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Walter Wolter
Gast
Du hast keine Probleme mit dem Christentum, sondern mit Menschen die glauben.Ich schreibe mal bewusst im Forum Ich, da das Problem auch bei mir liegt.
Ich habe heute eine Mitpatientin kennen gelernt - andere Station, wir haben zusammen draußen gewartet und uns unterhalten.
Sie hatte viel, was ich an Mitmenschen schätze und sie wohnt im gleichen Ort und fühlt sich sehr alleine dort und wir fanden es schade, daß wir uns nicht schon eher begegnet sind.
So und dann kam die Wende:
Sie vertraut nur noch ihrem Glauben und denkt, in der Bibel steht geschrieben, was heutzutage alles S**** läuft.
Ich bin leider das Gegenteil von gläubig, wörtliche Bibelauslegung finde ich bestenfalls naiv und schlimmstenfalls sehr gefährlich.
Jetzt weiß ich überhaupt nicht, soll ich gegen meine Überzeugung so viel Toleranz aufbringen, um einen sonst vielleicht wertvollen Menschen kennen zu lernen?
Soll ich gleich zu Anfang klar machen, daß ich keine Glaubensfragen erwünsche?
Aufs Thema ständig Umschiffen und raus reden hätte ich auch kein Bock, da bin ich lieber ehrlich...
Ich habe noch ein anderes Problem mit dem Christentum, aber das wäre für das GF und lasse es hier.
Was in der Bibel steht ist ein Angebot, das die Menschen nutzen können.
Da steht nichts von heute und das alles Schei... läuft.
Glaube und Gewissheit sind zwei unterschiedliche Begriffe, die oft verwechselt werden, aber verschiedene Bedeutungen haben.
Wird sich als orientierender Maßstab darum im religiösen wie im kulturellen Leben immer wieder angeeignet.