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24 Stunden nicht jammern

Manchen Menschen nimmt es nur ihre Stimme und sie ziehen sich immer mehr zurück, wenn sie mit ihren schwierigen Gefühlen und Gedanken nirgendwo hinkönnen. Das ist auch nicht gesund, weder für die einzelne Person, noch für uns als Gesellschaft.
Niemand sagt doch, dass man seine Gefühle und Gedanken nicht äußern und besprechen darf. Emotionen soll man auch nicht unterdrücken, die müssen ab und zu mal raus. Weinen, nörgeln, rumwüten, das darf doch sein. Das hat aber mMn nichts mit Jammern in Dauerschleife zu tun, womit man sich sehr schadet, sowohl psychisch als auch physisch.

"Das fanden Forschende der Standford Universitity im Rahmen einer Studie heraus. Sie stellten fest, dass chronische Unzufriedenheit den Hippocampus verkleinert. Diese Region in unserem Gehirn ist für unsere Gedächtnisleistung verantwortlich. Ständiges Jammern fördert jedoch nicht nur die Vergesslichkeit, sondern es kann auch andere Beschwerden begünstigen. Wer immerzu meckert und sich häufig aufregt, hält sein Stresslevel konstant hoch. Die Folgen: Unruhezustände, Herzrasen und Zittern. Körper und Psyche befinden sich dauerhaft in einem angespannten Zustand, was langfristig Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauf-Probleme begünstigen kann".

 
Ich kann neutral feststellen, dass der Paketbote lebende Pflanzen und Katzenfutter in die pralle Sonne gestellt hat oder ich kann mich darin hineinsteigern, dass das Katzenfutter in der Dose nun "kocht" die Pflanzen garantiert alle vertrocknet sind und die Fahrer ja das letzte sind.

In der Zeit, in der ich schimpfe und mich reinsteigere habe ich die Dosen ins kühle gebracht und die Pflanzen schnell aus dem Karton befreit und gewässeret. Und mir fällt das mit meiner Behinderung alles andere als leicht! Aber ich will ja Katzenfutter und Pflanzen "retten" und nicht selber dafür verantwortlich sein, dass die nun kaputt sind.....

Allerdings wird es immer so sein dass es Menschen gibt die lange in einer Situation festhängen und sich daraus nicht befreien können und lösungsorientierte Menschen. Ich war das vermutlich auch nicht immer, aber ich vermeide gerne Schaden für mich selber.

Bin ich lösungsorientiert muss ich mein Hirn bemühen, vielleicht schiebt das auch Demenz ein bischen weiter weg ;-)

Gruß von Grisu
 
Jein, ich finde, es wird aktuell teilweise überschätzt, wie viel Einfluss man aufs eigene Denken und Fühlen hat. Klar gibt es Einflussmöglichkeiten, aber auch nicht unbegrenzt.
Es ist ein großes Glück, wenn man es mental schafft, schwierige Situationen entspannt/positiv zu sehen. Dieses Glück haben nicht alle, unsere Köpfe und Gefühle funktionieren ganz unterschiedlich. Deswegen muss man aufpassen, nicht so zu tun, als wäre das Gegenüber immer selbst dran Schuld, wenn es sich schlecht fühlt.

Klar gibt's Menschen, die jammern den ganzen Tag und achten keinerlei Grenzen bei anderen. Das mag ich auch nicht. Aber genauso wenig mag ich den Zwang zum positiven. Manchen Menschen nimmt es nur ihre Stimme und sie ziehen sich immer mehr zurück, wenn sie mit ihren schwierigen Gefühlen und Gedanken nirgendwo hinkönnen. Das ist auch nicht gesund, weder für die einzelne Person, noch für uns als Gesellschaft.
Ich finde deinen Beitrag sehr gut. Besonders den hier oben zitierten Teil finde ich sehr wichtig. Ich bin dir dankbar, dass du das so passend geschrieben hast.
 
Niemanden. Ich spreche es vor mir laut aus.
Ich rede zuhause auch sehr viel mit mir selbst. Also laut.

Aber leider rede ich in meinem Kopf so schlecht mit mir selbst, wie ich es mt jemand anderem nicht machen würde. Daran muss ich noch arbeiten.
Niemand sagt doch, dass man seine Gefühle und Gedanken nicht äußern und besprechen darf. Emotionen soll man auch nicht unterdrücken, die müssen ab und zu mal raus. Weinen, nörgeln, rumwüten, das darf doch sein. Das hat aber mMn nichts mit Jammern in Dauerschleife zu tun, womit man sich sehr schadet, sowohl psychisch als auch physisch.

"Das fanden Forschende der Standford Universitity im Rahmen einer Studie heraus. Sie stellten fest, dass chronische Unzufriedenheit den Hippocampus verkleinert. Diese Region in unserem Gehirn ist für unsere Gedächtnisleistung verantwortlich. Ständiges Jammern fördert jedoch nicht nur die Vergesslichkeit, sondern es kann auch andere Beschwerden begünstigen. Wer immerzu meckert und sich häufig aufregt, hält sein Stresslevel konstant hoch. Die Folgen: Unruhezustände, Herzrasen und Zittern. Körper und Psyche befinden sich dauerhaft in einem angespannten Zustand, was langfristig Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauf-Probleme begünstigen kann".


Das erklärt einiges, warum es mir so schlecht geht.
 
Ich kann neutral feststellen, dass der Paketbote lebende Pflanzen und Katzenfutter in die pralle Sonne gestellt hat oder ich kann mich darin hineinsteigern, dass das Katzenfutter in der Dose nun "kocht" die Pflanzen garantiert alle vertrocknet sind und die Fahrer ja das letzte sind.

In der Zeit, in der ich schimpfe und mich reinsteigere habe ich die Dosen ins kühle gebracht und die Pflanzen schnell aus dem Karton befreit und gewässeret. Und mir fällt das mit meiner Behinderung alles andere als leicht! Aber ich will ja Katzenfutter und Pflanzen "retten" und nicht selber dafür verantwortlich sein, dass die nun kaputt sind.....

Allerdings wird es immer so sein dass es Menschen gibt die lange in einer Situation festhängen und sich daraus nicht befreien können und lösungsorientierte Menschen. Ich war das vermutlich auch nicht immer, aber ich vermeide gerne Schaden für mich selber.

Bin ich lösungsorientiert muss ich mein Hirn bemühen, vielleicht schiebt das auch Demenz ein bischen weiter weg ;-)

Gruß von Grisu
Dieser Thread hält mir so den Spiegel vor und öffnet mir so die Augen. Unglaublich. So ein wertvoller Thread.
 
Heute gelesen: "Versuche einmal, 24 Stunden nicht zu jammern und nicht zu meckern, weder in Worten noch in Gedanken (nicht ein einziges Mal) und schaue, wie sich dein Leben verändert." (Autoren konnte ich leider nicht lesen)
Der Kommentar dazu: "Gar nicht so einfach"

Mein Kommentar: Ich will das mal versuchen bzw. mich dahingehend beobachten, wann und warum mir zum meckern wäre..

Spannend. Wer hat sich so etwas oder Ähnliches auch schon mal gefragt bzw. es wirklich geschafft?
Na klar, hab mich sowas gefragt. Es gibt so Phasen, da ist anscheinend, laut Rückmeldung oder Reaktion anderer, fast alles, was ich von mir gebe, im Meckerton. Oft merke ich das Ausmaß dann garnicht. Hab heraus gefunden, was für Phasen das sind. Es ist für mich ein wichtiges Ventil. Das versuchen zuzudrehen wäre fatal.
Was ich steuern kann, wo ich das raus lasse. Auch ein Grund, warum ich phasenweise die Wohnung nicht verlasse, oder nicht telefoniere.
Das Meckern zu steuern wäre kein Weg für mich.
Ein Weg statt dessen ist, mit Berücksichtigung des Befinden, zu versuchen immer auch ein Auge darauf zu haben, was schön, von wert, freundlich, positiv uvm.. mehr ist. Das konnte ich früher teilweise garnicht sehen. Habe das trainiert.
Hier interessiert mich Dein Weg, und worüber Du gern schreiben möchtest. Viel Glück 🙂
 
Mensch, Leute, das ist ja so toll hier zu lesen, was da alles an einem Tag zusammenkommt. Konnte den ganzen Tag nicht an den PC, weil ich bei meinem Hund sein wollte, im Keller, wo sie sich von ihrer OP bekrabbelt. Der Hund hat ein Bein ab und jammert nicht, Tiere beschweren sich nicht über das, was nun mal so ist wie es ist. Sie muss es kapieren und dann eben das eine Bein trainieren. So kann ich das Unvermeidliche eben auch annehmen, ohne zu lamentieren, es würde nix nützen.
Ich bin bei jedem, dem es wirklich dreckig geht, höre zu und helfe mit Rat oder Tat, wenn man das wünscht. Wenn da das Jammern nicht aufhört und es keinen Versuch gibt, selber irgendwas zu ändern, dann muss ich aus der Situation raus.
Eine gute Freundin mit MS ist ein so positiver Mensch, davor habe ich den größten Respekt. Manchmal machen wir uns zusammen über die Sch... lustig, sie kann auch bei dummen Sachen und Menschen herzerfrischend schimpfen. Aber dann ist sie auch wieder fertig damit.
Ich freu mich, wenn Ihr weiter so interessant schreibt. Heute habe ich mich erwischt, wie ich meckern wollte, so vor mich hin, und musste lachen. Muss mich sogar anstrengen, wenn ich mich an die Situation erinnern will... wozu?
 
Mensch, Leute, das ist ja so toll hier zu lesen, was da alles an einem Tag zusammenkommt. Konnte den ganzen Tag nicht an den PC, weil ich bei meinem Hund sein wollte, im Keller, wo sie sich von ihrer OP bekrabbelt. Der Hund hat ein Bein ab und jammert nicht, Tiere beschweren sich nicht über das, was nun mal so ist wie es ist. Sie muss es kapieren und dann eben das eine Bein trainieren. So kann ich das Unvermeidliche eben auch annehmen, ohne zu lamentieren, es würde nix nützen.
Ich bin bei jedem, dem es wirklich dreckig geht, höre zu und helfe mit Rat oder Tat, wenn man das wünscht. Wenn da das Jammern nicht aufhört und es keinen Versuch gibt, selber irgendwas zu ändern, dann muss ich aus der Situation raus.
Eine gute Freundin mit MS ist ein so positiver Mensch, davor habe ich den größten Respekt. Manchmal machen wir uns zusammen über die Sch... lustig, sie kann auch bei dummen Sachen und Menschen herzerfrischend schimpfen. Aber dann ist sie auch wieder fertig damit.
Ich freu mich, wenn Ihr weiter so interessant schreibt. Heute habe ich mich erwischt, wie ich meckern wollte, so vor mich hin, und musste lachen. Muss mich sogar anstrengen, wenn ich mich an die Situation erinnern will... wozu?
Gute Besserung für deinen Hund. Ich hoffe, er erholt sich schnell von der Operation.
 

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