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Wie Selbstwert aufbauen nach jahrelanger Ablehnung?

Hallo Krullagh, ich kenne diese Situation selbst sehr gut, bin sogar ein paar Jahre älter und es ist leider immer noch großes Thema in meinem Leben.

Der unterschied ist, dass ich das mit dem Selbstwert zum größten Teil vor langer Zeit gelöst habe... Wie... das ist eine gute Frage. Ich weiß es gar nicht genau... ich glaube ich hab versucht so gut zu werden, wie es irgendwie ging, und tue das auch weiterhin, dass ich mir selbst beim spiegeln und reflektieren nichts vorwerfen kann, und die vorwürfe schon eher wie ein Witz klingen. Ich habe mir also selbst zu meinem Selbstwert verholfen. Wenn jemandem 20 mal die Zeitungen runter fallen, aber er wertet mich ab, weil sie mir einmal runter fällt, dann fühlt sich das nicht schön an, aber ich weiß, dass ich nicht an mir zweifeln brauche. Vielleicht ist Achtsamkeit - für das eigene und andere Handeln die Lösung.
 
Ich möchte an dieser Stelle auch erwähnen, dass ich trotzdem sehr dankbar bin für jede Antwort hier. Auch wenn nicht alles umsetzbar ist, hilft es mir, meine Gedanken etwas klarer zu sortieren und so auch für die Therapie einige Selbstkenntnisse mitnehmen kann.
 
Das ist ja wirklich sehr heftig. Wäre da vielleicht eine Traumatherapie ein besserer Ansatz? Natürlich ist eine Therapie nicht immer das non plus ultra. Es gibt Therapien bzw. Therapeuten, die nicht zu einem passen bzw. die einen falsch einschätzen.

Möchtest Du da wohnen bleiben oder wäre ein Umzug in eine Stadt eine Option für Dich`?
 
Das ist ja wirklich sehr heftig. Wäre da vielleicht eine Traumatherapie ein besserer Ansatz? Natürlich ist eine Therapie nicht immer das non plus ultra. Es gibt Therapien bzw. Therapeuten, die nicht zu einem passen bzw. die einen falsch einschätzen.

Möchtest Du da wohnen bleiben oder wäre ein Umzug in eine Stadt eine Option für Dich`?
Ja, ich habe bereits einige Psychiater durch, wo ich dann sagen musste, es passt einfach nicht. Viele sind leider im Bereich Autismus immer noch auf einem Bildungsstand aus dem letzten Jahrhundert.

Ich wohne vor allem dort, weil es aufgrund verzögerter und mangelhafter Unterstützung für mich finanziell keine andere Möglichkeit gab. Der Hof wo ich nun wohne, hat einige Erfahrung mit Menschen mit Autismus. Es hat lange gedauert einen solchen Ort zu finden.
 
Natürlich ist man an Gewalt nicht selbst schuld. Aber wenn ich mich selbst nicht liebe, habe ich öfter Erfahrungen, dass ich in Situationen komme, wo mir diese Erfahrung gespiegelt wird.

Das Gesetz der Resonanz. Da gibt es viele Bücher drüber. Man glaubt es oder nicht. Ich glaube daran.
Das "Gesetz der Resonanz/Anziehung" fusst auf esoterischen, nicht-wissenschaftlichen Begründungen aus der nicht wissenschaftlichen Lebensratgeberliteratur. Es gibt kein wissenschaftlichen Grundlagen dazu. Zwar gibt es Effekte wie die selbsterfüllende Prophezeihung, allerdings sind die bei Weitem nicht so weitreichend und viel komplexer als das, was so unter "Gesetz der Resonanz" kursiert.

Aus reinen "Glaubensgründen" zu sagen, jo, bist halt selbst schuld, dass dich keiner mag, weil du dich nicht selbst liebst, ist aus meiner persönlichen Sicht weder besonders hilfreich für den TE, noch irgendwie sinnvoll begründet. Es entlastet im Grunde nur dich selbst, weil du dadurch weniger verantwortlich für das Wohl anderer bist (die müssen sich halt selbst lieben und selbst genug sein, nicht deine Aufgabe) und schafft dir zumindest ansatzweise die Illusion, man könnte die Reaktion anderer und das eigene Glück völlig einseitig mit gutem Willen irgendwie beeinflussen (dem ist nicht so), was dann auch wieder mit Schuldgefühlen einhergehen und entsprechend kontraproduktiv sein kann ("kriege es nicht hin, also bin ich selbst schuld").

Man kann daran natürlich glauben, wenn man es als hilfreich empfindet, es sollte aber nicht immer als allgemeingültiges Mantra in allen Ablehnungssituationen vorgebetet und als Letztbegründung für jede einzelne Lebensherausforderung herangezogen werden.
 
Aus reinen "Glaubensgründen" zu sagen, jo, bist halt selbst schuld, dass dich keiner mag, weil du dich nicht selbst liebst, ist aus meiner persönlichen Sicht weder besonders hilfreich für den TE, noch irgendwie sinnvoll begründet.

Das habe ich so nicht gesagt, denn der TE ist ja nicht schuld, dass er sich ungeliebt fühlt. Es gibt Menschen, die an Gott glauben, was auch wissenschaftlich nicht beweisbar ist. Es war eine Anregung für den TE, mehr nicht. Ich bin die letze, die nicht empathisch mitfühlt und den TE bekräftigt, dass es nicht seine Schuld ist. Aber das ist jetzt OT.

TE: nimm Dir aus dem Thread an Gedanken, die für Dich passen. Keiner gibt Dir hier an irgendetwas die Schuld.
 
Es gibt Menschen, die an Gott glauben, was auch wissenschaftlich nicht beweisbar ist.
Ja, aber auch da ist es nicht sinnvoll zu sagen: Jo, du glaubst halt nicht an Gott, deshalb ist dein Leben schlecht, weil du ein gottloses Leben führst.

Analog verbreitest du hier den Unsinn, man müsse sich ja nur selbst lieben und schon sind die Reaktionen von aussen positiv, denn daraus folgt ja, dass die Ablehnung anderer erfolgt, weil man sich nicht genug selbst liebt. Du hast es explizit so formuliert.

Und das stimmt einfach nicht.
 
Analog verbreitest du hier den Unsinn, man müsse sich ja nur selbst lieben und schon sind die Reaktionen von aussen positiv.

Wenn es einem gut geht und man mit sich im Reinen ist, strahlt man eine ganz andere Energie aus als wenn man sich traurig und ungeliebt fühlt. Aber es geht hier nicht um Schuld und so einfach ist das natürlich nicht. Es ist ein langer Weg, sich selbst lieben zu lernen.

Aber wie gesagt: es ist OT.
 
Wenn es einem gut geht und man mit sich im Reinen ist, strahlt man eine ganz andere Energie aus als wenn man sich traurig und ungeliebt fühlt. Aber es geht hier nicht um Schuld und so einfach ist das natürlich nicht. Es ist ein langer Weg, sich selbst lieben zu lernen.

Aber wie gesagt: es ist OT.
Ich denke schon, dass die Einstellung und das Selbstwertgefühl einen Einfluss auf soziale Interaktionen haben können, positiv wie negativ, aber sicher nicht in dieser Tragweite und Absolutheit:

Du erhältst meistens das im Außen, wie Du innerlich denkst. Wenn Du selbst dich abwertest, wirst Du das auch von anderen erfahren, weil Du das ausstrahlst.

Das ist so pauschal einfach falsch, da fehlen ja jegliche andere Einflussfaktoren wie Gruppendynamiken, Milieu, Interaktionsort, andere beteiligte Persönlichkeiten...
 

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