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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 135986
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Gelöscht 135986

Gast
Ich habe diesen Beitrag bereits in einem anderen Forum gepostet. Ich habe mir Rat, Verständnis oder auch Austausch erhofft, wurde aber nur angefeindet und habe einen Shitstorm bekommen. Ich bin für Kritik offen, aber bitte stellt mich nicht als Rabenmutter hin.

Ich war viele Jahre alleinerziehend und habe meinen Sohn ganz allein großgezogen. Ich habe auf so vieles verzichtet, damit es ihm an nichts fehlt. Vor zwei Jahren habe ich endlich meinen Verlobten kennengelernt. Bei ihm hat einfach alles gepasst. Das Schönste war, dass er meinen Sohn sofort akzeptiert hat und sich sogar vorstellen konnte, irgendwann die Vaterrolle zu übernehmen. Nach allem, was ich allein geleistet habe, war das für mich wie ein Geschenk.

Trotz allem scheint mein Sohn überhaupt nicht wertzuschätzen, was ich für ihn tue.

Statt dankbar zu sein, lügt er mich ständig an, redet kaum noch mit uns und verbringt am liebsten jede freie Minute mit seinen Freunden. Im Haushalt hilft er grundsätzlich erst nach mehrmaliger Aufforderung, verdreht die Augen und benimmt sich, als wäre jede Kleinigkeit eine Zumutung. Türen werden geknallt, in seinem Zimmer wurden schon mehrfach Vapes gefunden und er sieht ständig übermüdet aus. Auf Fragen bekommt man höchstens einsilbige Antworten.

Wir investieren jeden Monat sehr viel Geld in seine Privatschule, damit er später einmal alle Möglichkeiten hat. Seine Noten sind zwar gut, aber bei Weitem nicht so gut, wie sie sein könnten. Es wirkt, als wäre ihm völlig egal, welche Opfer wir für ihn bringen. Selbst im Urlaub wollte er nichts mit uns unternehmen. Statt gemeinsame Erinnerungen zu schaffen, lag er jeden Tag nur faul am Pool. Irgendwann fragt man sich wirklich, warum man sich überhaupt noch Mühe gibt.

Mein Verlobter arbeitet jede Woche 50 bis 60 Stunden. Wenn er nach Hause kommt, wünscht er sich einfach nur Ruhe. Stattdessen herrscht hier ständig schlechte Stimmung, weil mein Sohn provoziert und jede Kleinigkeit zum Machtkampf macht. Es ist schon zu Handgreiflichkeiten gekommen. Mein Verlobter hat sich sofort bei mir entschuldigt, aber mein Sohn hat sich in seinem Zimmer eingeschlossen, ist anschließend über den Balkon verschwunden und kam nachts sogar leicht betrunken zurück. Dass ich mir stundenlang die schlimmsten Sorgen gemacht habe, schien ihn überhaupt nicht zu interessieren. Er denkt in solchen Momenten nur an sich. Besonders verletzt mich, dass er mir bis heute vorwirft, unseren Kater abgegeben zu haben. Mein Verlobter ist hochgradig allergisch gegen Katzen, außerdem hätte sich der Kater vermutlich nie mit seinem Hund verstanden. Es gab schlicht keine andere Möglichkeit. Trotzdem hält mein Sohn mir diese Entscheidung ständig vor, ohne auch nur einmal Mitgefühl für meinen Verlobten oder meine Situation zu zeigen. Auch hier sieht er wieder nur seine eigene Perspektive.

Jetzt bin ich schwanger und in wenigen Monaten kommt seine kleine Schwester zur Welt. Er behauptet zwar, sich auf sie zu freuen, aber gleichzeitig sorgt er jeden Tag für Unruhe. Irgendwann muss doch auch er verstehen, dass sich nicht alles nur um ihn dreht.

Ab Oktober haben wir einen Termin bei einem Therapeuten und außerdem Gespräche bei der Erziehungsberatung. Ich hoffe sehr, dass ihm dort endlich jemand klarmachen kann, dass sich die Welt nicht ausschließlich um ihn dreht und dass man auch einmal Rücksicht auf andere nehmen muss, vor allem auf die Menschen, die ihm sein ganzes Leben lang alles ermöglicht haben. Aber was mache ich bis dahin? Was muss ich noch tun, damit mein Sohn endlich begreift, wie viel wir für ihn opfern? Wie kann ich ihm klarmachen, dass sein Verhalten unsere ganze Familie belastet? Warum erkennt er nicht, dass wir nur das Beste für ihn wollen? Wie schaffe ich es, dass er meinen Verlobten endlich als Respektsperson akzeptiert? Glaubt ihr, ein Therapeut kann ihm endlich klarmachen, dass nicht immer alle anderen schuld sind?
 
Noch eine kurze Anmerkung zum Thema Kater: Er musste weg. Es gab schlicht keine andere Möglichkeit. Mein Verlobter ist hochgradig allergisch, und zusätzlich hätte sich der Kater vermutlich nie mit seinem Hund verstanden. Mein Verlobter war sogar bereit, eine Desensibilisierung zu beginnen, obwohl diese mehrere Jahre gedauert hätte. Natürlich verstehe ich, dass der Verlust für meinen Sohn schmerzhaft war. Aber irgendwann muss man auch akzeptieren, dass im Leben Entscheidungen getroffen werden müssen, die nicht jedem gefallen. Ich habe ihm die Gründe mehrfach erklärt. Dass er mir deshalb bis heute Vorwürfe macht, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.
 
Ich war viele Jahre alleinerziehend und habe meinen Sohn ganz allein großgezogen. Ich habe auf so vieles verzichtet, damit es ihm an nichts fehlt. Vor zwei Jahren habe ich endlich meinen Verlobten kennengelernt. Bei ihm hat einfach alles gepasst. Das Schönste war, dass er meinen Sohn sofort akzeptiert hat und sich sogar vorstellen konnte, irgendwann die Vaterrolle zu übernehmen. Nach allem, was ich allein geleistet habe, war das für mich wie ein Geschenk.

Trotz allem scheint mein Sohn überhaupt nicht wertzuschätzen, was ich für ihn tue.

Statt dankbar zu sein, lügt er mich ständig an, redet kaum noch mit uns und verbringt am liebsten jede freie Minute mit seinen Freunden. Im Haushalt hilft er grundsätzlich erst nach mehrmaliger Aufforderung, verdreht die Augen und benimmt sich, als wäre jede Kleinigkeit eine Zumutung. Türen werden geknallt, in seinem Zimmer wurden schon mehrfach Vapes gefunden und er sieht ständig übermüdet aus. Auf Fragen bekommt man höchstens einsilbige Antworten.

Wir investieren jeden Monat sehr viel Geld in seine Privatschule, damit er später einmal alle Möglichkeiten hat. Seine Noten sind zwar gut, aber bei Weitem nicht so gut, wie sie sein könnten. Es wirkt, als wäre ihm völlig egal, welche Opfer wir für ihn bringen.
Selbst im Urlaub wollte er nichts mit uns unternehmen. Statt gemeinsame Erinnerungen zu schaffen, lag er jeden Tag nur faul am Pool. Irgendwann fragt man sich wirklich, warum man sich überhaupt noch Mühe gibt.
Mein Verlobter arbeitet jede Woche 50 bis 60 Stunden. Wenn er nach Hause kommt, wünscht er sich einfach nur Ruhe. Stattdessen herrscht hier ständig schlechte Stimmung, weil mein Sohn provoziert und jede Kleinigkeit zum Machtkampf macht. Es ist schon zu Handgreiflichkeiten gekommen. Mein Verlobter hat sich sofort bei mir entschuldigt, aber mein Sohn hat sich in seinem Zimmer eingeschlossen, ist anschließend über den Balkon verschwunden und kam nachts sogar leicht betrunken zurück. Dass ich mir stundenlang die schlimmsten Sorgen gemacht habe, schien ihn überhaupt nicht zu interessieren. Er denkt in solchen Momenten nur an sich. Besonders verletzt mich, dass er mir bis heute vorwirft, unseren Kater abgegeben zu haben. Mein Verlobter ist hochgradig allergisch gegen Katzen, außerdem hätte sich der Kater vermutlich nie mit seinem Hund verstanden. Es gab schlicht keine andere Möglichkeit. Trotzdem hält mein Sohn mir diese Entscheidung ständig vor, ohne auch nur einmal Mitgefühl für meinen Verlobten oder meine Situation zu zeigen. Auch hier sieht er wieder nur seine eigene Perspektive.

Jetzt bin ich schwanger und in wenigen Monaten kommt seine kleine Schwester zur Welt. Er behauptet zwar, sich auf sie zu freuen, aber gleichzeitig sorgt er jeden Tag für Unruhe. Irgendwann muss doch auch er verstehen, dass sich nicht alles nur um ihn dreht.

Ab Oktober haben wir einen Termin bei einem Therapeuten und außerdem Gespräche bei der Erziehungsberatung. Ich hoffe sehr, dass ihm dort endlich jemand klarmachen kann, dass sich die Welt nicht ausschließlich um ihn dreht und dass man auch einmal Rücksicht auf andere nehmen muss, vor allem auf die Menschen, die ihm sein ganzes Leben lang alles ermöglicht haben. Aber was mache ich bis dahin? Was muss ich noch tun, damit mein Sohn endlich begreift, wie viel wir für ihn opfern? Wie kann ich ihm klarmachen, dass sein Verhalten unsere ganze Familie belastet? Warum erkennt er nicht, dass wir nur das Beste für ihn wollen? Wie schaffe ich es, dass er meinen Verlobten endlich als Respektsperson akzeptiert? Glaubt ihr, ein Therapeut kann ihm endlich klarmachen, dass nicht immer alle anderen schuld sind?

Ich bitte um Rat, Verständnis und Austausch.
 
Hallo!

Ich habe ein bisschen überlegt, ob ich etwas schreiben soll. Ich bin selbst erst 23 Jahre alt und somit sind schlaue Erziehungstipps von mir eher daneben. Da aber noch niemand geantwortet hat, möchte ich das mal tun.

Ich bin hin und her gerissen. Vieles, was du schreibst, klingt eigentlich nach dem ganz normalen Teenager-Wahnsinn mit fünfzehn. Türen knallen, keinen Bock auf nix im Urlaub. Emotionale Kämpfe. Das stresst natürlich, keine Frage. Aber so ganz extrem finde ich es eigentlich nicht.

Ich verstehe dich, dass du dir Frieden wünschst und erleichtert bist, einen Partner gefunden zu haben. ich verstehe zum Teil auch deinen Partner, dass er sich abends Ruhe wünscht nach einem langen Arbeitstag. Aber er sollte wissen, dass er im Zusammenleben mit einem Teenager eben nicht erwarten kann. Mit fünfzehn funktioniert man nicht wie es die Erwachsenen sich wünschen.

Schlimm finde ich ehrlich gesagt, dass er offenbar gegen deinen Sohn handgreiflich wurde. Das geht gar nicht. Versetze dich mal in die Lage deines Sohnes. Ein für ihn fremder Mann, mit dem er null verwandt ist, schlägt ihn. Da ist es doch klar, dass er abhaut. Ich war sechzehn, als meine MUtter einen neuen Mann kennen lernte. Und ich bin abgehauen, nur um ihn nicht treffen zu müssen. Das hatte zwar eine Vorgeschichte bei mir, aber hier verstehe ich deinen Sohn gut. Und warum entschuldigt sich dein Partner bei dir? Bei deinem Sohn muss er sich entschuldigen!

Naja, du sagst, es gab keine Möglichkeit, den Kater zu behalten. Die Allergie deines Partners mag dafür sprechen. Aber ansonsten war der Kater ja nicht weniger wert als der Hund, der bleiben durfte. Das muss dein Sohn ja als Angriff auf sich sehen und unter solchen Bedingungen ist ja alles von Anfang an belastet.
Ich bin mir sicher, ihr gebt viel für ihn aus. Die Privatschule zum Beispiel. Das heißt aber nicht, dass er sich verstanden oder willkommen fühlt.

Eine Therapie wäre vielleicht für die ganze Familie besser. Denn ich wünsche dir von Herzen eine gute Geburt, wage aber die Befürchtung, dass damit das Zusammenleben nicht einfacher werden wird.

Bitte nicht missverstehen. Mir geht es nicht darum, dich schlecht zu reden. Ich versuche nur so ein bisschen aus der Perspektive deines Sohnes zu denken.

Alles Gute!
 
Einerseits klingt das einfach nach Pubertät. Andererseits ist das auch echt eine Menge zu schlucken: Neuer Partner, Kater weg, Mutter bekommt noch ein Kind. Das kann schon heftig sein und das steckt man nicht mal weg, weil man in eine teure Privatschule geht. Das mit den Handgreiflichkeiten verstehe ich nicht. Wer war wem gegenüber handgreiflich und warum?
 
Willkommen im Forum 🌻

Hört sich nach Pubertät an 🤔
Dein Verlobter sollte seine Emotionen im Griff haben und nicht handgreiflich werden.

Ich sehe nichts was man therapieren sollte.
Er grenzt sich ab, völlig normal.

Dass er begreifen soll wie ihr euch aufopfert, schwierig.

Glückwunsch zur Schwangerschaft 🌻
 
Dein Sohn steckt mitten in der Pubertät und sucht seine Rolle im Leben.
Wurde mit dem Sohn vor (!) Weggabe des Katers mit ihm gesprochen?
Dein Sohn muss nicht dankbar sein, was du alles für ihn machst und bezahlst.
Hast du mit deinem Sohn vor dem Einzug deines Freundes gesprochen?
Was ist mit dem Vater deines Sohnes?
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum fragst du in mehr als einem Forum?

Glaubst du die ultimative Antwort zu bekommen, wie er das endlich kapiert?

Du hast doch schon einen Termin bei der Beratung ausgemacht?
Da sind Profis am Werk.

Und wenn du soviel Gegenwind bekommen hast, was macht das mit dir?
Alles Falschfahrer?
 
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