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Erwachsene Tochter will keinen Kontakt

Das Warten auf eine Reaktion, eine Nachricht von ihr, macht mich irre.
Wie kann ich Dinge klären, das Gespräch finden, wenn Sie mich ignoriert?
Da sie von mir Selbstreflexion erwartet, kann ich das Gleiche nicht von ihr erhoffen?
Ich weiß, es ist schwer und wahrscheinlich auch nicht das, was du gerne hören möchtest, aber es wäre vielleicht gut wenn du aufhören könntest zu warten. Wenn du dich auf andere Dinge in deinem Leben konzentrierst, deiner Arbeit und Hobbys nachgehst, dich mit Freund/innen triffst, Urlaub und dir generell eine gute Zeit machst und nicht pausenlos daran denkst, dass deine Tochter sich melden soll.

Du kannst ihr nur deine Bereitschaft signalisieren und dann abwarten ob und wann sie das Gespräch mit dir sucht. Was wäre denn deiner Meinung nach zwischen euch zu klären?

Was müsste/sollte deine Tochter denn deiner Meinung nach reflektieren? Das Bedürfnis dich öfter als ein paar Mal im Jahr zu sehen und in unregelmäßigen Abständen kurz zu schreiben hat sie offenbar derzeit nicht. Sie könnte hinterfragen warum das so ist, aber ob sich dadurch dann etwas ändern würde, wenn das Bedürfnis nach mehr Kontakt bei ihr nicht vorhanden ist?
 
Den Mann meiner Tochter mag ich sehr gern.
Nur habe ich festgestellt, dass ihr Mann plötzlich für sie antwortet. Zum Beispiel hatte sie vorher viel Sport gemacht und als sie nun schlapp und müde beim Prüfungsstress war, riet ich ihr doch wieder laufen zu gehen oder einen Sport zur Entspannung zu machen, da antwortete ihr Mann:" Nein, sie fühlt sich jetzt so wohler, sie braucht keinen Sport."
Sie sah schlecht aus, bei 1,75 m Größe, wo sie plötzlich nur noch 48 kg. Ich machte mir große Sorgen.
Ist ihr Gewicht nun wieder im normalen Bereich oder immer noch total im Untergewicht?
 
Hallo liebe TE,

wenn das eigene Kind den Kontakt abbricht, ist das schrecklich. Damit wird man nicht so schnell fertig. Ich sehe deinen Schmerz. Ich spreche leider aus Erfahrung.

Worin jetzt genau der Grund liegt, da kann man nur spekulieren. Es scheint grade irgendwas bei ihr los zu sein, worauf du keinen Einfluss hast. Vielleicht ist sie psychisch krank und sie macht grad viel mit sich aus.
Vielleicht liegt es auch an Ereignissen, die lange zurück legen. Oder es hat mit dynamiken zu tun, die sich bei euch eingeschlichen haben.

Aber auch Kinder sind irgendwann erwachsen und der Erkenntnisschritt, dass Eltern auch nur fehlbare Menschen sind, kommt bei manchen erst spät und bei manchen nie. Die „Schuld“ allein auf Elternseite zu suchen, ist schlichtweg falsch. Hier gab es schon etliche Beiträge aus der anderen Seite - also von denen, die den Kontakt abgebrochen haben. Das hab ich im Hinterkopf, wenn ich so manchen Beitrag gelesen habe… oft hat es auch mit der Art zu tun, wie in Familien generell mit Konflikten umgegangen wird.

Du kannst leider so gut wie gar nichts tun. Im Nichtstun sind Eltern meistens eher schlecht. Auf gar keinen Fall solltest du dich aufdrängen und bei ihr vor der Haustür stehen (das ging bei unserer Situation nach hinten los), oder den Mann kontaktieren usw.
Was du aber tun kannst, ist ihr einen Gruß zu schicken mit ehrlichen Worten. Spontan fallen mir ein:
Du fehlst mir sehr und ich denke an dich.
Ich würde so gern wissen, wie es dir geht, aber ich möchte dir auch deinen Freiraum lassen.
Ich mache mir Sorgen, weil ich gesehen habe, dass du so dünn geworden bist.
Wenn du reden willst, bin ich da.
Bitte sag mir, wenn ich etwas falsch gemacht habe, dann kann ich es vielleicht ändern.
Und: Ich melde mich an deinem Geburtstag/ Weihnachten/ eurem Hochzeitstag wieder.

Vorwürfe würde ich aussparen, auch wenn du - wahrscheinlich - von Zeit zu Zeit ganz schön wütend sein wirst!

Alles liebe!
 
Zuletzt bearbeitet:
Zudem schrieb ich, dass sie ja schon mal schreiben könne, was es Neues gibt.

Ohne mehr darüber zu wissen, klingt das schon nach einer gewissen Erwartungshaltung (Mal unabhängig davon, ob die gerechtfertigt wäre oder nicht).

Vielleicht hilft es, sich zu verdeutlichen, dass die Eltern-Kind-Beziehung immer asymmetrisch sein wird, selbst wenn die Kinder erwachsen werden. Und mit fast 30 Jahren ist die Tochter erwachsen. Sie wird sich nicht mehr als "dein Kind" sehen.

Wenn die Kinder noch klein sind, dann können sie nicht ohne die Erwachsenen leben. Wenn die Kinder erwachsen sind, ändert sich das (logischerweise). Sie können alleine leben und "brauchen" die Eltern nicht mehr. Damit ändert sich die Abhängigkeit in der Form, dass sich nun die Eltern-Generation Kontakt wünscht, die Kinder dem Kontakt aber nun viel seltener brauchen bzw. wollen.
Ich glaube, dass es für die Eltern-Generation sehr schmerzhaft ist, genau diesen Umstand einzusehen.

Daher würde ich in deiner Situation dort ansetzen, was ich als Elternteil tun kann, damit der Kontakt zum Kind vom Kind als positiv bzw. hilfreich wahrgenommen wird und weg vom Erfüllen von Erwartungen geht.

Deine Tochter hat vermutlich schon haufenweise Erwartungen, denen sie gerecht werden muss / will.
Ggf. reagiert sie dann auch genervt, weil du auch Erwartungen stellst. Weil sie ist dir ja nicht verpflichtet, etwas über ihr Leben zu erzählen.

Bei solchen Konfliktsituationen würde ich auch versuchen möglichst wenig über den Konflikt in WhatsApp zu schreiben, weil die Art wie junge und ältere Erwachsene darüber schreiben, sich oft signifikant unterscheidet und das sehr leicht zu Missverständnissen führen kann.

Ich würde jetzt erst mal abwarten und dann in ein paar Wochen etwas schreiben, das ohne Erwartungen ist. Also nicht sowas wie "Ich möchte dich sehen" sondern eher so etwas wie: "Hallo <Tochter>, ich hoffe es geht dir gut und ich denke an dich. Hab dich lieb, deine Mama 🙂"
Und dann mal schauen, ob etwas zurück kommt.
 
Ohne mehr darüber zu wissen, klingt das schon nach einer gewissen Erwartungshaltung (Mal unabhängig davon, ob die gerechtfertigt wäre oder nicht).

Vielleicht hilft es, sich zu verdeutlichen, dass die Eltern-Kind-Beziehung immer asymmetrisch sein wird, selbst wenn die Kinder erwachsen werden. Und mit fast 30 Jahren ist die Tochter erwachsen. Sie wird sich nicht mehr als "dein Kind" sehen.

Wenn die Kinder noch klein sind, dann können sie nicht ohne die Erwachsenen leben. Wenn die Kinder erwachsen sind, ändert sich das (logischerweise). Sie können alleine leben und "brauchen" die Eltern nicht mehr. Damit ändert sich die Abhängigkeit in der Form, dass sich nun die Eltern-Generation Kontakt wünscht, die Kinder dem Kontakt aber nun viel seltener brauchen bzw. wollen.
Ich glaube, dass es für die Eltern-Generation sehr schmerzhaft ist, genau diesen Umstand einzusehen.

Daher würde ich in deiner Situation dort ansetzen, was ich als Elternteil tun kann, damit der Kontakt zum Kind vom Kind als positiv bzw. hilfreich wahrgenommen wird und weg vom Erfüllen von Erwartungen geht.

Deine Tochter hat vermutlich schon haufenweise Erwartungen, denen sie gerecht werden muss / will.
Ggf. reagiert sie dann auch genervt, weil du auch Erwartungen stellst. Weil sie ist dir ja nicht verpflichtet, etwas über ihr Leben zu erzählen.

Bei solchen Konfliktsituationen würde ich auch versuchen möglichst wenig über den Konflikt in WhatsApp zu schreiben, weil die Art wie junge und ältere Erwachsene darüber schreiben, sich oft signifikant unterscheidet und das sehr leicht zu Missverständnissen führen kann.

Ich würde jetzt erst mal abwarten und dann in ein paar Wochen etwas schreiben, das ohne Erwartungen ist. Also nicht sowas wie "Ich möchte dich sehen" sondern eher so etwas wie: "Hallo <Tochter>, ich hoffe es geht dir gut und ich denke an dich. Hab dich lieb, deine Mama 🙂"
Und dann mal schauen, ob etwas zurück kommt.
Danke, mit der Sichtweise kann ich etwas anfangen und halte ich für eine gute Idee.

Meine Erwartungshaltung von ihrem Leben zu erfahren ist schon groß. Schlimm und peinlich war es für mich, als mir meine Nichten und andere Bekannte mitteilten was bei meiner Tochter los ist. Das wussten sie über Instagramm. Ich wusste aber nichts davon.
Ein anderer Punkt ist auch, wenn Freundinnen erzählen, dass sie täglich mit ihren Kindern telefonieren und sie sich wöchentlich treffen, da werde ich sehr traurig.

Aber ich werde deinen Rat befolgen.
Noch mal: Danke.
 
Hallo liebe TE,

wenn das eigene Kind den Kontakt abbricht, ist das schrecklich. Damit wird man nicht so schnell fertig. Ich sehe deinen Schmerz. Ich spreche leider aus Erfahrung.

Worin jetzt genau der Grund liegt, da kann man nur spekulieren. Es scheint grade irgendwas bei ihr los zu sein, worauf du keinen Einfluss hast. Vielleicht ist sie psychisch krank und sie macht grad viel mit sich aus.
Vielleicht liegt es auch an Ereignissen, die lange zurück legen. Oder es hat mit dynamiken zu tun, die sich bei euch eingeschlichen haben.

Aber auch Kinder sind irgendwann erwachsen und der Erkenntnisschritt, dass Eltern auch nur fehlbare Menschen sind, kommt bei manchen erst spät und bei manchen nie. Die „Schuld“ allein auf Elternseite zu suchen, ist schlichtweg falsch. Hier gab es schon etliche Beiträge aus der anderen Seite - also von denen, die den Kontakt abgebrochen haben. Das hab ich im Hinterkopf, wenn ich so manchen Beitrag gelesen habe… oft hat es auch mit der Art zu tun, wie in Familien generell mit Konflikten umgegangen wird.

Du kannst leider so gut wie gar nichts tun. Im Nichtstun sind Eltern meistens eher schlecht. Auf gar keinen Fall solltest du dich aufdrängen und bei ihr vor der Haustür stehen (das ging bei unserer Situation nach hinten los), oder den Mann kontaktieren usw.
Was du aber tun kannst, ist ihr einen Gruß zu schicken mit ehrlichen Worten. Spontan fallen mir ein:
Du fehlst mir sehr und ich denke an dich.
Ich würde so gern wissen, wie es dir geht, aber ich möchte dir auch deinen Freiraum lassen.
Ich mache mir Sorgen, weil ich gesehen habe, dass du so dünn geworden bist.
Wenn du reden willst, bin ich da.
Bitte sag mir, wenn ich etwas falsch gemacht habe, dann kann ich es vielleicht ändern.
Und: Ich melde mich an deinem Geburtstag/ Weihnachten/ eurem Hochzeitstag wieder.

Vorwürfe würde ich aussparen, auch wenn du - wahrscheinlich - von Zeit zu Zeit ganz schön wütend sein wirst!

Alles liebe!
Dir auch lieben Dank für die hilfreichen Worte.

Ich möchte mich hiermit bei allen bedanken, die mir"zugehört" haben.
Ihr habt sehr schnell geantwortet, ich fühle mich nicht ganz so hilflos und allein mit meinem Problem.
 
Hallo,
Ich bin neu in diesem Forum und brauche Hilfe. Eigentlich hatte ich (60 Jahre) immer einen guten Kontakt zu meiner Tochter ( 29 Jahre). Doch seit 7 Wochen herrscht Funkstille. Ich hatte kurz vor Ostern meiner Tochter geschrieben, dass ich sie gern mal wieder sehen möchte, da ja seit Weihnachen schon 3 Monate vergangen waren. Sie bat mich um Termine für ein mögliches Treffen, die ich ihr dann auch sendete. Zudem schrieb ich, dass sie ja schon mal schreiben könne, was es Neues gibt.
Dann kam von ihr eine bitterböse Nachricht, dass ich ihr ein schlechtes Gewissen mache, ich ja nicht wirklich Interesse an ihr hätte ( ich hatte in meiner letzten Nachricht nicht gewusst, ob man den Namen Ihres Mannes mit c oder k schreibt). Sie ist seit 2,5 Jahren verheiratet.
Auf dieser Ebene wünsche sie keinen Kontakt mit mir, ich solle erstmal mein Verhalten reflektieren!!!
Ich war vor den Kopf gestoßen, beleidigt, traurig. Seitdem meine Tochter ihren Partner hat sehe ich sie nur noch 4 mal im Jahr. Wir wohnen nur 35 Kilometer von einander entfernt. Alle 3 Wochen frage ich per WhatsApp nach, ob alles okay ist. Sie antwortet kurz.
Anrufen darf ich sie nicht, da sie in ihrem Job sehr viel telefonieren müsse. Den Job hat sie seit 2 Jahren. Von ihr kommt sonst nie eine Nachricht. Vor ihrer Beziehung mit diesem Mann hatten wir viel häufiger Kontakt. Also, das ist nun 6 Jahre her.
Zwischendurch erfuhr ich durch Zufall, dass die beiden auf Haussuche waren, dass sie längere Zeit krank war wegen Oberkiefer-Ops und dass sie des öfteren bei der Familie ihres Mannes waren. Als ich mit meinem Exmann darüber sprach, lachte er nur und meinte:" Na, du kennst sie doch, sie meldet sich nur, wenn sie was will. Das darfst du nicht persönlich nehmen. "

Doch ich nehme es persönlich. Bin sehr traurig und verzweifelt, möchte wissen wie es meiner Tochter geht und was in ihrem Leben passiert.

Vor gut einem Jahr erwähnte meine Tochter mal, dass zwar viele ihr zur Hochzeit gratuliert hatten, aber keiner, zu der für sie wichtigeren bestandenen Masterprüfung.
Keiner? Doch, ich hatte ihr gratuliert, hatte ihr ein spezielles Masterdiplom gebastelt und zuvor hatte ich einige Wochen ihre Masterarbeit korrigiert. Wer ihr nicht gratuliert hatte, war mein Exmann.
Weiterhin hatte sie auch mal leise erwähnt, dass ich mich zu oft melde. Als ich ihr erklärte, dass es alle 3 Wochen ist, schluckte sie und meinte nur, es käme ihr viel öfter vor.

In meiner letzten Nachricht an sie, habe ich geschrieben, dass ich wie jede andere Mutter mein Kind gern öfter als 4 mal im Jahr sehen möchte, gerne wissen will was bei ihr los ist und dass ich mich nicht mehr melde, da sie keinen Kontakt möchte.

Was soll ich tun?
Das Warten auf eine Reaktion, eine Nachricht von ihr, macht mich irre.
Wie kann ich Dinge klären, das Gespräch finden, wenn Sie mich ignoriert?
Da sie von mir Selbstreflexion erwartet, kann ich das Gleiche nicht von ihr erhoffen?

Liebe Grüße, Maria
Wie jede andre Mutter, welche sind das denn?
Damit machst du IHR doch eins schlechtes Gewissen.
Woher hat sie denn so ein Verhalten, du bist geschieden , das hat ja auch Gründe.
Warum erwartest du das deine Tochter so zu sein hat wie du es gern hättest?
Was hast du sonst noch in deinem Leben, außer den Erwartungen an deine Tochter.
Was soll sie kompensieren ,was fehlt dir im Leben?
 

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