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Crans-Montana, Folgen für den Brandschutz

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 124470
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Aus der Katastrophe von Crans Montana können wir jedenfalls einiges lernen. Das ist ein modernes "Paulinchen war allein zu Haus". Letzteres hat man ja gerne Kindern vorgelesen um diese vor den Gefahren des Feuers zu warnen. Crans Montana ist nun die Erwachsenenversion.

Wenn man es schon nicht mehr rückgängig machen kann, so kann man doch Nutzen für die Zukunft daraus ziehen.
 
Aus der Katastrophe von Crans Montana können wir jedenfalls einiges lernen. Das ist ein modernes "Paulinchen war allein zu Haus". Letzteres hat man ja gerne Kindern vorgelesen um diese vor den Gefahren des Feuers zu warnen. Crans Montana ist nun die Erwachsenenversion.

Wenn man es schon nicht mehr rückgängig machen kann, so kann man doch Nutzen für die Zukunft daraus ziehen.

Zumindest sollte man daraus lernen und zwar alle vor allem aber die Erbauer und Betreiber, leider so scheint es war auch in Crans-Montana Geld wichtiger als Sicherheit mit den leider bekannten Folgen.
 
Zumindest sollte man daraus lernen und zwar alle vor allem aber die Erbauer und Betreiber, leider so scheint es war auch in Crans-Montana Geld wichtiger als Sicherheit mit den leider bekannten Folgen.
Ich würde das noch ergänzen. Als Gast sollte man solchen Betreiber nicht blind vertrauen.
Nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass denen die Sicherheit der Kunden bzw. Gäste wichtiger als Geldgier ist.

Doch die Gäste waren überwiegend noch sehr jung bzw. Jugendliche, die denken da wohl als letztes drüber nach. Die wollten sich nur austoben.
 
Wer weiss denn sowas?
Wer weiss den sowas?
Wer weiss denn sowas?

Selbst wenn ich es weiß, so weiß ich ebenso, dass es weiterhin Locations geben wird, wo Geld vor Sicherheit kommt.
Meiner Lieblings-Location drohte wegen baulicher und Brandschutzmängel die Schließung. Dass es da Mängel gab, hätte jedem auffallen können, so offensichtlich war das. Juckte niemanden.
Und es ist mir weiterhin egal, wenn ich weggehe.
Wie sollte das funktionieren, jedes Risiko im Leben vermeiden zu wollen? Mir hätte das zuviel genommen.

Da hast Du völlig Recht!!!
Die Vorschriften gehören abgeschafft, sie beschäftigen sich mit Katastrophen, die eh zu selten eintreten.

Das sagt niemand.
 
Rein statistisch bricht alle zwei bis drei Minuten ein Brand in einem Wohnhaus oder einer Wohnung in Deutschland aus (200.000 Brände und Explosionen im Jahr)

Ich war 13 Jahre alt, als ich meinen Opa aus seinem brennenden Haus/Wohnzimmer evakuierte. Ich sah es schon von weitem und bin einfach rein ins Haus, in den dichten Rauch...
Ich wollte dann in die Feuerwehr, aber hier hat man damals noch keine bzw. sehr ungern Mädchen genommen 🙄

Nachdem mal die Isolierung in meiner Motorhaube gebrannt hat, habe ich einen Feuerlöscher im Auto.

"Gebranntes Kind scheut Feuer"
Ich denke, dass Menschen mit entsprechend böser Erfahrung von sich aus anders sensibilisiert durchs Leben gehen.

Viele Jahre habe ich beruflich in einem Chemiewerk mit Ex-Bereich und ekligen Gefahrstoffen gearbeitet. Ich war Fan von der Brandschutzwoche, die dort jährlich stattfindet, ich war auch Freiwillige Brandschutz- und Evakuierungshelferin.

*Safety First*

Ich habe enormen Respekt vor Feuergefahr, ich könnte sogar Angst, oder auch Faszination dazu sagen.
Dementsprechend habe ich aber auch einen geschärften Blick, um den ich froh bin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du sagst nichts anderes als
Nein, das sagt er nicht. Ich verstehe es eher so, dass, wenn man nach der Erfahrung dieses Unglücks immer noch so weitermacht, wie davor, dann wird man nie aus dieser Katastrophe lernen und auch nichts verhindern oder verbessern können. Also heisst es, von jetzt an aufgepasst.
Sicher will man sich einen schönen Abend machen und achtet dabei auf den Spass. Nach dieser schlimmen Erfahrung aber könnte man schon darauf achten, sich z.B. nicht durch den schönen Schein eines gemütlichen Kellers in die Irre leiten zu lassen, darüber hinwegzusehen, dass die Treppe viel zu eng ist für einen zu kleinen Raum, der über 200 Leute aufnimmt, die ausgelassen und übermütig Remmidemmi machen wollen. Na, und sich dann vorstellen, wenn da mal Panik ausbricht.....
Eine ähnliche Situation gab es schon vor 45 Jahren hier : Tanzbar 5-7 in Saint-Laurent-du-Pont.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da sind 40 Menschen erstickt oder verbrannt, binnen weniger Minuten, und 100 oder mehr liegen verstümmelt im Krankenhaus. Das ist einfach schrecklich.

Und der Grund dafür ist, daß der Betreiber den Notausgang abgeschlossen hatte, und zwar immer und so also auch an diesem Tag. Ein weiterer Grund sind leicht entflammbare Deckenverkleidungen, die auf keinen Fall in einem öffentlichen Gebäude verbaut werden dürfen. Drittens war der einzige Zugang, die Treppe, im Durchlass verkleinert worden. Das war vielleicht unzulässig.

Viertens hätte der Betreiber den Umgang mit offenem Feuer in diesem Keller untersagen müssen, denn er wusste ja, das an der Raumdecke eine Art Brandbeschleuniger aufgebracht ist. Vor allem wenn kein Seniorengeburtstag gefeiert, sondern eine Silvesterparty geplant ist!

Drei der vier Brandursachen waren also von vornherein vermeidbar, wenn der Betreiber einen Rest von Anstand und Moral gehabt hätte. Einen Notausgang bewusst abzusperren, während sich ein paar hundert Leute in diesem Raum aufhalten, ist einfach kriminell!

Und zu Lernen haben die Aufsichtsbehörden vor Ort. Sie müssen umsetzen, was sowieso Pflicht ist, statt ihrem Schlendrian nachzugehen. Diese Prüfer müsste man gleich direkt neben den Betreibern ins Gefängnis schicken, weil denen völlig klar war, was da läuft. Nur getan haben sie nichts.
 

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