Betrifft womöglich beides, also vordergründig das Materielle, aber wohl auch das Menschliche:
Wenn man sich nur genug anstrengt, kann jeder erfolgreich sein?
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Muss da gerade an einen Späti in meiner Nähe denken, der mittlerweile geschlossen hat, weil der Pachtvertrag nicht verlängert wurde.
Der Späti wurde von einem Libanesen bzw. seiner Familie betrieben. Die waren auch mit einem großen/berüchtigten Mafia-Clan in Berlin verwandt, der gleichfalls in meiner Nähe ansässig ist. Die Familie hatte sich strikt von diesem Mafia-Clan distanziert.
Das Oberhaupt der Familie hatte mit seiner Frau gemeinsam 12 Kinder, wenn ich mich recht erinnere. Wir saßen im Sommer öfter vor dem Laden und quatschten über dieses und jenes - quer durchs Beet, quer durchs Leben.
Da waren natürlich auch immer wieder andere Leute zugegen - illustre Runden, könnte man sagen. Weiß nicht mehr, wie wir überhaupt darauf kamen, aber irgendwie meinte eine Ärztin oder so mal zu mir, dass ich doch wohl nicht glaube, dass irgendeiner von denen - die Kinder in der libanesischen Familie - jemals studieren wird.
Also ja, kann schon sein, dass die alle eher bildungsfern waren und auch sonst eher einen ungünstigen Background oder Umstände hatten, um jemals zu studieren.
Ich persönlich werte das alles nicht. Es soll nur im Kontext zu dem Video oben eine Geschichte sein, die aufzeigt, wie unterschiedlich die Grundvoraussetzungen von Personen sein können, und das muss gar nicht mal was damit zu tun haben, ob jemand Inländer oder Ausländer ist.
Überdies sehe ich es auch nicht so, dass ein Studium zu einem erfolgreichen Leben prädestiniert und ein Leben ohne Studium nicht. Es gibt immer viele, verschiedenste Faktoren, die zu dem einen oder anderen führen können.