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Glaube als Hindernis

H3rzwetter

Sehr aktives Mitglied
Ich schreibe mal bewusst im Forum Ich, da das Problem auch bei mir liegt.

Ich habe heute eine Mitpatientin kennen gelernt - andere Station, wir haben zusammen draußen gewartet und uns unterhalten.
Sie hatte viel, was ich an Mitmenschen schätze und sie wohnt im gleichen Ort und fühlt sich sehr alleine dort und wir fanden es schade, daß wir uns nicht schon eher begegnet sind.
So und dann kam die Wende:
Sie vertraut nur noch ihrem Glauben und denkt, in der Bibel steht geschrieben, was heutzutage alles S**** läuft.

Ich bin leider das Gegenteil von gläubig, wörtliche Bibelauslegung finde ich bestenfalls naiv und schlimmstenfalls sehr gefährlich.

Jetzt weiß ich überhaupt nicht, soll ich gegen meine Überzeugung so viel Toleranz aufbringen, um einen sonst vielleicht wertvollen Menschen kennen zu lernen?
Soll ich gleich zu Anfang klar machen, daß ich keine Glaubensfragen erwünsche?
Aufs Thema ständig Umschiffen und raus reden hätte ich auch kein Bock, da bin ich lieber ehrlich...
Ich habe noch ein anderes Problem mit dem Christentum, aber das wäre für das GF und lasse es hier.
 
A

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Re: Glaube als Hindernis
Ich schreibe mal bewusst im Forum Ich, da das Problem auch bei mir liegt.

Ich habe heute eine Mitpatientin kennen gelernt - andere Station, wir haben zusammen draußen gewartet und uns unterhalten.
Sie hatte viel, was ich an Mitmenschen schätze und sie wohnt im gleichen Ort und fühlt sich sehr alleine dort und wir fanden es schade, daß wir uns nicht schon eher begegnet sind.
So und dann kam die Wende:
Sie vertraut nur noch ihrem Glauben und denkt, in der Bibel steht geschrieben, was heutzutage alles S**** läuft.

Ich bin leider das Gegenteil von gläubig, wörtliche Bibelauslegung finde ich bestenfalls naiv und schlimmstenfalls sehr gefährlich.

Jetzt weiß ich überhaupt nicht, soll ich gegen meine Überzeugung so viel Toleranz aufbringen, um einen sonst vielleicht wertvollen Menschen kennen zu lernen?
Soll ich gleich zu Anfang klar machen, daß ich keine Glaubensfragen erwünsche?
Aufs Thema ständig Umschiffen und raus reden hätte ich auch kein Bock, da bin ich lieber ehrlich...
Ich habe noch ein anderes Problem mit dem Christentum, aber das wäre für das GF und lasse es hier.
Das passt nicht zusammen. Ihr werdet bei so einer Einstellung ständig Konflikte bekommen. Ich würde mir den Stress nicht antun.
 
Das passt nicht zusammen. Ihr werdet bei so einer Einstellung ständig Konflikte bekommen. Ich würde mir den Stress nicht antun.

Das muss nicht unbedingt sein. Nicht alle Gläubigen wollen andere missionieren.

Soll ich gleich zu Anfang klar machen, daß ich keine Glaubensfragen erwünsche?

Ja. Sag ihr, dass du mit Glaube/Religion nichts anfangen kannst und darüber auch nicht reden möchtest. Siehst du ja dann, ob es funktioniert.

Sie vertraut nur noch ihrem Glauben und denkt, in der Bibel steht geschrieben, was heutzutage alles S**** läuft.

Klingt schon ein bisschen fundamentalistisch. Wenn es dir zu heftig wird, kannst du den Kontakt ja immer noch beenden.

Deine Tochter hat sich ja vor einiger Zeit auch sehr für Religion interessiert. Was wurde denn daraus?
 
Tja, solange sie dich nicht überzeugen möchte. Vielleicht kannst du etwas philosophisch darauf schauen. Und es soweit als etwas sehen, dass ihr vielleicht auch Kraft gibt. Bin auch kein Freund vom Glauben. Hatte vor einer Weile gehört mal diesen Satz, dass man schaut, wie es einem selbst geht nach einer Begegnung mit einer Person. Also hinterlässt das ein gutes oder ein schlechtes Gefühl? Andererseits: bist du versucht, ihr zu erklären, was am Glauben nicht stimmt? Mal so grob gesagt.
Ein weiterer Blickwinkel, falls ich den Text jetzt richtig gelesen habe und das mit dem Glauben nicht plötzlich kam, wäre, dass eben dieser Glauben sie zu dem Mensch macht der sie ist. Und das findest du ja gut, oder?
 
Erstmal: Mir ist da ein kleiner Freudscher unterlaufen. Wollte die Überschrift als Frage formulieren, jetzt steht's als Aussage da 😉

Deine Tochter hat sich ja vor einiger Zeit auch sehr für Religion interessiert. Was wurde denn daraus
Naja, sie hat sich ja taufen lassen am 1.12. letztes Jahr.
Das war für sie wohl der krönende Abschluss ihres "Glaubens Semesters" und ich habe nichts mehr von Gott gehört.
Außer daß ich ihr noch eine Kette mit Kreuz gekauft habe.

@Jana1980
Ist nicht böse gemeint, genau die Antwort habe ich von dir erwartet 😄

@Werwiewas
Ja, da ist viel Wahres dran und ich denke auch so. Chance gebe ich dem.
 
dass eben dieser Glauben sie zu dem Mensch macht der sie ist. Und das findest du ja gut, oder?
Das mag ich nach dem ersten Eindruck noch nicht beurteilen.
Sie hat es auch ans Ende des Gesprächs gesetzt, nachdem ich ihre grobe Lebensgeschichte und aktuelle Gefühlslage schon erzählt bekam .


Also hinterlässt das ein gutes oder ein schlechtes Gefühl? Andererseits: bist du versucht, ihr zu erklären, was am Glauben nicht stimmt? Mal so grob gesagt
Es ist praktisch das Gefühl, die Geschichte muß ja einen Haken haben.

Zum zweiten Satz: Nein, das will ich auf keinen Fall, deshalb die Idee, das gleich von den vornherein zu unterbinden
 
Ich schreibe mal bewusst im Forum Ich, da das Problem auch bei mir liegt.

Ich habe heute eine Mitpatientin kennen gelernt - andere Station, wir haben zusammen draußen gewartet und uns unterhalten.
Sie hatte viel, was ich an Mitmenschen schätze und sie wohnt im gleichen Ort und fühlt sich sehr alleine dort und wir fanden es schade, daß wir uns nicht schon eher begegnet sind.
So und dann kam die Wende:
Sie vertraut nur noch ihrem Glauben und denkt, in der Bibel steht geschrieben, was heutzutage alles S**** läuft.

Ich bin leider das Gegenteil von gläubig, wörtliche Bibelauslegung finde ich bestenfalls naiv und schlimmstenfalls sehr gefährlich.

Jetzt weiß ich überhaupt nicht, soll ich gegen meine Überzeugung so viel Toleranz aufbringen, um einen sonst vielleicht wertvollen Menschen kennen zu lernen?
Soll ich gleich zu Anfang klar machen, daß ich keine Glaubensfragen erwünsche?
Aufs Thema ständig Umschiffen und raus reden hätte ich auch kein Bock, da bin ich lieber ehrlich...
Ich habe noch ein anderes Problem mit dem Christentum, aber das wäre für das GF und lasse es hier.
Bei einer Annäherung zwischen zwei Menschen gibt´s die Lebenserfahrung des einen und des anderen.
Beides soll jeweilig zu einem Ziel führen.
Wenn die Ziele überein stimmen, gibt es keinen Grund, sich nicht zu verbünden.
Methoden, das jeweilige Ziel zu erreichen sollten nachrangig sein.

Um ein Beispiel zu nennen: der eine glaubt an den Besen, der andere an den Laubbläser.
Beide wollen aber den Weg sauber haben.

Also verbündet man sich und macht es, wie man es richtig findet, lässt den anderen aber auch selbst bestimmen, wie er es richtig findet.

Später schaut der eine dem anderen zu? -aber erst später.

Wer mit seiner Methodik schneller und besser voran kommt, kann den anderen animieren, es ihm gleich zu tun.

Indem aber Partner sich als gleichwertig zu sehen haben, soll die Methode des einen keinen Zwang beim anderen auslösen. Allzu schnell könnte sich nämlich das Blatt wenden, wenn der andere in seiner Methode überlegen ist - und daher wegen eines eingetreten Vergleichts durchaus berechtigt wäre, seine Methode zu favorisieren.
 
Jetzt weiß ich überhaupt nicht, soll ich gegen meine Überzeugung so viel Toleranz aufbringen, um einen sonst vielleicht wertvollen Menschen kennen zu lernen?

Also ich geh jetzt von mir selber aus- falls ich jemanden überfordere, irritiere, anstoße etc- dann halte ich das aus, wenn jemand sagt, mich überfordert das, ich versteh das nicht, ich kann das nicht nachvollziehen usw. - also das Beste, was man mir entgegen bringen kann ist Offenheit und Aufrichtigkeit- NICHT heucheln, was nicht da ist, zb Verständnis, Verstehen, Begreifen.
Hier wäre sowieso angebracht, zu sagen, dass du nicht verstehst, dann muss sie nämlich erklären und während des Erklärens wird sicherlich einiges "neu überdacht".
Glaube, der Angst macht und Sorge, der ist wohl mit Recht zu hinterfragen.

Mir ist übrigens selber ein Rätsel, wieso man immer wieder streitet wegen der Worte, die ja heute, wie gestern niemals ident widergegeben werden können, wenn man sie hört, liest, oder spricht. Gelingt das jemanden, einen Text bloß vom Hören wortgetreu niederzuschreiben, oder gar so zu interpretieren, wie er wirklich gemeint ist?
 

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