Mein Verlobter ist hochgradig allergisch, und zusätzlich hätte sich der Kater vermutlich nie mit seinem Hund verstanden.
Ich bin selbst allergisch gegen Tierhaare, auch Katzen. Trotzdem hatten wir in Hochzeiten 8 Kater (im Moment nur 6). Durch den tgl. Kontakt ist meine Allergie quasi auf natürlichem Weg fast komplett verschwunden. Also eine Hyposensibilisierung auf natürliche Art.
Für deinen Sohn mutet es so, dass sein Kater gegen den Hund ausgetauscht wurde. Der neue Mann bestimmt, welches Tier im Haushalt bleibt. Er als Sohn muss da zurückstecken, was für eine Botschaft wird dort gesendet?
Es stört mich, dass mein Sohn die vielen materiellen Dinge überhaupt nicht wertzuschätzen weiß.
Wird hier der Sohn "gekauft"? Dein Sohn will Liebe, Aufmerksamkeit, Gerechtigkeit (s. Kater), dem werden die materiellen Dinge sowas von egal sein.
Er versucht jedes Wochenende, gemeinsame Zeit mit meinem Sohn zu verbringen und etwas Schönes zu unternehmen.
Das liest sich schon unangenehm. Der Junge ist 15, warum soll er mit deinem neuen Mann Erinnerungen sammeln? Lasst doch bitte den armen Jungen in Ruhe.
Ich habe meinen Sohn 15 Jahre lang großgezogen, auf vieles verzichtet und ihm alles ermöglicht. Natürlich erwarte ich dafür keinen Applaus, aber ein Mindestmaß an Respekt und Dankbarkeit sollte man in dem Alter schon erwarten dürfen.
Respekt bekommt dein Sohn auch nicht. Ihm wird ein neuer Mann präsentiert, dafür "darf" er dann noch den Kater abgeben, ihm werden gute Noten vorgeworfen, warum sie nicht sehr gut sind. Dazu bekommst du noch ein weiteres Kind, der neue Mann packt ihn wiederholt an und drückt ihn gegen die Wand und du gehst nicht dazwischen. Wahrscheinlich meckerst du auch noch mit dem Sohn rum.
Wofür soll er also dankbar sein? Er fühlt sich ausgetauscht, dann nimmt man ihm sein Tier weg und du verteidigst ihn nicht, wenn er angepackt wird. Wofür soll er also dankbar sein?
Ich kann es nachempfinden, wie es sich anfühlt, alleinerziehend zu sein und sich den tgl. Aufgaben und Herausforderungen zu stellen. Ich war in einer ähnlichen Situation, fühlte mich aber nie überfordert, anders als du. Meine Tochter war fast 9, als ich meinen zweiten Mann kennenlernte. Hätte mein 2. Mann sich in die Kindererziehung mit Handgreiflichkeiten eingemischt, wäre er ausgezogen, nicht meine Tochter.
Natürlich habe ich mit meinem 2. Mann auch sehr viel besprochen, aber hinter den Kulissen und nicht vor dem Kind. Es war klar, dass ich mich immer auf die Seite meines Kindes gestellt hätte. Bewusst habe ich mich dazu entschieden, kein weiteres Kind mit dem neuen Mann zu bekommen. Der Altersunterschied wäre mir zu groß gewesen und die Unruhe wäre es mir nicht wert gewesen.
Mein Rat ist, dass du dich als Mutter bei deinem Sohn entschuldigst, dass der Kater weg musste, du nicht eigegriffen hast, als DEIN neuer Partner ihn angepackt hat und du solltest versuchen, in ihm nicht den Sündenbock zu suchen, weil ja alles so schwer alleine war. Er ist auf dem Weg, erwachsen zu werden mitten in der Pupertät. Er sieht sich auf dem Abstellgleis, seit dein Verlobter da ist. Und nun kommt noch ein neues Kind. Wo durfte er mal seine Meinung zu etwas sagen? Ihm wird alles ungefragt übergestülpt und soll noch dankbar sein? Nee, so funktioniert das nicht!