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Kinderwunsch belastet Ehe

Nun, sie erwartet von dir TE dass du ihr den Rücken stärkst...

Seit 12 Jahren hat sie sich um deine Tochter gekümmert, sogar unter erschwerten Bedingungen und nun lässt du sie in ihrem Wunsch wie ein Käfer auf dem Rücken liegen und sagst einfach nein🤔

Ich würde mich an ihrer Stelle auch ausgenutzt und ungeliebt fühlen.

Nein, vielleicht geht es bei dieser offensichtlich nicht vorhandenen Logik
(die biologische Uhr ist abgelaufen) gar nicht so sehr um das Kind, sondern darum, dass du sie als Partner in ihren Wünschen ernst nimmst und unterstützt.
Wie kann man erwarten ernst genommen zu werden, wenn man sich so verhält, wie die Frau vom TE hier?

Ist es z.B. liebevoll, völlig unsinnige Vorwürfe von wegen Fremdgehen zu machen, nur weil er ihr klar sagt, daß er kein Kind mehr möchte?
Und warum sollte sie sich ungeliebt fühlen, nur weil er zum Thema Schwangerschaft eine andere Meinung hat, als sie?
Es war doch wohl ihr freier Wille, sich mit um die Tochter des TE zu kümmern, und anscheinend hat sie das gerne gemacht, und versteht sich gut mit dem Kind.
Da sehe ich also überhaupt gar nichts von Ausnutzen...

Ich finde im Gegenteil deine Ansicht hier ziemlich lieblos, so nach dem Motto: weil sie sich um die Stieftochter kümmert (was m.E. in einer Ehe selbstverständlich sein sollte!) muss er sich jetzt quasi zum Dank bemühen, ihr ein Kind zu machen?
Oder wie stellst du dir das vor?

Allerdings sollte der TE sich trotz aller Streitereien mal bemühen, besser mit ihr zu kommunizieren.
Also z.B. ihr anzubieten, zusammen mit ihr zum Gynäkologen zu gehen, um da mal ein bisschen Realität in die Sache zu bringen, wäre schonmal eine gute Idee...
 
Wir haben darüber gesprochen. Wir haben immer gesagt, entweder wird sie schwanger oder nicht. Wir lassen uns überraschen. Wenn ja, dann ist es schön und wenn nicht, dann sollte es nicht sein.
Es gibt Kinderwunsch und es gibt Kinderwunsch und vieles dazwischen.

Wo würdest du sie denn einschätzen:
Zwischen wir haben Sex ohne Verhütung, wenn es klappt ist es schön und wenn nicht ist es auch nicht schlimm...
und...
deine Frau nimmt Hormone, weiß genau wann der Eisprung ist, war in jeder Kinderwunschklinik im Umkreis von 500 Km, ihr seid beide in dem Bereich Untersucht und wisst genau woran es harkt, der nächste Termin zur Eieinsetzung ist bereits geplant, Kontakt ins Ausland zur Leihmutterschaft besteht
???
Ich nehme ihre Wünsche, Bedürfnisse, Sorgen, Ängste usw. immer ernst.
Es wäre wohl der zeitpunkt "Ernst" mit Ihr zu sprechen
Nur was soll ich in der Situation machen?
Klar Position beziehen, sie einfühlsam Unterstützen.
Wie soll ihr ihr den Rücken stärken in Bezug auf den Kinderwunsch.
Ihr beistehen.
Das kann ich nicht.
Warum nicht.
Ihr seid 12 Jahre zusammen 👍
Es hat sich geändert, weil sie jetzt doch unbedingt schwanger werden will. Also alles was wir gesagt hatten bezüglich überraschen lassen ist hinfällig.
Torschlußpanik.
Redet darüber was es für Alternativen gibt, evtl. Pflegemutter, etc. ?
 
Wie kann man erwarten ernst genommen zu werden, wenn man sich so verhält, wie die Frau vom TE hier?

Ist es z.B. liebevoll, völlig unsinnige Vorwürfe von wegen Fremdgehen zu machen, nur weil er ihr klar sagt, daß er kein Kind mehr möchte?
Und warum sollte sie sich ungeliebt fühlen, nur weil er zum Thema Schwangerschaft eine andere Meinung hat, als sie?
Es war doch wohl ihr freier Wille, sich mit um die Tochter des TE zu kümmern, und anscheinend hat sie das gerne gemacht, und versteht sich gut mit dem Kind.
Da sehe ich also überhaupt gar nichts von Ausnutzen...

Ich finde im Gegenteil deine Ansicht hier ziemlich lieblos, so nach dem Motto: weil sie sich um die Stieftochter kümmert (was m.E. in einer Ehe selbstverständlich sein sollte!) muss er sich jetzt quasi zum Dank bemühen, ihr ein Kind zu machen?
Oder wie stellst du dir das vor?

Allerdings sollte der TE sich trotz aller Streitereien mal bemühen, besser mit ihr zu kommunizieren.
Also z.B. ihr anzubieten, zusammen mit ihr zum Gynäkologen zu gehen, um da mal ein bisschen Realität in die Sache zu bringen, wäre schonmal eine gute Idee...
Wenn mein Partner mir meinen Kinderwunsch verwehren würde, wäre es für mich wie ein Faustschlag in die Magengrube, erstrecht wenn ich mich all die Jahre um seine Tochter gekümmert hätte.

Das ist schon ein Thema, was eher emotional besetzt ist, bei mir jedenfalls und so scheint es bei der Frau des TE auch zu sein.

Da können seine rationalen Gründe nirgendwo andoggen und das ist für mich die einzige Erklärung für ihre Irrationalität, denn wenn man wirklich ein Kind bekommen möchte, dann möchte man doch erstmal herausfinden, warum es bisher nicht geklappt hat und taub für das ticken der biologischen Uhr sollte man auch nicht sein....

Bizarr ist es schon, sich um etwas zu streiten, wo der Zug so eindeutig abgefahren ist.

Die Idee, gemeinsam zum Gynäkologen zu gehen, finde ich auch gut.
 
Auch ich kann dir nur raten: geh mit ihr in eine Kinderwunschklinik. Dass sie sich ernst genommen fühlt.

Weißt du: viel zu befürchten hast du nicht. Wenn es die letzten 12 Jahre nicht geklappt hat, wird es auch jetzt nicht "einfach so" klappen. Aber Kinderwunschkliniken können noch genauere Unteruschungen machen wie Frauenärzte (ich nehme ohnehin an, dass sie beim FA schon längst war). Zu 98% wird man sie dort untersuchen und feststellen, dass sie keine Kinder mehr kriegen kann, weil nicht mehr ausreichend Eizellen vorhanden, schon gar nicht in gewünschter Qualität.

Eizellenspende ist hier in Deutschland nicht erlaubt, davor musst du dich zumindest bei nem deutschen Termin nicht fürchten. Und selbst wenn sie noch Eizellen hat: eine künstliche Befruchtung machen viele deutsche Kiwu-Kliniken in dem Alter oft auch nicht mehr, weil die Erfolgschance gegen 0 geht (2023 gab es da im Alter von 45+ gerade mal eine einzige Lebendgeburt - also auf Transfers in fast ganz Deutschland bezogen). Quelle: https://www.deutsches-ivf-register.de/perch/resources/dir-jahrbuch-2023-deutsch.pdf

Sollte wider Erwarten herauskommen, dass ihre Eizellen doch gut genug sind und sich das Problem mit ein paar wenigen Hormonen vielleicht doch lösen lassen könnte, könnt ihr immer noch ein ernstes Gespräch darüber führen, ob ihr es doch nochmal mit Hilfe probiert - und wenn ja, wie lange. Darüber zumindest kurz nachzudenken, das schuldest du ihr in meinen Augen.

Du musst es auch so sehen: wenn du jetzt nichts machst, ist deine Ehe zu ende. Entweder es kommt direkt zur Scheidung oder du hast bis an dein Lebensende ne nörgelnde Ehefrau, die stets aufpasst, dass es dir auch ja nicht zu gut geht. Denn sie wird es dir für immer nachtragen, dass du ihr die vermeintlich "letzte Chance" verwehrt hast. Irgendwas in ihrem Hirn wird ihr für immer sagen, dass es vielleicht ja noch geklappt hätte, hättest du nicht gebockt.
Gehst du dagegen mit ihr noch ins KiWu-Zentrum, kriegt sie aller Wahrscheinlichkeit schwarz auf weiß, dass es längst zu spät ist. Die KiWu-Zentren kennen dann oft auch Therapeuten, die auf unerfüllten Kinderwunsch spezialisiert sind, die ihr dann helfen, das zu verarbeiten.

Von daher: ändere deine Meinung doch einfach erst mal dazu ab, dass du nicht bereit bist, für den Kinderwunsch ins Ausland zu gehen und eigentlich nach wie vor keine Lust hast, jetzt noch mit viel Zinnober doch noch ein Kind zu erzwingen. Dass du ihr zuliebe aber bereit bist, ein solches Zentrum mit ihr aufzusuchen und abklären zu lassen, ob überhaupt noch Chancen bestehen und wenn ja, welche Möglichkeiten zur Verfügung stünden. Basierend auf den Ergebnissen wirst du dir überlegen, ob du noch mitmachst, kannst ihr aber keine Garantie geben.

Das wäre in meinen Augen ein gutes Zwischending aus deinem Bedürfnis, kein Kind mehr zu kriegen und ihrem Bedürfnis, mit ihrem Kinderwunsch doch zumindest mal ernst genommen zu werden.

Und wer weiß - vielleicht finden sie sogar was, das darauf hinweist, dass sie gar nie ein Kind hätte kriegen können, womöglich selbst dann nicht, wenn man früher was gemacht hätte. Dann könnte sie umso besser damit abschließen, dass sie sich 12 Jahre lang hat "hinhalten" lassen weil dann klar wäre, dass sie so oder so nie ein leibliches Kind gehabt hätte.
 
Sie will, dass ich ihr ein Kind mache. Wie das funktionieren soll ist zweitrangig. Hauptsache schwanger. Es ist alles aktuell sehr absurd.

Sie hat sich meines Wissens nach auch noch nie diesbezüglich untersuchen lassen.

Das ist doch kein erwachsenes Verhalten.

Wenn sie unbedingt ein Kind will, hätte sie sich längst zumindest vom Frauenarzt dahingehend untersuchen lassen können.

Ist dieses absurde Verhalten neu, oder neigt sie immer schon zu unselbstständigem und irrationalen Verhalten?
 
Bizarr ist es schon, sich um etwas zu streiten, wo der Zug so eindeutig abgefahren ist.

Denke ich auch. Wenn ihr ein Kind so wichtig wäre, hätte sie schon mit 40 die KiWu-Klinik aufsuchen müssen, nachdem es jahrelang nicht geklappt hat mit schwanger werden.

Dann könnte sie umso besser damit abschließen, dass sie sich 12 Jahre lang hat "hinhalten" lassen weil dann klar wäre, dass sie so oder so nie ein leibliches Kind gehabt hätte.

Er hat sie doch gar nicht hingehalten. Sie hatten immer ungeschützten Sex und "es drauf ankommen lassen".

Ansonsten aber ein super Beitrag, @Sofakissen.
 
Auch ich kann dir nur raten: geh mit ihr in eine Kinderwunschklinik. Dass sie sich ernst genommen fühlt.

Weißt du: viel zu befürchten hast du nicht.
In eine KiWuKlinik zu gehen, wenn der TE explizit kein Kind (mehr) möchte, finde ich absurd.
Das weckt völlig falsche Erwartungen und bringt den Konflikt zwischen den beiden in eine komplette Schieflage.

@Micki77 Mit einem derart irrationalem Verhalten eines Partners hätte ich massive Probleme. Das würde ich nicht endlos über mich ergehen lassen in der Hoffnung dass es vielleicht doch wieder aufhört. Wenn ich aus guten Gründen - und diese hast du - keine Kinder mehr will, dann will ich keine und lasse mich da nicht bequatschen.
Wenn du die Beziehung nicht unerträglich werden lassen willst (falls dieses Stadium nicht schon erreicht ist), kannst du eine Paartherapie mit ihr in Erwägung ziehen. Auch da kann es aber nicht darum gehen, dass du "nachgibst" oder aus Harmoniegründen auf klare Aussagen verzichtest, sondern darum, zu klären, ob ein gemeinsamer Weg noch möglich ist, und wie man sich dazu ggf neu ausrichten kann.
 
Es gibt Kinderwunsch und es gibt Kinderwunsch und vieles dazwischen.

Wo würdest du sie denn einschätzen:
Zwischen wir haben Sex ohne Verhütung, wenn es klappt ist es schön und wenn nicht ist es auch nicht schlimm...
und...
deine Frau nimmt Hormone, weiß genau wann der Eisprung ist, war in jeder Kinderwunschklinik im Umkreis von 500 Km, ihr seid beide in dem Bereich Untersucht und wisst genau woran es harkt, der nächste Termin zur Eieinsetzung ist bereits geplant, Kontakt ins Ausland zur Leihmutterschaft besteht
???

Es wäre wohl der zeitpunkt "Ernst" mit Ihr zu sprechen

Klar Position beziehen, sie einfühlsam Unterstützen.

Ihr beistehen.

Warum nicht.
Ihr seid 12 Jahre zusammen 👍

Torschlußpanik.
Redet darüber was es für Alternativen gibt, evtl. Pflegemutter, etc. ?

Sie hat früher nie genau geprüft, wann der Eisprung ist etc. Jetzt mit diesem extremen Kinderwunsch wird alle getestet und geprüft. Und wenn dann gerade alles perfekt ist, dann am besten sofort Sex.

@Micki77
Hast du sie gefragt woher der dringliche Wunsch nach einer Schwangerschaft plötzlich kommt?
Wie stehst du zu dem Vorschlag mit deiner Frau zum Gyn zu gehen?

Es ist immer etwas schwierig gemeinsame Termine zu koordinieren. Wir müssen dann meine Tochter mitnehmen.

Auch ich kann dir nur raten: geh mit ihr in eine Kinderwunschklinik. Dass sie sich ernst genommen fühlt.

Weißt du: viel zu befürchten hast du nicht. Wenn es die letzten 12 Jahre nicht geklappt hat, wird es auch jetzt nicht "einfach so" klappen. Aber Kinderwunschkliniken können noch genauere Unteruschungen machen wie Frauenärzte (ich nehme ohnehin an, dass sie beim FA schon längst war). Zu 98% wird man sie dort untersuchen und feststellen, dass sie keine Kinder mehr kriegen kann, weil nicht mehr ausreichend Eizellen vorhanden, schon gar nicht in gewünschter Qualität.

Eizellenspende ist hier in Deutschland nicht erlaubt, davor musst du dich zumindest bei nem deutschen Termin nicht fürchten. Und selbst wenn sie noch Eizellen hat: eine künstliche Befruchtung machen viele deutsche Kiwu-Kliniken in dem Alter oft auch nicht mehr, weil die Erfolgschance gegen 0 geht (2023 gab es da im Alter von 45+ gerade mal eine einzige Lebendgeburt - also auf Transfers in fast ganz Deutschland bezogen). Quelle: https://www.deutsches-ivf-register.de/perch/resources/dir-jahrbuch-2023-deutsch.pdf

Sollte wider Erwarten herauskommen, dass ihre Eizellen doch gut genug sind und sich das Problem mit ein paar wenigen Hormonen vielleicht doch lösen lassen könnte, könnt ihr immer noch ein ernstes Gespräch darüber führen, ob ihr es doch nochmal mit Hilfe probiert - und wenn ja, wie lange. Darüber zumindest kurz nachzudenken, das schuldest du ihr in meinen Augen.

Du musst es auch so sehen: wenn du jetzt nichts machst, ist deine Ehe zu ende. Entweder es kommt direkt zur Scheidung oder du hast bis an dein Lebensende ne nörgelnde Ehefrau, die stets aufpasst, dass es dir auch ja nicht zu gut geht. Denn sie wird es dir für immer nachtragen, dass du ihr die vermeintlich "letzte Chance" verwehrt hast. Irgendwas in ihrem Hirn wird ihr für immer sagen, dass es vielleicht ja noch geklappt hätte, hättest du nicht gebockt.
Gehst du dagegen mit ihr noch ins KiWu-Zentrum, kriegt sie aller Wahrscheinlichkeit schwarz auf weiß, dass es längst zu spät ist. Die KiWu-Zentren kennen dann oft auch Therapeuten, die auf unerfüllten Kinderwunsch spezialisiert sind, die ihr dann helfen, das zu verarbeiten.

Von daher: ändere deine Meinung doch einfach erst mal dazu ab, dass du nicht bereit bist, für den Kinderwunsch ins Ausland zu gehen und eigentlich nach wie vor keine Lust hast, jetzt noch mit viel Zinnober doch noch ein Kind zu erzwingen. Dass du ihr zuliebe aber bereit bist, ein solches Zentrum mit ihr aufzusuchen und abklären zu lassen, ob überhaupt noch Chancen bestehen und wenn ja, welche Möglichkeiten zur Verfügung stünden. Basierend auf den Ergebnissen wirst du dir überlegen, ob du noch mitmachst, kannst ihr aber keine Garantie geben.

Das wäre in meinen Augen ein gutes Zwischending aus deinem Bedürfnis, kein Kind mehr zu kriegen und ihrem Bedürfnis, mit ihrem Kinderwunsch doch zumindest mal ernst genommen zu werden.

Und wer weiß - vielleicht finden sie sogar was, das darauf hinweist, dass sie gar nie ein Kind hätte kriegen können, womöglich selbst dann nicht, wenn man früher was gemacht hätte. Dann könnte sie umso besser damit abschließen, dass sie sich 12 Jahre lang hat "hinhalten" lassen weil dann klar wäre, dass sie so oder so nie ein leibliches Kind gehabt hätte.
KinderWUNSCHklinik bedeutet ja, dass man einen Kinderwunsch hat und nach Möglichkeiten sucht. Wenn ich mit ihr dort hin gehe, dann wird sie noch mehr Hoffnung haben. In ihrem aktuellen Denken wäre das nicht verwunderlich. Und sollt es dazu kommen, dass es vielleicht doch noch Möglichkeiten gibt, dann bricht doch die Hölle noch mehr los. Wenn dort gesagt werden würde, dass es möglich wäre und ich dann weiterhin nein sage.

Das ist doch kein erwachsenes Verhalten.

Wenn sie unbedingt ein Kind will, hätte sie sich längst zumindest vom Frauenarzt dahingehend untersuchen lassen können.

Ist dieses absurde Verhalten neu, oder neigt sie immer schon zu unselbstständigem und irrationalen Verhalten?

Sie war vorher noch nie so. Ganz egal in welcher Situation. Das ist gerade alles sehr ungewöhnlich.
 
Ja, sie hat gewiss eine Mitverantwortung, dass sie nicht früher darauf gepocht hat. Ich kann mir aber vorstellen, dass sie sich vielleicht schlicht nicht getraut hat, das Thema anzusprechen (muss nicht am TE liegen, auch wir Frauen vermeiden unangenehme Themen gern), oder der TE hat jeden Wink mit dem Zaunpfahl (bewusst oder unbewusst) nicht bemerkt/ignoriert oder sie konnte sich tatsächlich lange Zeit gut vorstellen, eben doch nur Stiefmutter zu sein, kriegt jetzt plötzlich aber doch noch Torschlusspanik.

Und ich kann dir sagen, dass so ein unerfüllter Kinderwunsch echt auf die Psyche geht. Vor allem, weil man nur mit Warten beschäftigt ist. Warten auf den Eisprung. Der Druck, den Mann zum passenden Zeitpunkt ins Bett zu kriegen (die dazu neigen, den ganzen Monat S*x zu wollen - aber genau an den relevanten 5 Tagen dann doch zu müde zu sind). Dann ca. 10 Tage warten, bis ein Frühtest anschlagen kann. Auf nen fehlenden 2. Strich schauen. Nochmals 2 Tage warten in der Hoffnung, dass sich doch noch ein rosa Schimmer zeigt. Umsonst. Heulen und wieder warten - dieses Mal auf die Periode, dass endlich der nächste Zyklus einsetzt und man wieder auf den Eisprung warten kann. Bis die kommt aber weiterhoffen, dass sich nur der Eisprung verschoben hat und der Test deshalb noch weiß ist. Dabei 1000 "Anzeichen" für ne Schwangerschaft finden.

Dazwischen tägliches aufstehen zur gleichen Zeit (nix mit am Wochenende ausschlafen), um noch bevor man aus dem Bett steigt die Basaltemperatur zu messen. Die ständige Recherche, ob man womöglich doch noch was "vergessen" hat, was wichtig wäre. Vielleicht gibt es doch noch ein Hausmittelchen oder Nahrungsergänzungsmittel? Man beschäftigt sich eigentlich nur noch mit dem Zyklus. Und den Kinderwunsch kann man auch nicht einfach so zur Seite wischen, weil irgendein kleines Stimmchen tief in einem drin einem sagt, dass man - solange man sich mit der Periode noch rumplagt - zumindest noch den Hauch von Chance hätte, egal wie unrealistisch es logisch betrachtet auch ist. Und man könnte es sich ja nie selbst verzeihen, diese Chance nicht genutzt zu haben. Das wirft man sich dann doch mit 80 auf dem Sterbebett noch vor.

Ich glaube, vielen Männern ist gar nicht klar, wie viel da bei einer Frau eigentlich im Kopf abgeht. Und wie die elendige Warterei eine wahrhafte Spirale anstößt, aus der man so leicht auch nicht mehr kommt. Ein KiWu-Zentrum verschafft zumindest insofern Linderung, dass man die "Verantwortung" für das Gelingen abgeben kann (solange man in nem Alter ist, in dem die Ärzte überhaupt noch was machen, was ich in TEs Fall eher nicht denke). Man muss nur noch Termine koordinieren (für die wenigsten muss der Mann dabei sein), ggf. verordnete Medikamente einnehmen/spritzen und kann den Rest des Tages selig darauf vertrauen, dass die schon wissen, was sie tun.
Oder aber - hier um einiges wahrscheinlicher - man erfährt die bittere Wahrheit - kann dann jedoch immerhin in den Trauerprozess übergehen und die verdammte Warterei, Temperaturmesserei und Zyklustagezählerei aufhören. Und eben sein Leben wieder leben, Pläne für die (kinderlose) Zukunft schmieden (woran die Hoffnung einen zuvor hindert).

Und ja, du machst ihr Hoffnung, wenn du dort mit ihr hingehst und ja, das wird unangenehm, sollte herauskommen, dass doch noch (realistisch) was ginge.
Aber dann kannst du dich immer noch verweigern ud ihr klarmachen, dass du ihr zwar geholfen hast, die Ergebnisse zu kriegen (die Hälfte wird nämlich gar nicht erst von Frauenärzten untersucht, wenn kein Spermiogramm vom Mann vorliegt), dass sie sich allerdings trotzdem entscheiden muss, ob sie kinderlos bei dir und deiner Tochter bleibt oder ob sie den Weg alleine weitergeht, ihr euch scheiden lasst und sie sich auf den letzten Drücker via Samenspende im Ausland helfen lässt.
Aber zumindest weiß sie dann, was Sache ist und kann auch für sich besser abschätzen, ob die (so und so nicht allzu hohe) Restwahrscheinlichkeit es ihr wert ist, die Ehe zu beenden.

Aber vom Abwarten und Ohren zuhalten wirst du eben gar nichts erreichen. Außer, dass sie dich hasst und das Haar in der Suppe sucht, weil die kleine unbefriedigte innere Stimme dich nunmal hassen will. Sie wird dann weiter einen Grund suchen, der für sie erklärt, warum du plötzlich nicht mehr mitspielst (weil du zuvor ja zu Kindern bereit warst), weil "ich fühle mich zu alt" eben schwerer für sie zu ertragen ist als eine (ausgedachte) vermeintliche Fremdgeherei, wo sie das Gefühl des Wartens wenigstens durch Hass (auf dich) ersetzen kann bzw. eben einen neuen "Schuldigen" hat, der nicht sie selbst samt eigener jahrelanger Untätigkeit ist.

Ich kann mir übrigens gut vorstellen, dass die im KiWu-Zentrum es nachvollziehen können, wenn ihr dort aufkreuzt und du von vorneherein zugibst, dass es dir mehr um die Gewissheit geht was Sache war/ist als darum, dass am Ende tatsächlich ein Kind kommt. Da schlagen regelmäßig Männer auf, die mehr die nörgelnde Partnerin befriedigen wollen als dass ihnen selbst das Kind noch wichtig wäre. Die halb hoffen, dass herauskommt, dass einer gänzlich unfruchtbar ist (bevorzugt die Frau, dass sie nicht auf einen böse sein kann). Sicher eher selten, kommt aber vor.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn dort gesagt werden würde, dass es möglich wäre und ich dann weiterhin nein sage.
Mit 47 ist es nicht mehr möglich...

Also jahrelang war es dir egal- es ist reiner Zufall, dass ihr kein weiteres Kind bekommen habt und nun, wo alles eh schon viel zu spät ist um überhaupt ein Wort darüber zu verlieren, will sie unbedingt und du auf keinen Fall....

Naja, dann versalzt euch eben völlig Grundlos gegenseitig die Suppe-

Eigentlich solltet ihr an einem Strang ziehen, schon deiner kranken Tochter zuliebe.
 

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