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Habt ihr Angst vor dem Tod? Sind wir alle nur Bewusstsein, oder sind wir nichts? Was denkt Ihr?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 133379
  • Datum Start Datum Start
Dass alles gut ist wie es ist.
Sorry, jetzt ist mit den Zitaten alles durcheinander, aber ich krieg es nicht richtig sortiert, ohne dass wieder irgendwas gelöscht wird...

Dass alles gut ist wie es ist, das Gefühl bekomme ich nur manchmal nachts, wenn ich mit Fenster auf in den Sternenhimmel schaue. Dann wird alles ruhig in mir, egal was ist, egal was war (und in meinem Leben war eine Menge...), und ich weiß, für mich, das hat alles irgendwie Sinn. Ja, alles. Ich für mich empfinde das so. Das ist aber auch "nur" Gefühl - kein Wissen, keine Sicherheit. Vielleicht ist das Versöhnung. Mit dem Leben, von dem der Tod ein Teil ist. Mit allem, was man sich nicht ausgesucht hat, was ja das Leben an sich auch ist...

Ich glaube, genau das ist es. Wir sind ja irgendwie in der Hand von irgendwas. Nenn es Schicksal, Gott, Natur, Schöpfung.

Und wenn wir alle sowieso wieder dahin gehen, warum machen wir uns über all das Gedanken?

Weil es (das, was nach dem Leben kommt) nicht unsere Heimat ist. Wir kennen nur diese Welt, dieses Leben, uns. Wir sind hier, auf dieser Welt und in unserem Leben, nicht im Urlaub und gehen dann "heim" (wie es im Christentum so schön heißt), nicht in ein Zuhause zurück, das uns vertraut ist. Wir gehen an einen neuen "Ort", den wir noch nicht kennen, über den wir nichts wirklich wissen. Wissen gibt aber Sicherheit, würde Sicherheit geben. Vielleicht ist das, was Angst macht, das nicht wissen. Und nicht der Tod selbst.

Da würde ich gern sein, bei dem - es ist OK.
Es ist halt auch wirklich "nur" ein Ok. Kein "Juhu" und kein "hey, ich bin begeistert" und "ich bin bereit, let's go!". Es ist (bei mir) ein Abfinden, Demut, ein Ausliefern und Hingeben und ein Stück weit ein Vertrauen. Und es hat nichts mit "Egal" zu tun - eher im Gegenteil, mit Wertschätzung, mit Achtung, mit "Respekt" (was man ja manchmal sagt, wenn man doch schon ein bisschen Angst meint... Respekt vor dem, was größer ist als man selbst und das, was man kennt....)

Ich hätte den Schmerz schon hinter mir.
Man weiß aber ja nicht, ob einem Schmerz bevorsteht. Vielleicht gibt es gar keinen Schmerz, vielleicht geht es wie beim Lichtschalter oder im Schlaf... Die Möglichkeit gibt es ja auch...

Hatte vor kurzen ein Kurznarkose.

Die hätten mich ruhig dalassen können.

Das denke ich auch bei jeder Narkose. Aber dann stelle ich danach doch immer wieder fest, wie schön es ist Kalimba zu spielen und Elfchen zu schreiben und nachts aus dem Fenster in den Sternenhimmel zu schauen und und und

Da fällt mir ein Gedicht ein zu diesem Thema... Eins meiner Lieblingsgedichte. Ich poste es separat, falls es nicht erlaubt sein sollte und gelöscht werden muss ...
 
Das Leben ist wertvoll, gerade weil es endlich ist. Ich habe ebenfalls keine Angst davor. Ich gehe davon aus, dass es ähnlich wie eine Vollnarkose ist, da bekommt man ja auch nichts mehr mit. Ich denke nicht, dass wir im Tod noch irgendetwas "fühlen" oder "denken". Die Angst davor ist also rein ans Leben gekoppelt. Warum sich die Zeit damit aber verderben, Angst zu haben, wenn es am Ende eh kommt, wie es kommt. Erstaunlich ist, der instinktive Überlebenswille.

Ich denke jedoch auch, dass nichts auf der Welt verloren geht. Meine Teilchen werden noch da sein und zu Erde, zu Staub, vielleicht zu einem Diamanten? 😉

Ich habe mal einen sehr interessanten Vortrag von Joscha Bach (Kognitionswissenschaftler und KI Forscher) gesehen, der davon sprach, dass unser Bewusstsein sich quasi selbst erschafft.
 
Da fällt mir ein Gedicht ein zu diesem Thema...

Wenn ich einmal im Himmel bin
( Adrian Plass)

Wenn ich einmal im Himmel bin,
sag mir, dass ich dort Drachen steigen lassen darf,
die Art, die man angeblich steuern kann,
obwohl es mir nie recht gelang.
Die Art, die kreist und kreist und kreist und kreist,
dann sinkt und taucht und stirbt,
und wieder steigt und wieder kreist,
und taucht und stirbt und wieder sich erhebt,
ich liebe solche Drachen.

Wenn ich einmal im Himmel bin,
sag mir, dass ich dort gute Freunde treffen darf
in altenglischen Pubs voll Eichenholz,
umgeben von den sanften Sussex Downs,
dass Sommerabende gemächlich an die Ufer
jener vertrauten kleinen Inseln plätschern,
auf denen Schweigen oder Albernheiten wohnen,
die Dinge, die man nirgends sonst gefahrlos sagen kann.
Ich liebe solche Zeiten.

Wenn ich einmal im Himmel bin,
sag mir, dass es dort Jahreszeiten voller Farben geben wird,
Mohnblumen, flammensprühend
durch greises Gelb, lebendiges Grün,
und bittre Traurigkeit des Herbstes, die mich stets
zum Weinen brachte
um das, was enden muss.
Um Winterfeuer, lodernd wie gefangne Sonnen,
die kalt und grau sind, wenn der Morgen kommt.
Ich liebe diesen Lauf der Jahreszeiten.

Wenn ich einmal im Himmel bin,
sag mir, dass es dort endlich Frieden geben wird,
dass irgendwo auf einer Wiese, voll von Sonnenschein,
von Butterblumen voll und voll von Freunden,
du einen Strohhalm kaust und uns erklärst,
wie alles wirklich ist.
Und wenn es falsch ist, dass ich Erdenhoffnung an die Tür
des Himmels lege
oder davon zu sprechen wage,
sei meiner Torheit gnädig, lieber Herr,
ich liebe diese Welt, die du gemacht - sie alleine kenne ich.
Amen
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Leben ist wertvoll, gerade weil es endlich ist. Ich habe ebenfalls keine Angst davor. Ich gehe davon aus, dass es ähnlich wie eine Vollnarkose ist, da bekommt man ja auch nichts mehr mit. Ich denke nicht, dass wir im Tod noch irgendetwas "fühlen" oder "denken". Die Angst davor ist also rein ans Leben gekoppelt. Warum sich die Zeit damit aber verderben, Angst zu haben, wenn es am Ende eh kommt, wie es kommt. Erstaunlich ist, der instinktive Überlebenswille.

Ich denke jedoch auch, dass nichts auf der Welt verloren geht. Meine Teilchen werden noch da sein und zu Erde, zu Staub, vielleicht zu einem Diamanten? 😉

Ich habe mal einen sehr interessanten Vortrag von Joscha Bach gesehen, der davon sprach, dass unser Bewusstsein sich quasi selbst erschafft.
Wohl kaum die entstehen nämlich in Vulkanen bzw. deren näheren Umgebung unter sehr hohen Drücken. Bei allem anderen aber hast du recht.
 
Das wäre super. Ich denke, davor hätt ich auch keine Angst, weil das dann so fix geht, dass man es nicht merken würde.
UNgefähr so stelle ich es mir vor- ich kapier nicht, dass es aus ist, wie man ja auch nicht merkt, wenn man einschläft.
Bei einem Ohnmachtsanfall, da sah ich auf einmal schwarz- null komma nichts gabs, es war einfach plötzlich aus und weg war ich.
Mir macht trotzdem Angst, was ich rundherum sehe und erlebe- diese Zeit davor, bis es aus ist, die kann- wie wir wissen- sehr hart sein, sehr zermürbend und schmerzvoll. Vorm Tod fürchte ich mich absolut nicht, aber vor dem Sterbeprozess, falls dieser sich in die Länge ziehen sollte. Da hoffe ich auf gute Betreuung und gute Medikamente, wo ich wenig spür und viel träumen kann.
Ich kann wunderschöne mentale Reisen machen, bin geübt im Meditieren und mittels dieser Regungen, die sich da auftun habe ich dabei immer wieder das Gefühl, was dort ist, ist reine Ekstase, hier ist es anders, auch schön, aber in dieser Bewusstseins-Ebene, wo ich irgendwie austrete aus dieser irdischen Welt, da gibts unvorstellbare Leichtigkeit, unbeschreiblich- das ist der Grund, wieso ich hier auf "Erden" so unbekümmert bin. Ich "weiß" praktisch, dass für mein Bewusstsein mehrere Orte existieren. Ich kann mich da hin beamen, jederzeit, machs aber nicht oft, weil auch diese Welt recht spannend und interessant ist und lehrreich, witzig, unterhaltsam.
 
Hmm schweres Thema....Angst vor dem Tod.
Hat wohl jeder mehr oder weniger.
Wir fürchten alle das Unbekannte, einer mehr, der andere weniger.
Keiner weiss genau, was kommt, auch die Sprituellen nicht.
Ja es gibt genug Aussagen von Nahtod-Erfahrungen, die meist irgendwie schön sind.
Ich denke mal, das sind dann Restimpulse im Gehirn, die noch aktiv sind.
Man hat noch keinen Toten zurückgeholt, der lange tot war.
Also es gibt keine Beweise für ein Leben nach dem Tod.
 
Hmm schweres Thema....Angst vor dem Tod.
Hat wohl jeder mehr oder weniger.
Wir fürchten alle das Unbekannte, einer mehr, der andere weniger.
Keiner weiss genau, was kommt, auch die Sprituellen nicht.
Ja es gibt genug Aussagen von Nahtod-Erfahrungen, die meist irgendwie schön sind.
Ich denke mal, das sind dann Restimpulse im Gehirn, die noch aktiv sind.
Man hat noch keinen Toten zurückgeholt, der lange tot war.
Also es gibt keine Beweise für ein Leben nach dem Tod.

Ich habe keine Angst vor gar nichts, habe schon alles gesehen und alles erlebt, was sollte da noch schlimmeres kommen. Der Tod kann auch Erlösung sein von so vielem.
 
So ein Lebensgefühl muss doch schön sein.

Ich vermute, dass das mit der "Infrastruktur" unseres Gehirns zu tun hat, das man auch als Labyrinth bezeichnet und viele Schriften, Zitate etc beschreiben, wie man zum "Heiligen Gral" kommt, oder dass es so einen geben soll, bzw. gibt im "Zentrum". Das wiederum könnte ein Hirnareal beschreiben, glaub ich, denke ich.
Bei bestimmten Vorgängen klickt man dieses Areal an und es flasht, es gibt dieses Feeling, es ist dann so ein Zustand zu fühlen. Bei mir war ein extremer Stresslevel vorher da, nachher kams zu diesen ekstatischen Empfindungen und Regungen- vielleicht brauchte es diese "Kraft" des Überstresses, um diese Drüsen zu öffnen? Damals stellte man bei mir einen extrem überhöhten Prolaktinwert fest und vermutete sogar einen Tumor, der diese Drüse so befeuert, das war echt krass. Ich hab fünf Tage nicht geschlafen, war Tag und Nacht übererregt. zuerst Dystress, dann Eustress, in Folge kippte ich und landete in der Nervenklinik. Diese unvorstellbaren Bewusstseinszustände waren sicher nicht gesund, sie haben praktisch zehntausend Volt durch eine kleine Glühbirne gejagt.
Jogis können das steuern, sie lernen das peu a peu, mit diesen Energien umzugehen, sie haben das im Griff, können es steuern und auslösen durch bestimmte "Fäden an denen sie ziehen". So gehts mir heute, so ist es jetzt bei mir, ich kann bewusst jonglieren mit diesem "Strom", ihn bewusst leiten und steuern. So etwas kann man üben und trainieren und wenn man das mal raus hat, dann geht das blitzschnell, dass man in diese Zustände kommt, wo es ist, als wäre man in einem unendlichen Friede-Freude-Glück-Ruhe-Zustand, also wird das wohl etwas sein, das in uns drin ist, wir suchen es, wir ahnen dieses Feeling, kennen es wohl gut, aber eben nicht auf der Ebene, wo man so lebt hier. Diese muss man "verlassen" ( mental) und das wird sicher nicht so leicht sein, solange man nicht loslassen wagt. Es kann sich bewusst anfühlen, als ob man stirbt, so war es bei mir jedenfalls. Nachher gabs kein Sterben, aber ein Betreten dieser "Ebene". Man spricht auch von Gedeckelt- oder Öffnen- woher hat man diese Ausdrücke?
Bei mir war damals ab dieser Zeit alles anders. Viele Fürchte gabs nie wieder, viele Ängste gabs nie wieder, auch nicht mehr vor dem Tod.
 

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