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Verzweifelte Nachbarin - Sohn möchte keinen Kontakt mehr

immer ehrlich, liebevoll und gut
Immer?

Nein, das kannst Du nicht. Die meisten Menschen verstecken die Dinge, von denen sie wissen oder glauben, dass sie moralisch anrüchig sind oder zu einem bestimmten Urteil über sie führen.

Der Sohn hat Gründe. Ob sie angemessen, unangemessen, völlig falsch oder absolut richtig sind, weiß eigentlich nur er. Möglich auch, dass er beeinflusst wurde und die Therapieperson unprofessionell ist. Möglich aber, dass er genau die Zeit braucht, um die Dinge für sich zu sortieren.

Dahingehend würde ich mich bei aller Sympathie und Solidarität für die Nachbarin zurückhalten.

Der Sohn ist erwachsen und braucht jetzt Zeit. Das kannst Du ihr sagen. Er agiert vorwürflich, das ist schmerzlich für sie und so lange er da nicht ins Gespräch gehen will, kann sie sich das auch verbitten. Schließlich ist er erwachsen und hat kein Recht, andere vorsätzlich zu verletzen.
 
Mein Tagebuch taugt auch als Lektüre.
In deinem Tagebuch habe ich bereits vor einiger Zeit gelesen. Ich fand es sehr interessant.

Viel hatte jeweils mit dem aktuellen Partner und der aktuellen Lebenssituation zu tun, in die sie sich hineinmanövriert hatte.

Es ist wahrscheinlich oft so, dass man sein Leben überdenkt, wenn es eine Veränderung in Form eines Schicksalsschlags oder einer Niederlage gibt. Man sucht nach Erklärungen, warum einem dieses oder jenes widerfahren ist, Und da ist es sicherlich so manches Mal der leichteste Weg, andere dafür verantworlich zu machen.
Manchmal reicht vielleicht schon eine kritische Bemerkung vo aktuellen Partner, um etwas zum Kippen zu brigen.
Irgendwann hat sie mir in aller Deutlichkeit gesagt, ich solle aufhören, beständig meinen Schuldanteil zu suchen...so ganz wird man das als Mutter nie los.
Es ist bestimmt nicht leicht, seine Gedanken zum Stillstand zu bringen und sie nicht ständig darum kreisen zu lassen, was man falsch gemacht haben könnte, wo genau der eigene Schuldanteil liegt.

Wenn man ein Kind in die Welt setzt, sind die Eltern zwar die allerersten prägenden Bezugspersonen,
aber spätestens im Kita - Alter kommen neue Menschen und weitere Einflüsse von außen dazu.
Das Kind macht seine eigenen guten oder schlechten Erfahrungen und wird dadurch weiter geprägt.
Dazu kommt, dass das Kind von vornherein seine ureigene Persönlichkeit hat, aus der sich sein Charakter formt.
Ich erinnere mich zwar nicht mehr genau, aber du hast im Tagebuch mehrmals erwähnt, dass deine Tochter ähnliche Charakterzüge aufweist wie ihr leiblicher Vater und deren Schwester.
Daran wird deutlich, dass vieles auch genetisch bedingt ist.
Da kann man als Eltern noch so viel richtig machen, genetisch verankerte Charaktereigenschaften werden immer Oberhand haben.

Du kannst am Ende nichts machen, außer zuhören und trösten.
Auf keinen Fall würde ich den Eltern einflüstern, dass es am Therapeuten liegt.
Oder dass es grundsätzlich um Mutterbashing geht.

Zuhören. Mitgefühl zeigen.

Genauso mache ich es.

Selbst wenn es nicht aus dem Nichts kam, selbst wenn es nicht immer ehrlich, liebevoll und gut war oder zu viel davon...Eltern sind auch nur Menschen mit Schwächen und Fehlern.

Das sehe ich genauso.
Eltern dürfen Fehler machen. Sie dürfen streiten und vielleicht auch mal ungerecht sein.
Wichtig ist dabei nur, dass das sichere Fundament der Eltern-Kind-Beziehung nicht ins Wanken gerät.

Ich halte es sogar für wichtig, dass zuhause auch mal ein heftiger Wind weht, dass es Meinungsverschiedenheiten und Konflikte gibt, mit denen umzugehen man lernen muss.




Das rechtfertigt, dass man einen Streit anzettelt oder eine Diskussion...aber rechtfertigt das einen Kontaktabbruch?!?
Genau das ist es, was ich nicht verstehe.
In der Realität von Nachbarssohn wird es etwas geben, das aus seiner Sicht einen Kontaktabrucht fechtfertigt und notwendig macht.
Aber warum zettelt er nicht einfach einen klärenden Streit an, setzt seine Mutter ordentlich auf den Pott, knallt ihr Vorwürfe an den Kopf und gibt ihr damit die Möglichkeit, Stellung zu beziehen und sich gegebenenfalls zu entschuldigen?

Der Sohn hat Gründe. Ob sie angemessen, unangemessen, völlig falsch oder absolut richtig sind, weiß eigentlich nur er. Möglich auch, dass er beeinflusst wurde und die Therapieperson unprofessionell ist. Möglich aber, dass er genau die Zeit braucht, um die Dinge für sich zu sortieren.
Was mich an der ganzen Sache am meisten stört, ist, dass er mit seinen Gründen nicht herausrückt und seine Mutter im Dunkeln tappen lässt.
Ich kenne ihn sein Leben lang. Das ist nicht seine Art.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da ich mit vielen homosexuellen Leuten seit Jahrzehnten eng befreundet bin ..bin ich mit Sicherheit in keinster Weise homophob.

Diese Beleidigung und falsche Unterstellung melde ich den Mods.
 
Da ich mit vielen homosexuellen Leuten seit Jahrzehnten eng befreundet bin ..bin ich mit Sicherheit in keinster Weise homophob.

Diese Beleidigung und falsche Unterstellung melde ich den Mods.
Ich glaube, es liegt daran, dass du geschrieben hattest, er wird Gründe gehabt haben, um schwul zu werden…
Das klingt halt so, als ob sich das die Leute persönlich heraussuchen, vor allen Dingen, wenn sie mit der Mutter Probleme hatten/haben…

Und das stimmt so nicht.
 
Ja..da hast du recht.

Ich hätte zu meinem Satz eine lange Begründung schreiben können wegen meiner Erfahrungen und Gespräche mit meinen verschiedenen homosexuellen Freunde.
Ich könnte dies mal in einem meiner Fäden tun.

Hier in diesem Faden gibt es Leute, welche für mich extrem unsympatisch, zänkisch, rechthaberisch und intolerant reagieren.

Ich werde absichtlich missverstanden, Worte werden verdreht und ich werde zu Unrecht angegriffen.
 
Ich glaube, es liegt daran, dass du geschrieben hattest, er wird Gründe gehabt haben, um schwul zu werden…

Genauso war es @cucaracha
Und den Grund meinstest du in seiner Mutter zu sehen.


Ich hätte zu meinem Satz eine lange Begründung schreiben können wegen meiner Erfahrungen und Gespräche mit meinen verschiedenen homosexuellen Freunde.

Deine verschiedenen homosexuellen Freunde sind alle von ihrer Mutter in die Homosexualität getrieben worden?

Hier in diesem Faden gibt es Leute, welche für mich extrem unsympatisch, zänkisch, rechthaberisch und intolerant reagieren.

Ich habe schon einiges von dir gelesen.
Manchmal musste ich wirklch schlucken, bei dem, was du hier so raushaust. Offensichtlich denkst du selten darüber nach, was du teilweise damit anrichtest.
 
Da mir falsche Dinge unterstellt werden und es aus dem Zusammenhang gerissen wird schreibe ich hier nicht mehr.
Du hattest gestern versprochen, hier nicht mehr zu schreiben.
Die Ignoriertaste würde auch Dir ihre Dienste anbieten.
Wieso versuchst du es nicht selbst damit?

Dieser bewusste Satz von dir ist dreimal (!) zitiert worden...du willst ja sicher nicht in den Raum stellen, dass es sich dabei um Fakezitate handelt.
Es war auch keinerlei Kontext dabei, der das hätte relativieren können.
 
Ich werde hier immer wieder erneut von verschiedenen Leuten zitiert und mir wird etwas Falsches unterstellt..

Der TE liest gerne deine Beiträge.
Da stimmt die emotionale Chemie.
 

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