Ich bin ganz neu in diesem Forum und habe mich angemeldet, nachdem ich einen Beitrag komplett durchgelesen habe und ich denke, hier neutrale Meinungen zu bekommen.
Ich bin 51 Jahre alt, körperlich eingeschränkt und habe einige körperliche Baustellen. Darum geht es aber primär nicht.
Die Tochter, um die es geht ist jetzt 27, hat eine 10 jährige Tochter und wir haben bis vor 4 Jahren zusammen gewohnt. Da meine Tochter ja noch sehr jung war als sie Mutter wurde(sie hat die Schwangerschaft verheimlicht und erst "gestanden" als der Blasensprung kam. Ich habe mich überwiegend um die Kleine gekümmert und habe meine Tochter ihr Jugend ausleben lassen( sie ist auch mehrfach für ein paar Tage unabgesprochen verschwunden). Auch ihren Schulabschluß hat sie nachgeholt. Seit ihrer frühen Jugend hat meine Tochter psychische Probleme und war auch in Therapie, hat die Therapie aber nie wirklich angenommen. Ich habe sie immer mit Samthandschuhen angefaßt und versucht sie zu unterstützen. Nach häufigen ein- und Auszügen meiner Tochter zum jeweiligen Partner und zu mir zurück, habe ich die Reißleine gezogen (durch die beiden Schlaganfälle bin ich eingeschränkt und nicht mehr sehr belastbar) und bin in eine kleinere Wohnung rund 80km weit weg gezogen. Seit dem sehen wir uns nur noch zu Feierlichkeiten, wenn ich die kleine übers WE oder in Ferien zu mir nehme oder wenn ich sie besuchen komme.Wir sind auch regelmäßig zusammen verreist.
Nun zur aktuellen Situation:
Ich war im Juli zum Geburtstag meiner Mutter zu Besuch 800km weit weg vom Wohnort. Dort bin ich aufgewachsen, jedoch als meine Tochter in die Schule kommen sollte umgezogen. Gründe dafür: Ich war unzufrieden mit meiner Arbeit, dadurch ständig aggressiv und genervt. In der Schule, die zuständig gewesen wäre, wäre meine Tochter untergegangen (Gewalt unter Schülern und Gewalt gegen Lehrer von Schülern ausgehend)
Es mußte etwas passieren und so bin ich mit meinem damaligen Partner 800km weit weg gezogen.
Sicherlich hätte es auch eine andere Möglichkeit gegeben aber ich sah das als einen Neuanfang.
Ich war nun also wieder in der alten Heimat, habe auch meine alten Freunde wieder gesehen und festgestellt, daß ich wieder zurück möchte.
Ich bin ein sehr introvertierter Mensch und finde schlecht Anschluß. Am aktuellen Wohnort habe ich außer Arbeitskollegen und Nachbarn keinerlei Sozialkontakte. Ich gehe Arbeiten, einkaufen und ansonsten bin ich im Garten am arbeiten. Glücklich und zufrieden bin ich nicht. Wenn ich überlege, daß das so bis zum Lebensende so sein soll, möchte ich das nicht. Ändern kann ich das aufgrund meiner körperlichen Baustellen allerdings auch nicht.
Ich habe also für mich beschlossen, in 3 Jahren Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wieder zurück in die alte Heimat zu ziehen.
Das habe ich am 17.07.25 auch meiner Tochter persönlich mitgeteilt. Sie reagierte darauf erstmal gar nicht.
Dann warf sie mir vor Zitat: "erst reißt du mich da weg und jetzt verschwindest du einfach"
Wie gesagt...in 3 Jahren (erst will ich einen Kredit abzahlen und Geld für den Umzug sparen)
Ich habe zu ihr gesagt, daß sie fast 30 ist, und sie ihr eigenes Leben hat, daß sie sehr gut meißert. Daß sich für sie nichts ändert. wir können uns weiter sehen, weil ich dann ja in Rente bin und Zeit habe und wir können auch weiter zusammen verreisen.
Geplant war Ende Oktober wieder ein gemeinsamer Urlaub auf den ich mich auch schon sehr gefreut habe.
Sie sollte noch ihren Anteil am Urlaub bezahlen und hatte das erst "vergessen"
Ich habe sie mehrmals daran erinnert und bis vor meinem Heimaturlaub hat sie das auch nicht in Frage gestellt.
Seit Anfang August ignoriert sie jegliche Nachristen und Anrufe von mir. Auch meine Bitte um ein Gespräch in Ruhe wird ignoriert.
Sie war noch nie Kritikfähig und ist Konflikten immer aus dem Weg gegangen. Unangenehme Situation wurden vermieden.
Enge Freundschaften und auch Partnerschaften beendet und geghostet.
Die Kleine antwortet mittlerweile auch nicht mehr. Das belastet mich ehrlich gesagt noch mehr, da wir ein sehr enges Verhältnis haben und hatten. Ich kann aber verstehen, daß sie sich nicht einmischen oder ausgefragt werden will. Ich habe ihr geschrieben, daß ich ihr nicht böse deshalb bin, sie liebe und jederzeit für sie da bin.
Den Urlaub versuche ich gerade für die beiden zu stornieren, damit ich nicht auf den Kosten in Höhe von immerhin 2,6k sitzen bleibe.
Ich weiß nun nicht ob es sinnvoll wäre meiner Tochter einfach mal zu schreiben was sie mir mit der Aktion antut oder ob ich sie in Ruhe lassen sollte.
Ich bin absoluter Kopfmensch und sehr reflektiert. allerdings auch sehr verletzt, wütend und hilflos.
Wer bisher gelesen hat, danke 🙂
Hilfesuchenden Gruß
Finchen
Ich bin 51 Jahre alt, körperlich eingeschränkt und habe einige körperliche Baustellen. Darum geht es aber primär nicht.
Die Tochter, um die es geht ist jetzt 27, hat eine 10 jährige Tochter und wir haben bis vor 4 Jahren zusammen gewohnt. Da meine Tochter ja noch sehr jung war als sie Mutter wurde(sie hat die Schwangerschaft verheimlicht und erst "gestanden" als der Blasensprung kam. Ich habe mich überwiegend um die Kleine gekümmert und habe meine Tochter ihr Jugend ausleben lassen( sie ist auch mehrfach für ein paar Tage unabgesprochen verschwunden). Auch ihren Schulabschluß hat sie nachgeholt. Seit ihrer frühen Jugend hat meine Tochter psychische Probleme und war auch in Therapie, hat die Therapie aber nie wirklich angenommen. Ich habe sie immer mit Samthandschuhen angefaßt und versucht sie zu unterstützen. Nach häufigen ein- und Auszügen meiner Tochter zum jeweiligen Partner und zu mir zurück, habe ich die Reißleine gezogen (durch die beiden Schlaganfälle bin ich eingeschränkt und nicht mehr sehr belastbar) und bin in eine kleinere Wohnung rund 80km weit weg gezogen. Seit dem sehen wir uns nur noch zu Feierlichkeiten, wenn ich die kleine übers WE oder in Ferien zu mir nehme oder wenn ich sie besuchen komme.Wir sind auch regelmäßig zusammen verreist.
Nun zur aktuellen Situation:
Ich war im Juli zum Geburtstag meiner Mutter zu Besuch 800km weit weg vom Wohnort. Dort bin ich aufgewachsen, jedoch als meine Tochter in die Schule kommen sollte umgezogen. Gründe dafür: Ich war unzufrieden mit meiner Arbeit, dadurch ständig aggressiv und genervt. In der Schule, die zuständig gewesen wäre, wäre meine Tochter untergegangen (Gewalt unter Schülern und Gewalt gegen Lehrer von Schülern ausgehend)
Es mußte etwas passieren und so bin ich mit meinem damaligen Partner 800km weit weg gezogen.
Sicherlich hätte es auch eine andere Möglichkeit gegeben aber ich sah das als einen Neuanfang.
Ich war nun also wieder in der alten Heimat, habe auch meine alten Freunde wieder gesehen und festgestellt, daß ich wieder zurück möchte.
Ich bin ein sehr introvertierter Mensch und finde schlecht Anschluß. Am aktuellen Wohnort habe ich außer Arbeitskollegen und Nachbarn keinerlei Sozialkontakte. Ich gehe Arbeiten, einkaufen und ansonsten bin ich im Garten am arbeiten. Glücklich und zufrieden bin ich nicht. Wenn ich überlege, daß das so bis zum Lebensende so sein soll, möchte ich das nicht. Ändern kann ich das aufgrund meiner körperlichen Baustellen allerdings auch nicht.
Ich habe also für mich beschlossen, in 3 Jahren Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wieder zurück in die alte Heimat zu ziehen.
Das habe ich am 17.07.25 auch meiner Tochter persönlich mitgeteilt. Sie reagierte darauf erstmal gar nicht.
Dann warf sie mir vor Zitat: "erst reißt du mich da weg und jetzt verschwindest du einfach"
Wie gesagt...in 3 Jahren (erst will ich einen Kredit abzahlen und Geld für den Umzug sparen)
Ich habe zu ihr gesagt, daß sie fast 30 ist, und sie ihr eigenes Leben hat, daß sie sehr gut meißert. Daß sich für sie nichts ändert. wir können uns weiter sehen, weil ich dann ja in Rente bin und Zeit habe und wir können auch weiter zusammen verreisen.
Geplant war Ende Oktober wieder ein gemeinsamer Urlaub auf den ich mich auch schon sehr gefreut habe.
Sie sollte noch ihren Anteil am Urlaub bezahlen und hatte das erst "vergessen"
Ich habe sie mehrmals daran erinnert und bis vor meinem Heimaturlaub hat sie das auch nicht in Frage gestellt.
Seit Anfang August ignoriert sie jegliche Nachristen und Anrufe von mir. Auch meine Bitte um ein Gespräch in Ruhe wird ignoriert.
Sie war noch nie Kritikfähig und ist Konflikten immer aus dem Weg gegangen. Unangenehme Situation wurden vermieden.
Enge Freundschaften und auch Partnerschaften beendet und geghostet.
Die Kleine antwortet mittlerweile auch nicht mehr. Das belastet mich ehrlich gesagt noch mehr, da wir ein sehr enges Verhältnis haben und hatten. Ich kann aber verstehen, daß sie sich nicht einmischen oder ausgefragt werden will. Ich habe ihr geschrieben, daß ich ihr nicht böse deshalb bin, sie liebe und jederzeit für sie da bin.
Den Urlaub versuche ich gerade für die beiden zu stornieren, damit ich nicht auf den Kosten in Höhe von immerhin 2,6k sitzen bleibe.
Ich weiß nun nicht ob es sinnvoll wäre meiner Tochter einfach mal zu schreiben was sie mir mit der Aktion antut oder ob ich sie in Ruhe lassen sollte.
Ich bin absoluter Kopfmensch und sehr reflektiert. allerdings auch sehr verletzt, wütend und hilflos.
Wer bisher gelesen hat, danke 🙂
Hilfesuchenden Gruß
Finchen