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Hilfe bei Freundschaft mit Borderline Erkrankung

Sie steht gerade vor meiner Türe und schreit und weint und versucht weiter mich anzurufen…

Ihre Mutter steht jetzt auch mit vor der Türe und ruft ohne Unterbrechung an.

Mittlerweile sind schon alle Nachbarn rausgekommen. Ich habe gerade richtig schlimme Angstzustände
WTF!

Geh auf keinen Fall raus. Borderline-Wut kann übel sein und nachher schaukelt es sich nur noch mehr hoch. Viele schreien nur und schmeißen Geschirr kaputt oder so, aber wenige können auch handgreiflich werden...gerade so Dynamiken mit zwei Personen..wenn du nämlich eine Person bedrohst die einem Borderliner wichtig ist (ihre Mutter z.B.) kann sie sehr kämpferisch werden..oder die Mutter hat auch BPS und ist deswegen nun mit am Start.
Im Zweifelsfall Krankenwagen rufen um sie einweisen zu lassen oder Polizei rufen wegen Ruhestörung? Aber ansich müssten die doch irgendwann aufgeben? Oder die Nachbarn regeln, die fühlen sich ja schon gestört.
Hab deinen ersten Post nur überflogen und lese ich am WE nochmal in Ruhe.
Hatte auch schon eine "Best Friends" Borderlinerin und hab selbst Borderline (aber stilles)...und dann kippte es wegen einer Kleinigkeit und sie hat mich gehasst. Du kannst dann nichts mehr tun.
Verabschiede dich von der "Freundschaft".
Wenn du kannst noch eine DBT-Therapie empfehlen, ansonsten blockieren und auf nichts mehr antworten. Hast ja schon geschrieben das es für dich nicht klappt so! Grenze ziehen und Tschüss. Es wird nicht mehr besser, leider.
Du bist oder warst ihre favorite Person (kannst ja mal googeln) und da dreht sich dann die ganze Welt drum..am liebsten 24/7 zusammen sein und Kontakt haben.
Die Mutter ist doch auch gestört oder Co-Abhängig..was ziehn die da bitte ab?

Es bringt auch nichts JETZT mit ihr zu reden. Denn bei so viel Gefühlen kann man nicht mehr klar denken und es führt zu nichts. Es ist individuell wie lange man braucht um runter zu kommen, kann auch Tage dauern oder nur paar Stunden. Aber wenn du dann triggerst mit irgendeiner Aussage ist auch wieder vorbei und die Gefühle drehn frei und es schaukelt sich immer weiter hoch.

Wenn du beim Kontaktabbruch bleibst vergisst sie dich hoffentlich irgendwann.
Manche stalken und/oder sind rachsüchtig.

Nicht alle mit Borderline sind so, es ist ein Spektrum.
Bis auf die eine Ausnahme funktionieren meine Freundschaften mit anderen Borderlinerinnen, allerdings sind wir alle therapiert. Aber auch voher hatte ich ganz sicher undiagnostizierte als Freundinnen (gleich und gleich gesellt sich gern) und es lief gut, zumindest für ne Weile...da ist keiner so ausgerastet, ging aus anderen Gründen auseinander.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sie steht gerade vor meiner Türe und schreit und weint und versucht weiter mich anzurufen…
Ich kann sie immernoch hören. Meine Nachrichten kommen wegen der Freischaltung verzögert hier an. Die erste hab geschrieben gegen 20:30 ca. Jetzt um 21:44 sind sie immernoch da.

Liebe @Brillenschlange, ich hoffe, die Situation hat sich mittlerweile aufgeklärt und sie sind weg.
Die Mutter deiner Freundin tut ihr sicher keinen Gefallen damit, sich mit ihr reinzusteigern.

Ich finde, du hast sehr klar kommuniziert und hast jedes Recht, dich abzugrenzen.

Du hast nichts falsch gemacht.
 
Ich möchte mehr sehr für euren Zuspruch bedanken. Der hilft sehr. Und ja, es hat sich Gott sei Dank nun wieder etwas beruhigt. Ich glaube sie lauern nicht mehr vor meinem Haus..

Sie hat mir gerade noch eben auf meine Nachricht gesntwortet:

„du kannst mir nicht sowas schreiben und mir dann erzählen das ganze hat nichts mit mir zutun. ganz einfach. du redest einfach nicht klar und deutlich. sag mir "ich brauche ruhe für 14 tage“ damit kann man was anfangen sag ich dir ganz klipp and klar aber mir jetzt die schuld zu geben, dass ich dir deine ruhe nicht lassen würde nach diesem text und mir zu sagen es hätte nichts mit mir zutun, ist bullshit. ganz einfach. ich bin kein clown den einfach kurz in den kleiderschrank stellst wenn du ruhe brauchst sondern ein mensch mit realen gefühlen. das was du gemacht hast war und ist mir gegenüber nicht fair. letzten worte von mir dazu“

Ich hoffe nun auf meine Ruhe und den Abstand, um dann alles in Ruhe für mich zu sortieren.

Ich drück euch alle ganz dolle und werde beizeiten nochmal einzeln auf das ein oder anderen antworten was ihr geschrieben habt.
 
Puh, das klingt nach einem echten Brett.
Tut mir echt leid, dass Du in sowas reingeraten bist. Bitte pass gut auf Dich auf: Du wirkst sehr gefestigt und stabil. Und doch schreibst Du heute, dass Du Angstzustände hattest- verständlicherweise!
Jeder würde in so einer Lage Angst bekommen. Und da liegt ja auch das Problem: Sie ist auf dem besten Weg, Dich in ihre Störung reinzuziehen. Ihre Störung scheint auch extrem gravierend zu sein. Nicht alle Borderliner sind SO extrem drauf.
Vor allem muss ihr eins klar sein: SIE trägt die Verantwortung für ihre Krankheit.
natürlich ist ihr Verhalten eine Folge ihrer Krankheit, aber das bedeutet nicht, dass sie keine Verantwortung hätte, etwas dagegen zu tun.
Auch ein Borderliner kann lernen mit solchen Situationen klarzukommen, OHNE sein ganzes Umfeld kaputt zu machen. Wenn ich mir vorstelle, wie es ihrem Freund und ihrer Mutter gerade gehen muss. Die werden von ihr ja auch in die Hölle mit reingezogen.
Also bei allem Verständnis: Sie macht es sich da schon sehr leicht.
Ich wünsche dir so sehr, dass Du jetzt erstmal runterkommen kannst.
Falls du den Kontakt weiterführen möchtest, würde ich Dir raten, es zur Bedingung zu machen, dass sie sich eine Therapie sucht. Nur so hat doch die Freundshcaft eine Zukunft, bei der Du nicht total kaputt gehst.
 
Ich kann mir nicht vorstellen,dass es gut für dich wäre, die Freundschaft fortzuführen.
Sie wirkt nicht nur völlig untherapiert, sondern hat es geschafft,dass ihr gesamtes Umfeld (Freund und Mutter) sie in ihrem Verhalten unterstützt und bestärkt.
Da ist 0,0 Reflektionswillen zu erkennen.
Im Gegenteil, sie ist meiner Meinung nach derzeit nicht erreichbar für Therapie.
 
Du bist nicht verantwortlich für ihr SV!
Sie hat das bereits vorher gemacht, auch zu Zeiten, als sie dich noch gar nicht kannte.

Lass das bitte bei ihr und fühle dich nicht verantwortlich dafür.

Ein schlechtes Gewissen ist ein ganz schlechter Ratgeber!

Sie kann jederzeit in eine Klinik gehen und dort die Hilfe bekommen, die sie braucht.

Du bist nicht ihre Therapeutin oder Ärztin oder Krankenschwester.

Schütze dich bitte selber.
Diesen Beitrag hatte ich geschrieben, ehe! deine Beiträge kamen, indem du davon berichtet hast, dass sie schreiend vor deiner Tür stand…
Davon lese ich jetzt erst…

Irgendwie muss etwas mit der Freischaltung nicht geklappt haben.🤔

Deshalb passt meine Antwort inhaltlich nicht direkt zu den aktuellen Geschehnissen…

(Möchte hiermit nur für Klarheit sorgen)
 
Hallo @Brillenschlange,

ich kann inhaltlich nichts Neues beitragen, was nicht schon geschrieben wurde - aber ich wollte dir gern hierlassen, dass ich es super finde, wie tapfer du versuchst, deine Grenzen zu wahren.

Diese Beschreibung, wie Mutter und Tochter vor deiner Tür rumschreien und dich wieder und wieder anrufen, das ist Psychoterror in einem Ausmaß, da wären viele andere vermutlich eingeknickt. Oder selbst völlig ausgetickt.

Du bist immer noch tapfer und bleibst nur bei dir und deinen eigenen Grenzen, das nötigt mir ehrlich großen Respekt ab!
Ich hoffe sehr für dich, dass du weiter durchhältst und zukünftig normalere Freunde findest!
 
Hallo @Brillenschlange , wie ist es dir inzwischen ergangen? Hat sich die Situation etwas beruhigt?
Hallo @sapphyr, danke dir sehr fürs Nachfragen. Ich antworte jetzt mal etwas ausführlicher, weil mich das Ganze in den letzten Tagen/ Wochen wirklich stark beschäftigt hat.

Kurz gesagt: Es war zwischendurch ein paar Tage ruhiger und „normaler“, aber dann ist es leider wieder gekippt, als ein altes Thema erneut getriggert wurde. Ich habe in der Zeit gemerkt, dass mein größtes Problem nicht nur die einzelnen Konflikte sind, sondern dieses dauernde Hin und Her: erst Nähe/Normalität, dann plötzlich Druck, Vorwürfe, Schuldumkehr oder emotionale Eskalation. Und ich merke, wie sehr mich das inzwischen nervlich und emotional auslaugt.

Was passiert ist: Wir hatten nach einigen Tagen Ruhe wieder etwas Kontakt, erstmal ohne über die Vergangenheit zu sprechen. Dann wollte sie meiner Mutter ein Foto schicken und hat gemerkt, dass sie von meiner Mutter blockiert wurde. (Ich hatte meine Mutter darum gebeten, weil meine Mutter selbst psychisch sehr belastet ist und ich sie vor zusätzlichem Stress schützen wollte.) Ab dem Moment wurde aus „kann sie mich entblocken?“ wieder eine Grundsatzdiskussion, warum ich „übertreibe“, warum ich sie „als Monster darstelle“, ob jetzt nicht „endlich wieder alles gut“ sein kann usw.

Ich habe versucht ruhig zu bleiben und habe klar gesagt: Es geht nicht darum, jemanden zu bestrafen oder klein zu machen, sondern darum, meine Mutter aus allem rauszuhalten. Genau an dem Punkt merke ich aber das Muster: Grenzen werden nicht einfach akzeptiert, sondern sie werden diskutiert, emotional bewertet, als Angriff interpretiert oder mit „das ist unfair“/„dann bringt das keinen Sinn mehr“ beantwortet. Es ist, als ob eine Grenze automatisch bedeutet, dass ich die Person ablehne oder nicht mehr liebe — obwohl ich eigentlich nur versuche, etwas zu schützen.


Dann ist es eskaliert: Sie hat mir geschrieben, dass sie „die Schnauze voll hat“, wie ich mit ihr umgehen würde, und dass sie mich nicht mehr als beste Freundin sehen kann, wenn sie „kein Teil meiner Familie“ ist. Kurz danach hat sie mich bei WhatsApp blockiert, bevor ich überhaupt richtig reagieren konnte. Das war für mich ehrlich gesagt auch ein Moment, wo ich gemerkt habe: Ich kann dieses Tempo und diese Radikalität emotional kaum noch mittragen.


Dazu kommt noch ein ganz konkretes, praktisches Thema, das mich extrem stresst: Meine Mutter hat ihr im November ein Nintendo-Switch-Spiel geliehen, das für uns einen sehr hohen emotionalen Wert hat. Meine Mutter muss am 09.03. für mehrere Wochen ins Krankenhaus, und sie hat dieses Spiel schon oft in schwierigen Zeiten gespielt — es hat ihr wirklich geholfen, und wir verbinden viele schöne Momente damit. Ich habe versucht das sachlich zurückzubekommen (auch angeboten: per Post, in den Briefkasten, ohne persönlichen Kontakt). Ich habe es über Instagram versucht, Telefonisch und auf WhatsApp wurde ich ja blockiert. Aber auch das wurde wieder in die Beziehungsebene gezogen („ich brauche Abstand“, „du behandelst mich schlecht“, etc.). Daraufhin wurde ich auch über Instagram blockiert. Ich habe dann sogar die Mutter angeschrieben, weil ich einfach nur das Spiel zurück wollte, und die Reaktion war sinngemäß, ich solle aufhören zu „belästigen“ und sie hätten keine Lust mehr, da „reingezogen“ zu werden — obwohl ich vorher in der Vergangenheit genau für solche Dinge „gut genug“ war, wenn Hilfe gebraucht wurde. Außerdem sagte Sie noch, dass ihre Tochter Abstand bräuchte und ich ja am besten wissen sollte wie das wäre. Danach wurde ich auch direkt von ihr blockiert.

Das macht mich gerade emotional fertig, weil ich mich einerseits schlecht fühle, weil ich überhaupt Druck machen muss — andererseits ist es aber mein Eigentum/unsere Sache, und es ist unfair, dass ein sachlicher Rückgabe-Wunsch so verdreht wird, als würde ich „Stress machen“ oder „Spielchen spielen“. Ich merke, wie schnell ich dann in dieses Rechtfertigen rutsche und gleichzeitig wütend werde, weil ich mich ausgenutzt fühle.


Ob es sich beruhigt hat? Ehrlich gesagt: Nein, nicht wirklich. Es ist eher so, dass ich innerlich gerade klarer werde. Ich merke, dass ich Grenzen nicht nur setzen muss, sondern sie auch wirklich halten muss — selbst wenn das bei der anderen Person starke Reaktionen auslöst. Ich habe auch gemerkt, dass ich mich emotional viel zu sehr verantwortlich fühle für die Stimmung, für ihre Verletztheit, für ihren Stress — und ich kann das nicht mehr tragen. Ich will nicht mehr „deeskalieren“, während ich selber dabei kaputt gehe.

Ich hoffe, das war nicht zu viel Text — aber es hat mir gerade auch geholfen, das einmal zusammenhängend aufzuschreiben. Danke dir wirklich fürs Nachfragen.
 

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