Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Mein Sohn erste Klasse Probleme

Beim Thema Hausaufgaben deines Sohnes, da kommt mir in den Sinn, dass er, also dein Sohn, auch mal versuchen könnte, um verschiedene Ecken zu denken, um auf die Lösung einer Aufgabe zu kommen. Vielleicht hätte er dann auch mehr Spaß an den Aufgaben und kommt leichter auf die Lösungen. Wer weiß. Wie würdest du denn die Aufgabe lösen? Natürlich nur, wo das die Aufgabe auch hergibt, dass man das für sich probieren könnte.

Ich kenne zwar deinen Sohn nicht, aber beim Thema Reißverschluss betätigen, könntest du versuchen ihn mehr Bewusstsein mitzugeben, wie dieser zu benutzen ist. Schritt für Schritt eine Erklärung. Wie halt die Jacke produziert wurde. Manchmal muss man ja ganz schön aufpassen, dass sich nichts verklemmt beim Reißverschluss z. B.
 
Niemals würden die Erzieher im Kindergarten sagen, dass das Kind in die Schule muss, weil es bereits eine bestimmte Körpergröße hat…

Ich vermute auch sehr stark, dass viel Gesagtes bei dir falsch ankommt, du bestimmte Nachrichten nicht wirklich richtig verstehen kannst.

Das ist nicht böse gemeint, da Deutsch nicht deine Muttersprache ist, passiert so etwas schnell.

Und so Dinge wie Reißverschluss zu machen, könnt ihr täglich mehrmals zu Hause mit dem Jungen üben.

Es ist nicht alles Aufgabe der Schule.
 
Meine Erfahrung ist auch, dass (leider) viele Kinderärzte keine große Ahnung von ADHS haben und das fängt schon bei der Diagnose an. Man untersucht das nicht vorrangig körperlich, sondern es werden Fragebögen zum Verhalten ausgefüllt. Und zwar von allen möglichen das Kind umgebenden Menschen. Bei uns waren es Lehrerinnen, sogar noch ehemalige Kindergärtnerinnen, Sporttrainer und natürlich wir Eltern. Man beschreibt - angeleitet über Fragen -, wie sich das Kind in bestimmten Situationen verhält und auch Auffälligkeiten. Der Kinderarzt sichtet diese Infos dann und überweist mit einer Verdachtsdiagnose weiter an sachkundige Stellen wie z. B. sozialpädiatrische Zentren - die sind nicht selten an Kliniken angebunden. Und dort beginnt dann ein seeeehr aufwändiger und langwieriger Verifizierungsprozess über mehrere Monate, an dessen Ende man eben weiß, ob das Kind betroffen ist oder nicht. Dass wir diese Diagnose erhalten haben war für uns ein absoluter Segen, denn wir wussten dann, woran wir waren und konnten unser Kind fördern. Anfängliche Probleme im Sozialverhalten (sie war extrem schnell beleidigt, reagierte sehr impulsiv, indem sie sich der Situation entzog, war aber auch ein echter Zappelphilipp) wurden signifikant besser. (Sich nicht lange konzentrieren zu können ist in dem Alter allerdings auch ein Stückweit normal.) Da die Diagnose in der Grundschulzeit erfolgte musste sie zwar ein bisschen etwas aufholen, aber ab dann fluppte es; der OGATA-Lehrer sagte, sie sei ein anderer Mensch; viel gechillter. Immer wieder würde ich dafür plädieren, sehr früh die Diagnose anzustoßen. Du wirst wissen, ob ihr tatsächlich über Monate immer wieder beim Fachmann wart, so läuft nämlich die Abklärung von ADHS.
Wir haben uns umfassend informiert und dann auch für eine Medikation entschieden. Das war rückblickend die allerallerbeste Entscheidung, die wir hätten treffen können. Das sehen nicht nur wir als Eltern so, sondern auch unser Kind, das mittlerweile erwachsen ist

Als Eltern entschuldigt man viel mehr bei seinem Kind als es Außenstehende tun und tendiert auch oft dazu, etwas schönzureden. Nur kannst du deinen Sohn eben nicht unter einer Glocke halten. Zu Hause hilfst du ihm, in der Gesellschaft muss er alleine klar kommen - und zwar auch schon als Kind. Er muss lernen, sich im Außen zurecht zu finden. Wenn er Anlaufschwierigkeiten hat, solltest du die Unterstützungsangebote nutzen und keine falsche Scham haben. Ansonsten entgleitet euch euer Sohn womöglich, erhält nicht die Chancen, die er erhalten könnte und ab einem gewissen Alter habt ihr dann auch keinen Einfluss mehr.

Ich habe ein paar Beiträge gelesen, in denen du von Respekt gegenüber deinem Sohn schreibst, dass er alleine entscheiden darf und machen, was er will. Das sehe ich einfach superkritisch, weil er in seinem zarten Alter noch gar nicht in der Lage ist zu entscheiden, was ihm gut tut. Er lernt, dass er ein kleiner Prinz ist. Es wird schon schwer genug werden, ihn von Handy, Fernseher, Tablet & Co wegzukriegen. Eine tolle Möglichkeit zur Umgewöhnung stellt der Sport dar. Wenn er eine Sportart früh lernt hat er gute Chancen, auch gut darin zu werden. Das stärkt das Selbstbewusstsein und macht darüber hinaus noch Spaß. . Dazu ist Sport gesundheitsförderlich und du nutzt den noch vorhandenen natürlichen Bewegungsdrang deines Kindes; Bewegung ist ein toller Ausgleich zum langen Sitzen in der Schule, das ja sukzessive mehr werden wird. Und er lernt ein besseres Sozialverhalten, da er Teil eines Teams ist und sich anpassen muss. Wenn er in der Schule über die Strenge schlägt und aneckt, könnte ihm der Sport super helfen, sich besser zu kontrollieren. Trainer sind Respektspersonen, dennoch den Kindern sehr verbunden. Der stielt ihn dann schon richtig ein, ohne dass eurem Prinzen ein Zacken aus der Krone fällt. Da würde ich anfangen. Für kleine Jungs ist - klassisch - z. B. Fußball ein Magnet. Eine Vereinsmitgliedschaft kostet auch nicht die Welt. Macht er so etwas?
 
Zuletzt bearbeitet:
Niemals würden die Erzieher im Kindergarten sagen, dass das Kind in die Schule muss, weil es bereits eine bestimmte Körpergröße hat…

Ich vermute auch sehr stark, dass viel Gesagtes bei dir falsch ankommt, du bestimmte Nachrichten nicht wirklich richtig verstehen kannst.

Das ist nicht böse gemeint, da Deutsch nicht deine Muttersprache ist, passiert so etwas schnell.

Und so Dinge wie Reißverschluss zu machen, könnt ihr täglich mehrmals zu Hause mit dem Jungen üben.

Es ist nicht alles Aufgabe der Schule.
Ich weis was die Erzieherin gesagt hat und was nicht aber trotzdem danke
 
Beim Thema Hausaufgaben deines Sohnes, da kommt mir in den Sinn, dass er, also dein Sohn, auch mal versuchen könnte, um verschiedene Ecken zu denken, um auf die Lösung einer Aufgabe zu kommen.
Der Junge war heute gerade mal den 4. Tag in der Schule. Ich staune, dass er da schon Hausaufgaben machen muss und dass man nach drei Tagen schon zu einer Einschätzung dazu kommt.
 
Ich weis was die Erzieherin gesagt hat und was nicht aber trotzdem danke
Es gibt KEIN Gesetz in Deutschland, welches vorschreibt, mit welcher Körpergröße ein Kind eingeschult werden muss!

Es gibt sehr große, mittlere und auch sehr kleine Kinder.

Wenn ein Kind im Alter von 4 Jahren bereits 1,50m groß sein sollte, dann wird es trotzdem NICHT eingeschult…

Willst du eigentlich wirklich deinem Sohn helfen?

Ich fange an, daran zu zweifeln.
 
Ich nehme an, das mit "Integrationskraft" ein Schulbegleiter gemeint ist. Dafür sind Sozialamt oder Jugendamt zuständig. Bei deinem Sohn ist es wahrscheinlich Jugendamt, da eine Entwicklungsverzögerung vorliegt. Meist vergibt der Kinderarzt die Diagnose F 83 ICD 10, und darum erhält er dann Frühförderung und Logopädie.

Das Jugendamt benötigt aber eine andere Diagnose. Es muss eine seelische Erkrankung vorliegen. Die Diagnose kann ein Psychiater, ein Psycholgischer Psychotherapeut oder ein Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut stellen. Manchmal gehören die auch mit zum Gesundheitsamt, dann geht es schneller.

Ohne Diagnose keine Integrationskraft, das steht fest. Die Schulverwaltung kann nur eine andere Schule zuweisen, und zugleich sonderpädagogischen Förderbedarf feststellen. Aber an einer Regelschule hat das nicht viel zu bedeuten.

Die Angst vor Feststellung einer Diagnose und einer Behinderung kann ich nicht teilen. Das steht nicht auf dem Zeugnis, und ohne dem gibt es nicht die nötige Hilfe.
 
Noch als sie der Lehrerin alleine waren, sagte sie uns sofort, dass er Hilfe braucht und es wäre ja besser, ihm auf ne andere Schule zu schicken, obwohl er noch nicht mal richtig angekommen ist
Du kannst dich glücklich schätzen, dass es in deinem Bundesland offensichtlich noch Förderschulen gibt.
In Hamburg zum Beispiel werden Kinder mit und ohne Förderbedarf gemeinsam unterrichtet.
Dabei ist es Kindern mit Einschränkung oft gar nicht möglich, dem Unterricht auch nur wenige Minuten aufmerksam und ruhig beizuwohnen, so dass die anderen Kinder permanent abgelenkt und gestört werden.
Es wäre wirklich wünschenswert, wenn jedes Inklusionskind eine speziell ausgebildete Assistenz an seiner Seite hätte.
Aufgrund des Personalmangels und aus Kostengründen steht eine einzige Lehrkraft oft ganz allein in solch einer Inklusionsklasse und kann weder den Inklusionskindern, noch den anderen Kindern wirklich gerecht werden.

Und auch die ansich sehr schöne Idee, dass Inklusionskinder Teil einer harmonischen Klassengemeinschaft werden, funktioniert oft nur in der Theorie.
Leider ist es so, dass sich selbst völlig unvoreingenommene Erstklässler automatisch zu den Kindern hingezogen fühlen, mit denen sie auf einer Interessenslinie liegen. Ein wirkliches Miteinander findet deshalb kaum statt.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben