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Verzweifelte Nachbarin - Sohn möchte keinen Kontakt mehr

Hört man in letzter Zeit öfter, dass Therapien oft zum Kontaktabbruch zu den Eltern führen können. Einen Rat habe ich dazu nicht. Außer, dass du dich im Forum umsehen kannst. Das gab es schon einige Male, denk ich.
 
aber es kippt auch oft ins Extreme, alle möglichen ganz normalen Leute möchten gern hochsensibel, auf dem autistischen Spektrum, mit AD(H)S unterwegs sein und der inflationär verbreitete Narzissmus ist auch allgegenwärtig. Das ist schlimm, weil es das Leid derjenigen, die tatsächlich betroffen sind. relativiert und alltäglich werden lässt.

Genau das hat mir vor einiger Zeit ein "echter Asperger" auch gesagt.
Es gibt mittlerweile so viele selbsternannte oder per Schnellverfahren diagnostizierte Autisten und AD(H)Sler, dass es schlimm für die wirklich betroffenen ist.

Und als Narzisst wird man bereits deklariert, wenn man es wagt, den letzten Erdbeerjoghurt aus dem Kühlregal zu nehmen. Das habe ich gerade erst im Supermarkt erlebt, wo sich eine Gruppe Jugendlicher mit Snacks für die Schulpause eindecken wollte. Besagter Joghurtnarzisst wurde dann auch noch mit einem "Guck nicht so toxisch" bedacht..

schreibe ich hier nicht mehr.

Das ist nett von dir.

Es gibt leider wirklich viele Therapeuten die nichts drauf haben! Vielleicht sollte die Mutter den Kontakt zum Therapeuten aufsuchen und um ein Mutter/Kind (Mutter Sohn)-Gespräch bitten das zumindest zur Aufklärung dient!

Ich glaube, es wird schwierig, den Namen des Therapeuten zu erfahren. Und sie bräuchte die Einwilligung ihres Sohnes, was bedeutet, dass er bereit für eine Klärung sein müsste.
Zur Zeit macht er leider völlig dicht.

Es gibt leider unter den Therapeuten einige schwarze Schafe, die mehr kaputt machen als dass sie Gutes bewirken. Da werden dann gern ,mal Familien auseinandergehebelt, weil es gang und gäbe zu sein scheint, die Ursachen für psychische Missstände immer im Elternhaus zu finden.


Es ist technisch nicht möglich, Gründe fürs Schwulwerden zu haben. Das ist, als wäre meine Mutter schuld, dass ich dunkelbrünett bin und jetzt werde ich willentlich blond. Das geht technisch nicht.
Die sexuelle Präferenz wird nicht an- oder aberzogen.

Aber wenn man das Bedürfnis hat, Eltern per se für jedes Übel auf der Welt schuldig zu sprechen, kommt offensichtlich sowas dabei 'raus.
Das sehe ich genauso.
Es gibt indessen Selbsthilfegruppen für verlassene Eltern, vielleicht @Struwwelpeter wäre das ein Gedanke für deine Nachbarin?
Das werde ich meiner Nachbarin auf jeden Fall ausrichten.
 
Schwierig, Ratschläge zu geben, wenn man mit demjenigen , der das Problem hat, nicht selber schreiben kann.
Wir wissen nicht genau, wie dieser Kontaktabbruch eingeleitet wurde, was für Gespräche schon zwischen den dreien ( Sohn und Eltern) geführt wurden. Und ob solche überhaupt möglich waren.
Falls nicht, würde ich als Mutter einen Brief schreiben, signalisieren, dass ich für Gespräche bereit wäre, gerne verstehen würde, wo ich ggfs Fehler gemacht habe.
Schreiben wie wichtig mir der Sohn ist und ich auch bereit bin zu warten , bis er dafür bereit ist.
Es wäre wichtig, eine Balance zu finden, weder Druck ausüben , aber auch nichts, was als Desinteresse gedeutet werden kann.
Du könntest ihr auch raten, sich selber hier auszutauschen, weil es hier auch Menschen mit ähnlichen Problemen mit ihren Kindern gibt.
Allerdings gibt es auch Kinder hier, die selbst ( oft mit triftigen Gründen) den Kontakt zu der Mutter ( oder Eltern) abgebrochen haben.( Das heißt , es werden auch Ratschläge kommen, die vllt hart klingen.)
Den Tipp mit der Selbsthilfegruppe finde ich auch gut.
 
Allerdings gibt es auch Kinder hier, die selbst ( oft mit triftigen Gründen) den Kontakt zu der Mutter ( oder Eltern) abgebrochen haben.( Das heißt , es werden auch Ratschläge kommen, die vllt hart klingen.)
Den Tipp mit der Selbsthilfegruppe finde ich auch gut.
In meinem früheren Forum (was bedauerlicherweise vom Betreiber eingestampft wurde) gab es die Möglichkeit, geschlossene Gruppen zu eröffnen.

Dort konnten sich diejenigen austauschen, die ein besonderes schmerzliches Thema hatten, es war von außen bis auf den Titel nicht lesbar und man konnte der Gruppe nur auf Antrag beitreten.

Vielleicht könnten wir diesen Anlass nutzen, das hier auch anzuregen? Die Moderation hatte natürlich Zugriff auf die geschlossenen Gruppen, aber sonst niemand.
 
Vielleicht könnten wir diesen Anlass nutzen, das hier auch anzuregen? Die Moderation hatte natürlich Zugriff auf die geschlossenen Gruppen, aber sonst niemand.
Das gab es hier schon ähnlich.
Das hat Probleme mit sich gebracht und ist nicht mehr gewollt , wird nicht wieder eingeführt.
Finde ich auch persönlich bedauerlich.

Eine Alternative wäre, das Darstellen des Problems und das Eröffnen einer Gruppen- PN mit Interessenten. Wenn ich mich recht erinnere mit bis zu 10 Teilnehmern.
 
Wir wissen nicht genau, wie dieser Kontaktabbruch eingeleitet wurde, was für Gespräche schon zwischen den dreien ( Sohn und Eltern) geführt wurden. Und ob solche überhaupt möglich waren.
Ich kann zwar nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass der Kontaktabbruch aus dem völligen Nichts kam, aber da ich die Familie seit vielen Jahren gut kenne, behaupte ich mit voller Überzeugung , dass es zwischen Vater, Mutter und Sohn immer ehrlich, liebevoll und gut war.

Als Nachbarssohn im November auf einen Kaffee zu uns rüber kam, war definitiv nichts von einem herannahenden Kontaktabbruch zu spüren.
Er sprach so begeistert und voller Freude von den Theaterkarten, die er seinen Eltern zu Weihnachten schenken wollte.
Dann erzählte er noch, dass seine Mutter kürzlich auf dem Flohmarkt eine wunderschöne Obstschale von Alessi erstanden habe. Und weil er diese Schale so wunderschön fand und immer wieder bewundert habe, habe sie ihm die Schale geschenkt.
Er sagte zu uns: "Das war so lieb von Mama."
Zu diesem Zeitpunkt war einfach keine Wolke am Himmel, die ein bevorstehendes Gewitter hätte ankündigen können.


Falls nicht, würde ich als Mutter einen Brief schreiben, signalisieren, dass ich für Gespräche bereit wäre, gerne verstehen würde, wo ich ggfs Fehler gemacht habe.
Das hat sie getan. Leider erhielt sie keine Antwort.
Du könntest ihr auch raten, sich selber hier auszutauschen, weil es hier auch Menschen mit ähnlichen Problemen mit ihren Kindern gibt.

Ich glaube, davon kann ich sie nicht überzeugen.
Sie hat in den letzten Tagen sehr viel zu diesem Thema gegoogelt.
Meistens endete ihre Suche bei Google damit, dass angeblich kein Kind grundlos den Kontakt abbricht, dass das ein langer, schmerzhafter Prozess ist und dass ein Kontaktabbruch erst dann in die Wege geleitet wird, wenn nichts anderes mehr möglich ist. Fazit: Eltern haben immer schuld und sind immer uneinsichtig.

Ich habe ihr auch geraten, sich in Form einer Therapie professionelle Hilfe zu holen. Aber abgesehen davon, dass man nicht ohne weiteres einen Therapieplatz bekommt, hat sie Angst, dass der Therapeut auf das gleiche Pferd aufspringen könnte und die Schuld bei ihr sucht.

Vielleicht könnten wir diesen Anlass nutzen, das hier auch anzuregen? Die Moderation hatte natürlich Zugriff auf die geschlossenen Gruppen, aber sonst niemand.

Das ist eine tolle Idee.
 
Hört man in letzter Zeit öfter, dass Therapien oft zum Kontaktabbruch zu den Eltern führen können. Einen Rat habe ich dazu nicht. Außer, dass du dich im Forum umsehen kannst. Das gab es schon einige Male, denk ich.
Ja, ich erinnere mich an mindestens zwei entsprechende Threads aus dem letzten Sommer, von denen einer allerdings gelöscht wurde. Da ging es beide Male um eine Tochter, die offenbar aus dem Nichts und ohne nachvollziehbare Begründung den Kontakt zu den Eltern abgebrochen hat. Die Rahmenbedingungen sind sehr ähnlich zu denen deiner Nachbarsfamilie: in einem Fall kurz nach der Trennung der Tochter von ihrer langjährigen Partnerin, vermutlich im Zusammenhang mit einer Therapie das andere Mal ebenfalls im Zuge einer Therapie und der Beschäftigung mit Büchern zu entsprechenden Themen.

Vielleicht findet sich zumindest der eine Thread noch, der könnte interessant für dich sein...

Nachtrag: habe den einen Thread gefunden: https://www.hilferuf.de/thema/tochter-wirft-mir-vor-dass-ich-sie-traumatisiert-habe.299409/ und gesehen, dass du ihn ebenfalls schon entdeckt hattest. Konntest du aus ihm Gedanken und Überlegungen für deine Nachbarin mitnehmen?
 
Mein Tagebuch taugt auch als Lektüre.

Meine Tochter hat vor zwei Jahren zum dritten Mal den Kontakt abgebrochen, bei den zwei Kontaktabbrüchen davor kam sie jeweils zurück, es gab ewiglange Aufarbeitungsgespräche - da stellte sich beide Male heraus, so richtig stichhaltig konnte sie es nicht begründen.

Viel hatte jeweils mit dem aktuellen Partner und der aktuellen Lebenssituation zu tun, in die sie sich hineinmanövriert hatte.

Irgendwann hat sie mir in aller Deutlichkeit gesagt, ich solle aufhören, beständig meinen Schuldanteil zu suchen...so ganz wird man das als Mutter nie los.

Im Dezember '93 sagte sie "Mama, ich hab dich lieb!", wir hatten ein wirklich sehr harmonisches Weihnachtsfest und im Januar '94 stellte sie sukzessive den Kontakt nach sieben Jahren Familie so ziemlich genau an dem Punkt ein, als ich innerlich losließ und dachte, es ist endlich wirklich in Ordnung, man braucht eben nur einen langen Atem.
Als hätte sie das riechen können...
 
Zuletzt bearbeitet:
Dieser Thread lädt ja geradezu zum spekulieren ein.
Hier sind Sachen gesagt worden, mein lieber Scholli.

Du kannst am Ende nichts machen, außer zuhören und trösten.
Auf keinen Fall würde ich den Eltern einflüstern, dass es am Therapeuten liegt.
Oder dass es grundsätzlich um Mutterbashing geht.

Zuhören. Mitgefühl zeigen.
 
Ich kann zwar nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass der Kontaktabbruch aus dem völligen Nichts kam, aber da ich die Familie seit vielen Jahren gut kenne, behaupte ich mit voller Überzeugung , dass es zwischen Vater, Mutter und Sohn immer ehrlich, liebevoll und gut war.
Selbst wenn es nicht aus dem Nichts kam, selbst wenn es nicht immer ehrlich, liebevoll und gut war oder zu viel davon...Eltern sind auch nur Menschen mit Schwächen und Fehlern.

Das rechtfertigt, dass man einen Streit anzettelt oder eine Diskussion...aber rechtfertigt das einen Kontaktabbruch?!?

Für mich war übrigens die These sehr hilfreich, dass Eltern nur so gut wie nötig sein müssen und nicht so gut wie möglich. Kinder müssen lernen, sich mit der unvollkommen Welt zu arrangieren und wo könnten sie das besser als in ihrem Elternhaus?!
Das ist nur sinngemäß wiedergegeben und ich weiß auch nicht mehr, wo ich es gelesen habe, aber es trifft einen elementaren Punkt, finde ich.
 

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