Das geringe Gewicht hatte sie vor etwa 3 Jahren. Sie fand sich aber nicht zu dünn.
Unsensibel? Nein, ich habe immer hinter meiner Tochter gestanden und zu fragen, ob jemand, dem es vorher mit körperlichen Ausgleich besser ging, ob sie nicht wieder ihren Sport machen will, halte ich nicht für eine unsensible Frage.
Naja, ich sehe das anders.
Wenn meine Tochter gesundheitlich sehr bedenkliches Untergewicht hätte und sich gleichzeitig als nicht zu dünn sehen würde und dabei schlapp und müde wäre, dann wäre es für mich sehr wichtig, ihr klarzumachen, dass dieser Zustand mit einem Arzt besprochen gehört.
Ich würde sie fragen, ob es sein könnte, dass sie eine Essstörung entwickelt hat?
Und wie ich ihr helfen könne?
Oder, ob sie sich bereits Hilfe geholt hat?
Vielleicht meint deine Tochter solche Dinge mit: du interessierst dich nicht für sie?
In dem Kontext halte ich deinen gegebenen Rat/Vorschlag für sehr unsensibel, weil das offensichtliche und deutlich sichtbare Problem (Unterernährung) unter den Tisch gekehrt wird.
Es ist zwar für alle sichtbar, aber du möchtest es gerne unsichtbar halten?
Wahrscheinlich ist deiner Tochter euer Verhältnis zu oberflächlich?
Es darf nicht wirklich in die Tiefe gehen, weil du dadurch verunsichert werden könntest?
Es ist gut möglich, dass deine Tochter eure Beziehung so wahrnimmt, obwohl du es anders siehst.
Es sind meinerseits nur Anregungen für dich, um darüber nachzudenken, eine andere Perspektive einzunehmen…
Vielleicht kannst du deine Tochter danach fragen, was sie genau mit ihrer Aussage gemeint hat, du würdest dich nicht für sie interessieren?
Nicht sofort, eventuell in einem Brief?
Damit du es genau weißt und einordnen und gegebenenfalls verändern kannst.