uns unternehmen. Statt gemeinsame Erinnerungen zu schaffen, lag er jeden Tag nur faul am Pool. Irgendwann fragt man sich wirklich, warum man sich überhaupt noch Mühe gibt.
Mein Verlobter arbeitet jede Woche 50 bis 60 Stunden. Wenn er nach Hause kommt, wünscht er sich einfach nur Ruhe. Stattdessen herrscht hier ständig schlechte Stimmung, weil mein Sohn provoziert und jede Kleinigkeit zum Machtkampf macht. Es ist schon zu Handgreiflichkeiten gekommen. Mein Verlobter hat sich sofort bei mir entschuldigt, aber mein Sohn hat sich in seinem Zimmer eingeschlossen, ist anschließend über den Balkon verschwunden und kam nachts sogar leicht betrunken zurück. Dass ich mir stundenlang die schlimmsten Sorgen gemacht habe, schien ihn überhaupt nicht zu interessieren. Er denkt in solchen Momenten nur an sich. Besonders verletzt mich, dass er mir bis heute vorwirft, unseren Kater abgegeben zu haben. Mein Verlobter ist hochgradig allergisch gegen Katzen, außerdem hätte sich der Kater vermutlich nie mit seinem Hund verstanden. Es gab schlicht keine andere Möglichkeit. Trotzdem hält mein Sohn mir diese Entscheidung ständig vor, ohne auch nur einmal Mitgefühl für meinen Verlobten oder meine Situation zu zeigen. Auch hier sieht er wieder nur seine eigene Perspektive.

Ab Oktober haben wir einen Termin bei einem Therapeuten und außerdem Gespräche bei der Erziehungsberatung. Ich hoffe sehr, dass ihm dort endlich jemand klarmachen kann, dass sich die Welt nicht ausschließlich um ihn dreht und dass man auch einmal Rücksicht auf andere nehmen muss, vor allem auf die Menschen, die ihm sein ganzes Leben lang alles ermöglicht haben. Aber was mache ich bis dahin? Was muss ich noch tun, damit mein Sohn endlich begreift, wie viel wir für ihn opfern? Wie kann ich ihm klarmachen, dass sein Verhalten unsere ganze Familie belastet? Warum erkennt er nicht, dass wir nur das Beste für ihn wollen? Wie schaffe ich es, dass er meinen Verlobten endlich als Respektsperson akzeptiert? Glaubt ihr, ein Therapeut kann ihm endlich klarmachen, dass nicht immer alle anderen schuld sind?

Ich finde deinen Text sehr unangenehm zu lesen. Du erwartest von deinem Sohn nicht nur Dankbarkeit, sondern super Noten. Du akzeptierst ihn nicht, wie er ist. Lass ihn doch chillen.

Er ist voll in der Pubertät und muss sich jetzt mit deinem Verlobten arrangieren, der offensichtlich auch nicht weiß, wie man Konflikte löst. Handgreiflichkeiten findest du akzeptabel?

Wenn Therapie, dann als Familie. So einseitig wie du das schreibst, ist es mit Sicherheit nicht.

Offensichtlich ist auch nicht der Sohn die Priorität, sondern dein Verlobter, der sich nicht im Griff hat. Du hast den Kater abgegeben, WEGEN dem Verlobten. Was meinst du wohl, was dein Sohn dabei empfindet? Aber um ihn geht es nicht.

Und bei der Einstellung, er muss doch endlich kapieren, wie viel wir für ihn geopfert haben, muss ich mich echt schütteln.
 
Dankeschön für eure Antworten.
Es wurde nicht geschlagen.
Handgreiflich wurden aber beide. Natürlich ist mir bewusst, dass mein Sohn meinem Verlobten körperlich unterlegen ist, aber er wurde von ihm nie geschlagen. In zwei Situationen hat mein Verlobter ihn festgehalten beziehungsweise gegen die Wand gedrückt, nachdem mein Sohn wieder einmal extrem frech geworden war und sich einer Aussprache einfach entziehen wollte. Die Stimmung ist eskaliert. Das war nicht richtig, und mein Verlobter hat sich anschließend bei meinem Sohn entschuldigt. Mehr kann man irgendwann auch nicht verlangen.

Zum Thema Kater: Er musste weg. Es gab schlicht keine andere Möglichkeit. Mein Verlobter ist hochgradig allergisch, und zusätzlich hätte sich der Kater vermutlich nie mit seinem Hund verstanden. Mein Verlobter war sogar bereit, eine Desensibilisierung zu beginnen, obwohl diese mehrere Jahre gedauert hätte. Natürlich verstehe ich, dass der Verlust für meinen Sohn schmerzhaft war. Aber irgendwann muss man auch akzeptieren, dass im Leben Entscheidungen getroffen werden müssen, die nicht jedem gefallen. Ich habe ihm die Gründe mehrfach erklärt. Dass er mir deshalb bis heute Vorwürfe macht, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.

Bei der Erziehungsberatung werde ich übrigens gemeinsam mit meinem Sohn teilnehmen. Mir ist also durchaus bewusst, dass wir als Familie Unterstützung brauchen.

Es fällt mir schwer, mich in meinen Sohn hineinzuversetzen. Ich hatte eine ganz andere Jugend, bin als Scheidungskind aufgewachsen und wir haben vom Sozialamt gelebt. Es stört mich, dass mein Sohn die vielen materiellen Dinge überhaupt nicht wertzuschätzen weiß.
Solange du dir weiterhin das Verhalten des Verlobten schön redest und wegen ihm alles macht, also den Kater abgeben zum Beispiel, merkt doch dein Sohn, dass es in eurer "Familie" null um ihn geht.

Er hat die Forderungen zu erfüllen, was er nicht will und nicht kann und von dir kommt nur Unverständnis.

Es geht hier NULL um materielle Dinge. Dein Sohn merkt, dass er dir nicht wichtig ist.

Geht zu einer Familienberatung ohne den Verlobten. Der sollte eine Aggressionstherapie machen. Es geht gar nicht, wie der sich deinem Sohn gegenüber verhält.
 
Mein Verlobter ist hochgradig allergisch, und zusätzlich hätte sich der Kater vermutlich nie mit seinem Hund verstanden.
Ich bin selbst allergisch gegen Tierhaare, auch Katzen. Trotzdem hatten wir in Hochzeiten 8 Kater (im Moment nur 6). Durch den tgl. Kontakt ist meine Allergie quasi auf natürlichem Weg fast komplett verschwunden. Also eine Hyposensibilisierung auf natürliche Art.

Für deinen Sohn mutet es so, dass sein Kater gegen den Hund ausgetauscht wurde. Der neue Mann bestimmt, welches Tier im Haushalt bleibt. Er als Sohn muss da zurückstecken, was für eine Botschaft wird dort gesendet?

Es stört mich, dass mein Sohn die vielen materiellen Dinge überhaupt nicht wertzuschätzen weiß.
Wird hier der Sohn "gekauft"? Dein Sohn will Liebe, Aufmerksamkeit, Gerechtigkeit (s. Kater), dem werden die materiellen Dinge sowas von egal sein.

Er versucht jedes Wochenende, gemeinsame Zeit mit meinem Sohn zu verbringen und etwas Schönes zu unternehmen.
Das liest sich schon unangenehm. Der Junge ist 15, warum soll er mit deinem neuen Mann Erinnerungen sammeln? Lasst doch bitte den armen Jungen in Ruhe.

Ich habe meinen Sohn 15 Jahre lang großgezogen, auf vieles verzichtet und ihm alles ermöglicht. Natürlich erwarte ich dafür keinen Applaus, aber ein Mindestmaß an Respekt und Dankbarkeit sollte man in dem Alter schon erwarten dürfen.
Respekt bekommt dein Sohn auch nicht. Ihm wird ein neuer Mann präsentiert, dafür "darf" er dann noch den Kater abgeben, ihm werden gute Noten vorgeworfen, warum sie nicht sehr gut sind. Dazu bekommst du noch ein weiteres Kind, der neue Mann packt ihn wiederholt an und drückt ihn gegen die Wand und du gehst nicht dazwischen. Wahrscheinlich meckerst du auch noch mit dem Sohn rum.

Wofür soll er also dankbar sein? Er fühlt sich ausgetauscht, dann nimmt man ihm sein Tier weg und du verteidigst ihn nicht, wenn er angepackt wird. Wofür soll er also dankbar sein?

Ich kann es nachempfinden, wie es sich anfühlt, alleinerziehend zu sein und sich den tgl. Aufgaben und Herausforderungen zu stellen. Ich war in einer ähnlichen Situation, fühlte mich aber nie überfordert, anders als du. Meine Tochter war fast 9, als ich meinen zweiten Mann kennenlernte. Hätte mein 2. Mann sich in die Kindererziehung mit Handgreiflichkeiten eingemischt, wäre er ausgezogen, nicht meine Tochter.

Natürlich habe ich mit meinem 2. Mann auch sehr viel besprochen, aber hinter den Kulissen und nicht vor dem Kind. Es war klar, dass ich mich immer auf die Seite meines Kindes gestellt hätte. Bewusst habe ich mich dazu entschieden, kein weiteres Kind mit dem neuen Mann zu bekommen. Der Altersunterschied wäre mir zu groß gewesen und die Unruhe wäre es mir nicht wert gewesen.

Mein Rat ist, dass du dich als Mutter bei deinem Sohn entschuldigst, dass der Kater weg musste, du nicht eigegriffen hast, als DEIN neuer Partner ihn angepackt hat und du solltest versuchen, in ihm nicht den Sündenbock zu suchen, weil ja alles so schwer alleine war. Er ist auf dem Weg, erwachsen zu werden mitten in der Pupertät. Er sieht sich auf dem Abstellgleis, seit dein Verlobter da ist. Und nun kommt noch ein neues Kind. Wo durfte er mal seine Meinung zu etwas sagen? Ihm wird alles ungefragt übergestülpt und soll noch dankbar sein? Nee, so funktioniert das nicht!
 
Dreizehn Jahre war Dein Sohn Deine Nummer 1.
Dann wurde er für Deinen Verlobten aufs Abstellgleis geschoben.
Und zukünftig wird er komplett gegen das kommende Baby ausgetauscht.

Genauso empfindet es Dein Sohn.
Mir fehlt jedes Verständnis, dass Du das nicht verstehst.
Erstaunlich und bizarr, dass man so gefühlskalt dem eigenen Sohn gegenüber schreiben kann. Bist du so materiell eingestellt und glaubst, er müsste dir dankbar sein, was du ihm aufzwingst? Privatschule hat er sich mit Sicherheit nicht gewünscht. Aber er versteht ja auch gar nicht, was ihr alles für ihn tut. Zuneigung, Respekt, Liebe ist keine Einbahnstraße.

Du bist nicht reflektiert. Du kannst deine Frage noch in etlichen anderen Foren stellen. Niemand mit Verstand wird dir zustimmen, dass dein Sohn das Problem ist.
 
Das wird doch eh wieder anders und dauert doch nur eine bestimmte Zeit.

Das ist ein Zwischenstand.

Ein paar Jahre später wirst du einem erwachsenen Mann gegenüber stehen, der schmunzelt über diese Zeit und du ebenso.
Falls sie sich nicht komplett zerstreiten und der den Kontakt abbricht. Wie die Mutter drauf ist, müsste er zu Kreuze kriechen. Dabei ist nicht er das Problem.
 
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