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Wie eine Klette...

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Was würde es bedeuten, wenn Du mal ganz deutlich wirst?

Ich kenne das. Ich bin freundlich, hilfsbereit und zugewandt und plötzlich hat man so eine Nervensäge an der Backe. Meist werde ich irgendwann unfreundlich. Funktioniert. Ist aber nicht schön.
 
A

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Re: Wie eine Klette...
Hallo Gelöscht 135364,

schau mal hier:
Wie eine Klette.... Hier findest du vielleicht was du suchst.
Es gab aber gestern so etwas wie eine klare Ansage. Ich habe gesagt, dass ich zu ihm einfach freundlich war, das aber für mich nichts mit Freundschaft zu tun hat. Dass ich zu jedem so bin.

Er war danach dann sichtlich geknickt. Es ist wohl in den Verein zu kommen, um Freunde zu finden. Das wäre ja auch denkbar, aber Bedürftigkeit schreckt halt eben auch im Bereich Freundschaft ab und er wäre auch nie der Typ, den ich gerne als Freund hätte.
Ah, das habe ich erst nach dem Absenden meines Beitrags gesehen.

Das hast Du doch gut gemacht. Er muss lernen, dass man zwar in einem Verein durchaus Freunde finden kann, dass das aber so nicht funktioniert.

Ich drücke die Daumen, dass er das versteht und Dich nun in Ruhe lässt.
 
Ich finde das sehr traurig für diesen Menschen.

Ja. Und nein, es war für mich nicht leicht. Aber was ist die Alternative? Weder habe ich neben den Freunden, die ich habe, noch allzu viel Zeit für neue, noch wäre er von der Art her jemand gewesen, den ich gerne um mich gehabt hätte.

Er hat sich auf meine normale Zugewandtheit einem "Neuen" gegenüber gestürzt wie der Verdurstende auf den Brunnen.

Freundschaft ist halt nichts, was man rausbekommt, wenn man nur genug Mühe reinsteckt.
 
Ich glaube, er ist einsam.
Ich glaube auch, dass er nur Anschluss sucht. Und wo fängt man an? Entweder bei demjenigen, der freundlich und höflich bleibt und einen nicht kalt stehen lässt wie die meisten es in dieser Situation tun würden, oder bei jemandem der selber ein "einsamer Wolf" zu sein scheint und wenig mit den anderen unternimmt. Ich tippe auf ersteres.

Im ersteren Fall würde ich die anderen Vereinsmitgliedern bitten, ihm zu helfen sich zu integrieren indem sie auf ihn zugehen, ihm quasi die Hand reichen und ihm so den Anschluss erleichtern. Natürlich nicht immer derselbe, sonst hängt er sich an den nächsten. Ist das nicht möglich, würde ich ihm sagen, dass du verstehen kannst wenn er Anschluss sucht, dir sein offensichtlicher Fokus auf dich aber unangenehm ist. Im Sinne von: "Ich helfe dir gerne Anschluss zu finden, will aber nicht dein Freund sein."

Im zweiteren Fall kann es dir egal sein, wenn er geknickt ist. Du möchtest nur trainieren und sonst in Ruhe gelassen werden. Er möge sich doch bitte an die anderen halten.

Ist ihm das noch nicht deutlich genug, musst du leider brutal werden. "Sorry, du bist wie eine Klette, hör bitte auf damit."
 
Ich bin da echt zwiegespalten! Ich vermute auch, dass dieser Mensch vielleicht neu in der Stadt ist und einsam ist. Das ist kein menschlicher Makel, sondern kann jedem von uns passieren.

Klar ist es jedem selbst überlassen mit wem er seine kostbare Freizeit verbringt. Aber nach deiner Ansage von wegen "Das hat nichts mit Freundschaft zu tun und ich bin zu jedem so...", wäre ich auch geknickt, ganz besonders wenn ich mich eh schon einsam fühle.

Was hätte denn dagegen gesprochen ihn erstmal zu versuchen ins Vereinsleben zu integrieren? Und was das vollquatschen angeht, kann man doch sowas sagen wie "So, jetzt mal kurz Quatschpause, brauch meine Ruhe" o.ä.
 
Das kannst du ja für dich gerne so handhaben. Ich ziehe daraus eine für mich andere Lehre.

Den nächsten Neuen im Verein werde ich halt deutlich distanzierter begrüßen, um nicht wieder falsche Erwartungen zu schüren.

Was bei der Diskussion über Einsamkeit gerne mal vergessen wird ist, dass es ja auch gute Gründe geben kann, warum jemand einsam ist. Wenn jemand z.B. sehr distanzlos ist und aufdringlich und anstrengend und obendrein nicht sonderlich viel Esprit versprüht. Da nehme ich mir dann schon das Recht, meine Zeit mit den mir sympathischen Leuten zu verbringen und spiele nicht den Samariter.
 
Was hätte denn dagegen gesprochen ihn erstmal zu versuchen ins Vereinsleben zu integrieren?
Aus meiner Perspektive: Weil das nicht mein Job ist und ich darauf keine Lust hätte bzw. nicht in dieser Intensität plötzlich als Ansprechpartnerin Nummer Eins wahrgenommen werden wollte.

Grundsätzlich finde ich das auch traurig für die Person. Manchen ist es nicht gegeben, sich in Gruppen einzugliedern und je mehr sie es versuchen, umso creepier wird es.

Ich fühle mich vom Thema so angesprochen, weil wir so einen Fall gerade im Team haben. Es kostet einfach so viel Energie, sich permanent abgrenzen zu müssen. Und im Job gibt es natürlich eine ganz andere Verpflichtung als in der Freizeit.
 
Aus meiner Perspektive: Weil das nicht mein Job ist und ich darauf keine Lust hätte bzw. nicht in dieser Intensität plötzlich als Ansprechpartnerin Nummer Eins wahrgenommen werden wollte.

Grundsätzlich finde ich das auch traurig für die Person. Manchen ist es nicht gegeben, sich in Gruppen einzugliedern und je mehr sie es versuchen, umso creepier wird es.

Ich fühle mich vom Thema so angesprochen, weil wir so einen Fall gerade im Team haben. Es kostet einfach so viel Energie, sich permanent abgrenzen zu müssen. Und im Job gibt es natürlich eine ganz andere Verpflichtung als in der Freizeit.
Unter der Prämisse, dass sich der Mensch nicht creepy und komplett unangemessen verhält, gibt es da eine recht einfache Lösung. Sich einfach nicht abgrenzen. Klar muss man nicht zwingend und aus Mitleid eine Freundschaft aufbauen, aber manchmal wünsche ich mir in Deutschland eine Mentalität, die nicht grundsätzlich aus Distanziertheit und Misstrauen einhergeht.

Ich vergleiche es gerne mit meinen Erfahrungen aus Südamerika, wo ich ich das Gefühl habe, dass die Menschen offener und ganz anders miteinander umgehen.
 
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